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AHIT-Therapie


Gast Robse

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Geschrieben

Hallo Leute!

Komme mir vor wie auf einer Kaffee-Fahrt, bei der alten, verängstigten Leutchen überteuerte Stutenmilchpillen aufgeschwatzt werden.

Das ist ja widerlich.

Gebt mal AHIT-Therapie bei Wikipedia ein und lest selbst.

  • 2 Monate später...

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo, alle zusammen,

ich wollte 'mal einen Zwischenbericht geben.

Leider hat sich die Psoriasis nicht so hoffnungsvoll weiterentwickelt, wie es noch vor zwei Monaten aussah. Da war ich ja schon ein bisschen euphorisch, weil ich dachte, jetzt dauert es vielleicht nur noch wenige Wochen, und die Psoriasis ist abgeheilt. Leider ist dem nicht so gewesen.

Die Psoriasis hat sich weiter ausgebreitet. Zum Teil sogar richtig schubartig, da zum Teil auf einen Schlag etliche neue Punkte aufgetaucht sind. Dr. Kief vermutete eine Überdosierung. Nachdem wir die Dosis angepasst hatten, ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit in der Tat auch wieder sehr zurück gegangen. Auch die zwischenzeitliche Rötung der Stellen ist im Großen und Ganzen verschwunden und die vermehrte Schuppung ist zurückgegangen. Vielleicht mag dabei auch das gute Wetter der letzten Wochen eine Rolle gespielt haben.

Insgesamt ist wohl von einem Teilerfolg zu sprechen. Ich vergleiche die Situation ja mit den Hautbildern der letzten Jahre, in denen ich jährlich in stationäre Behandlung musste. Die Psoriasis ist diesmal wieder ähnlich weit ausgebreitet. Die Umrisse der befallenen Stellen sind allerdings zum großen Teil nicht so deutlich zu erkennen wie sonst. Das liegt an einzelnen zwischenzeitlichen Abheilungen und liegt daran, dass die meisten befallenen Stellen eine Farbe haben, die der gesunden Haut ähnlich oder sogar gleich ist. Die Schuppung ist sehr gering oder gar nicht da. Sehr geringer oder kein Juckreiz. Gänzlich fehlt dieses Gefühl von Placken, das ich sonst bei größeren Stellen hatte.

Von daher ist die Psoriasis insgesamt unauffälliger als in den Vorjahren. Optisch unauffälliger und auch gefühlsmäßig unauffälliger.

Nichts desto trotz plane ich inzwischen doch wieder eine stationäre oder teilstationäre Maßnahme. Denn auch wenn die Pso jetzt unauffälliger ist, kurzärmelig wollte ich auch so nicht unbedingt herumlaufen, vor allem nicht im Beruf. Im Moment sieht sie ein bisschen aus wie besonders trockene Haut oder wie wenn sich die Haut nach Sonnenbrandt pellt.

Ich bin gespannt, wie sich die Psoriasis entwickeln wird, wenn ich nach der (teil)stationären Behandlung erst einmal wieder (hoffentlich) erscheinungsfrei bin.

Soweit ein Zwischenstand nach etwa vier Monaten AHIT.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Ich bin gespannt, wie sich die Psoriasis entwickeln wird, wenn ich nach der (teil)stationären Behandlung erst einmal wieder (hoffentlich) erscheinungsfrei bin.

Soweit ein Zwischenstand nach etwa vier Monaten AHIT.

Hi Giraffe!

Klingt doch garnicht so schlecht! Leider wird Dein (teil)stationärer Aufenthalt dazu führen, daß WIR danach nicht mehr wissen werden, welchen Anteil die AHIT-Therapie am tatsächlichen Erfolg hatte - oder ob es an der statonären Behandlung gelegen hat. Vermutlich wird es Dir durch den stationären Aufenthalt erstmal wieder einige Zeit gut gehen. Das wünsche ich Dir auch! Aber eine defenitive Aussage über AHIT wird mittelfristig wohl nicht möglich sein.

Nachdem ich mich über AHIT belesen habe, bin ich skeptisch aber nicht hoffnungslos. (Wenn ich mal nicht an die Kosten denke) Jetzt werde ich erstmal wieder ans Tote Meer düsen - wie schon die letzten Jahre..............

Ich hoffe, daß sich hier noch mehr melden, die etwas zur AHIT-Therapie sagen können. Danke!

