Zum Inhalt

Lieblingsgedichte!


Gast kaschek

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Schwere Kost!

Blutrote Beeren (der Narzißt und die Liebe)

Ich liebte dich einst

unter'm Beerenstrauch.

Der Morgen war kühl,

ich war es auch.

Harmlos lockend

ersuchte ich dein Seel',

mich zu lieben

war mein Befehl.

Nun lagst du da,

weinend dein Schoß,

weil sich mein Hass

in dir ergoß.

So zog ich mich an:

"Bis zum nächsten Mal"

sagte ich

und übersah deine Qual.

Und als ich wiederkam

deinen Leib zu begehren,

lagen unter'm Strauch

nur noch blutrote Beeren.

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

Anmelden oder Registrieren


  • Antworten 515
  • Erstellt
  • Letzte Antwort

Top-Nutzer in diesem Beitrag

  • Matjes

    40

  • Sylvie.H

    12

  • grafikerin

    11

  • irmi

    8

Top-Nutzer in diesem Beitrag

Bilder in dieser Diskussion

Geschrieben

Dazu paßt vielleicht das :D:

Ars Poetica

Wie jetzt noch ein Gedicht schreiben,

warum nicht endgültig schweigen

und uns viel nützlicheren Dingen widmen?

Warum die Zweifel vergrößern,

alte Konflikte, unverhoffte Zärtlichkeiten

neu durchleben;

dieses Quentchen Lärm

einer Welt hinzufügen

die mehr ist, die es doch nur zunichte macht?

Wird irgendwas klarer durch solch ein Knäuel?

Niemand braucht es,

Relikt vergangener Herrlichkeiten,

wem hilft es, welche Wunden heilt es?

Juan Gustavo Cobo-Borda

Geschrieben

Zu später Stunde:

Schweigend v. Felix Dörmann

Wir haben in seligen Nächten

Blutsaumige Küsse getauscht,

Wir haben in stöhnenden Wonnen

Die hungernden Seelen berauscht.

Wir liebten uns bis zur Erschöpfung

Und liebten auch dann uns noch fort,

Doch niemals entglitt unseren Lippen

Ein einzig zärtliches Wort.

---------------------------------------------------

Die Liebenden v. R.M. Rilke

Sieh, wie sie zueinander erwachsen:

in ihren Adern wird alles Geist.

Ihre Gestalten beben wie Achsen,

um die es heiß und hinreißend kreist.

Dürstende, und sie bekommen zu trinken,

Wache und sieh: sie bekommen zu sehn.

Lass sie ineinander sinken,

um einander zu überstehn.

Geschrieben

Arno Holz

Vorfrühling

Noch stellt der Wald sich taub und tot,

noch blühen die Primeln nicht,

doch schlägt mein Herz schon so rot, so rot,

und meine Seele jauchzt: Licht!

Ja Licht, ja Licht, bis das Eis zerstiebt

und die Welt in Blüten versinkt

und mein rotrotes Herzblut verliebt, verliebt,

die Sonne, die Sonne trinkt!

Geschrieben

Hallo steelcook!

Habe von diesem Herren noch nichts gelesen, gefällt mir aber. Paßt so schön zu uns (Ja Licht, ja Licht). [ATTACH]6565[/ATTACH]

[ATTACH]6566[/ATTACH]

Geschrieben

Joseph Freiherr von Eichendorff

Schneeglöckchen

`s war doch wie ein leises Singen

In dem Garten heute nacht,

Wie wenn laue Lüfte gingen:

"Süße Glöcklein, nun erwacht,

Denn die warme Zeit wir bringen,

Eh's noch jemand hat gedacht."

's war kein Singen, 's war ein Küssen,

Rührt die stillen Glöcklein sacht,

Dass sie alle tönen müssen

Von der künftgen bunten Pracht.

Ach, sie konntens nicht erwarten,

Aber weiß vom letzten Schnee

War noch immer Feld und Garten

Und sie sanken um vor Weh.

So schon manche Dichter streckten

Sangesmüde sich hinab,

Und der Frühling, den sie weckten,

Rauschte über ihrem Grab.

Geschrieben

Wildgänse

Mein Ohr hört den vertrauten Klang

zum Himmel schweift mein Blick

es ist der Wildgänse Gesang

der Frühling kehrt zurück!

So lange schon herbei gesehnt

die Blumen werden blüh'n

mein Herz vor Freude stille steht

ich sah Wildgänse zieh'n.

