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Gast kaschek

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Geschrieben

Joachim Ringelnatz

Die Ameisen

In Hamburg lebten zwei Ameisen,

die wollten nach Australien reisen.

Bei Altona, auf der Chaussee,

da taten ihnen die Beine weh,

und da verzichteten sie weise

dann auf den letzten Teil der Reise.

Geschrieben

Als ich mich selbst zu lieben begann...

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959:

Als ich mich selbst zu lieben begann…

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich verstanden,

dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,

zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin

und dass alles, was geschieht, richtig ist

– von da an konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich:

Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

konnte ich erkennen,

dass emotionaler Schmerz und Leid

nur Warnungen für mich sind,

gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich:

Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

mich nach einem anderen Leben zu sehnen

und konnte sehen, dass alles um mich herum

eine Aufforderung zum Wachsen war.

Heute weiß ich:

Das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

mich meiner freien Zeit zu berauben,

und ich habe aufgehört,

weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich nur das,

was mir Spaß und Freude macht,

was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,

auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.

Heute weiß ich:

Das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich von allem befreit,

was nicht gesund für mich war,

von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen

und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog,

weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,

aber heute weiß ich

Das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

immer recht haben zu wollen,

so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt:

Das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich geweigert,

weiter in der Vergangenheit zu leben

und mich um meine Zukunft zu sorgen.

Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick,

wo ALLES stattfindet,

so lebe ich heute jeden Tag

und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,

da erkannte ich, dass mich mein Denken

armselig und krank machen kann.

Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,

bekam der Verstand einen wichtigen Partner.

Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,

Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,

denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander

und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich:

DAS IST DAS LEBEN !

Geschrieben

Emmy Grund

Pack die Sonne in dein Morgen,

sammle alle Strahlen ein,

und laß uns trotz mancher Sorgen

noch ein Weilchen glücklich sein.

Aus dem Reich der Möglichkeiten

pick dir die Rosinen aus,

laß sie durch die Finger gleiten,

trag sie in dein Zukunftshaus.

Und vergiß nicht den Humor,

nicht die kleinen, hellen Zeichen,

all dein Wollen hol hervor,

daß wir unser Ziel erreichen.

Pack die Sonne in dein Morgen,

sammle alle Träume ein,

und laß uns, trotz mancher Sorgen

noch ein bißchen glücklich sein.

Geschrieben

Friedrich Schiller

Der Jüngling am Bache

An der Quelle saß der Knabe,

Blumen band er sich zum Kranz,

und er sah sie fortgerissen,

treiben in der Wellen Tanz!

"Und so fliehen meine Tage

wie die Quelle rastlos hin!

Und so schwindet meine Jugend,

wie die Kränze schnell verblühn.

Fraget nicht, warum ich traure

in des Lebens Blütenzeit!

Alles reget sich und hoffet,

wenn der Frühling sich erneut.

Aber diese tausend Stimmen

der erwachenden Natur

wecken in dem tiefen Busen

mir den schweren Kummer nur.

Was kann mir die Freude frommen,

die der schöne Lenz mir beut?

Eine nur ist’s, die ich suche,

sie ist nah und ewig weit.

Meine Arme breit ich sehnend

nach dem teuren Schattenbild,

ach, ich kann es nicht erfassen

und das Herz bleibt ungestillt!

Komm herab, du schöne Holde,

und verlaß dein stolzes Schloß!

Blumen, die der Lenz geboren,

schütt ich dir in deinen Schoß.

Horch, der Hain erschallt von Liedern,

und die Quelle rieselt klar.

Raum in der kleinsten Hütte

für ein glücklich liebend Paar."

Geschrieben

....und noch eins :

Wenn es Dir gelingt

Ängste zu überwinden,

Knoten zu lösen,

ein Blatt zu wenden,

wenn es Dir gelingt,

Tränen zu trocknen,

Wunden zu heilen,

Schuld zu vergeben,

wenn es Dir gelingt,

Staub abzustreifen,

das Lachen zu wecken,

die Freude aus Tau und Wind zu pflücken,

wenn es Dir gelingt,

aus tiefem Vertrauen zu leben,

und deinen Glauben weiterzugeben,

wächst das Licht. E. Grund

Geschrieben

Man merkte, daß der Wein geraten war:

Der alte Bettler wankte aus dem Tor,

Die Wangen glühend, wie ein Rosenflor,

Mutwillig flatterte sein Silberhaar.

Und vor und hinter ihm die Kinderschar

Umdrängt' ihn, wie ein Klein-Bacchantenchor,

D'raus ragte schwank der Selige empor,

Sich spiegelnd in den hundert Äuglein klar.

Am Morgen, als die Kinderlein noch schliefen,

Von jungen Träumen drollig angelacht,

Sah man den braunen Wald von Silber triefen.

Es war ein Reif gefallen über Nacht;

Der Alte lag erfroren in dem tiefen

Gebüsch, vom Rausch im Himmel augewacht.

Gottfried Keller

Geschrieben

Entschuldigung Matjes! Ich habe gerade erst mitbekommen, dass Du Geburtstag hattes. Meinen herzlichsten Glückwunsch und dieses Gedicht für Dich:

Ein neues Buch, ein neues Jahr

Was werden die Tage bringen?!

Wird's werden, wie es immer war,

Halb scheitern, halb gelingen?

Ich möchte leben, bis all dies Glühn

Rücklässt einen leuchtenden Funken.