Geschrieben (bearbeitet)

Ich verfolge die Diskussion über AHIT hier seit einiger Zeit und muss dabei feststellen, dass viel gesprochen, behauptet und berichtet wird, die Quellenlage zum Thema aber eher nicht überzeugend ist. Weder für die Befürworter, noch für die von der Therapie nicht überzeugten User.

Ich habe mich daher einmal auf die Suche gemacht und versucht ein paar relevante Quellen zu sammeln. Sicher, es ist nicht einfach sie zu lesen, noch schwerer ist es sie zu verstehen.

Wer sich aber ernsthaft mit dem Thema befassen will, wer die Ausgabe für eine AHIT-Therapie erwägt, sollte sich mit den Veröffentlichungen vertraut machen, um sich sein eigenes Bild machen zu können.

Begonnen habe ich mit meiner Suche auf der Website von Dr. med. Horst Kief:

http://www.drkief.de

Dort habe ich zunächst in den Downloads nach entsprechenden Dokumenten gesucht. Zum Zeitpunkt meiner Suche (29.04.2009) wurden keinerlei Infos zum Download angeboten.

Der nächste Schritt führte mich zu den angebotenen Links, da ich hier Verweise zu den bestätigenden Studien im Internet zu finden hoffte.

Ich folgte von dort den mir einschlägig und seriös erscheinenden Seiten und habe nach AHIT gesucht:

MEDNET: Kein Treffer,

Deutsches Insitut für Medizinische Dokumentation und Information (DMDI): Kein Treffer,

Die Ärztezeitung: Ein Treffer, Eigenblut lindert Haut-Ekzeme bei Neurodermitis.

In diesem Artikel wird ein nicht signifikanter Unterschied in Therapieerfolg zwischen einer konventionellen Eigenbluttherapie und AHIT festgestellt.

Die Unterschiede zwischen den Therapien waren statistisch nicht signifikant

Natürlich folgte ich auch dem Link zur Website des AHIT-Herstellers FBM-PHARMA GmbH.

Dort zunächst der Blick auf die Linkliste. Neben einer Reihe von verlinkten Selbsthilfegruppen findet sich ein Link zu www.medizin-online.de, einem Portal des wissenschaftlichen Springer Verlages. (Dieser Springer Verlag hat nichts mit der Axel Springer AG zu tun).

Auch dort: "Die Suche nach "AHIT" ergab leider keine Treffer!".

Weiter also bei FBM. Es gibt dort zwei aktuelle Meldungen, die eine ist die bereits im PSO-Netz erwähnte Stellungnahme des Bundesverbandes Neurodermitiskranker in Deutschland e.V., die andere diese:

Ludwigshafen, im September 2006.

Eine Studie zur AHIT®-Therapie liegt vor.

Angehörige medizinischer Berufe möchten wir darüber informieren, dass eine, kontrollierte Studie“ der Universität Heidelberg/Mannheim zur AHIT®-Therapie vorliegt.

Details finden Sie im geschützten Ärzte-Bereich, den Sie über den "DocCheck"-Zugang (links) erreichen können.

Schade, diese Studie wäre natürlich ganau das gewesen, was uns alle interessiert. Leider ist sie nur für medizinische Berufe verfügbar, für Patienten leider nicht.

Ich frage mich, ob alle die von der Studie reden, sie als Beleg verwenden, sie auch wirklich gelesen haben. Es heißt auf der Website nur, dass eine Studie vorliegt. Was sagt diese Studie aus? Bestätigt sie die dramatischen Behandlungserfolge von denen vielerorts gesprochen wird? Was ist es für eine Studie, über die "Die Ärztezeitung" (s.o.) berichtet hat? Ist der Bericht zu kurz? Welche der Studien ist die auf die aus dem Psoriasisnetz verlinkt wird? Gibt es eine? Zwei? Drei Studien? Mich als Patient würde das interessieren, bevor ich rund 3000 € ausgebe, und mein Immunsystem beeinflussen lasse von dem ich weiß, dass es bereits jetzt gestört ist.

