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Nachtschattengewächse verschlimmern


Gast

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Geschrieben (bearbeitet)

Hallo zusammen,

 

ich wollte mit euch nur schnell meine zuletzt gewonnen Erfahrungen bzgl. Ernährung teilen...

 

Und zwar habe ich festgestellt, dass meine Hautformen der Psoriasis (Pso vulgaris, Pso inversa und Nagelpsoriasis) und auch die PSA durch Kartoffeln, Auberginen und Tomaten verschlimmert wird. Als Gärtner habe ich auf einen Blick gesehen, dass alle 3 zu der Solanum-Gruppe gehören (Solanum tuberosum, Solanum melongena und Solanum lycopersicum), also zu den Nachtschattengewächsen. Nun habe ich durch Online-Recherche herausgefunden, dass genau diese im Verdacht stehen Entzündungen zu verstärken...

 

Ebenso zu den Nachtschattengewächsen gehören:

Paprika, Chili, Physalis, Gojibeere, Stachelbeeren, diverse Melonen

 

Hat jemand ebenso Verschlimmerungen durch diese Lebensmittel festgestellt? 

 

Seitdem ich diese Lebensmittel weglasse geht es mir viel besser und vor allem der Juckreiz hat stark nachgelassen.

 

Liebe Grüße

bearbeitet von HLA-B27

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo HLA-B27, 

 

ich denke, dass liegt eher an den enthaltenen Histaminen (bspw. in Tomaten). 

Juckreiz wird durch histaminhaltige Nahrungsmittel verstärkt. Verzichtest Du daher 

auf solche Nahrungsmittel, dürfte gerade was den Juckreiz betrifft eine deutliche 

Besserung eintreten. 

 

Liebe Grüße - Uli 

Geschrieben

Ich stimme Uli hier voll zu und kann auch beim Beispiel Tomaten auf schlechte Erfahrungen zurückgreifen. Eine Histaminintoleranz ist bei mir nachgewiesen. Allerdings schwankt die Verträglichkeit bei mir. Derzeit muss ich eher wenig auf solche Lebensmittel verzichten.

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo HLA-B27, 

 

ich denke, dass liegt eher an den enthaltenen Histaminen (bspw. in Tomaten). 

Juckreiz wird durch histaminhaltige Nahrungsmittel verstärkt. Verzichtest Du daher 

auf solche Nahrungsmittel, dürfte gerade was den Juckreiz betrifft eine deutliche 

Besserung eintreten. 

 

Liebe Grüße - Uli 

 

 

Hey Uli,

 

danke für deinen Beitrag. Das hatte ich bisher auch gedacht, denn gerade bei der Tomate ist es ja bekannt und auch nicht neu.

 

Aber z.B. Kartoffeln haben einen sehr niedrigen Histamingehalt und müssten also gut verträglich sein. Bei mir verstärkt gerade die Kartoffel und Aubergine alle Pso-Formen und bei Paprika war ich mir bisher nicht sicher. Ich bin in Sachen Histamin extrem vorbelastet, habe Heuschnupfen (Birke, Hasel, Weide, Erle und frühblühende Gräser - momentan hab ich also extremen Heuschnupfen :( ) und habe aufgrund der Pollenallergie etliche Kreuzallergien, reagiere zudem auf viele Medis und Inhaltsstoffe allergisch.

 

Das was ich meinte sind vor allem die Kartoffeln und Auberginen - sie gehören der gleichen Pflanzengattung Solanum an und diese steht im Verdacht Entzündungsprozesse zu triggern. Schaut mal hier: http://de.sott.net/article/10818-Nachtschattengewachse-Die-wenig-bekannten-Ausloser-fur-Entzundungsprozesse-Arthritis-und-chronische-Schmerzen

 

Liebe Grüße

bearbeitet von HLA-B27
Geschrieben (bearbeitet)

hallo, HLA-B27 -

 

Gemüse kann ich fast alles essen - Blattsalat jeglicher Sorte, Möhren, Salatgurken, Tomaten, Paprika rot grün und gelb, Zuchini, Blattspinat - und auch die frischen Kräuter vom Balkon kann ich gut vertragen.

 

Was ich nicht vertrage, sind scharfe Dinge wie Ingwer oder Chili - das meide ich total, ist ja auch nicht das Problem, da ich meist frisch koche.

 

Mit Kartoffeln, Reis und Nudeln habe ich kein Problem - da muss ich allerdings etwas aufpassen wegen meines Diabetes -

 

meine PSO hat nicht so sehr auf Lebensmittel reagiert - auch schon, bevor ich Humira verschrieben bekommen habe -

 

ich meine, jeder Mensch reagiert anders auf Lebensmittel - und wen es trifft, der ist wirklich betroffen und muss sich Alternativen suchen -

 

nette Grüsse sendet - Bibi -

bearbeitet von Bibi
Geschrieben

Danke Bibi für deinen Beitrag! Es freut mich sehr für dich, dass du kaum Probleme mit Lebensmitteln hast.

 

Aber ehrlich gesagt geht es mir nicht um Lebensmittel vertragen oder nicht im Allgemeinen - es geht darum (s. Link oben), dass es bereits erwiesen und bekannt ist, dass Nachtschattengewächse (genannt hab ich sie oben schon, daher spare ich mir jetzt nochmal alle aufzuzählen) - entzündliche Prozesse vor allem in Gelenken usw. verstärken. Das trifft hier ja ganz schön Viele von uns und vielleicht hat der Eine oder Andere ebenso wie ich eine Verschlimmerung durch Gemüse der Gattung Solanum gemacht... Das wäre interessant zu erfahren.

