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Biologics oder Homöopathie


Lara

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo,

vielleicht könnt ihr mir einen Tipp geben.

Ich nehme seit einem halben Jahr Kortisonsalben und -shampoos.

Ich erkenne aber nicht die kleinste Verbesserung.

Nur Saunagänge helfen kurzzeitig minimal. Aber man kann ja auch nicht jeden Tag in die Sauna.

Jetzt hab ich gelesen, dass Biologics helfen. Dass man die bekommt, muss man aber vorher einige Tabletten ausprobieren, die starke Nebenwirkungen haben. Wie oft bekommt man Biologics dann i.d.R. gespritzt? 1 Mal im Jahr? Vieviel würden die kosten, wenn die Kasse nicht zahlt?

Ich bin jetzt am überlegen, ob ich erst versuchen soll, Medikamente zu bekommen, um dann zu versuchen die Biologics zu bekommen.

Oder wäre es sinnvoller, das alles zu lassen und zum Homöopathen zu gehen und da Eigenbluttherapie oder ähnliches machen zu lassen?

Ich weiß: viele Fragen! Mir ist auch klar, dass mir wahrscheinlich niemand die ultimative Lösung schreiben wird.

Aber ich bin echt verzweifelt und dankbar über jeden Tipp, Ratschlag oder Erfahrungsbericht.

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben
Wie oft bekommt man Biologics dann i.d.R. gespritzt? 1 Mal im Jahr?

Das ist unterschiedlich. Manche zweimal die Woche, manche alle zwei Wochen, das voraussichtlich nächste wird alle drei Monate gespritzt.

Vieviel würden die kosten, wenn die Kasse nicht zahlt?

Zuviel :o Ich habe 1.700 Euro im Monat im Kopf.

Ich bin jetzt am überlegen, ob ich erst versuchen soll, Medikamente zu bekommen, um dann zu versuchen die Biologics zu bekommen.

Davor gibt es durchaus auch andere, die helfen können. Fumaderm zum Beispiel.

Oder wäre es sinnvoller, das alles zu lassen und zum Homöopathen zu gehen und da Eigenbluttherapie oder ähnliches machen zu lassen?

Dazwischen liegen Welten :) Das ist, als würdest Du fragen "Soll ich mir ein Fahrrad kaufen oder einen Lkw?"

Es grüßt

Claudia

Geschrieben

Hallo,

ich habe seit fast einem Jahr sämtliche kortisonhaltigen Salben weggelassen und bin nun in Behandlung beim Homöopathen. Mein Hautbild ist teilweise immer noch sehr schlecht, aber meiner Psyche geht es echt besser. :o

Mir tut es einfach gut, das beim Homöopathen lange, verständnisvolle Gespräche zustande kommen, wozu mein Hautarzt schon ewig keine Zeit mehr hat.

Ich bleibe dran - einen Versuch ist es doch wert!

Liebe Grüße

Gitta2

Geschrieben

Hallo Lara,

Kortison hilf nur anfangs, für eine dauerhafte Anwendung ist Kortison nicht geeignet.

Bis vor wenigen Jahren habe ich trotz pso extrem viel Sport getrieben und gehe auch heute noch in die Sauna. Das Schwitzen macht mir nichts aus. Früher haben sich nach dem Saunagang die Schuppen von den betroffenen Stellen gelöst, aber eine wirkliche Verbesserung konnte ich auch nicht feststellen.

Über Biologics habe ich keine Kenntnisse und Erfahrungen.

Ich befinde mich seit über 10 Jahren in homöopathischer Behandlung. Ich kenne allerdings keinen (klassischen) Homöopathen, der die Eigenblutbehandlung praktiziert. Homöopathen beisitzen im Grunde genommen eine Heilpraktikerausbildung, aber ein Heilpraktiker ist lange nicht ein Homöopath. Du meinst bestimmt einen „normalen“ Heilpraktiker, der die Eigenblutbehandlung anwendet?