Auf der Website der FBM habe ich zwar unmittelbar keine Studie oder wissenschaftliche Darstellung der AHIT gefunden, aber dennoch einen Link zu deren Seite, wo sie eine ausführliche Darstellung der "AHIT® Autologe Immuntherapie" anbieten:

http://www.fbm-pharma-gmbh.de/cms/upload/pdf/ahit_studie_deutsch.pdf

Autor der Studie: Dr. med. Horst Kief/August 2006

Dort fand ich den Satz:

Die innovative Idee zur A H I T (Autologe Immuntherapie) wurde 1986 geboren und beruht auf dem Gedanken mit ozonisierten Teilfraktionen von Eigenblut und Eigenharn das Immunsystem des Patienten zu steuern.

Der mich dann zu dieser Doktorarbeit führte:

http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=987347349&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=987347349.pdf

"Klinische Studie

über die Wirkung der

Großen Eigenblutbehandlung mit Ozon

auf die Befindlichkeit von Patienten

mit Chronischem Müdigkeitssyndrom "

Wilfried Jürgen Müller/2007

Nicht unmittelbar das Thema, aber ich fand dort interessante Infos und Erläuterungen zum Gesamten Themenkomplex.

Außerdem führte es mich zum Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen:

http://www.g-ba.de/downloads/40-268-248/HTA-Ozon-Therapie.pdf

Ozon-Therapie,

Ozon-Eigenbluttherapie,

Sauerstoff-Ozon-

Eigenbluttherapie,

Oxyontherapie,

Hyperbare Ozontherapie

Zusammenfassender Bericht

des Arbeitsausschusses

"Ärztliche Behandlung" des

Bundesausschusses der

Ärzte und Krankenkassen

über die Beratungen gemäß

§135 Abs.1 SGB V

30.03.2001

Hierin sind einige der Veröffentlichungen von Hern Dr. Kief bewertet. Offensichtlich ist dies nicht die Beurteilung aus dem Jahr 2007 in welcher der "Gemeinsame Bundesausschuß ..." die AHIT "förmlich in der Luft zerreisst" wie der "Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V." schreibt.

Suche ich beim gemeinsamen Bndesausschuss nach "Autohomologe Immuntherapie" finde ich dort lediglich die bis zur neuesten Fassung fortgesetzte audrückliche Ablehung der AHIT als Kassenleistung in der "Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung"

Ich würde mir gerne ein eigenes Bild von der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses machen. Hat jemand die Entcheidungsgründe gefunden, bitte ich möchte sie sehen, ich will mir ein eigenes Bild machen.

Noch ein Dokument wird in der Diskussion erwähnt, "Das Tumorzentrum München hat AHIT als "unwirksame Krebstherapie" eingeordnet." So steht es bei Wikipedia. Das Original-Dokument findet ihr hier:

http://web.archive.org/web/20040619232840/http://www.krebsinfo.de/ki/empfehlung/melanom/093-104.pdf

Dort geht es nicht nur um die AHIT, sie ist eine von mehreren Therapien, die erwähnt werden. Viel interessanter sind dort die allgemeinen Ausführungen zur ärztlichen Verantwortung und der Situation der Patienten.

Und es findet sich eine sehr gute Aussage zur Bewertung von Therapien aller Art:

Es kann durchaus diskutiert werden, ob es alternative Behandlungsverfahren in der Onkologie gibt, jedoch steht außer Diskussion, daß es keine alternativen Methoden des Erkenntnisgewinns gibt.

An alle Behandlungsmethoden muß also die Forderung gestellt werden, daß die Ergebnisse durch meßbare und reproduzierbare Daten aus prospektiven (randomisierten) klinischen Studien belegt werden.

Das gilt sicher nicht nur in der Onkologie.

Dies ist meine persönliche Sichtweise, meine persöniche Darstellung.

Es ist keine Stellungnahme das Psoriasis-Netz oder seiner Betreiber, sie ist mit diesen weder besprochen noch abgestimmt.

bearbeitet von cws
Geschrieben

danke für den guten beitrag! ich habe bei fbm unterlagen zu ahit bestellt. dabei war auch ein wissenschaftlicher aufsatz über die studie in heidelberg. es ist wohl die gleiche studie, auf die sich das ärzteblatt bezieht, da auch hier das ergebnis war, das es keine signifikante unterschiede zu herkömmlichen eigenblut-therapie gab.

grüße

ulli

Geschrieben

Schöne Zusammenfassung.

