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Wie schuppe ich Körper und Kopf ab?


SadBoy

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Geschrieben

Hallo ihr alle,

ich leider, im wahrsten Sinne des Wortes, seit kurzem ebenfalls unter Psorisaris (nach Selbstuntersuchung eine Vulgaris-Form, Arzt sagte dazu). Bei mir war es zunächst der Kopf und nun bilden sich seit einem Monat kleine (oder nicht mehr kleine..) rote Punkte am ganzen Körper, im Gesicht in leicht anderer Form Ich fühl mich von Ärzten allein gelassen, weiß nicht was ich tun soll/kann.

Das Problem ist: ich habe schon von Hautärzten unterschiedliche Präperaerte bekommen, aber die Schuppen lösen sich einfach ab! Am Kopf ist es extrem, fast der ganze Kopf ist von flächigen Krusten bedekt. Salicilsäure (mit Olivenöl/ Fettcreme) und auch auch cortisonhalige Mittel in fettiger Creme lösen einfach so gut wie nichts ab.

Am Körper wurde noch nicht so viel experimentiert aber auch da bringt die bislang erste Creme mit Cortison KEINE Änderung. Wie soll ich mit den Stllen umgehen, wo noch keine Schuppen entstanden sind? Da bringt diese Creme ebenfalls nichts... Schuppen lassen sich häufig am Körper leicht ablösen, aber es bleibt so trocken und bald ist wieder eine neue da. Meistens entsthet auch eine kleine Wunde beim lösen, da sie noch irgendo leicht festhängt.

Wer kann mir sagen wie die abkriege? Dient Cortiosnsalbe überhaupt zum Ablösen? Fühl mich total hilflos und bei Anzahl der Anätze im Forum auch total überfordert mit der Thematik. Bitte helft mir...

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben
Meistens entsthet auch eine kleine Wunde beim lösen, da sie noch irgendo leicht festhängt.

An der "Kruste" zu zuppeln ist nicht hilfreich. Die kleinen Wunden können immer wieder eine neue kleine Schuppen-Stelle auslösen. Kannst Du Bäder oder Umschläge machen? Die könnten schon pur helfen, aber auch mit entzündungs- und juckreizlindernden Mitteln aus der Apotheke (z.B. mit Tannolact-Pulver).

Dient Cortiosnsalbe überhaupt zum Ablösen?

Nö.

Zum Ablösen auf dem Kopf hilft manchen hier eine so genannte Ölkappe. Dazu trägst Du abends Öl auf den Kopf auf (z.B. Olivenöl vom Supermarkt). Danach deckst Du das ab - mit einer Art Mütze aus Folie - z.B. aus einer alten Tüte. Sieht nicht wirklich schick aus, aber soll es ja auch nicht. Zum Festzurren der Abdeckung kannst Du eine normale Strickmütze nehmen, z.B. Das bleibt über Nacht drauf und wird am nächsten Morgen ausgewaschen. So geht das mehrere Nächte lang. Danach sollte die Schuppenschicht schon mal dünner sein.

Erst danach machen die Lösungen vom Arzt - vorübergehend auch mit Kortison - wirklich Sinn. Vorher kann der Wirkstoff ja nicht richtig durch die dicke Schuppenschicht durch.

Wenn Deine Schuppenflechte noch jung und schon so massiv ist - könntest Du Dich mit einem Rehaklinik- oder Krankenhausaufenthalt anfreunden? Dort kann einfach mehr gegen die starke Entzündung getan werden, als es so im Alltag möglich ist. In den Uni-Kliniken gibt es beispielsweise oft Tagesstationen. Da gehst Du nachmittags / abends heim.

Es grüßt

Claudia

Geschrieben

Hallo SadBoy,

ich kann deinen Kummer verstehen, denn auch bei mir helfen die ganzen sachen nicht. Ich bin derzeit auf Norderney in Reha wegen der Psoriasis und bin heil froh endlich meinen "helm" von der kopfhaut los zu sein. Das ganze wäre zuhause garnicht möglich gewesen, denn produkte wie Xamiol( welches noch das beste war und wozu ich raten würde) haben nur sehr bedingt geholfen. Hier bekomme ich eine cignolintherapie und bin in 11 tagen alles auf dem kopf los geworden. Ich weiss garnicht ob es dieses mittel auch zu anwendung zuhause gibt. ist allerdings ne riesen schweinerei weil es färbt wie blöd und es ist komlpizert in der anwendung.