 

Ich möchte hier ehrlich gesagt keine allgemeine Diskussion über Verträglichkeiten von Lebensmitteln, Gewürzen o.ä. starten - davon ist das Forum ja voll bis oben hin ;-) Es geht um eine ganz bestimmte Sorte von Lebensmittel, welche nachweislich entzündungsfördernd ist...

 

Nicht böse sein :-)

 

Liebe Grüße

Geschrieben

Hallo,

 

bei mir sind es Kartoffeln und Paprika, von denen ich weiß, dass ich Schmerzen kriege. Tomaten gehen wieder, nur nicht in rauen Mengen.

 

Liebe Grüße

Geschrieben

Ich möchte hier ehrlich gesagt keine allgemeine Diskussion über Verträglichkeiten von Lebensmitteln, Gewürzen o.ä. starten - davon ist das Forum ja voll bis oben hin ;-) Es geht um eine ganz bestimmte Sorte von Lebensmittel, welche nachweislich entzündungsfördernd ist...

 

Nicht böse sein :-)

 

Hallo HLA-B27, 

 

warum denn böse sein? Ist doch ein interessantes Thema.   :daumenhoch:

 

Vielleicht erleichtert es die Diskussion, wenn darüber nachgedacht wird, warum unser Stoffwechselsystem

Probleme bei der Verstoffwechselung genannter Nahrungsmittel bereitet. Ganz ehrlich, ich finde es müssig

nun alle möglichen Nahrungsmittel wegzulassen, dann nach und nach wieder zu versuchen. Das Problem 

für Verschlimmerung unserer Symptome (Juckreiz, Schmerzen, Entzündungsherde, etc.) liegt unter anderem

im Darm. Bei mir ist es die Leber, die gerne mal spinnt, bei anderen wiederum - ???

Wieder Andere haben es mit Ernährungsumstellung konsequent versucht - Erfolg gleich null. Sie halten diese

Diskussion - für sich! - für unsinnig, weil es eben ihre Pso in keinster Weise beeindruckt hat. 

 

Langer Rede kurzer Sinn: histaminhaltiges führt bei mir zu Juckreiz, ebenso wie scharfe Gewürze. Kartoffeln

und Co vertrage ich aller bestens. Um mein Stoffwechselsystem zu unterstützen, nehme ich derzeit Darmbakterien

ein und meine Leber bekommt Aufbaupräparate. Damit hab ich meine Pso derzeit einigermaßen im Griff.

 

LG - Uli

Geschrieben

 

Vielleicht erleichtert es die Diskussion, wenn darüber nachgedacht wird, warum unser Stoffwechselsystem

Probleme bei der Verstoffwechselung genannter Nahrungsmittel bereitet.

 

Vielleicht könnten sich ja hier unsere Wissenschaftler mal zu Wort melden.

 

 

Ganz ehrlich, ich finde es müssig

nun alle möglichen Nahrungsmittel wegzulassen, dann nach und nach wieder zu versuchen. Das Problem 

für Verschlimmerung unserer Symptome (Juckreiz, Schmerzen, Entzündungsherde, etc.) liegt unter anderem

im Darm.

 

Da stimme ich Dir 100%ig zu, Uli. Das muss anders gehen. Ich habe zwar rausgefunden, dass ich keine Milchprodukte vertrage, aber bei den restlichen Nahrungsmitteln wäre ich niemals von alleine drauf gekommen. Mal abgesehen davon, dass Essen dann echt zur Qual wird.

 

 

Langer Rede kurzer Sinn: histaminhaltiges führt bei mir zu Juckreiz, ebenso wie scharfe Gewürze. Kartoffeln

und Co vertrage ich aller bestens. Um mein Stoffwechselsystem zu unterstützen, nehme ich derzeit Darmbakterien

ein und meine Leber bekommt Aufbaupräparate. Damit hab ich meine Pso derzeit einigermaßen im Griff.

 

Das freut mich für Dich :daumenhoch: . Und es zeigt wieder, dass man selber was bewirken kann. Dir weiterhin viel Erfolg und gute Besserung.

 

Liebe Grüße

Kitty1389

  • + 1
Geschrieben

Hallo ihr Lieben !

Danke für Eure Antworten.

 

 

Bei mir ist es die Leber, die gerne mal spinnt, bei anderen wiederum - ???

Wieder Andere haben es mit Ernährungsumstellung konsequent versucht - Erfolg gleich null. Sie halten diese

Diskussion - für sich! - für unsinnig, weil es eben ihre Pso in keinster Weise beeindruckt hat.

 

 

Uli, erst mal freut es mich für dich, dass du mit der Einnahme der Darmbakterien und der Aufbaupräparate Erfolg hast ! Auch weiterhin wünsche ich dir, dass es aufwärts geht.

Es ist nicht nur bei dir so mit der Leber. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Psoriatiker schlechtere Leberwerte haben. Warum das aber so ist weiß leider noch keiner. Aber wer weiß, vielleicht finden sie auch das mal noch heraus.