Hallo Gitta2,

so wie du berichtest, ist doch zumindest zwei Erfolge eingetreten:

deiner Psyche geht es besser und du benutzt die kortisonhaltigen Salben nicht mehr.

Geduld ist wie bei jeder anderen medizinischen Behandlung auch in der Homöopathie wichtig. Der Mensch wird in der Homöopahtie immer als Ganzes (Körper und Seele) behandelt, und nicht nur deine pso als Alleiniges, sondern alle anderen Beschwerden, die während der Behandlung vorhanden sind oder auftreten, werden quasi mitbehandelt.

Ich leide seit ca. 5 Jahren unter Muskelverhärtungen im linken Oberschenkel und Körperverspannungen rechtsseitig. Ich hatte über ein Jahr manuelle Therapien von Orthopäden verschrieben bekommen und praktiziere seit fast 2 Jahren Yoga. Seit einem Jahr wird die Sache auch gezielt homöophatisch behandelt – die pso stand bei der Behandlung eigentlich mehr im Hintergrund.

Der Erfolg: Ich kann seit über einem halben Jahr wieder Sport treiben. Zwar komme ich noch nicht an meine Leistungen von früher ran (muss auch nicht sein – weniger ist mehr! ), aber immerhin habe ich im letzten Jahr das deutsche Sportabzeichen abgelegt.

Und der Nebenerfolg: Es sind in all den Jahren meiner homöop. Behandlung immer wieder kleinere Erfolge eingetreten, aber meine pso sieht seit einem Jahr so gut aus, wie noch nie !

Die pso ist zwar nicht vollständig verschwunden, aber mit den kleinen Stellen kann ich sehr gut leben, sie jucken nicht mehr und schuppen kaum noch.

LG Martin

Geschrieben

Hallo Lara

Bevor du Biologics von der Kasse bekommst musst du erst einige andere Medis ausprobiert haben.Aber bei Raptiva (wird einmal die Woche gespritzt) weiss ich das die Spritzen 1.400 Euro kosten und es sind nur 4 stk. drin.

Geschrieben

Hallo Lara

der Beitrag von Gitta 2 spricht mir aus der Seele.

Seit ich in der Volkshochschule Vorträge über die Stärkung der Psyche besuche und dadurch meine Persönlichkeit stärke, ist es auch mit der PSO besser.

Mit Homöopathie bin ich jeden Tag mindestens eine halbe bis eine Stunde mit meinen Rindern beschäftigt. Habe dadurch meine Tierarztkosten halbiert. Aber für meine PSO habe ich noch nichts gefunden, was zum ausprobieren wäre.

Mein Rat ist, finde einen Arzt oder Heilpraktiker, der dir zuhört und stärke dein eigenes Ich. Denn du bist der Brötchengeber der Therapeuten und Ärzte.

Gruß Flechti61

Geschrieben

Hallo,

nehme seit 2 Jahren Biologics - kostet 1.600 € pro Monat!! Pro Woche 1 Spritze selbst geben. Psoriasis ist seit 6 Monaten völlig verschwunden.

Geschrieben

spritze auch schon über drei Jahren Raptiva und bin zu 95% Erscheinungsfrei!!!

würde gerne auf Homöopathie umsteigen - glaube auch daran - aber ich denke es ist sehr schwierig das richtige zu finden, noch dazu wo es sehr lange dauert bis das man einen Erfolg verzeichnen kann.

zudem kommt noch, das man mind. 6 Monate Pause machen muß bis das man mit der Hom. anfangen kann - ich hatte nach 6 Wochen Pause mit Raptiva meinen Rebound des Lebens (so etwas hatte ich noch nie erlebt)

Geschrieben

Stimmt, Homöopathie ist eine sehr langwierige Sache, das ist meines Erachtens nix für Akutfälle, die von oben bis unten betroffen sind und sich vor Schmerzen und einreißender Haut kaum noch bewegen können. Aber mittelschwer Betroffene können sicherlich gute Ergebnisse erzielen, weil die den nötigen langen Atem aufbringen können!

