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Lieblingsgedichte!


Gast kaschek

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Geschrieben

da capo für Manuela

Eva Strittmatter

Die Schwäne

Ein Schwan ist am Waldsee eingefroren.

So heftig fiel der Nachtfrost ein.

Die Schwäne haben den Fluchttrieb verloren.

Der Förster musste den Schwan befrein.

Die Schwänin hat den Schwan nicht verlassen.

Man hat gehört, dass Schwäne so sind.

Sie wissen nichts von Lieben und Hassen,

Und treu nennt Tiere nur ein Kind.

Aber irgendwas muss sie zusammenhalten.

Was hält sie zusammen, wenn nicht Gefühl?

Die Wissenschaft widmet dem Schwan ein paar Spalten

Im Brehm, überlegen und kühl.

Aber wir Kinder warn wie geblendet.

Warum versucht sie vorm Frost nicht zu fliehn?

Und wenn der Schwan nun im Eise verendet?

Was wird mit der Schwänin? Beweint sie ihn?

Wie weinen Schwäne? Könne sie klagen?

Klagen sie lautlos? Zerreißt sie ein Schrei?

Zu oft an Herbst- und Vorfrühlingstagen

Zog uns zu Häupten das Schwanpaar vorbei.

Als dass wir nicht mit ihnen leiden müssten.

Aber leiden sie denn? Was wissen wir schon...

Und wenn wir wirklich etwas wüssten?

Niemals überträfe das Wissen den Ton,

Den der Flügelschlag des Schwans in uns weckt

Die große Musik aus verdichteter Zeit.

Deren Schmerz uns quer in der Kehle steckt.

Als gäbe es etwas wie Ewigkeit.

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben
da capo für Manuela

Danke, mein Freund! Hat Spass gemacht und nun ist es gut! 500 - wer hätte das gedacht. :D Haben wir prima hinbekommen. :D

Die Schotterblume

Eine weisse Blume, ganz klein und zart,

wächst aus dem Schotter hervor,

aus dem Geröll

und streckt sich der Sonne entgegen.

Ich stehe davor, ganz ergriffen,

denk an mein Leben und wünsche mir,

vor allen Dingen, dass uns das gleiche

wie dieser Blume möge gelingen.

Selbsthilfe-Hauterkrankungen
Geschrieben

Atmosphäre

Wenn wir annehmen,

dass manches nicht geschätzt wird,

verstehen, dass manches nicht gelingt,

begreifen, dass Fehler unvermeidbar sind,

einsehen, dass der Wille allein oft nicht genügt,

zugeben, dass vieles mangelhaft ist,

entsteht eine Atmosphäre,

in der Menschen wagen,

zu sagen, was sie denken,

zu tun, was sie können,

zu sein, wie sie sind.

(Max Feigenwinter, in: Dem Glück auf der Spur,

Verlag am Eschenbach 2009)

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Heinrich Seidel

Der Zug des Todes

Ueber die Heide bei'm Morgengraun

Wandert ein Zug, gar seltsam zu schaun.

Voran der hagre Knochengesell:

Wie tönt seine Glocke hart und grell.

Sie schallt über Pfeifen- und Geigengetön

Und durch des Krieges Donnergedröhn.

Und wer sie hört, der muss hinteran,

Und sei es Kind, Greis, Weib oder Mann.

Ade, du rosiges Jungfräulein!

Du tanztest heute den letzten Reihn.

Nimm Abschied du junger Kriegesgesell

Es ist dir schon bereitet die Stell.

Unschuldige Kinderlein ziehen voran,

Die Alten humpeln hinterdran.

Vorüber unabsehbar viel -

Sie wandern all nach einem Ziel.

Mit Augen gross und starr und weit -

Die schaun schon in die Ewigkeit.

Ueber die Heide bei'm Morgengraun

Wandert ein Zug gar seltsam zu schaun.

Er wandert, seit die Menschheit besteht,

Und wandern wird er, bis sie vergeht.

Bis einst die Glocke nicht mehr klingt,

Kein Baum mehr rauscht, kein Vogel singt.

Bis Erdenlust und Erdenleid

Versunken in die Ewigkeit.

Geschrieben

Das Kind fragte die Mutter:

"Magst Du

mich?"

Sie sagte NEIN.

Es wollte wissen:

"Findest Du mich

hübsch?"

Die Mutter sagte NEIN.

Dann fragte das Kind:

"Bin ich in

Deinem Herz?"

Die Mutter sagte NEIN

Als letztes fragte das

Kind:"Würdest

Du für mich weinen,

wenn ich für immer von Dir

ginge?"