 

An alle:

 

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: seit Dezember 2015 ist der Mechanismus der Erkrankung entschlüsselt: http://www.klinikum.uni-muenchen.de/de/das_klinikum/zentrale-bereiche/weitere-informationen-presse/pressemeldungen/151214_psoriasis/index.html

 

Zitat: "Wir haben erstmals nachgewiesen, dass die Psoriasis auf einer Autoimmunreaktion gegen die pigmentbildenden Zellen der Haut beruht“, sagt Prof. Jörg Prinz von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie des LMU-Uniklinikums." (s. Link)

 

Das bedeutet, dass auch die Ärzte und Wissenschaftler erst seit Dezember 2015 wissen, was tatsächlich in unserem Körper passiert bei einer Psoriasis. Vielleicht bringt dieser Durchbruch auch weitere Forschungen an den Zusammenhänge mit sich und vor allen Dingen maßgeschneiderte Therapien? Pigmentbildende Zellen befinden sich im gesamten Körper (vor allem in Schleimhäuten) und diese Zellen werden sicherlich auch durch die Ernährung, Hormone und noch Vieles mehr gesteuert, begünstigt oder auch nicht. Alles was wir bisher ausprobieren beruht ja auf Vermutungen der Wissenschaft und ob es denn tatsächlich eine Verbesserung bringt ließ bzw. lässt sich nicht festmachen da die bisherigen Medikamente nicht auf die Ursache (Autoimmunreaktion auf unsere pigmentbildenden Zellen) zugeschnitten sind.

 

Bis hier allerdings aus wissenschaftlicher Sicht Therapien für die Ursache entwickelt sind bleibt uns ja nichts anderes als nach lindernden Mitteln zu suchen. Ich für meinen Teil habe seit meinem 8ten Lebensjahr allergische Reaktionen in Form von Urtikaria und Neurodermitis vor allem auf Lebensmittel - ich bin damit aufgewachsen und achte daher immer auf eine evtl. Reaktion. Ich denke, dass - wenn man sich z.B. in einer systemischen Therapie befindet - das Körpergefühl ein ganz anderes ist und man vielleicht auch gar nicht so wahrnimmt ob der Körper auf ein Lebensmittel reagiert oder nicht. Man bringt es vielleicht auch einfach nicht in Zusammenhang.

 

Liebe Grüße

 
Geschrieben

hallo, HLA-B27 -

 

dein letzter Absatz hat mir gut gefallen. Allerdings meine ich, dass man gerade als PSO-ler darauf achtet, was einem bekommt und was nicht - denn man beobachtet seine Haut doch sehr genau und zumindest ich habe meine Erfahrungen gemacht. Scharfes Essen geht gar nicht.

 

Ich kann zum Glück fast alle Gemüsesorten essen - meine Freundin kann nur geschälten roten Paprika vertragen - Nüsse sind völlig inakzeptabel - die Haut blüht sofort, trotz Einnahme von MTX -

 

ja, es ist ein sehr weit gefächertes Thema und ich möchte dich nicht weiter nerven, was ich nun vertrage oder Freundinnen und Freunde von mir -

 

ich hoffe, dass du bald eine dauerhafte Linderung bezüglich der Ernährung  für dich findest -

 

nette Grüsse sendet - Bibi -

  • 3 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

Aktuelle Erkenntnisse zum Thema Nachtschattengewächse bzw. mögliche auslösende Nahrungsmittel und Psoriasis:

 

http://www.livestrong.com/article/477625-nightshade-vegetables-and-psoriasis/

 

http://www.parentherald.com/articles/40256/20160430/cost-psoriasis-chronic-skin-disease-linked-obesity-diabetes-disorders.htm

Zitat (übersetzt):

"Einige der Nahrungsmittel, die für Psoriasis-Patienten schlecht sind: Junk-Food, rotes Fleisch, Milchprodukte, Gluten und Gewürze wie Ketchup, Worcestershire Sauce, Zimt, Tabasco-Sauce und Curry schlecht sein könnte, zählt Everyday Health auf. Nachtschattengewächse (Tomaten, Auberginen, Kartoffeln) und Zitrusfrüchte (Zitronen, Orangen, Grapefruit) sind auch große No-nos und könnten Psoriasis-Schübe auslösen."

 

Artikel der Everyday Health dazu:

http://www.everydayhealth.com/psoriasis/foods-to-avoid-if-you-have-psoriasis.aspx

Zitat (übersetzt):

"... 5. Nachtschattengewächse . Manche Leute berichten, dass das Konsumieren von Gemüse aus der Familie der "Nachtschattengewächse " - die Paprika, weiße Kartoffeln, Auberginen und Tomaten umfasst - ihre Psoriasis verstärkt. Diese Gemüse enthalten Solanin, eine chemische Verbindung, die gezeigt haben, dass sie bei manchen Menschen Schmerzen verstärken können. "Einige Patienten glauben, dass, wenn Sie diese Gemüse vermeiden, können Sie Ihre Symptome verringern," Bagel sagt. "Ich bin nicht so sicher, aber ich bin nicht dagegen, wenn die Leute es versuchen."..."

 

Das bedeutet, dass es bei manchen Psoriatikern zur Verstärkung der Entzündungen kommen kann. Es muss nicht, aber kann und bei mir ist es so.

Vielleicht hilft es hier ja noch jemanden wenn diese Gemüse-Gruppe oder die aufgezählten Lebensmittel vermieden werden?

 

Ich meide sie inzwischen alle und habe eine enorme Verbesserung aller Psoriasis-Formen festgestellt. Nun habe ich aktuell den Test mit Tomaten und Paprika gemacht (ich möchte ja wissen, ob es denn tatsächlich davon kommt) - ich habe sie 1x roh gegessen und es kommt binnen 1-2 Tagen zu einer starken Entzündungsreaktion der Pso vulgaris am Kopf und der Pso inversa. Kartoffeln habe ich vor ein paar Wochen unfreiwillig "getestet" - ich hab es schlicht vergessen als wir zum Essen waren und danach ging es mir richtig schlecht. Also werde ich keinen Test mehr mit Kartoffeln durchführen...