Ich bin seit Oktober 2008 in homöopathischer Behandlung und zumindest der Juckreiz ist schon weg und die Stellen sind alle ganz flach und werden schon etwas lichter. Werde aber auch noch eine ganze Weile brauchen, bis ich erscheinungsfrei bin (hoffentlich).

Der Vorteil der Homöopathie, sofern man das richtige Mittel findet und es dann anschlägt, ist halt, dass man keine Nebenwirkungen fürchten braucht, Sonne und Meer helfen mir total gut, aber ich müsste mich permanent in der Sonne bzw. Solarium brutzeln (jeden 2. Tag mindestens!), und dass das nicht gesund ist, wissen wir ja alle!

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Bluehoney, hallo @

nach einem heftigem grippalen Infekt mit Mandelentzündung,Fieber und Schüttelfrost Ostern 1997 (ich hatte damals Penicilin verschrieben bekommen) ging bei mir die pso im gleichem Jahr im Sommer los. Erst waren es kleine Stellen auf der Kopfhaut, und dann kamen die typischen Stellen an den Ellenbogen und Knien, Schienbeine hinzu.

Da meine Kinder damals schon länger erfolgreich in homöop. Behandlung waren (Neurodermithis und Dell-Warzen), lag es mir Nahe, mich auch behandeln zu lassen. Meine Homöopathin sagte mir damals, dass die Krankheit (Mandelentzündung etc.) im Körper durch das Medikament unterdrückt werde und noch weiterhin vorhanden ist. Die Haut spiegelt mein Befinden in Form der pso wieder. Was sie damit meinte: es wird nicht die pso behandelt, sondern der Auslöser der pso. Sie hat sich zwar meine Stellen ungeschaut, aber Interesse hatte sie mehr für meine Lebensgeschichte wie Krankheiten etc. und die meiner Eltern und Großeltern.

Nachdem ich bei ihr das erste Mittel eingenommen hatte, sagte sie mir, das der grippale Infekt wieder zum Vorschein kommen wird, und zwar genauso heftig, wie ich ihn hatte. Und das der Infekt nach jeder weiteren Behandlung immer wieder nach oben kommen wird, aber in immer mehr abgeschwächter Form, bis es vorbei ist.

Und so kam es auch. Nach ca. 3 Wochen haute der erste Infekt mich um und ich lag eine Woche im Bett. Achso, ich durfte auch kein weiteres Medikament zu mir nehmen außer Salbeitee für die Mandelentzündung. Nach jeder weiter Behandlung wiederholte sich der gleiche Prozess. Das ging ca. 9 Monate so. Und der letzte Infekt, den ich genauso extrem wie am Anfang bekam, kam angeflogen und war nach 2 STunden wieder verflogen, als wenn nichts gewesen wäre.

In dieser Zeit wurde die pso mal besser und auch mal wieder schlechter. Diese Zeit und Geduld muss ich als Patient aufbringen. Nach jeder Behandlung erscheint etwas neues, sei es dein Empfinden, deine Haut, ein neues wehwechen, wo mit der Behandlung wieder angesetzt wird. Die pso, interessierte meine H. nur beiläufgig, sie hat nur geschaut, wie sie nach jeder Behandlung reagiert.

Meine Behandlung wegen der pso zog sich aber auch in die Länge, weil immer wieder akute Sachen wie ein Muskelfaserriß, geschwollenes Knie mit dickem Bluterguss nach einem Unfall, div. Zeckenbisse (bin ja Imker und ich arbeite in der Natur :D ) hinzukamen, die behandelt wurde.