Die Mutter antwortete NEIN

Das Kind ging traurig davon,

aber die Mutter packte es am Arm

und sagte:

"Ich mag Dich nicht,

ICH LIEBE DICH"

Ich finde Dich nicht hübsch

,ICH FINDE DICH WUNDERSCHÖN.

Du bist nicht in meinem Herzen,

DU BIST MEIN HERZ.

Ich würde nicht für Dich weinen,

ICH WÜRDE FÜR DICH STERBEN ! !

(Verfasser unbekannt, habs irgendwo gelesen und für schön befunden)

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Die Federn - Natalie v. Herder-

Drei Federn wurden uns für dieses Leben

zum wechselnden Gebrauch anheim gegeben.

Aus seinem Fittich gab zuerst ein Engel

die eine Dir, dass Du des Lebens Mängel

damit verzeichnest mit Gelassenheit.

Die zweite stammt aus eines Adlers Flügel,

sie folgt der Phantasie mit leichtem Zügel,

kühn bis zur Sonne, über Wolken hebet

ihr Flug sie, der der Wirklichkeit entschwebet,

erheiternd mildert sie den Ernst der Zeit.

Die dritte löste sich aus Amors Schwingen,

um treuer Liebe Sprache Dir zu bringen;

sie bleibt sich gleich, wird überall verstanden,

in allen Zeiten, wie in allen Landen,

sie trägt dein Glück in`s Buch des Lebens ein.

Geschrieben (bearbeitet)

...ich hoffe, das ruft den Frühling herbei...;)

Frühling -Joseph v. Eichendorff-

Übern Garten durch die Lüfte

Hört ich Wandervögel ziehn,

Das bedeutet Frühlingsdüfte,

Unten fängt`s schon an zu blühn.

Jauchzen möcht ich, möchte weinen,

Ist mir`s doch, als könnt`s nicht sein!

Alte Wunder wieder scheinen

Mit dem Mondesglanz herein.

Und der Mond, die Sterne sagen`s,

Und in Träumen rauscht`s der Hain,

Und die Nachtigallen schlagen`s:

Sie ist deine, sie ist dein!

bearbeitet von Matjes
Bild einfügen hat nicht geklappt.
Geschrieben

...und noch eins...

Frühlingsankunft -Hoffmann v. Fallersleben-

Grüner Schimmer spielet wieder

drüben über Wies`und Feld.

Frohe Hoffnung senkt sich nieder

Auf die stumme trübe Welt.

Ja, nach langen Winterleiden

Kehrt der Frühling uns zurück,

Will die Welt in Freude kleiden,

Will uns bringen neues Glück.

Seht, ein Schmetterling als Bote

Zieht einher in Frühlingstracht,

Meldet uns, dass alles Tote

Nun zum Leben auferwacht.

Nur die Veilchen schüchtern wagen

Aufzuschau`n zum Sonnenschein;

Ist es doch, als ob sie fragen:

"Sollt`es denn schon Frühling sein?"

Seht, wie sich die Lerchen schwingen

In das blaue Himmelszelt!

Wie sie schwirren, wie sie singen

Über uns herab ins Feld!

Alles Leid entflieht auf Erden

Vor des Frühlings Freud und Lust-

Nun, so soll`s auch Frühling werden,

Frühling auch in unsrer Brust!

Geschrieben

Zur Abwechslung mal ein Frühlingslied::(

Frühlingsbotschaft

Kuckuck, Kuckuck rufts aus dem Wald:

Lasset uns singen, tanzen und springen!

Frühling, Frühling wird es nun bald.

Kuckuck, Kuckuck läßt nicht sein Schrein:

komm in die Felder;

Wiesen und Wälder!

Frühling, Frühling stelle dich ein!

Geschrieben

Hallo Mattjes!

Da fehlt aber noch was::(

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held!

Was du gesungen,

Ist dir gelungen:

Winter, Winter räumet das Feld.

Hoffmann von Fallersleben

Grüße

Reinhard

Geschrieben

Ende des Winters

Der Winter macht uns nichts mehr weis.

Es grünt in Parkanlagen

Wir sind befreit von Schnee und Eis und auch von Mantelkragen.

Die Pudelmütze nimmt sich frei

Im Hausflur träumt der Schlitten

Ein Vogel frisst Insektenbrei

Der Tag ist fortgeschritten

Noch sind die Bäume Blätterkahl

Der Krokos schaut sich um

Wir sind zum wiederholten Mal.

sein wertes Publikum

Dem Schneemann wird es jetzt zu Heiß

Die Form wird ausgebessert

Von seiner Stirn, da perlt der Schweiß

Er schmilzt dahin und wässert.

