Eine Behandlung mit Remicade (Wirkstoff: Infliximab) könnte "nebenbei" Diabetes-Patienten helfen, die gegen Insulin resistent sind. Das funktioniert zumindest bei Menschen, die eine Autoimmun-Erkrankung haben – etwa eine rheumatoide Arthritis oder Spondylitis.
Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler. Dr. Drosos und seine Kollegen von der Universität in Ioannina (Griechenland) stuften 29 Patienten mit rheumatoider Arthritis und 17 Patienten mit ankylosierender Spondylitis vor und nach einer sechswöchigen Therapie mit Remicade ein.
Bei allen Patienten zusammen waren die Wirkungen auf die Insulin-Resistenz nicht sonderlich hoch. Die Ärzte konzentrierten sich dann aber auf die Patienten mit einer schweren Insulin-Resistenz – und dort wirkte Infliximab eben deutlich verbessernd. Das Risiko von Herzinfarkten wird gesenkt, wenn das Insulinempfindlichkeit gut eingestellt ist.
Die griechischen Wissenschaftler sagen aber auch gleich: Um ihre Erfahrung mit der Wirkung von Infliximab auf die Insulinempfindlichkeit wissenschaftlich zu bestätigen, sind weitere Studien mit weit mehr Patienten nötig.
Quellen:
- Reuters Health, 25.06.2005
- Annals of the Rheumatic Diseases 205 (Seite 765 bis 766)
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