Gleich der Link zur Praxis Dr. Kief führt auch zum dortigen Terminkalender. Und welchen Geistes Kind er ist, kann man auch anhand der Themen des von ihm veranstalteten Themenabends nachlesen. So fand am 2.4. statt:

02. April 2008

Kosmobiologische Homöopathie

17.00 Uhr

Dr. med. E. Weinbauer, Facharzt für Naturheilkunde und Homöopathie

Sie erleben einen äußerst spannenden Vortrag aus einem eher weniger bekannten, dennoch sehr erfolgreichen Bereich der Homöopathie, in dem die Beziehungen der komplexen, astrologischen Strukturen mit denen der Homöopathie in Zusammenhang gebracht werden.

Vielleicht sollte das aber nur ein kleiner nachgereichter Aprilscherz sein.

Hokus-Pokus-Medizin vom allerfeinsten, präsentiert vom "Erfinder" der AHIT-Therapie.

Geschrieben

Kosmobiologische Homöopathie

Hurra! Endlich mal wieder ein bisschen Magie. Ich mach mich sofort auf meine basischen Socken dorthin zu diesem wundervollen Arzt. Kosmobiologische Homöopathie - das klingt schon so gut. :smile-alt::smile-alt::smile-alt:

Viele Grüße

Antje

Geschrieben

Hallo Antje!

Was, bitte, sind basische Socken? Heute ist Walpurgisnacht, da haben die Frauen Besen und Ofengabeln(?) zu satteln.

Geschrieben

Habe, als ich Hexen eingegeben habe, folgenden Satz erfahren: Als Hexe hat man große moralische Verantwortung zu tragen, besonders beim Einsatz paranormaler Kräfte.

Paßt irgendwie hierher.

Geschrieben (bearbeitet)

Auf der Seite steht der Satz

Die Füße gelten in der Naturheilkunde als Hilfsnieren.
Den Satz sollten die sich patentieren lassen, sonst nehme ich ihn als Signatur! :D

:cool: cool einfach nur cool :cool:

Jetzt verstehe ich auch den Begriff "Wanderniere" in seiner tieferen Bedeutung :)

bearbeitet von cws
Geschrieben
Hallo Antje!

Was, bitte, sind basische Socken?

Vor einiger Zeit habe ich basische Strümpfe im Naturkostladen entdeckt (ich glaube, Basen-Säure-Haushalt war da auch gerade Thema hier). Diese Strümpfe lagen in einem ganzen Meer von Basen-Produkten. Mich haben von jeher Zaubermittelchen und ihre Vermarktung interessiert. Es ist wirklich ein sehr sehr kreatives (und lukratives) Geschäft und es ist unglaublich, was einem alles angedreht wird (früher, als ich noch an Wunder glaubte, habe ich das auch gern ausprobiert :smile-alt:). Diese Strümpfe soll man sich also nachts über die Füße ziehen und über die Fußsohlen werden dann angeblich die ganzen Giftstoffe aus dem Körper gezogen (die Strümpfe können sogar schwarz werden :nanu). Diese Idee hat mir so viel Freude bereitet, dass ich nun auf solche Strümpfe spare (seit ca. 2 Jahren :zwinker-alt:). Unter allen Zaubermittelchen waren die Socken bisher mein liebstes, aber ich muss zugeben, "kosmobiologische Homöopathie" ist wahre Konkurrenz dafür.

Auf der Seite steht der Satz Den Satz sollten die sich patentieren lassen, sonst nehme ich ihn als Signatur! :D

:cool: cool einfach nur cool :cool:

Jetzt verstehe ich auch den Begriff "Wanderniere" in seiner tieferen Bedeutung :)

Von mir wird der Satz als "Fundstück der Woche" prämiert. Ich sehe, du teilst meine Freude an der Kreativität. :smile-alt:

Liebe Grüße

Antje

Geschrieben
schon erstaunlich, auf was mal alles stößt, wenn man sich auf die Suche nach basischen Socken macht:

https://www.purvital.de/Jentschura-Basenkur-Einlaufgeraet-P-JENTSCHURA

LG

Birilig

Au man, ich werd verrückt, dort gibt es einen ORGONAKKUMULATOR. Der bringt offensichtlich das Leben mit (nicht messbarer) Orgonenergie in Harmonie. Tjaja, da staunt der Physiker. Wenn er nicht so teuer wäre, würde ich ihn Marko zu Weihnachten schicken. :altes-lachen

Mist, ich muss mich beeilen und mir auch irgendetwas ausdenken bevor alle Taschen leer sind.