Und nicht vergeht, wie die Flamm' im Kamin,

Die eben zu Asche gesunken.

Theodor Fontane

Geschrieben

Bertolt Brecht

Fragen eines lesenden Arbeiters

Wer baute das siebentorige Theben

In den Büchern stehen die Namen von Königen.

Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?

Und das mehrmals zerstörte Babylon,

Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern

Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?

Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war,

Die Maurer? Das große Rom

Ist voll von Triumphbögen. Über wen

Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz

Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis

Brüllten doch in der Nacht, wo das Meer es verschlang,

Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.

Der junge Alexander eroberte Indien.

Er allein?

Cäsar schlug die Gallier.

Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?

Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte

Untergegangen war. Weinte sonst niemand?

Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer

Siegte außer ihm?

Jede Seite ein Sieg.

Wer kochte den Siegesschmaus?

Alle zehn Jahre ein großer Mann.

Wer bezahlte die Spesen?

So viele Berichte,

So viele Fragen.

Geschrieben

Seht, die Sonne geht am Himmel auf!

Seht, die Sonne geht am Himmel auf!

Für uns geht sie auf, zu wärmen die Erde,

zu erleuchten, was nicht leuchtet, damit es sichtbar wird.

Sichtbar werden wir und - die Blumen, die Häuser, unsere Freunde, unsere Feinde, unsere Kollegen, unsere Chefs,

sichtbar wird alles,

und wo wir sehen, da leben wir, da atmen wir.

Ihre Strahlen schickt sie von Weitem her,

aus ihrem Herzen,

welches voller Liebesfeuer,

brennt und brennt,

zu erstrahlen und erwärmen sich und alles, was sie berührt.

Ihr Herz ist Feuer, Feuer ist ihr Herz,

eine Seele, die gemacht,

um brennend zu leben, zu leben um zu brennen,

ein Stopp wäre ihr Tod,

und welcher anderen auch?

Seht, die Sonne ist am Himmel aufgegangen!

Ihre Strahlen gehen in mich,

und bringen mich zum Leuchten,

dass die Welt mich sehe, ich die Welt sehe,

dass ich werde Licht und Sonne,

und sende Licht aus meinem kleinen Herzen,

um Licht und Leben zu sein.

(mija)

Ein_Sonnenaufgang_an_der_Nordsee.jpg

Geschrieben

Und noch`n Gedicht.....

"Wie freu ich mich der Sommerwonne " von Hoffman v. Fallersleben

Wie freu ich mich der Sommerwonne,

Des frischen Grüns in Feld und Wald,

Wenn`s lebt und webt im Glanz der Sonne

Und wenn`s von allen Zweigen schallt!

Ich möchte jedes Blümchen fragen:

Hast du nicht einen Gruß für mich?

Ich möchte jedem Vogel sagen:

Sing, Vöglein, sing und freue dich!

Die Welt ist mein, ich fühl es wieder:

Wer wollte sich nicht ihrer freu`n?

Wenn er durch frohe Frühlingslieder

sich seine Jugend kann erneu`n.

Kein Sehnen zieht mich an die Ferne,

Kein Hoffen lohnet mich mit Schmerz:

Da wo ich bin, da bin ich gerne,

Denn meine Heimat ist mein Herz.

Geschrieben

Johann Wolfgang von Goethe

Heidenröslein

Sah ein Knab' ein Röslein steh'n,

Röslein auf der Heiden,

War so jung und morgenschön,

Lief er schnell es nah zu seh'n

Sah's mit vielen Freuden

Röslein, Röslein, Röslein rot,

Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: "Ich breche dich,

Röslein auf der Heiden!"

Röslein sprach: "Ich steche dich,

Daß du ewig denkst an mich,

Und ich will's nicht leiden."

Röslein, Röslein, Röslein rot,

Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach

's Röslein auf der Heiden;

Röslein wehrte sich und stach,

Half ihm doch kein Weh und Ach,

Musst es eben leiden.

Röslein, Röslein, Röslein rot,

Röslein auf der Heiden.

Geschrieben

Und noch ein Klassiker

Der Abend

Nach einem Gemählde

Senke, strahlender Gott, die Fluren dürsten

Nach erquickendem Thau, der Mensch verschmachtet,

Matter ziehen die Rosse,

Senke den Wagen hinab.

Siehe, wer aus des Meers krystallner Woge

Lieblich lächelnd dir winkt! Erkennt dein Herz sie?

Rascher fliegen die Rosse,

Thetis, die göttliche, winkt.

Schnell vom Wagen herab in ihre Arme

Springt der Führer, den Zaum ergreift Kupido,

Stille halten die Rosse,

Trinken die kühlende Flut.

An dem Himmel herauf mit leisen Schritten

Kommt die duftende Nacht; ihr folgt die süße

Liebe. Ruhet und liebet,

Phöbus, der liebende, ruht.

Friedrich Schiller

Geschrieben

Odysseus

Alle Gewässer durchkreuzt', die Heimat zu finden, Odysseus,

Durch der Scilla Gebell, durch der Charybde Gefahr,

Durch die Schrecken des feindlichen Meeres, durch die Schrecken des Landes,

Selber in Aidäs Reich führt ihn die irrende Fahrt.

Endlich trägt das Geschick ihn schlafend an Ithakas Küste,

Er erwacht und erkennt jammernd das Vaterland nicht.

Friedrich Schiller

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