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kaipirinja

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Geschrieben

Hallo zusammen,

ich habe seit etwa 20 Jahren PlaquePsoriasis. Lange Jahre wurde ich mit Cortison mehr oder weniger therapiert. Im Laufe der Jahre trat jedoch kontinuierlich eine Verschlechterung ein. Mittlerweile Ist der ganze Körper (vom Kopf bis zu den Fußsohlen) befallen.

Im Laufe der Zeit wurde ich dann statt Cortison mit Fumaderm und Metex behandelt, was kurzfristig eine Verbesserung brachte, mittlerweile jedoch auch nicht mehr wirkt. Lichttherapie und Ciclosporin kommt bei mir wegen anderer Erkrankungen nicht in Betracht.

Vor 8 Wochen wurde mir dann Humira verschrieben, heute bin ich fast ohne Flecken. Endlich konnte ich mit meinen Kindern ins Schwimmbad gehen oder auch nur an den Strand ohne als Alien angesehen zu werden.

Heute kam dann der Hammer per Post, die DKV verweigert die Zahlung des Medikaments mit der Begründung, Humira wäre ein Rheumamittel und zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis, nicht jedoch für die Behandlung der Psoriasis als reine Hauterkrankung. Die DKV teilt dazu weiter mit, dass es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die eine Erfolgsaussicht zur Behandlung meiner Form der Psoriasis gibt.

Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen mit dieser Krankenkasse oder einer anderen gemacht.

Ich erwäge im Moment gegen diese Entscheidung gerichtlich vorzugehen und bin für jeden Tipp dankbar.

Viele Grüße aus Hamburg

Frank

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo Frank,

übrigens hat mich die DKV seinerzeit wegen Psoriasis nicht als Mitglied aufgenommen.

LG

Birilig

Geschrieben

Hallo, Frank,

ich habe Humira in der Hautklinik verschrieben bekommen, habe aber auch Psoriasis arthritis. Meines Wissens wird aber Humira auch bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis verordnet, wenn andere Therapien erfolglos waren.

Ein Ausweg wäre vielleicht, auf Raptiva umzusteigen. Aussage der Pharma-Firma:

Wir bieten in Deutschland das erste speziell für die Dermatologie entwickelte "Biologic" an, eine neue, biotechnologisch hergestellte Wirkstoffklasse.

Mehr dazu findest du unter http://www.psoriasis-konkret.de/

Teuer sind alle biotechnologisch hergestellten Medikamente. Vielleicht kannst du mit einem Sachbearbeiter der Krankenkasse mal reden. Auf alle Fälle würde ich Widerspruch einlegen.

Gruß

Geschrieben

Hallo Frank,

wie Birilig schon verlinkte: Humira ist seit diesem Jahr auch für mittelschwere und schwere Pso der Haut zugelassen. 

Ich würde an deiner Stelle bei Abbott eine Stellungnahme zur Aussage der DKV erbitten und selbige dann diesen Krankenkassen-Schreibtischtätern um die Ohren hauen.

Gruß

Rainer

Geschrieben
RainerZ schrieb:
wie Birilig schon verlinkte: Humira ist seit diesem Jahr auch für mittelschwere und schwere Pso der Haut zugelassen.

Der verlinkte Beitrag ist vom 20.12.2007.

Ich hatte die Möglichkeit, in die aktuelle Rote Liste zu gucken. Dort steht unter Humira:

Behandlung

der mäßigen bis schweren aktiven rheumatoiden Arthritis

der schweren, aktiven u. progressiven rheumatoiden Arthritis

der aktiven u. progressiven Psoriasis-Arthritis

der schweren aktiven ankylosierenden Spondylitis

des schwergradigen, aktiven Morbus Crohn

Psoriasis wird nicht erwähnt.

Nun mal aus dem Beipackzettel:

Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasis-Arthritis ist eine Entzündung der Gelenke, die in Verbindung mit Psoriasis auftritt.

PSA wird in der Roten Liste ja angeführt. Mehr Zeilen gibt es für Psoriasis, aber auch nicht gerade ein Info-Bolzen.

