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  • Claudia Liebram
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    Claudia Liebram

    Experten einigen sich auf Definition der GPP

    Seit Jahren wird über die Generalisierte Pustulöse Psoriasis, kurz: GPP, geschrieben und gesprochen. Nur: Was genau das eigentlich ist, dafür gab es bislang keine konkreten Kriterien. Jetzt haben sich Fachleute aus mehreren Ländern auf eine Definition geeinigt.

    GPP ist eine seltene und schwere Form der Psoriasis, die mit Eiter gefüllte Bläschen auf der Haut verursacht. Die Definition, auf die sich die Fachleute geeinigt haben, lautet vollständig:

    Generalisierte Pustulöse Psoriasis ist eine systemische entzündliche Erkrankung, die sich durch Hautrötungen und makroskopisch sichtbare sterile Pusteln auszeichnet.

    Die GPP kann mit oder ohne systemische Symptome, andere Psoriasis-Typen und Laboranomalien auftreten. GPP kann sich als eine akute Form mit weit verbreiteten Pusteln oder eine subakute Variante mit einem ringförmigen Phänotyp manifestieren.

    Das identifizierte wesentliche Kriterium war: “Makroskopisch sichtbare sterile Pusteln auf erythematöser Basis und nicht beschränkt auf die Akrenregion oder innerhalb psoriatischer Plaques.

    Einfacher ausgedrückt:

    Die GPP ist eine Hautkrankheit, die den ganzen Körper betrifft und Rötungen und Bläschen auf der Haut verursacht. Diese Bläschen sind mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, die keine Bakterien enthält, daher nennt man sie “steril”.

    GPP kann auch andere Symptome verursachen, die den ganzen Körper betreffen, und kann zusammen mit anderen Arten von Psoriasis auftreten. Manchmal sind Blutwerte auffällig, manchmal nicht.

    Es gibt zwei Hauptformen von GPP: eine akute Form, bei der die Bläschen überall auf der Haut auftreten, und eine subakute Form, bei der die Bläschen in ringförmigen Mustern auftreten.

    Ein wichtiges Merkmal von GPP ist, dass die Bläschen nicht nur an den äußersten Körperteilen (wie Händen und Füßen) oder innerhalb von Psoriasis-Stellen auftreten. Sie können überall auf der Haut sein.

    Ihren Weg zur Erkenntnis und ihr Ergebnis haben die Fachleute im Journal "JAMA Dermatology" veröffentlicht.

    Dass es jetzt eine Definition gibt, soll Betroffenen helfen, schneller zu einer Diagnose und Behandlung zu kommen. Wobei Letztere dann wieder ein "Trial and Error" ist: Das einzige Medikament, das für die Behandlung der GPP in Europa zugelassen worden war, hat der Hersteller wieder vom Markt genommen. Er konnte seine Preisvorstellungen für Spevigo nicht durchsetzen.


    Über die Autorin

    Claudia Liebram ist Journalistin in Berlin. Ihre Psoriasis begann, als sie drei Jahre alt war. Sie absolvierte den Masterstudiengang "Consumer Health Care" an der Berliner Charité.

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