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Solanin

"Solanin zerfällt bei der Zubereitung nicht, sondern geht teilweise in das Kochwasser über, da es bei hohen Temperaturen wasserlöslich ist. Deshalb sollte das Kochwasser nach dem Kochen nicht weiter verwendet werden. Da Solanin hitzebeständig und fettunlöslich ist, wird es beim Frittieren oder Braten nicht zerstört. Der Solaningehalt kann durch Abschneiden von grünen Stellen und Keimen weiter verringert werden. Da die grüne Farbe von Chlorophyll stammt und dessen Zunahme nicht direkt mit der Biosynthese des Solanins zusammenhängt, können auch unverfärbte Kartoffeln eine erhöhte Solaninkonzentration aufweisen."

 

Liebe Grüße

bearbeitet von HLA-B27
Geschrieben

 

 Ich denke, dass - wenn man sich z.B. in einer systemischen Therapie befindet - das Körpergefühl ein ganz anderes ist und man vielleicht auch gar nicht so wahrnimmt ob der Körper auf ein Lebensmittel reagiert oder nicht. Man bringt es vielleicht auch einfach nicht in Zusammenhang.

 

Da dürfte wohl das Problem liegen.

 

Im anderen Beitrag von HLA-B27 werde ich mal versuchen, auf einige Fragen - aus meiner Sicht - Antworten bzw. Erklärungen darzustellen.

Dies dauert ein wenig!

LG

Richard-Paul

Geschrieben

Ich danke dir, Richard-Paul !

 

Was deine Antwort im anderen Beitrag angeht - ich bin dran :daumenhoch:

Du wirst lachen, aber genau zu DEM Thema bin ich gestern "gesurft"...

Aber ich brauch noch Zeit ;)

 

Ganz liebe Grüße

Geschrieben

Gerade gefunden - Artikel vom 07.05.2016:

https://netzfrauen.org/2016/05/07/faktencheck-kartoffeln/

 

Zitat:

..."Licht im Supermarkt steigert Giftanteil

Die bekanntesten Alkaloide sind Chaconin und Solanin. Sie kommen vor allem in der Schale und hochkonzentriert in den Augen und Keimen der Kartoffel vor. Vor allem durch falsche Lagerung erhöht sich der Schadstoffgehalt von Kartoffeln. Experten raten davon ab, die Knollen in heller und warmer Umgebung zu lagern. Viele Supermärkte missachten diese Regel und setzen die Kartoffeln sogar Neonlicht aus. Dadurch kann jedoch der Alkaloidgehalt innerhalb weniger Tage um das Zwei- bis Dreifache ansteigen."...

 

Irgendwie komme ich meiner Theorie mit dem giftigen Solanin immer näher...

 

Vielleicht interessiert es ja jemanden.

Liebe Grüße

Geschrieben

Hallo HLA-B27,

 

vielen Dank für den Link zu Kartoffeln. Ich habe alles - auch mit Querverweisen - gelesen. Ein Thema, das mich sehr interessiert. Den Beitrag habe ich abgespeichert, um im Juni/Juli mit einem Spezialisten für Kartoffel darüber zu reden. 

Nicht alles im Beitrag für Kartoffel halte ich für richtig, bzw. gibt es aufgrund der Darstellung (die juristisch richtig sind) falsche Vorstellungen, was die Anbaugebiete betrifft. - M.E. sind die Nahrungsmittel aus Israel besser, als im Bericht dargestellt; (ein Problem bleibt das Wasser, bzw. der Verbrauch; - daher ist der Wasserspiegel des Toten Meeres sehr stark abgesunken). 

"Lebensmittel müssen schmecken, darin sind sich alle Verbraucher einig", steht ziemlich am Ende. Ich behaupte, dass viele Verbraucher nicht mehr wissen, wie gute Nahrung schmeckt (dazu zähle ich neben Obst und Gemüse auch die Milch). Ein Thema, worüber ich gerne mit den Verkäufern auf Märkten diskutiere.

Die Fast-Food-Ketten werden wohl darauf achten, möglichst billig einzukaufen; - und das sind die "behandelten" Nahrungsmittel. - Wir wollen alle billig einkaufen.

 

Und 2 weitere "Dinge" sind mir aufgefallen:

1.) Im Alter von 10 Jahren haben wir die Kartoffelkäfer gesammelt, damit weniger Pilzbekämpfungsmittel gestreut werden mussten. Ich habe mir vorgestellt, die heutige Jugend müsste Kartoffelkäfer sammeln, anstatt mit dem Handy [ich bin nicht dagegen] zu spielen.

2.) Nach fast 45 Jahren habe ich wieder von "Tixit" gelesen. Dieses Mittel war während meiner Lehrzeit zum Drogisten sehr wichtig im Verkauf, um die Kartoffeln länger keimfrei zu halten. - Ich habe mich oft gefragt, wo ist dieses Mittel geblieben.

 

Ansonsten halte ich diesen Artikel in Bezug auf Pestizide für sehr wichtig; zu kurz gekommen sind - aus meiner Sicht - die Nitrate; - all diese Mittel "manipulieren" unsere Nervenzellen und somit unser Immunsystem, - was wir aber häufig erst nach Monaten oder gar Jahren merken. Und darin liegt das Problem.