Psoriasis

Psoriasis ist eine entzündliche Erkrankung der Haut. Wenn Sie an mittelschwerer bis schwerer Psoriasis leiden, erhalten Sie zunächst andere Arzneimittel oder beispielsweise eine Phototherapie. Falls Sie auf diese Behandlung nicht ansprechen, werden Sie zur Verminderung der Anzeichen und Beschwerden Ihrer Psoriasis Humira erhalten.

Da ist jedenfalls ein Unterschied zwischen Roter Liste und Beipackzettel. Wenn der arbeitswillige F(l)achmann sich nun profilieren will und alle teuren Medikamente per RL überprüft, wäre er bei Humira ja im Recht.

Aber zum Glück gibt es ja den informierten Patienten ;) 

Geschrieben

Hallo Barbara,

Der verlinkte Beitrag ist vom 20.12.2007.:

die von mir verlinkte Pressemitteilung von Abbott ist vom 02.01.2008.

Da ich naturgemäß ein "ungläubiger Thomas" bin, war ich gerade in unserer Apotheke. Weder in der gedruckten "Roten Liste 2008" noch in der aktuellen PC-Datei ist die Anwendung von Humira bei Plaque-Pso aufgelistet.

Da ist jedenfalls ein Unterschied zwischen Roter Liste und Beipackzettel.

,

der zumindest bei der aktuellen PC-Liste nicht zu verstehen ist. Deshalb nochmal meine Empfehlung an Frank: Ruf mal bei Abbott an, wie du weiter verfahren sollst. Die haben sicher Interesse, dass der Fall schnellstens geklärt wird.

Gruß

Rainer

Geschrieben
der zumindest bei der aktuellen PC-Liste nicht zu verstehen ist.

Ich war erstaunt und habe das Ganze noch mal durchgelesen, ob ich Plaque Psoriasis übersehen hätte. War aber nicht der Fall.

Gruß

Geschrieben

Hallo,

.....Common uses

This medicine is an immune response modifier used to treat rheumatoid arthritis in certain patients...

was willst du damit sagen?

Die Herstellerfirma Abbott schreibt doch auf ihrer HP, dass Humira für mittelschwere bis schwere Plaque-Pso in der EU zugelassen ist. Da interessieren mich nicht die "Common uses" irgendeines amerikanischen drugstores!

Gruß

Rainer

Geschrieben

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für Eure Mühe.

Ich habe mich per Mail an Abbott gewendet. Die haben gleich zurückgerufen und mir mitgeteilt, dass Humira für die mittelschwere bis schwere Pso ( also ab einem PASI von 10 ) zugelassen ist. Ich habe mich jetzt erstmal mit einer Beschwerde und der Pressemitteilung an die DKV gewendet, danach kommt dann die Beschwerde beim Ombudsmann der Privaten KV und wenn das alles nichts nützt, bleibt nur noch der Klageweg.

Ich bin mal sehr gespannt wie das ausgeht und werde breichten.

Viele Grüße

Frank

Geschrieben

Hallo Frank,

..... Ich habe mich jetzt erstmal mit einer Beschwerde und der Pressemitteilung an die DKV gewendet, danach kommt dann die Beschwerde beim Ombudsmann der Privaten KV und wenn das alles nichts nützt, bleibt nur noch der Klageweg.

genauso ist es m.E. richtig. Und am besten hingehen --> und den Geschäftsstellenleiter verlangen!

Gruß

Rainer, der dir schnellen Erfolg wünscht!

Geschrieben

Hallo Frank,

Ich habe heute auch umira verschrieben bekommen und habe ihn das von dir erzählt!

Mein Arzt sagte nur, das ab Dezember 2007, es auch für mitelschwere bis schwere Psoriasis zugelassen ist! Und vorher war es nur für Psoriasis Atritis. Also haben die keinen Grund es nicht zu bezahlen!

Alles gute! Die Macht sei mit Dir! :-) drück dir den Daumen!

Gruß, Markus

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