Graugans-Anser-anser-Wildgans-0001_20.preview.jpg

Geschrieben

Paßt momentan hierher:

Rangstreitigkeiten v. Th. Fontane

In einem Lumpenkasten

War große Rebellion:

Die feinen Lumpen haßten

Die groben lange schon.

Die Fehde tät beginnen

Ein Lümpchen von Batist,

Weil ihm ein Stück Sacklinnen

Zu nah gekommen ist.

Sacklinnen aber freilich

War eben Sackleinwand

Und hatte grob und eilig

Die Antwort bei der Hand:

"Von Ladies oder Schlumpen -

's tut nichts zur Sache hier,

Du zählst jetzt zu den Lumpen

Und bist nicht mehr wie wir."

Geschrieben

Kloogschieter (Klugscheisser)

Er denkt er weiß alles, doch in echt weiß er nichts

Er lässt sich nichts sagen, denn er hat eh immer Recht

Er ist ein Klugscheißer, doch ist ihm das bewusst?

Stellt andre gern in seinen Schatten, bringt ihnen Frust

Egal was er tut, er kommt immer ans gewünschte Ziel

Mit klugen Worten und Charme bekommt er genau, was er will

Er ist ein Klugscheißer, nicht der einz'g auf dieser Welt

Er gibt gern an und macht nur, was ihm gefällt.

Manche durchschauen, der Fassade Schein

Aber dennoch fallen viele, auf sein Getue rein

Er ist ein Klugscheißer und hält sich für brilliant

Doch viele finden sein Verhalten schlicht weg arrogant!

Er mag's wenn er bewundert wird und verhält sich prätentiös

Selbst wenn einer echt mehr weiß, wird er nicht nervös ...

Geschrieben

Einsam durch die Strassen...........

Ich gehe durch Straßen

und fühle mich leer,

traurig und verlassen,

das Herz ist so schwer.

Die Menschen sie eilen

und hasten dahin,

keine Zeit zum Verweilen,

nur Pflichten im Sinn.

Da zwischen den Wegen,

ein gebrechlicher Mann,

er kommt mir entgegen

sieht fragend mich an.

Voll trifft mich sein Blick,

sein Gang ist sehr schwer,

ich schaue zurück,

ja, alt ist er sehr.

Doch plötzlich sehe ich

mit leuchtendem Blick

betrachtet er mich,

ich schaue zurück.

Ich lächle ihn an,

er schaut wie erwacht,

strafft den Körper dann,

und geht in die Nacht.

Ich habe gespürt,

mein lächelnder Blick,

hat sein Herz berührt

gab ihm Freude zurück.

Wir sollten dran denken,

ein Lächeln zu geben

und Freude zu schenken

genügt oft im Leben.

(unbekannt)

Geschrieben

Schlaf v. Th. Fontane

Nun trifft es mich, wie's jeden traf,

Ich liege wach, es meidet mich der Schlaf,

Nur im Vorbeigehn flüstert er mir zu:

"Sei nicht in Sorg', ich sammle deine Ruh,

Und tret' ich ehstens wieder in dein Haus,

So zahl' ich alles dir auf einmal aus."

Geschrieben

Hier noch was von Adalbert von Chamisso:

Die Sonne bringt es an den Tag

Gemächlich in der Werkstatt saß

Zum Frühtrunk Meister Nikolas,

Die junge Hausfrau schenkt' ihm ein,

Es war im heitern Sonnenschein. -

Die Sonne bringt es an den Tag.

Die Sonne blinkt von der Schale Rand,

Malt zitternde Kringeln an die Wand,

Und wie den Schein er ins Auge faßt:

"Du bringst es doch nicht an den Tag."

"Wer nicht? was nicht?" die Frau fragt gleich.

"Was stierst du so an? was wirst du so bleich?"

Und er darauf: "Sei still, nur still;

Ich's doch nicht sagen kann, noch will.

Die Sonne bringt's nicht an den Tag."

Die Frau nur dringender forscht und fragt,

Mit Schmeicheln ihn und Hadern plagt,

Mit süßem und mit bitterm Wort,

Sie fragt und plagt ihn fort und fort:

"Was bringt die Sonne nicht an den Tag?"

"Nein, nimmermehr!" - "Du sagst es mir noch." -

"Ich sag es nicht." - "Du sagst es mir doch." -

Da ward zuletzt er müd und schwach,

Und gab der Ungestümen nach. -

Die Sonne bringt es an den Tag.