LG

Richard-Paul

 

P.S.: Und was mich noch ganz besonders freut: dass man DICH sehen kann.

Geschrieben

Hihi... Danke :-) ! :D

 

Also, Richard-Paul, ich bin voll und ganz deiner Meinung ! Vor allem die Idee mit den Kartoffelkäfern absammeln finde ich klasse *lautlach* ! Aber ich vermute, dass unsere Kinder damit nicht ganz so einverstanden sind. Wobei ich als Jugendliche auch noch solche Aufgaben hatte (wöchentlich den Gehweg und die Straße am Grundstück kehren, die Milch beim Bauern holen, die Hühner füttern,...) und geschadet hat es mir auf keinen Fall.

 

Was das Nitrat angeht - ich bin ebenso voll und ganz deiner Meinung !

 

Vielleicht aktualisieren wir hier immer wieder neue Erkenntnisse zu dem Thema ? Wäre sicher gut.

 

Liebe Grüße

Geschrieben

Hallo Zusammen,

 

bei der Pagano-"Diät" (wurde hier bereits auch schon in mehreren Foren-Beiträgen länglich besprochen), stehen die Nachtschattengewächse auch ganz oben auf der Streichliste. :-)

 

Ich hatte mich mal für ein 3/4 Jahr ganz strikt nach Pagano ernährt. Die Entzündung ist tatsächlich leicht zurückgegangen. Aber das Ergebnis war m.E. definitiv nicht den Aufwand (und vor allen Dingen den Verzicht) wert.

 

Jedenfalls konnte ich bei mir persönlich nicht feststellen, dass die Nachschattengewächse irgend einen Einfluss auf die PSO haben - wie eigentlich die Ernährung im Allgemeinen bei mir keinen nennenswerten Effekt zu haben scheint.

 

Was für mich persönlich allerdings ein bisschen in den Verdacht gerückt ist, sind Essig und Knoblauch. Alkohol war mir eigentlich schon immer klar.

 

Viele Grüße,

Andreas

Geschrieben

Hallo Andreas,

 

"Pagano-Diät" war für mich bisher ein unbekannter Begriff. Erst nach mehrfachem Suchen fand ich den angeführten Link:

 

http://heile-deine-haut.de/haeufige-fragen/

 

Der überwiegende Teil spricht mir ja direkt aus dem Herzen; das ist das, wovon ich hier im Forum schreibe. - Es sind wieder Chemie-Kenntnisse gefragt.

Das werde ich mir noch mehrmals durchlesen und ggf. noch einiges dazu schreiben.

Empfohlen wird "Stilles Wasser" zu trinken. Halte ich für richtig. - Als "Stilles Wasser" sehen wir aber auch unser sauberes Leitungswasser (!?) in Deutschland an. Enthalten sind aber jede Menge Gifte im weitesten Sinne (Nitrate + Düngemittelrückstände; - und vor allem die Rückstände der vielen Medikamente, die eingenommen werden; - auch die Hormone der Pille; - darüber haben wir im Forum schon mehrfach diskutiert). - Dies spielt ein Rolle wie gesund (oder auch nicht) unser Immunsystem ist (oxydatives Gleichgewicht).

 

Irgendwo in meinen ersten Beiträgen steht auch mal, dass ich Tomaten für den Auslöser, bzw. starke Schübe meiner PSO hielt; - und habe keine mehr gegessen. - Nach kurzer Zeit, noch während der Blütezeit meiner PSO - und ich bin alle PSO-Stellen los geworden - esse ich täglich Tomaten; ohne geht bei mir nicht. >> Die enthaltenen Gifte der Nachtschattengewächse spielen die Rolle.

 

Danke Dir für "Pagano"

LG

Richard-Paul

 

P.S.: Zu Deinem anderen Beitrag werde ich in den nächsten Tagen antworten.

Geschrieben

@ Andreas76:

Super - Vielen Dank auch von mir für das "Pagano-Diät" - Stichwort :daumenhoch: !!!

 

@ Richard-Paul:

Tausend Dank für den Link !!!

 

Ich habe mir nun den Link von Richard-Paul dazu durchgelesen und was zu dieser Diät gehört. Unbewusst mache ich das bereits so (ich brate schon seit 3 Jahren nicht mehr, habe einen Dampfgarer) und mit dem Weglassen des Solanum-Gemüse habe ich nun eine enorme Verbesserung und das Abheilen entzündeter Hautbereich erreicht !

Im Forum wurde in dem Zusammenhang hauptsächlich wegen der PSA und den Entzündungen geschrieben - bei mir geht es um die Pso inversa im Anal- und Genitalbereich. Diese ist bei mir weitaus schlimmer ausgeprägt als die Pso vulgaris oder die PSA (beides ist aber in Folge des Weglassen auch weniger entzündlich). Ich habe also gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen und bin echt froh darüber ! Nur die Nagelpsoriasis zeigt sich von einem Weglassen unbeeindruckt.

 

Der im Link erwähnte Ulmen-Rinden-Tee hat mich neugierig gemacht - das werde ich vielleicht noch zusätzlich probieren. Stilles Wasser (kein Leitungswasser) trinke ich schon über 10 Jahre, ich vertrage einfach kein Wasser mit Kohlensäure...

