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Lieblingsgedichte!


Gast kaschek

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Geschrieben

Hugo von Hofmannsthal

Die Beiden

Sie trug den Becher in der Hand -

Ihr Kinn und Mund glich seinem Rand -,

So leicht und sicher war ihr Gang,

Kein Tropfen aus dem Becher sprang.

So leicht und fest war seine Hand:

Er ritt auf einem jungen Pferde,

Und mit nachlässiger Gebärde

Erzwang er, daß es zitternd stand.

Jedoch, wenn er aus ihrer Hand

Den leichten Becher nehmen sollte,

So war es beiden allzu schwer:

Denn beide bebten sie so sehr,

Dass keine Hand die andre fand

Und dunkler Wein am Boden rollte.

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

[attach]7866[/attach]

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Geschrieben

ciao ilona hir serh schön weiter so

bekomst ein orden:cool: ich mag gedichte lg ciao ilona

Geschrieben

Wunderbar, Gedichte liebe ich :D. Ich habe früher sehr viel für meine Töchter geschrieben. Hier eines meiner Gedichte:

Geräusche

Hörst du, wie die Biene summt?

Oder wie ein Auto brummt?

Hörst du, wie die Mücke sirrt?

Oder wie ein Teller klirrt?

Weißt du, wie Geschirr zerspringt?

Oder wie ein Vogel singt?

Weißt du, wie ein Mädchen lacht?

Wie ein Baum beim umfalln kracht?

Hast du schon Musik gehört?

Und im Unterricht gestört?

Die Geräusche in der Welt,

hat noch nie ein Mensch gezählt.

Geschrieben

[attach]7867[/attach]

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

Geschrieben

[attach]7868[/attach]

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Geschrieben

Bertolt Brecht

Lied vom kleinen Wind

Eil, Liebster, zu mir, teurer Gast,

wie ich keinen teurern find.

Doch wenn du mich im Arme hast,

dann sei nicht zu geschwind.

Nimm's von den Pflaumen im Herbste,

wo reif zum Pflücken sind.

Und haben Furcht vorm mächt'gen Sturm

und Lust auf 'n kleinen Wind.

So'n kleiner Wind, du spürst ihn kaum,

's ist wie ein sanftes Wiegen.

Die Pflaumen woll'n ja so vom Baum,

woll'n auf 'm Boden liegen.

Lass, Schnitter, lass es sein genug.

Lass, Schnitter, ein' Halm stehn.

Trink nicht den Wein in einem Zug

und küss mich nicht im Gehn.

Nimm's von den Pflaumen im Herbste,

wo reif zum Pflücken sind.

Und haben Furcht vorm mächt'gen Sturm

und Lust auf 'n kleinen Wind.

So'n kleiner Wind, du spürst ihn kaum,

's ist wie ein sanftes Wiegen.

Die Pflaumen woll'n ja so vom Baum,

woll'n auf 'm Boden liegen.

Geschrieben

danke steelcook für das schöne brechtgedicht.

dieses hier hängt in meinem bad:

7872.attach

Geschrieben

Tja, ich würde ja auch gerne "neuere Gedichte" hier einstellen, aber leider gibt es soetwas wie das Urheberrecht. Brecht ist am 14.08.1956 verstorben und fällt somit noch unter "Verboten".

Wenn ihr etwas für diese Community tun wollt, so laßt ihr das. Schaut mal in den Thread "Lustiges Bilderzählspiel".

Geschrieben

amadis - dem brecht wärs vielleicht recht - aber auch du hast recht.

ab sofort nur noch "die alten".

Geschrieben

@Grafikerin

Hättest den leserlichen Text nicht von der Grafik abschneiden sollen :)

Wer kann heute denn noch Sütterlin entziffern ;)

[ATTACH]7875[/ATTACH]

Geschrieben
Tja, ich würde ja auch gerne "neuere Gedichte" hier einstellen, aber leider gibt es soetwas wie das Urheberrecht. Brecht ist am 14.08.1956 verstorben und fällt somit noch unter "Verboten".