"Auf der Wanderschaft, 's sind zwanzig Jahr,

Da traf es mich einst gar sonderbar,

Ich hatt nicht Geld, nicht Ranzen, noch Schuh',

War hungrig und durstig und zornig dazu. -

Die Sonne bringt's nicht an den Tag.

Da kam mir just ein Jud in die Quer,

Ringsher war's still und menschleer:

Du hilfst mir, Hund, aus meiner Not;

Den Beutel her, sonst schlag ich dich tot!

Die Sonne bringt's nicht an den Tag.

Und er: Vergieße nicht mein Blut,

Acht Pfennige sind mein ganzes Gut!

Ich glaubt ihm nicht, und fiel ihn an;

Er war ein alter, schwacher Mann -

Die Sonne bringt's nicht an den Tag.

So rücklings lag er blutend da,

Sein brechendes Aug in die Sonne sah;

Noch hob er zuckend die Hand empor,

Noch schrie er röchelnd mir ins Ohr:

Die Sonne bringt es an den Tag.

Ich macht ihn schnell noch vollends stumm,

Und kehrt ihm die Taschen um und um:

Acht Pfenn'ge das war das ganze Geld.

Ich scharrt ihn ein auf selbigem Feld -

Die Sonne bringt's nicht an den Tag.

Dann zog ich weit und weiter hinaus,

Kam hier ins Land, bin jetzt zu Haus. -

Du weißt nun meine Heimlichkeit,

So halte den Mund und sei gescheit;

Die Sonne bringt's nicht an den Tag.

Wann aber sie so flimmernd scheint,

Ich merk es wohl, was sie da meint,

Wie sie sich müht und sich erbost,-

Du, schau nicht hin, und sei getrost:

Sie bringt es doch nicht an den Tag."

So hatte die Sonn eine Zunge nun,

Der Frauen Zungen ja nimmer ruhn. -

Gevatterin, um Jesus Christ!

Laßt Euch nicht merken, was Ihr nun wißt. -

Nun bringt's die Sonne an den Tag.

Die Raben ziehen krächzend zumal

Nach dem Hochgericht, zu halten ihr Mahl.

Wen flechten sie aufs Rad zur Stund?

Was hat er getan? wie ward es kund?

Die Sonne bracht es an den Tag.

Geschrieben

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,

Ein Birnbaum in seinem Garten stand,

Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,

Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,

Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,

Und kam in Pantinen ein Junge daher,

So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«

Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,

Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.

So ging es viel Jahre, bis lobesam

Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,

Wieder lachten die Birnen weit und breit;

Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.

Legt mir eine Birne mit ins Grab.«

Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,

Trugen von Ribbeck sie hinaus,

Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht

Sangen »Jesus meine Zuversicht«,

Und die Kinder klagten, das Herze schwer:

»He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht -

Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;

Der neue freilich, der knausert und spart,

Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.

Aber der alte, vorahnend schon

Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,

Der wußte genau, was damals er tat,

Als um eine Birn' ins Grab er bat,

Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus

Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,

Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,

Und in der goldenen Herbsteszeit

Leuchtet's wieder weit und breit.

Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,

So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«

Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn,

Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand

Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

(Theodor Fontane)

01-ribbeck.jpg

Geschrieben

Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind.

Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

2. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?

Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!

Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?

Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

3. Du liebes Kind, komm geh' mit mir!

Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,

Manch bunte Blumen sind an dem Strand,

Meine Mutter hat manch gülden Gewand.

4. Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,

Was Erlenkönig mir leise verspricht?

Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,

In dürren Blättern säuselt der Wind.

5. Willst feiner Knabe du mit mir geh'n?

Meine Töchter sollen dich warten schön,

Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn

Und wiegen und tanzen und singen dich ein.

6. Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort

Erlkönigs Töchter am düsteren Ort?

Mein Sohn, mein Sohn, ich seh'es genau:

Es scheinen die alten Weiden so grau. 7. Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!

Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,

Erlkönig hat mir ein Leids getan. 8. Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,

Er hält in den Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Mühe und Not,

In seinen Armen das Kind war tot.

Geschrieben

" März" von Georg Heym

Aus der Erde quollen Kräfte,

die in dunkler Enge schliefen,

in den Wolken gingen Stürme,

graue Wogen in den Tiefen.

Lange Tage fuhren Winde

regenschwer vom nahen Meere,

große Vögel kamen nächtlich

und verschwanden schnell ins Leere.