 

Was die Tomaten angeht - die vertrage ich von dem ganzen Solanum-Gemüse am besten. Das Solanin sitzt hier wohl nur im Strunk und das ist auch der Grund weshalb man diesen bei einem Rohverzehr großzügig entfernen sollte. Gekochte Tomaten machen mir z.B. wenig Probleme und wenn ich sie 1x in der Woche im Essen verarbeite bekomme ich auch keinen Rückfall. Mit selbstangebauten Tomaten hatte ich übrigens nie Probleme...

 

Liebe Grüße

Geschrieben

Was die Tomaten angeht - die vertrage ich von dem ganzen Solanum-Gemüse am besten. Das Solanin sitzt hier wohl nur im Strunk und das ist auch der Grund weshalb man diesen bei einem Rohverzehr großzügig entfernen sollte. Gekochte Tomaten machen mir z.B. wenig Probleme und wenn ich sie 1x in der Woche im Essen verarbeite bekomme ich auch keinen Rückfall. Mit selbstangebauten Tomaten hatte ich übrigens nie Probleme...

Liebe HLA-B27,

 

den "Strunk" bei Tomaten schneide ich auch seit ewigen Zeiten raus und werfe ihn weg. Dies mache ich auch auf meinen Reisen, weil ich viel Tomaten-Salat bestelle.

Selbstangebaute Tomaten sind immer die besseren! Diese bekommen nicht soviel (oder keine) Gifte beim Wachsen. >> Es sei denn, der Boden ist z.B. mit Nitraten überdüngt; (was mir zu schaffen macht; - das spüre ich in wenigen Stunden durch juckende Stellen an den Beinen; - was aber nach einem Tag - bei mir - wieder vorbei ist, wenn ich kein Nitrat mehr zu mir nehme).

 

Die "PSO inversa" ist schwer zu behandeln, was ich selbst festgestellt habe. Durch Reibung und Feuchtigkeit und Verdeckt sein (kein Licht an diesen Stellen) werden diese Hautzellen nicht genügend mit den nötigen Hormonen bzw. Vitaminen/Mineralien versorgt, gleichzeitig aber auch mit den "tausenden" von Toxinen im Körper/Blutkreislauf "gefüttert" bei einem schlechten Immunsystem: -  was über die Osmose geschieht. Es geschieht eine falsche "Verstoffwechselung" in den Zellen; Richtiges und Falsches gehen nicht mehr zur richtigen Zeit "raus" und/oder "rein" Dann "kämpft" Gut gegen Böse im Körper. -  Nur wer die Osmose versteht [was in dem Link mit "Durchlässigwerden" beschrieben wurde], ist die notwendige Grundvoraussetzung allen "Wirkens" in jeder unserer einzelnen von Billionen Zellen, kann diesen Thread mit den guten Beiträge von HLA-B27 und Andreas verstehen; - und auf diese neue Diskussion (im besseren Stil)  sind wir durch den Glücksfall "HLA-B27" gekommen; [darf man mal sagen in meinem Alter]. 

 

Als ein Beispiel von vielen möchte ich mal einfügen: Magnesium. Den meisten von uns bekannt als "aktives Mittel für Muskeln und Nervensystem"; - und wird gerne genommen bei Wadenkrämpfen. Magnesium ist aber nicht gleich Magnesium. Bei mir hilft am besten: Magnesiumcarbonat (MgCO³), auch als "E 504" bekannt. Magnesium wäre auch Schulkreide; würde aber nicht helfen, weil es nicht in einer "ionisierten" Form im Körper wäre. Ein anderes Magnesium bei den Nahrungsergänzungsmitteln ist z.B. Magnesiumoxid (MgO), als E "530" bekannt. Zu beiden heißt es, dass sie nicht gesundheitsschädlich für unseren Körper seien; gleichzeitig wird aber darauf hingewiesen, dass bei einer zu hohen Dosis von Magnesium, diese "abführend" wirken können, - was dem Nutzen der Osmose hier kontraproduktiv entgegenwirken würde.

Interessant wäre hier auch wieder unser Thread: "Die Akte Alu".

 

Auch ich wünsche mir, dass hier noch viel Sachliches vorgetragen wird. - Soweit ich mit Jörg Prinz diskutiert habe, steht nichts im Widerspruch zu den Beiträgen im Parallel-Thread von HLA-B27.

 

LG

Richard-Paul

  • 3 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

Lieber Richard-Paul,

 

nun ist etwas Zeit vergangen und ich habe - wie du weißt - wieder viel gelesen. Ganz viel quer und schwupp war der Gedanke auf einmal da...

 

Aber zuerst:

Bei uns reagiert etwas auf die Pigmentzellen - durch UV-Licht verbessert sich die Psoriasis was bedeuten muss, dass unsere Pigmentzellen zu wenig Melanin produzieren und auf keinen Fall noch mehr von dem wenigen Melanin weggenommen werden sollte ? Richtig ? Ich hoffe, du weißt was ich meine...

Gedanklich bin ich das immer wieder durchgegangen mit dem Melanin und ob es uns nun fehlt oder nicht. Aber es muss uns ja fehlen, denn sonst würde die Psoriasis nicht besser werden durch UV-Licht. Das wiederum könnte bedeuten, dass unsere Hypophyse auch nicht in der Lage ist genug Melanin zu produzieren (ob durch einen genetischen Defekt oder einen "Schmarotzer" in Form von Bakterien oder Viren lass ich dahingestellt sein). Erst das UV-Licht macht ausreichend Melanin möglich.