Viele Grüße

Antje

Geschrieben

Und der Orgonakkumulator kostet nur läppische 1250,-- Teuro. Welch ein Schnäppchen!

Geschrieben
... Von mir wird der Satz als "Fundstück der Woche" prämiert. Ich sehe, du teilst meine Freude an der Kreativität. :smile-alt:...
Ich teile sie, und ich bewundere die Vielfalt an Unsinn die sich in solchen Sachen findet.

Aber leider gibt es sehr viele Menschen, die das Ganze weniger sportlich sehen. Viele Menschen glauben, selbst wenn sie es besser wissen. Manche Menschen sind nicht sachlich überzeugt, sie setzen sich nicht mit Argumenten auseinander, sie suchen nicht nach Tatsachen, sondern sie wissen schon. Bevor sie denken

Es geht zu vielen nicht darum Erkenntnisse zu gewinnen, sondern eine Wahrheit zu bestätigen derer sie schon gewahr sind. Da unterscheiden sich manche politischen Fanatiker nicht von medizinisch Gläubigen.

Das Argument folgt der Meinung nach, es sollte umgekehrt sein. Die Meinung sollte sich aus den Argumenten bilden.

Die Ergebnisse solchen Verhaltens sind dann oft grotesk komisch, für Dich und mich.

Aber ich kenne Leute die würden mich steinigen wenn ich lache.

Aber es ist eben auch gefährlich, wenn Menschen mit schweren, gefährlichen Erkrankungen lieber Schnecken über die Ersatznieren laufen lassen, weil sie der bösen Schulmedizin nicht trauen, weil "man ja weiß, dass ... ".

"Dieses "man weiß doch, dass ...", "Wir wissen doch alle, dass ...", "es ist ja bekannt, dass ..." ist die Niederlage der Argumente gegenüber dem Glauben. Das darf jeder, soweit es seine eigene persönliche Gesundheit betrifft gerne tun, aber wenn es andere betrifft hört der Spaß auf. Dann ist sein Handeln verantwortlich für das Schicksal Anderer. Das empfinde ich dann als unverantwortlich.

Da wir hier allerdings ausschließlich von basischen Strümpfen reden, dürfen wir lachen, solange niemand versucht damit Kinder gegen Blasenentzündung und Patienten mit Nierenkrebs zu behandeln, und die Patienten von der Schulmedizin abhält. :D

Geschrieben

Aber ich kenne Leute die würden mich steinigen wenn ich lache.

Oh ja, so jemanden kenne ich auch. Mein herzallerliebstes Schwesterlein pendelt bei ihrer Kosmetikerin aus, was sie nehmen soll. Meine Zunge hat schon etliche Narben vom Draufbeißen, weil ich nichts sagen will (zum Lachen ist mir dabei meistens nicht). Naja, ihr hilft es, weil sie daran glaubt. Und ich habe wieder 10 graue Haare mehr ...

Viele Grüße

Antje

PS Die Kosmetikerin, die ich selber schon seit meiner Kindheit kenne, glaubt übrigens auch dran. Immerhin steht sie 100%ig hinter dem, was sie da treibt.

Geschrieben

Ich habe mich letzte Woche im Wartezimmer meines Arztes mit jemandem unterhalten. Derjenige wartete auf seinen Sohn, der beim Arzt behandelt wurde. Erzählt hat er mir aber, dass sein Sohn vor einiger Zeit von einer Missionarin aus Indien durch ein gemeinsames Gebet geheilt wurde. Davor war der Sohn aber zu einer ReHa. Gezählt hat für ihn aber nur das Gebet. Warum der Sohn nun wieder bei dem Arzt war mag der T... wissen. Bei soetwas bleibt mir immer die Spucke weg.

Geschrieben
... pendelt bei ihrer Kosmetikerin aus, was sie nehmen soll. ...
Was gibt es da zu Lachen? Ich halte das in dem Sachumfeld für eine durchaus sachangemessene Entscheidungsstrategie. :):D
Geschrieben
Was gibt es da zu Lachen? Ich halte das in dem Sachumfeld für eine durchaus sachangemessene Entscheidungsstrategie. :):D

Ich würde sagen, du hast die Sachlage sachlich richtig beurteilt. Ich habe auch nicht gelacht, ehrlich. Nicht mal bei dem Gedanken wie die beiden dasitzen und allen Ernstes das Pendel schwingen. Ich war vielleicht etwas grün im Gesicht, aber auf jeden Fall froh, dass ich nicht dazu angehalten wurde, das "auch mal zu probieren". :zwinker-alt:

Viele Grüße

Antje

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Ich habe eine lange Krankheitsgeschichte die sehr unglaublich klingt und doch wahr ist. Die Schulmedizin hat trotz Laborwerte und Hinweise bei mir keine Therapie eingeleitet.