Ich würde dir empfehlen deinen arzt mal gezielt auf Fumaderm an zu sprechen, ist ein Medikament in Tablettenform das von inne hilft, falls dus nicht schon hattest. Wenn du dieses auch durch hast, dann würde ich dir aus selbsterfahrung biologics( falls du kassenpatient bist musst du hierfür allerdings viele erfolglose behandlungsversuche nachweisen) empfehlen, denn die halfen mir wenigstens mal eine zeit lang erscheinungsfrei zu werden und zu sein, sind aber mit vielen nebenwirkungen verbunden. zusätzlich ist es wichtig die befallene haut täglich von aussen zu behandeln um die dicke schuppenschicht los zu werden.

Ich würde dir auch raten dich mit einer hautklinik in verbindung zu setzen, wenn du dich bei deinem Dermatologen nicht gut aufhoben fühlst. eine reha kannst du ebenfalls in anspruch nehmen um dir helfen zu lassen und um mehr über die krankheit zu erfahren. diese bekommst du über krankenkassen oder die rentenversicherung.

Salben, vaseline usw sollte bei so dicke krusten immer abends aufgetragen werden und mit folie umwickelt werden. abknibbeln macht die fläche größer nicht besser. Die stellen bluten weil sich die ganze hautsruktur ändert und deshalb blutgefäse verletzt werden, die liegen an diesen stellen viel höher an der hautoberfläche. da die psor. dazu führt das die haut bis zu 4 mal schneller heilt als bei "gesunden" verschlimmerst du das dadurch. Wenn es zu dolle juckt kann dir dein Doc ein antihistaminikum verschreiben, das nimmt den juckreiz . die plaques am körper würde ich mehrmals täglich mit Salicilsäure in vaseline eincremen bis du sie los bist, danach kann die cotisonsalbe hilfreich sein.

Ich finde die psor. eine sch... krankheit, die einen ein leben lang begleitet. Man fühlt sich wie ein Versuchskanninchen und fragt sich wer einem eigentlich hilft. es will bestimmt jeder doc helfen, aber nicht alle haben die mittel oder die ahnung. Bei mir ist es sehr schlimm und nichts hilf, nichtmal medikamente für die ich im monat rund 2000 euro vorstrecke. Es hilft kein spritzen, kein schlucken und kein bestrahlen. Im Winter ist es immer schlimmer als im sommer.

Ich hoffeich konnte helfen. wenn du noch fragen hast kannst du mich hier antexten ;-))

Grüßle

Geschrieben

Hallo,

…und das zu Weihnachten. – Höre auf Claudia. – Meine Meinung: Die Schuppen abkratzen ist das Schlechteste, was Du tun kannst. Damit forderst Du geradezu die Haut (den Körper) heraus, möglichst schnell neue, „kranke“ Hautschuppen zu bilden. Ich halte wenig von Cremes und noch weniger von Cortison; das sind alles nur Mittel, die Dir vielleicht vorübergehend eine „Besserung“ anzeigen. Die Haut braucht Licht, der Körper (das oxydative Gleichgewicht) eine gesunde Ernährung und ein – möglichst – stressfreies Leben. Wenn Du nicht mit Geduld selbst etwas dagegen tust, wird Dir auch ein Arzt (er + Du wollen nur schnelle Erfolge sehen, die es nicht gibt) nicht helfen, oder nur kurzfristig. – Ich bin seit 1987, weil ich selbst immer wieder nachlässig war, mit zunehmenden Schuppenflechtstellen voll, - aber seit 2 Jahren nur noch mit wenig „Stellen“ und seit ca. 3 Monaten völlig „erscheinungsfrei“ von meiner Schuppenflechte. – Lese hier im Forum, was alles an Ratschlägen gegeben wird; es sind sehr viele brauchbare Tipps dabei. > Wenn die Stellen zu sehr jucken, lass Dir in der Apotheke mal eine Probe "sebamed Lotion für empfindliche Haut" oder "Eucerin REPAIR Lotion 10% UREA" geben; sie heilen nicht, aber sie lindern den Juckreiz.

