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Humira, Enbrel oder Remicade, was soll ich tun?


Schnute

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Geschrieben

Hallo,

ich habe Psoriasis und seit einigen Jahren auch PSA (hauptsächlich in den Zehen)!

MTX habe ich hinter mir - 1 Jahr lang... Viele Nebenwirkungen (Übelkeit, starker Haarausfall usw.) und keine Besserung.

Arava - nach 10 Tagen abgesetzt, eine allergische Hautgeschichte...

Heute war ich bei meinem Rheumadoc und jetzt soll ich mir Gedanken machen, was ich möchte:

Enbrel, Humira oder Remicade Voraussetzung für alle ist natürlich, das meine Leberwerte, meine Lunge (wurde heute geröntgt) und dieser TB-Test in Ordnung sind, wovon ich aber ausgehe!

Wenn ich alles richtig verstanden habe, wird Enbrel 1 mal wöchentlich gespritzt, wirkt aber nicht so gut für meine Psoriasis;

Humiral wird alle 14 Tage gespritzt, wirkt besser gegen die Psoriasis, greift aber mehr das Imunssystem an...

Remicade wird nur alle 6 oder 8 Wochen als Infusion gegeben (unter Aufsicht, dauert ca. 3 Stunden)!

Bis Montag soll ich mich entschieden haben, dann geht´s los!

Wer hat von euch welche Erfahrung gemacht und wozu ratet ihr mir.

Danke für eure Entscheidungsfindungshilfe,

LG :o

Ursula

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben
Wer hat von euch welche Erfahrung gemacht und wozu ratet ihr mir.

Ich rate dir dazu, deinem Arzt auf die Füße zu treten und dir von ihm eine sinnvolle Beratung zu holen. Wenn er selber die Mittel nicht kennt, würde ich einen erfahrenen Hautarzt zu Rate ziehen.

Was wie bei wem mit welchen Nebenwirkungen wirkt, ggf. in Kombination mit anderen Mitteln, ist individuell ganz verschieden.

Neben den drei ganannten Mittel gibts auch noch Stelara.

Mich hat Remicade bei ziemlich heftiger "normaler" Pso deutlich mehr überzeugt als Enbrel, bei Humira stehe ich erst am Anfang der Therapie. Aber verallgemeiner lässt sich das nicht.

Die Infusionen (ca. 2h Dauer plus 1h Beobachtung) bei Remicade sind etwas unangenehm (für Leute, die sowas nicht mögen) und müssen ambulant erfolgen, was kaum eine Praxis macht.

Geschrieben

Da hab ich mich vielleicht unklar ausgedrückt, aber ich bin mit meinem Rheumatologen sehr zufrieden, er hat mir auch alle Mittel ausreichend erklärt, auch die Nebenwirkungen...

Ich soll nur selbst entscheiden, was ich probieren will, gehen tut wohl alles. Ist mir eine Infusion lieber oder spritze ich wöchentlich oder 14-tägig.

Geschrieben

Hallo Ursula

Humira kann ich dir absolut empfehlen. Nehme es jetzt ca. ein halbes Jahr. Haut absolut erscheinungsfrei, bis jetzt keine Nebenwirkungen und die Blutwerte ok. Meine Haut war seit Jahrzehnten nicht mehr so gut, zumindest nicht über so einen langen Zeitraum.

Mit den anderen Medikamenten habe ich keine Erfahrung, hätte aber auch weder Zeit noch Lust stundenlang am Tropf zu hängen.

Egal was du nimmst

viel Erfolg

Wolfgang :smile-alt:

Geschrieben
hätte aber auch weder Zeit noch Lust stundenlang am Tropf zu hängen

Hallo, Wolfgang,

auf den Lustfaktor kommt es wohl nicht an. Oder hast du Lust daran, dir alle 14 Tage Humira zu spritzen? :zwinker-alt:

Hallo, Ursula,

ich hatte Enbrel (plus MTX) genommen. Als sich nach einem Vierteljahr kein Erfolg zeigte, wurde es abgesetzt. Was aber nicht bedeutet, dass es bei anderen gut wirkt.

Remicade habe ich über ein Jahr in der Hautklinik bekommen. Es hat gut geholfen, aber man wollte es mir nach der Zeit nicht mehr geben. Nach der letzten Infusion im April war ich noch bis Ende Oktober/Anfang November ziemlich beschwerdefrei.

Seit einem Jahr bekomme ich nun Humira. Die PSA verhält sich ziemlich ruhig. Meine hartnäckige Pustulosa hat sich bis auf schuppige Handflächen und Fußsohlen zurückgezogen. Damit kann ich gut leben.

Was du bei deiner Entscheidung vielleicht berücksichtigen solltest, ist die Zeitspanne, in der die Medikamente verabreicht werden. Zu Remicade sagte man mir in der Klinik, dass es bei einer Unverträglichkeit das größere Risiko wäre. Eine Spritze kann man absetzen, bei einer Infusion für die nächsten acht Wochen wäre da kritischer zu betrachten.

Egal, für welches Mittel du dich entscheidest, es kann wirken oder leider auch nicht. Jedenfalls wünsche ich dir, dass das Mittel deiner Wahl gleich das beste für dich ist.

Lieben Gruß

Geschrieben

Mit den anderen Medikamenten habe ich keine Erfahrung, hätte aber auch weder Zeit noch Lust stundenlang am Tropf zu hängen.

Hallo Wolfgang,

danke für deine Meinung, ich verstehe was du meinst, dieser Tropf gibt mir wahrscheinlich auch das Gefühl richtig krank zu sein, wie ein Krebspatient mit seiner Infusion...

Ich schwanke jetzt zwischen Enbrel und Humira!

