Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis soll Kaffee die Wirkung von MTX herabsetzen. Da ist die Frage, ob das auch bei Patienten mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis so ist, gar nicht so abwegig.
In einigen Studien stellten Wissenschaftler fest, dass Kaffee-Vieltrinker mit Rheumatoider Arthritis mehr MTX brauchten als andere Patienten. Mediziner der Mayo Klinik in Arizona (USA) stellten sich daraufhin die Frage, wie das eigentlich bei Menschen mit Psoriasis (arthritis) aussieht. Sie schickten an 150 Patienten, die MTX nahmen, einen Fragebogen. Aus den 64 Antworten teilten sie ihre Probanden in drei Gruppen ein: Wenig-, "Mittelviel"- und Vieltrinker. Dann zogen sie den Kruskal-Willis-Test zu Rate - und siehe da, es gab keine auffälligen Unterschiede zwischen den Gruppen und ihrem Bedarf oder der Dosis an MTX.
Dafür haben die Mediziner zwei Erklärungen: Zum einen könnten es zu wenige Patienten gewesen sein, so dass das Ergebnis nicht aussagekräftig ist. Zum anderen könnte es aber auch so sein, dass der Psoriasis-(arthritis-)Patient einfach anders tickt als einer mit Rheumatoider Arthritis und bei ihm das Zusammenspiel von MTX und Kaffee komplexer ist.
Bei Patienten mit Sarkom oder Lymphomen verstärkt Kaffee übrigens die Wirkung von MTX.
Quellen:
- Swanson DL et al.: Caffeine consumption and methotrexate dosing requirement in psoriasis and psoriatic arthritis. Int J Dermatol: 2007 Vol. 46 157-9
- Zeitschrift "hautnah dermatologie"
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