Gute Besserung wünscht

Richard-Paul

Geschrieben

Hallo,

…und das zu Weihnachten. – Höre auf Claudia. – Meine Meinung: Die Schuppen abkratzen ist das Schlechteste, was Du tun kannst. Damit forderst Du geradezu die Haut (den Körper) heraus, möglichst schnell neue, „kranke“ Hautschuppen zu bilden.

Na, mag ja sein, dass das deine Psoriasis so sieht. Ich kann nur feststellen: Wirksames Medikament absetzen = Plaques / entzündete Stellen sind wieder da. Ob man dann die Finger weglässt oder herumkratzt ist piepegal. Wenn man wieder ein wirksames Medikament nimmt, ist die Pso an den Stellen wieder weg (im besten Fall) und die Haut völlig OK, egal, wie viel davor daran herum gekratzt wurde.

"Stressfreies Leben", "Geduld", "gutes Zureden", "Licht" und die hier gerne auch mal propagierten Quatsch-Behandlungen, die mögen bei leichten Fällen funktionieren, aber eine massive, hartnäckige Schuppenflechte ist davon schlicht nicht zu beeindrucken. Insofern stimmt ich dir hier zu:

Ich halte wenig von Cremes und noch weniger von Cortison; das sind alles nur Mittel, die Dir vielleicht vorübergehend eine „Besserung“ anzeigen.

Das da:

Die Haut braucht Licht, der Körper (das oxydative Gleichgewicht) eine gesunde Ernährung und ein – möglichst – stressfreies Leben.

ist sicher für den Allgemeinzustand vernünftig aber spezifisch gegen eine schwere Pso ungefähr so sinnvoll, wie sich nackt bei Vollmond in den Regen zu stellen oder Eigenurin im Kopfstand zu sich zu nehmen.

Geschrieben

Hey SadBoy...

Ich benutze zur "Abschuppung" Betagalen über Nacht undgefähr 2-3 mal die Woche auf der Kopfhaut, Haare scheiteln eincremen und dann einfach n Zopf machen oder besser noch mit einer Folie abdecken. Hast ja wahrscheinlich kurze Haare, oder ?! ;) Am nächsten Morgen Xamiol in die trockenen Haare einmassieren und ne viertel Std warten und dann auswaschen mit warmem Wasser. Hilft bei mir erstmal gut, zumindest gegen die Abschuppung. Wenn ich nachlässig bin, zu viel Alkohol trinke oder zu oft die Haare wasche kommen die Stellen bzw, die ganze " Schuppen Haube " schnell wieder... Ist also ne Sisyphusarbeit :P ...

Hab auch mal Fumaderm probiert, hat aber erstens bei mir nicht geholfen und die Nebenwirkungen waren einfach unaushaltbar ( in meinem Fall, weiß nicht, wie das die anderen Patienten erlet haben ) ... Schweißausbrüche, Hitzewellen, das Gefühl zu haben der Kopf platzt, Ausschlag am ganzen Körper, Schwindel, Durchfall ...

Jetzt behandel ich nur äußerlich, glaube aber dass man das auch schnell leid wird.

Komme jetzt gerade aus der Badewanne und hab n Bad in totem Meer Salz genommen. Dazu hätte ich auch eine Frage, kann ich dann einfach meinen Kopf ganz lange unter Wasser halten, sodass das Salzwasser dann an meine Kopfhaut kommt?

ne Anwort wäre super und ich hoffe ich konnte n klitze kleines bisschen helfen, Sad Boy ... Don't be sad anymore, face your problem and try to battle it !!! Take care of your body and soul. Don't define yourself about your appearance... :)

Liebe Grüße, Lara ...

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo,

ich bedanke mich für die Antworten. Dann mal wieder ran an ans Werk...

bearbeitet von SadBoy
Gast kleiner_häuptling
Geschrieben

So, ich möchte Euch kurz mal etwas über meine Erfahrungen berichten.

Ich bin 16 Jahre alt. Ich leide seit ca. 3 Jahren an Schuppenflechte. Momentan verstärkt es sich immer mehr.

Wie schon vorher hier zu lesen, verteilen sich auch auf meinem Körper immer mehr diese roten Punkte.

Ich fange aber am besten mal ganz von vorne an.

Wie gesagt, angefangen hat alles vor ca. 3 Jahren.