Was du bei deiner Entscheidung vielleicht berücksichtigen solltest, ist die Zeitspanne, in der die Medikamente verabreicht werden. Zu Remicade sagte man mir in der Klinik, dass es bei einer Unverträglichkeit das größere Risiko wäre. Eine Spritze kann man absetzen, bei einer Infusion für die nächsten acht Wochen wäre da kritischer zu betrachten.

Hallo Barb,

ich bin auch der Meinung, das ich zuerst die Spritzenvariante teste, entweder wöchentlich (Enbrel) oder 14-tägig (Humira), die "Kanone" (Remicade) kann ich mir noch als letzte Option offen lassen, wenn das andere nicht oder nicht mehr ausreichend wirkt!

Mal sehen, was am Montag mein Doc sagt...

LG

Ursula

Geschrieben

Hallo Ursula,

schreibe mal wieder i.A. meiner besseren Hälfte. Auch wir haben unser Martyrium seit über 10 Jahren. Mal besser mal schlechter. Hatten Ende letzten Jahres ziemliches Tief. Können dir unsere Erfahrungen mit Remicade mitteilen, wirkte anfangs genial. Haut glatt wie ein Babypopo und abloute Schmerzfreiheit. Nach ca. einem Jahr totaler Rebound, sei es Haut oder Gelenke. Sogar Antikörperbildung. So einen schlimmen Schub hatte er noch nie. Dann Einweisung KH umgestiegen auf MTX ca 10 Wochen 20 mg dann rauf auf 25 mg 1/Wo nicht wirkliche Schmerzfreiheit Haut durch PUVA wieder O:B. Jetzt seit 3 Wochen Enbrel und siehe da es kommt wieder ein Hoch auf uns zu. Fast Schmerzfreiheit. Er würde es weiter empfehlen. Aber wir wissen halt nicht, wie es in nem halben Jahr aussieht. PS noch keine Nebenwirkungen weder auf MTX noch auf Enbrel. Aber das passende Päparat zu finden ist ja bekanntlich eine Odysee. und denk dran die Hoffnung stirbt zuletzt. Hoffe wir konnten dir ein bißchen weiterhelfen. LG Iris :smile-alt:

Geschrieben
Ich soll nur selbst entscheiden, was ich probieren will, gehen tut wohl alles. Ist mir eine Infusion lieber oder spritze ich wöchentlich oder 14-tägig.

Mein persönlicher Favorit ist Remicade, die Wirksamkeit bzgl. meiner Haut war wirklich beeindruckend (ich bekam insgesamt drei Infusionen). Das war unglaublich befreiend.

Allerdings mag ich persönlich Infusionen nicht gerne (da muss man halt durch, alle 6 Wochen sind ja nicht so dramatisch) und der Arzt muss drei Stunden auf einen Behandlungsraum verzichten. Mit guter Lektüre (oder Musik) und im Liegen können diese drei Stunden aber auch sehr entspannend sein. Dafür entfällt das Spritzen zu Hause, was auch nicht jedermanns Sache ist.

Ich persönlich konnte die Wirkung von Remicade durch MTX etliche Monate konservieren und hatte auch keinen Rebound. Die Verschlechterung setzte schleichend ein.

Enbrel hatte bei mir nur hochdosiert recht gut geholfen. Bei Humira bin ich momentan nach drei Spritzen recht zuversichtlich. Bei Enbrel (und ggf. Humira) kann es nerven, wenn man unterwegs ist (z.B. Urlaub), da das Zeug immer gekühlt werden muss.

Geschrieben

Ich hatte über 3,5Jahre Raptiva - gibt es nicht mehr,

jetzt stehe ich vor der selben Entscheidung!!!

Mein Rheumath. ist ein Enbrel Fan - hat er mir gesagt, leicht von der Anwendung(wie Raptiva) einmal wtl. spritzen, sollte was dazwischen kommen kann man aufhören, sollte sich was verschlechtern kann man höher dosieren,

Lunge bei mir OK, TBC negativ, nächste Woche zum Hautarzt - nur der kann mir Enbrel verschreiben, da meine Haut und damit auch meine Schmerzen in den Gelenken dominierte - er könne es sonst nicht begründen.

von Humira und Remicade riet mir mein Hautarzt ab, warum??? werde ihn nächste Woche mal fragen,

jeztz hoffe ich jedoch das ich das Ganze so gut wie möglich mit meiner Ernährungsumstellung in den Griff bekomme und evtl. auf Medikamte

verzichten kann,

Tom

Geschrieben

Hallo, Schnute.

Ich selbst kann nur Remicade empfehlen, denn ich habe noch kein Enbrel oder Humira genommen.

Remicade bekomme ich jetzt seit fast 4 Jahren, und das alle 8 Wochen. Bei mir dauert diese Infusion nur ca. eine Stunde, und das wars. Ich vertrage dieses Medikament so gut das ich noch nie eine Nebenwirkung verspürte. Ich bin seit dem fast völlig erscheinungsfrei. Auch habe ich keinerlei Schmerzen mehr in meinen Gelenken.

Mfg,Roland

Geschrieben

Danke :o allen für eure Antworten,

ich sehe schon, es gibt eindeutige Meinung, bei dem einen wirkt das besser, bei dem anderen das andere.

Es ist nicht einfach, meine momentane Rangfolge ist, Enbrel, Humira, Remicade - mal sehen was mein Rheumadoc am Montag sagt, dann liegen auch die Auswertung vom TB-Test, die Röntgenbilder der Lunge usw. vor. Heute bekomme ich noch eine Pneumokokken-Imfung bei meinem Hausarzt.

LG

Ursula

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