Wenn ihr etwas für diese Community tun wollt, so laßt ihr das. Schaut mal in den Thread "Lustiges Bilderzählspiel".

Brecht dürfte sich freuen, wenn seine Gedichte Verbreitung finden.

Ich kann auch noch mehr für die Community tun - nämlich sie ganz lassen! Tschüss denn!

Geschrieben
Tschüss denn!

Ich denke, Amadis hat es nur nett gemeint, damit niemand in Schwierigkeiten kommt.

Bleib einfach da, o.k? :)

Geschrieben

Ich raten allen, mal in den von mir genannten Thread zu schauen. Da hat Happyman ziemlich gewütet.

Aber gut, dann werde ich mich zurückhalten und wünsche euch noch viel Spass!

Geschrieben

Mein Abschiedsgeschenk für die Gedichte-Freunde:

Georg Trakl, Das dichterische Werk, dtv Taschenbuch 333 Seiten für 10 Euro.

[ATTACH]7880[/ATTACH]

Geschrieben

Hoffe, es gefällt euch, ich find`s einfach wunderschön und es wärmt mich irgendwie! :)

ANAM CARA*, das Buch der keltischen Weisheit

von John O’Donohue

beginnt mit diesem Gedicht, das Josie gewidmet ist:

BEANNACHT

Am Tag, an dem

die Last auf deinen Schultern

unerträglich wird

und du strauchelst,

möge die Erde tanzen,

dir das Gleichgewicht wiederzugeben.

Und wenn deine Augen

hinterm grauen Fenster

zu Eis erstarren

und das Gespenst des Verlusts

sich in dich einschleicht,

möge ein Schwarm von Farben,

Tiefblau, Rot, Grün

und Azur, herbeikommen,

dich auf einer Au der Freude

aufzuwecken.

Wenn die Leinwand der curach **

des Denkens spröde wird

und ein Fleck Ozean

schwarz unter dir wächst,

möge ein Pfad gelben Mondlichts

sich über die Wellen legen,

dich sicher ans Ufer zu führen.

Möge die Nahrung der Erde dein sein,

möge die Klarheit des Lichts dein sein,

möge die Flüssigkeit des Ozeans dein sein,

möge der Schutz der Ahnen dein sein.

Und möge ein sanfter

Wind diese Worte

der Liebe um dich schmiegen,

wie einen unsichtbaren Mantel,

der dein Leben behüten soll.

* Anam ist das gälische Wort für Seele, Cara heißt Freund.

**Traditionelles irisches Fischerboot, bestehend aus einem mit geteerter Leinwand bespannten leichten Holzrahmen.

Geschrieben

Schade, mit dem Gedicht wollte ich eigentlich noch einen schönen Song einstellen, dachte das passt irgendwie. O.k. dann jetzt:

[ame]

[/ame]
Geschrieben

Steh nicht am Grab mit verweintem Gesicht,

ich bin da - ich schlafe nicht.

Ich bin im Wind, der weht über die See,

ich bin das Glitzern im weißem Schnee.

Ich bin die Sonne auf reifender Saat,

ich bin im Herbst in der goldenen Mahd.

Wenn Du erwachst im Morgenschein,

werde ich immer um Dich sein.

Bin im Kreisen der Vögel am Himmelszelt,

ich bin der Stern, der die Nacht erhellt.

Steh nicht am Grab in verzweifelter Not,

ich bin nicht da - ich bin nicht tot!

(Altes irisches Grabgedicht, Verfasser unbekannt.)

Geschrieben

Für Manu. Damit wir die 500 voll bekommen.

Nikolaus Lenau

Welke Rose

In einem Buche blätternd, fand

Ich eine Rose welk, zerdrückt,

Und weiß auch nicht mehr, wessen Hand

Sie einst für mich gepflückt.

Ach, mehr und mehr im Abendhauch

Verweht Erinnrung; bald zerstiebt

Mein Erdenlos, dann weiß ich auch

Nicht mehr, wer mich geliebt.

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