 

Nun habe ich mich gefragt, warum ich zuletzt auf HONIG reagiert habe (unwissentlich damit marinierte Hähnchenteile vom Grill - schlimme Pso inversa - Aua). Dieser gehört schließlich nicht zu den Nachtschattengewächsen...

 

DA war also der Gedanke - welche Eigenschaften haben denn nun die Kartoffeln, die Auberginen, die Tomaten und der Honig gemeinsam und siehe da:

sie absorbieren MELANIN. Sie nehmen mir also mein Melanin weg und mein Körper reagiert mit einem heftigen Entzündungsschub meiner Psoriasis !

 

Ich bin auf viele Seiten gestoßen, bei welchen man davon spricht, dass man z.B. Pigmentflecken, Sommersprossen oder andere "stark melaninhaltige" Haut bleichen kann indem man Rohe Kartoffeln oder Honig auf die Haut geben soll. Resultat sei eine "Aufhellung" der Haut. Innerlich könne man Tomaten oder Auberginen anwenden - so habe ich es gelesen.

 

Wenn das alles tatsächlich stimmt, dann würde die Ernährung natürlich auch einen Zusammenhang der Unverträglichkeit mit dem Mechanismus der Psoriasis bedeuten. Das würde aber auch bedeuten, dass wenn ich nun Gemüse esse, welches die Melanin-Produktion fördert (z.B. Karotten) könnte ich auch meiner Psoriasis helfen.

 

Sehe ich das richtig ????

 

Schön übrigens, dass du gerade in MUC bist ! :daumenhoch:

 

Ganz liebe Grüße

bearbeitet von HLA-B27
Geschrieben

DA war also der Gedanke - welche Eigenschaften haben denn nun die Kartoffeln, die Auberginen, die Tomaten und der Honig gemeinsam und siehe da:

sie absorbieren MELANIN. Sie nehmen mir also mein Melanin weg und mein Körper reagiert mit einem heftigen Entzündungsschub meiner Psoriasis !

Liebe HLA-B27,

 

du hast in Deinem Beitrag - aus meiner Sicht - alles selbst gut beschrieben.

Kartoffeln, Auberginen, Tomaten und Honig müssen nichts gemeinsam haben. Aus den [geschätzten] 2.000 verschiedenen chemischen Verbindungen, die darin enthalten sind, versuchen einige über die Hydrolyse dafür zu sorgen, die notwenigen Voraussetzungen (Stoffe) zu bilden, um Dein Melanin (falls es vorhanden ist) "wegzunehmen", damit UVB-Licht durch Deine Haut kann, um Vitamin D3 (Hormon D3) zu bilden.

Jetzt musst Du wieder in Deinen anderen Beitrag gehen und HLA-B27 anschauen (Wikipedia). Über alle Begriffe, die ich in meinem Beitrag genannt habe, kannst Du sehen, was in den Molekülen über die Hydrolyse geschieht/ geschehen kann (leider nicht immer so, wie wir es uns wünschen).

 

Etwas verständlicher erklärt: in Ägypten habe ich mir im Februar bei 30 °C am linken Oberarm eine halbe handgroße Stelle verbrannt. Irgendwann ist die Haut abgepellt und jetzt bleiben dort kleine, verstreute, helle Hautstellen, die in meinem Alter kein Melanin mehr bilden. (Macht mir aber keine Sorgen).

Es kann durchaus sein, dass Deine Pigmentzellen zu wenig Melanin produzieren; - die Pigmentzellen können gestört sein (lese dazu nochmal Photosynthese nach; wozu Du ja selbst schon viel geschrieben hast). 

Und die von Dir angesprochene Hypophyse könnte die entscheidende Schnittstelle sein, weil das Gehirn nicht mehr in der Lage ist, die richtigen Befehle zu geben (um es mal verständlich auszudrücken), - siehe auch: Zirbeldrüse.

"Sie" absorbieren - vielleicht - nicht nur dein Melanin; - sondern nehmen über die Zellmembranen wichtige Stoffe (abhängig von pH-Wert, hydrostatischem Druck) weg oder reichern zu viel an, die aber zur bestimmten Zeit am bestimmten Ort im Körper - anders - notwendig gewesen wären. 

Das weißt du ja alles selber!

 

Mit dem Bleichen oder aufhellen der Haut habe ich ähnliches in den vielen Links gelesen. 

Dein Beispiel mit den "Karotten" sehe ich auch so (siehe Babys, die viel Karottensaft erhalten).

 

Du nimmst ja nur an, dass Du auf HONIG reagiert hast. - Ich behaupte, dass Du auf etwas ganz anderes reagiert hast; - Du weißt es nur nicht. - In diese Richtung werde ich demnächst einen Brief an eine Firma schreiben und um Aufklärung bitten. Entsprechendes teile ich Euch dann mal mit. Möchte nicht vorschnell etwas behaupten.

 

LG

Richard-Paul

Geschrieben (bearbeitet)

Lieber Richard-Paul,

 

normalerweise würde ich dir jetzt zustimmen... ABER ich weiß es tatsächlich ganz genau, dass Kartoffeln und Honig eine Verschlechterung bei MIR bewirken (ich schreibe das deshalb so, da manche das überlesen und es verallgemeinern könnten...).

 

Ich erkläre auch gerne, warum ich das so genau weiß. Dazu muss ich noch erwähnen, dass ich ja nicht nur an Psoriasis leide, sondern auch an Urtikaria und Neurodermitis.