Auf dem halb geborstnen Eise,

schoben sich die schweren Schollen,

oft wir schraken auf aus Träumen

von des Stromes dumpfem Grollen.

Sterne glänzten und verschwanden,

eh wir noch die Schönen schauten,

fern vom Sturm geläutet klangen

Glocken mit der Märznacht Lauten.

Geschrieben

Friedrich Schiller

An den Frühling

Willkommen, schöner Jüngling!

Du Wonne der Natur!

Mit deinem Blumenkörbchen

Willkommen auf der Flur!

Ei! ei! da bist ja wieder!

Und bist so lieb und schön!

Und freun wir uns so herzlich,

Entgegen dir zu gehn.

Denkst auch noch an mein Mädchen?

Ei, Lieber, denke doch!

Dort liebte mich das Mädchen,

Und 's Mädchen liebt mich noch!

Fürs Mädchen manches Blümchen

Erbat ich mir von dir -

Ich komm' und bitte wieder,

Und du? - du gibst es mir?

Willkommen, schöner Jüngling!

Du Wonne der Natur!

Mit deinem Blumenkörbchen

Willkommen auf der Flur!

Geschrieben

März

Es ist ein Schnee gefallen,

Denn es ist noch nicht die Zeit,

Dass von den Blümlein allen

Dass von den Blümlein allen

Wir werden hoch erfreut.

Der Sonnenblick betrüget

Mit mildem, falschem Schein,

Die Schwalbe selber lüget,

Die Schwalbe selber lüget,

Warum? Sie kommt allein!

Sollt ich mich einzeln freuen,

Wenn auch der Frühling naht?

Doch kommen wir zu zweien,

Doch kommen wir zu zweien,

Gleich ist der Sommer da.

Goethe

[ATTACH]6585[/ATTACH]

Geschrieben

Sommerbild

Ich sah des Sommers letzte Rose stehn,

Sie war, als ob sie bluten könne, rot;

Da sprach ich schauernd im Vorübergehn:

So weit im Leben ist zu nah am Tod!

[ATTACH]6631[/ATTACH]

Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,

Nur leise strich ein weißer Schmetterling;

Doch ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag bewegte,

Sie empfand es und verging.

F. Hebbel

Geschrieben

Abendlandschaft v. J.v.Eichendorff

Der Hirt bläst seine Weise,

Von fern ein Schuß noch fällt,

Die Wälder rauschen leise

Und Ströme tief im Feld.

Nur hinter jenem Hügel

Noch spielt der Abendschein -

O hätt ich, hätt ich Flügel,

Zu fliegen da hinein!

Geschrieben

Und noch etwas von Herrn Goehte:

Geh! Gehorche meinem Winken,

nutze deine jungen Tage,

lerne zeitig klüger sein!

Auf des Glückes großer Waage

steht die Zunge selten ein:

Du musst steigen oder sinken,

du musst herrschen und gewinnen,

oder dienen und verlieren,

leiden oder triumphieren,

Amboss oder Hammer sein.

Geschrieben

Segelschiffe

Sie haben das mächtige Meer unterm Bauch

Und über sich Wolken und Sterne.

Sie lassen sich fahren vom himmlischen Hauch

mit Herrenblick in die Ferne.

Sie schaukeln kokett in des Schicksals Hand

Wie trunkene Schmetterlinge.

Aber sie tragen von Land zu Land

Fürsorglich wertvolle Dinge.

Wie das im Wind liegt und sich wiegt,

Tauwebüberspannt durch die Wogen,

Da ist eine Kunst, die friedlich siegt,

Und ihr Fleiß ist nicht verlogen.

Es rauscht wie Freiheit. Es riecht wie Welt. -

Natur gewordene Planken

Sind Segelschiffe. - Ihr Anblick erhellt

Und weitet unsre Gedanken.

(Joachim Ringelnatz)

passat_6050auschn.jpg

Geschrieben

Der Panther

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

so müd geworden, dass er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille -

und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris

Geschrieben

Freunde

Freund in der Not will nicht viel heißen;

Hilfreich möchte sich Mancher erweisen.

Aber die neidlos ein Glück dir gönnen,

Die darfst du wahrlich Freunde nennen.

von P. Heyse

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtig:

Diese Seite verwendet einige wenige Cookies, die zur Verwendung und zum Betrieb notwendig sind. Auf Werbetracker verzichten wir bewusst.