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    Krankenkassen zahlen mehr Leistungen

    Seit 1. Juli 2021 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für einige Leistungen, die auch Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis betreffen können.

    Parodontitis ist für manche Menschen mit Schuppenflechte ein zusätzliches Problem. Entzündungen auch an den Zähnen können eine Schuppenflechte immer wieder "anfeuern". Deshalb ist es wichtig, dass alle Entzündungsherde auch im Mund behandelt werden – und so eben auch eine Parodontitis.

    Bei schwerer Parodontitis übernehmen die Kassen jetzt eine systematische Behandlung. Das heißt auch, dass die Nachsorge strukturierter erfolgt und andere Behandlungen bezahlt werden. Zahnärzte geben außerdem mehr Tipps und Anleitungen für die Mundhygiene.

    Konkret heißt das: Wenn der Zahnarzt eine solche systematische Behandlung für nötig hält, gibt es ein Aufklärungs- und Therapiegespräch, in dem die weiteren Schritte besprochen werden. Je nach Schwere der Parodontitis können eine antiifektiöse und – wenn nötig – auch eine chirurgische Therapie durchgeführt werden. Ein viertel bis halbes Jahr später beginnt eine sogenannte Unterstützende Parodontitistherapie (UPT). Die dauert zwei Jahre und soll den Behandlungserfolg langfristig sichern.

    Lesetipp: In unserem Forum wird auch über Erfahrungen mit Psoriasis und Parodontitis berichtet und diskutiert.

    Änderungen bei Ergotherapie und Phsyiotherapie

    Eine weitere Änderung sorgt dafür, dass Menschen mit bestimmten Erkrankungen langfristigere Verordnungen von Ergo- und Physiotherapie bekommen können. Diese Regelung gilt für Menschen mit Psoriasis arthritis schon seit einigen Monaten – wir wollen mit der Erwähnung noch einmal darauf aufmerksam machen.

    Das Zauberwort heißt "langfristiger Heilmittelbedarf". Der besteht unter anderem bei Psoriasis arthritis und anderen Erkrankungen der Stütz- und Bewegungsorgane. Das bedeutet, dass eine Verordnung wiederholt gleich für jeweils 12 Wochen ausgestellt werden kann.

    Pro "Behandlungsserie" können bis zu 18 Physiotherapie-Behandlungen absolviert werden. Empfohlen wird eine Behandlung von ein- bis dreimal pro Woche. Für die Ergotherapie gilt eine Grenze von 10 Behandlungen pro Verordnung und eine maximale Behandlungszahl von 20 pro "Behandlungsserie".

    *****

    Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Verordnung von Physiotherapie oder Ergotherapie gemacht? Gab's da Probleme?

     


    Themen: Krankenkasse

    Wissen und Tipps für Dein Leben mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis

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    Jonathan Borba / Unsplash

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    Kommentare

    Empfohlene Kommentare

    Hallo liebe Redaktion,

    Mein Zahnarzt behauptet, die "neuen" Leistungen werden nur für "Neu"patienten übernommen! 

    Die Rheumatologin verschreibt weiter wie bis her, 3X 6 dann Pause und die  Physiotherapeuten hatten auch noch keine der "neuen" Verordnungen in der Hand.  

    Da fühlt man sich doch echt verar........! Vielleicht liegt es an NRW,vielleicht aber auch daran,dass Papier geduldig ist. Sollten Reformen, gerade im Gesundheitswesen, nicht sofort Umsetzung finden? Vorallem für Patienten die schon jahrelang mit den erhöhten Kosten kämpfen? Ich meine,es geht ja nicht um einen Handyvertrag mit "Neu"kunden-Bonus. 

    Vielleicht hat ja jemand bessere Erfahrungen gemacht und hat'nen Tip?

    Gruß Carmen 

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