Die Zeit ist reif für Wiesengrün

Der Winter geht zu Neige

Uns aus dem tiefen Süden ziehn

die Vögel auf die Zweige

Roman Herberth

Da wird mir ganz warm uns Gemüt

Geschrieben

Im Märzen der Bauer

Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt.

Er setzt seine Äcker und Wiesen instand.

Er pflüget den Boden, er egget und sät,

und rührt seine Hände frühmorgens bis spät.

Die Bäurin, die Mägde, sie dürfen nicht ruhn.

sie haben im Haus und im garten zu tun.

Sie graben und rechen und singen ein Lied.

Sie freun sich, wenn alles schön grünet und blüht.

So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei.

dann erntet der Bauer das duftende Heu.

Er mäht das Getreide , dann drischt er es aus

Im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus.

Das Lied gehört für mich ( als Bauerntochter;)) unbedingt zum Frühlingsanfang.

Liebe Grüße, Martina :(

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Mit einer Hyazinthe -J.W.v. Goethe-

Aus dem Zaubertal dortnieden,

das der Regen still umtrübt,

aus dem Taumel der Gewässer

sendet Blume, Gruß und Frieden,

der dich immer treu und besser,

als du glauben magst, geliebt.

Diese Blume, die ich pflückte,

neben mir vom Tau genährt,

läßt die Mutter still zurücke,

die sich in sich selbst vermehrt.

Lang entblättert und verborgen,

mit den Kindern an der Brust,

wird am neuen Frühlingsmorgen

vielfach sie des Gärtners Lust.

  • 2 Monate später...
Gast Savant_iner
Geschrieben

Schafft Huren, Diebe, Ketzer her Konstantin Wecker

Und will man heut und hierzuland

halbwegs als Mensch gedeihn,

empfiehlt es sich, zur rechten Zeit

gefräßig, dumm und faul zu sein.

Dann pfeif ich auf die Quatscherei

um Feind und Schuld und Sinn,

geb meinem Bauch zum Denken frei

und freu mich einfach, daß ich bin.

Gestattet mir, trotz Stunk und Staat

gelegentlich zu schweben.

Wer sich nicht ehrlich freuen kann,

kann andern nie was geben.

Schafft Huren, Diebe, Ketzer her

und macht das Land chaotisch,

dann wird es wieder menschlicher

und nicht mehr so despotisch.

Und weil ich lieber lernen will,

anstatt euch zu belehren,

will ich mit euch nur ungeschminkt

und niemals tadellos verkehren.

Den Fehlerfreien trau ich nicht.

Ich will mit denen gehen,

die, was sie glauben, schon zu sein,

auf keinen Fall beschlossen sehen.

Ich weiß, nur mit dem Bauch wird Macht

und Bosheit nicht vertrieben,

doch vorher, Freunde, sollten wir

erst lernen, uns zu lieben.

Schafft Huren, Diebe, Ketzer her

und macht das Land chaotisch,

dann wird es wieder menschlicher

und nicht mehr so despotisch.

  • 3 Monate später...
Geschrieben

Der Mann im Mond - Mascha Kaleko-

Der Mann im Mond

hängt bunte Träume,

die seine Mondfrau spinnt aus Licht,

allnächtlich in die Abendbäume,

mit einem Lächeln im Gesicht.

Da gibt es gelbe, rote, grüne

und Träume ganz in himmelblau.

Mit Gold durchwirkte, zarte, kühne,

für Bub und Mädel, Mann und Frau.

Auch Träume, die auf Reisen führen

in Fernen, abenteuerlich -

Da hängen sie an Silberschnüren!

Und einer davon ist für dich.

Geschrieben

Wenn bunte Drachen steigen

Im Herbst wenn bunte Drachen steigen

aus Kinderhänden groß und klein

und lustig tanzen ihren reigen

möcht ich an ihrer Stelle sein

Ich würde hoch hinaus schnell fliegen

winkend dann und runter seh``n

auf Blätter die sich leise wiegen

und mit dem Wind spazieren gehn

Die ziehenden Vögel hört ich singen

aus nächster Nähe um mich her

die munter sich in Lüften schwingen

auf ihrer reise hin zum Meer

Ich könnt die Vielfalt herbstlich Farben

betrachten aus des Himmels fern

und über Stoppelfeld und Garben

stehen wie ein heller Stern

Läg mir die ganze Welt zu Füßen

wie goldnem Sommersonnenstrahl

würd ich mit weißen Wolken grüßen

Wald,Wiesen,Berg und Tal

Wenn auch nach einer kurzen Reise

die Kinderhand mich zu sich zieht

erzähl ich ihr, auf meine Weise

vom freiheitstraum, der stumm entflieht

Annette Esposito

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