 

Mit 12 hatte ich einen sehr schweren Urtikaria-Anfall - die Ursache unbekannt und die Auswirkung unglaublich schrecklich. Keiner konnte mir helfen, als dann meine Ohren, Hals und Gesicht derbe angeschwollen waren und selbst eine Cortison-Spritze nichts nutzte, ist meine Mutter mit mir zu einem Allergologen. Dieser hat mich 3 Wochen auf Kartoffel-Reis-Diät gesetzt. Er erklärte mir auch Folgendes: würde ich nach dem auslösenden Lebensmittel 24h lang nichts mehr, dann würde es nichts auslösen. Da aber eine Reaktion auf ein Lebensmittel verzögert einsetzt, erfolgt die weitere Nahrungsaufnahme und damit kommt es zu einer Aufnahme in den kompletten Stoffwechsel und einer Reaktion welche bis zu 6 Wochen dauern kann bis eben alles wieder ausgeschieden hat. In dieser Zeit kann es jederzeit zu erneutem Aufflammen der Urtikaria kommen.

Also machte ich eine Kartoffel-Reis-Diät und das 3 Wochen lang. Die Urtikaria flachte allmählich ab (ich hab mich in der Zeit in Brennessel-Felder gelegt und es tat richtig gut) und die neue Aufgabe von meinem Allergologen war: jede Woche 1 neues Lebensmittel dazu. Kommt es binnen 4-5 Tagen zu keiner erneuten Reaktion darf ich dieses Lebensmittel beibehalten. So habe ich mir Stück für Stück mein Leben und sogenannte "Basis-Lebensmittel" zurückerobert. Wie man daran auch sieht - ich konnte mal Kartoffeln essen...

 

Ob Allergologen das heute noch so machen - keine Ahnung. Das ist mir ehrlich gesagt auch egal, denn mir ist nur wichtig, dass es MIR geholfen hat. Also mache ich das Ganze nun seit 28 Jahren so. Gibt es eine Reaktion, dann kann ich ganz einfach im Auschlußverfahren vorgehen und habe sehr schnell das worauf mein Körper reagiert. Das können Lebensmittel, Waschpulver, Medikamente,... sein. Warum er reagiert interessiert mich ehrlich gesagt in dem Moment gar nicht, sondern nur, dass der Zustand vorher so schnell wie möglich wieder eintritt und bisher habe ich das geschafft.

 

Ich habe also meine Basis-Nahrungsmittel welche ich zu 100% essen kann ohne irgendeine Reaktion (Urtikaria, Neurodermitis oder Psoriasis) und habe inzwischen eine ganze Weile (6 Monate) keinen Honig mehr zu mir genommen (ich hatte nämlich in der Erkältungszeit Fenchel-Honig probiert und es war schrecklich...) - dann kam das Grillfest... Ich will ja da auch nicht immer rummäkeln weil ich ja nicht alles essen kann - also habe mir Chicken Wings oder wie die heißen ausgesucht, da ich dachte, dass ich damit nix falsch machen kann. Alles andere war noch mehr mariniert und keiner konnte mir sagen mit was, da es mariniert gekauft war. Exakt einen Tag später brach Pso inversa-technisch die Hölle los. Da ich natürlich freiwillig keinen Honig esse war das Ganze auch ganz schnell (nach 4 Tagen) wieder ausgestanden - ich habe beim Grillfest-Veranstalter nachgehakt und er hat mir bestätigt was ich bereits vermutet habe: die Marinade der Chicken Wings war mit Honig. Mit den Kartoffeln habe ich es vor ein paar Wochen mit Absicht gemacht um wirklich ganz sicher zu sein - da waren wir essen und ich habe mir Gnocci bestellt. Diese sind ja nachweislich aus Kartoffel-Teig. Da war es dann auch 1 1/2 Tage später und wieder die Hölle. Natürlich habe ich nach den Gnocci nichts mehr mit Kartoffeln gegessen.

Jetzt werden natürlich ein paar von euch sagen - Ja, aber nach 1 Tag da weißt du dann doch nicht mehr was du zwischenzeitlich alles gegessen hast... Doch, das weiß ich aufgrund meiner Basis-Nahrungsmittel. Ich wechsel diese auch nicht durch und ich verwende eigentlich immer die gleichen Marken bzw. Hersteller.

 

Was ich dazu sagen muss - das passiert trotz der Anwendung der Psorolin. Diese hilft dann aber recht schnell wieder bei der Heilungsphase worüber ich sehr froh bin.

Ach und zum Honig fällt mir gerade noch ein - ich bin allergisch auf Bienenstiche. Auch Apis (Homöopathie) kann ich nicht anwenden (vermutlich aufgrund meiner Allergie).

 

Du hast schon recht, diese von mir genannten Lebensmittel müssen keine Gemeinsamkeiten haben, aber sie haben es und das hat dann auch noch mit dem Melanin zu tun...

Ich werde dem Ganzen einfach weiter nachgehen... Ich danke dir für deinen Beitrag und ich bin gespannt in Sachen Brief und Aufklärung :) !!!

 

Ganz liebe Grüße

bearbeitet von HLA-B27
Geschrieben

Hallo HLA-B27,

 

Danke für Deinen ausführlichen Bericht.

Beim Lesen kam mir der Gedanke, dass ich mal ähnliches hatte. Mein Arzt meinte damals, dass es ein Ödem sei, was bis dahin ein Fremdwort für mich war. - Ich hatte es mir auf der Wies'n beim Essen einer halben Ente geholt.

 

LG

Richard-Paul  

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