Anfangs hatte ich eine kleine, rote und schuppige Stelle am Hinterkopf, meine Friseurin

hat mich auf diese Stelle aufmerksam gemacht.

Anfangs habe ich mir nicht viel bei gedacht und gehofft, dass es nur vorübergehend sei und

es sich nach ein paar Tagen wieder beruhigt.

Dem war leider nicht so. Nach ein paar Tagen fing es an, zu jucken. Natürlich, ich als gerade 12 Jähriger

hab es natürlich gemacht, ich hätte sicher nie im Leben daran gedacht, dass es die ganze Sache nur verschlimmert.

So, allmählich hat sich die Schuppenflechte über meinen kompletten Hinterkopf ausgebreitet. Dazu kam dann noch,

dass ich plötzlich an den Augenlidern rote, schuppige Stellen bekam. Auch, und das passiert nur in der wenigen

Fällen, fiel mein Intimbereich der Schuppenflechte zum Opfer, was für am schlimmsten war, verständlicher Weise.

Mit normaler Bepanthen hab ich diese Stellen dann behandelt. Leider erfolglos.

Nacht gut einem halben Jahr habe ich es nicht mehr ausgehalten, ich war sogar kurz davor, Depressiv zu werden, ist

ja bekanntlich eine Folgekrankheit der Schuppenflechte.

Bis dahin habe ich meinen Eltern nichts gesagt. Natürlich haben sie sich über die roten Stellen am Auge gewundert

und mich zu mehreren Augenärzten geschickt, diese haben mir, wie auch hier oft beschrieben, nur Cortison verschrieben,

was auch gut half, leider nicht längerfristig.

Als es dann raus war, schickten mich meine Eltern auch gleich zum Hautarzt. Er verschrieb mir dann eine Salbe, die extra in der Apotheke

zusammen gemischt werden musste, an den Namen kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

Für die Augen konnte mir selbst der Arzt nichts verschreiben, für den Intimbereich bekam ich folgende Creme: Dermatop Creme mit dem

Wirkstoff Prednicarbat. Diese hat auch wunderbar geholfen, die Schuppenflechte verschwand.

Auf Anweisung des Arztes wurde ich dann in die Uniklinik Göttingen geschickt. Dort wurden Proben entnommen. Am Ende, nachdem eindeutig

festgestellt war, dass ich an Schuppenflechte leide, wurden mir folgende Produkte verschrieben:

Dermatop Lösung - Gleicher Wirkstoff wie bei der Creme nur im flüssigen Zustand

Curatoderm Emulsion - Wirkstoff Tacalcitol

Beides Sollte ich abwechseln auf Hinterkopf und Augenlider schmieren und ich kann Euch sagen, es hat Wunder bewirkt.

Seit dem komme ich super zurecht. Die Schuppenflechte ist nicht mehr zu sehen. Natürlich kommt sie ab und an wieder, aber

nachdem ich die Creme und Flüssigkeiten aufgetragen habe, verschwindet alles wieder.

Seit etwa einem Jahr habe ich nun etwas längere Haare und der Zustand hat sich dramatisch verschlechtert.

Mittlerweile sind ca 60 % meiner Kopfhaut befallen. Die Anwendung der Cremes und Flüssigkeiten ist daher

ziemlich schwer, die Hälfte bleibt in den Haaren kleben.

Mittlerweile greift die Schuppenflechte auch meine Schultern, Achseln und Brustbereich an.

Mein nächster Termin ist im Januar, mein Arzt hat mich bereits auf die Strahlentherapie aufmerksam gemacht.

Ich werde ihm dann auch den Wunsch äußern, diese zu machen. Ich hoffe, es bringt etwas.

Denn auch Ihr kennt es bestimmt, es kratzt doch alles sehr stark am Selbstwertgefühl.

ich hoffe, meine Cremes und Flüssigkeiten haben Euch helfen können, sprecht diese mal bei Eurem

Hautarzt an, ich würde mich über Rückmeldungen Freuen. :-)

Liebe Grüße und guten Rutsch. Möge das Jahr 2011 besser für uns laufen, besonders gesundheitlich.

Die Creme habe ich mir dann in die Haare geschmiert, so banal das jetzt auch klingen mag, und es hat sehr geholfen.

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