Laborwerte sind KANN und Muß Bestimmungen!

Es kann so sein, muß aber nicht.

Ich habe eine sehr schwerwiegende Infektionskrankheit und ohne Dr. Kief man weiß, was aus mir geworden wäre?

Wenn das Immunsystem gestört wird, läuft alles aus dem Ruder.

Ich frage Euch, was hält ihr für besser? Das Immunsystem mit Chemie zu unterdrücken und noch mehr Lebensqualität einzubüßen?

Oder das Immunsystem nach Möglichkeit zu stärken?

Denkt doch einmal an Herrn Dr. Julius Hackethal wie wurde diesem Mann von den eigenen Kollegen zugesetzt? Heute ist man dazu übergegangen, vieles aus seiner Krebstherapie zu übernehmen.

Genauso wollte die Pharmaindustrie die Fa. Horvie schlucken. Auch sie hatte eine sehr gute Krebstherapie entwickelt. Das war der Hierarchie zuviel und so versuchte man mit Schikane und enorm gro0en Auflagen an diese Schlangen- Enzymtherapie heran zu kommen.

Fazit Firma Horvie wurde nach Holland verkauft.

So wird auch von den Verantwortlichen die Zulassung, für die AHIT Therapie als unseriös abgewiesen.

Geschrieben

Habe eigentlich keine Lust jetzt Medizin-Geschichte zu recherchieren. Hackethal, Fa. Horvie.

Dein Vorstellungs-Posting war schon merkwürdig. Na, dann man weiter.

  • 2 Monate später...
Geschrieben
Hi Giraffe!

Klingt doch garnicht so schlecht! Leider wird Dein (teil)stationärer Aufenthalt dazu führen, daß WIR danach nicht mehr wissen werden, welchen Anteil die AHIT-Therapie am tatsächlichen Erfolg hatte - oder ob es an der statonären Behandlung gelegen hat. Vermutlich wird es Dir durch den stationären Aufenthalt erstmal wieder einige Zeit gut gehen. Das wünsche ich Dir auch! Aber eine defenitive Aussage über AHIT wird mittelfristig wohl nicht möglich sein.

Nachdem ich mich über AHIT belesen habe, bin ich skeptisch aber nicht hoffnungslos. (Wenn ich mal nicht an die Kosten denke) Jetzt werde ich erstmal wieder ans Tote Meer düsen - wie schon die letzten Jahre..............

Ich hoffe, daß sich hier noch mehr melden, die etwas zur AHIT-Therapie sagen können. Danke!

Hallo Breeki,

nach all dem, was hier in diesem Forum geschrieben worden ist, habe ich - das kann man wohl verstehen - nicht mehr die ganz große Lust, weiter von meinen Erfahrungen zu berichten. Ich verstehe ja, dass viele skeptisch sind, was die AHIT angeht. Und ich habe inzwischen auch mitbekommen, dass die Therapie längst nicht immer so gut wirkt, wie sich das Dr. Kief gewünscht hat oder wünscht. Aber ich finde es, angesichts dessen, dass wir Psoriatiker immer noch nach einer wirklich dauerhaften Hilfe suchen, durchaus in Ordnung, wenn man auch einmal neuen Ansätzen eine Chance gibt. Auch auf die Gefahr hin, dass es zum Schluss für die Katz ist.

Und was die Ablehnung durch die Krankenkassen angeht. Es wäre nicht das erste Mal - wenn ich zum Beispiel an das Medikament Fumaderm denke - dass es Jahre oder Jahrzehnte dauert bis ein wirksames Medikament auch schulmedizinisch anerkannt wird.

Nun aber zu meinen weiteren Erfahrungen seit April:

Im Mai war ich für vier Wochen in teilstationärer Behandlung. Danach war die Haut zu 99% erscheinungsfrei. Vier Wochen danach hatte ich meinen nächsten Vorstellungstermin bei Dr. Kief. Es hatten sich bis dahin vielleicht drei oder vier neue (sehr) kleine Stellen gebildet. Unter anderem an den Oberarmen, die meines Erachtens in der teilstationären Behandlung nicht vollkommen ausgeheilt waren. Dr. Kief hat bei diesem Termin die Behandlung noch einmal modifiziert.