Und noch eine extrem schwerzhafte Sache hatte ich - und wenn ich es selber nicht erfahren hätte, dann täte ich mir auch schwer, es zu glauben. Und zwar waren in meinem linkem Oberarm mind. ein Schleimbeutel verkalkt und sollte heraus operiert werden. Das war im September 2004. Mir wurde für die OP von dem Ortophäden eine Spezialistin in Hildesheim empfohlen. Nur hatte ich erst im Feb. 2005 einen Termin bekommen. Also musste ich warten. Im Dezember waren die Schmerzen dann so hart, dass ich es nicht mehr aushielt. Ich rief meine Homöopathin an und bekam ein Mittel dafür. Innerhalb von 48 STunden waren die Schmerzen und Beschwerden weg. Bis heute! Ich hatte daraufhin den OP-Termin abgesagt. Ich spür im Oberarm heute nur was, wenn ich mal was ungewohntes mache, wie 1 m³ Sand mit der Schaufel bewegen.

Es gibt aber in der Homöopathie Akkutmittel, die nur auf dem Punkt genau wirken, nur meine Homöopathin wählte den sanften Weg um zu sehen, was während der Behandlung noch nach oben kommt. SIe sagte, es wäre schade,wenn wir das verpassen würden und nicht mitbehandeln können.

Soviel von meiner Seite aus, zu meinen Erfahrungen, die ich mit der Homöopathie machte ( plus mein Beitrag - wenn ihr mal weiter hoch scrollt)

LG Martin

bearbeitet von Joshua
Geschrieben

Echt gut, auch von Anderen zu hören, dass die Homöopathie geholfen hat, viele stehen dem ja sehr skeptisch bzw. ablehnend gegenüber.

Ich dachte mir halt, bevor ich mir die "harten" Sachen verschreiben lass, will ich zuerst alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Die Geschichte mit dem Interferenz- Strom hab ich vor einem Jahr getestet, aber leider null Erfolg.

Hoffe, dass die Homöopathie mir hilft, bin ja momentan auf einem guten Weg.

Ach ja, bei einer Kinesiologin war ich nebenher auch, auf Empfehlung einer Bekannten, das denke ich wird auch mithelfen, die sch... Flecken endlich loszuwerden. Wenigstens eine Zeitlang...

Geschrieben

Hallo,

Ich habe mich ein wenig für Biologics interessiert und herausgefunden, dass es ein sehr gewagtes Unterfangen ist und mit absoluter Vorsicht zu geniessen ist.

Die Biologics kommen usprünglich aus der Ecke der Organtransplantation. Damit besagte Patienten ihre neuen Organe nicht wieder abstossen sind Produkte entwickelt worden, die auch bei Psoriasis helfen sollen. Bedingung ist, dass andere Behandlungen nicht angeschlagen haben - und dass der Psoriasis-Patient sich in ganz strikten und regelmassigen Abständen einem General-Check-Up unterzieht und einen verdammt regelmässigen Kontakt zu seinem Blutlabor und seinem Hautartzt hat. Das Risiko ist nämlich, dass die Nieren und sonstige Organe versagen bzw. streiken und es gar nicht gut endet. Daher darf man sich die Frage stellen, ob man nicht doch lieber wie ein Chamäleon mit ein paar roten Stellen, aber glücklich, durch die Welt zieht - oder sich zu den roten Stellen auch noch das Risiko einer kaputten Niere dazuholt. :) Das muss sicherlich jeder für sich selbst entscheiden, je nach Schweregrad der Pso. Bei Organtransplantationen ist die Frage nach Leben und Tod und nach fehlenden Alternativen vielleicht noch mehr gegeben als bei Psoriasis. Daher sind die Biologics für die transplantierten Patienten sicher die Chance ihres Lebens.

Lieber Gruss!

Geschrieben
Die Biologics kommen usprünglich aus der Ecke der Organtransplantation.

Das verwechselst Du - es sind die Medikamente wie MTX oder Ciclosporin, die aus der Organtransplantation bzw. Leukämie-Behandlung kommen.

Die Schlussfolgerung bleibt die gleiche: Auch Biologics sind keine Wundermittel und schon deshalb vorsichtiger zu genießen, weil über sie noch keine Langzeiterfahrungen über zehn Jahre hinaus vorliegen können.

Gruß

Claudia

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