Nach meiner Einschätzung kam die Psoriasis nach dem teilstationären Aufenthalt im Mai langsamer wieder, als wie ich es in den letzten Jahren gewohnt bin. Da sah das Erscheinungsbild nach vier Wochen ohne jede Therapie schlechter aus, als nur drei oder vier (sehr) kleine Stellen. Sonst ging es schon nach zwei Tagen wieder deutlich weiter mit der Neuentstehung und Ausbreitung der Stellen.

Etwa eine Woche später bin ich dann für zweieinhalb Wochen in den Urlaub gefahren - nach Mallorca (Meerklima - viiiiel Sonne!). Die kleinen Stellen waren nach wenigen Tagen ganz weg. Zurück kam ich also zu 100% erscheinungsfrei. Das ist jetzt knapp sechs Wochen her. Und obwohl bis auf die letzten Tage bei uns hier kein wirkliches Hochsommerwetter war, hat sich die Psoriasis noch einmal deutlich langsamer entwickelt als wie normal. Ich habe inzwischen eine deutlich tastbare Stelle am Hinterkopf (aber mit so gut wie keiner Schuppung) und etwas „Hautschuppung“ hinter einem Ohrläppchen (wenn man denn das so nennen kann, weil die Stelle nicht einmal errötet ist. Ebenso zwei kleine Stellen an einem Knie und im Kreuzbereich, wo man sich allerdings anstrengen muss, sie als Psoriasis zu identifizieren (andere würden sagen, ich bilde mir ein, dass da was ist). Was sich allerdings nicht geändert hat, dass sind die leicht befallenen Fußnägel bei mir. Die sind in all den Monaten seit Beginn der Therapie im Dezember zwar nicht schlechter geworden, aber auch nicht wirklich besser. Jedenfalls nicht nennenswert, wenn überhaupt.

Fazit: Zwischendurch hatte ich schon gedacht, es ist nur ein Placeboeffekt. Aber inzwischen hat sich der Eindruck verfestigt, dass es mir dauerhaft besser geht. Seit knapp sechs Wochen lebe ich fast komplett ohne schulmedizinische Therapie (zwei- oder dreimal ausnahmsweise Daivobet eingesetzt) - und trotzdem ist die Psoriasis nur äußerst verhalten im Vormarsch. Das ist sehr anders, als wie sonst in all den vergangenen Jahren!!!

Wenn gewünscht, berichte ich weiter.

Giraffe.

P.S.: Es war hier nach Informationen zur AHIT gesucht worden. Als ich mich vor einem Jahr das erste Mal dafür interessierte, bin ich im Internet auf die Patentschrift gestoßen, die dazu beim Europäischen Patentamt vorliegt. Viele medizinische Details darin, die ich aber nicht verstanden habe. Leider konnte ich sie jetzt nicht mehr finden. Vielleicht hat jemand anderes ja mehr Spürsinn.

  • 1 Jahr später...
  • 1 Monat später...
Geschrieben

Ich finde Eure Beiträge zu Dr. Kief und der AHIT Behandlung geschmacklos.

Die Therapie kann sehr wohl eine erfolgversprechende Lebensqualität erreichen.

Ich vergleiche Dr. Kief mit Dr. Julius Hackethal, dem legten die Halbgötter in weiß auch eine Menge Steine in den Weg.

Heute wird gerade in der Krebstherapie vieles von Dr. Hackethal umgesetzt und dies zum Wohle des Patienten.

Die Zulassungsstelle für Arzneimittel, hat die neuste Studie so wie es der Bundesverband Neurodermitis berichtet hat, regelrecht in der Luft zerrissen.

Man sollte sich lieber einmal Gedanken darüber machen, warum es so viele chronisch Kranke Menschen überhaupt gibt?

Wäre das nicht so, würde der Onkologe, Neurologe und Rheumatologe ja nichts mehr verdienen können.

Lebensqualität mit AHIT

Wer mehr darüber erfahren möchte? Kann mir eine PN schreiben.

Ansonsten halte ich hier, jedes weitere Wort als überflüssig!

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