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Sammlerin48

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Geschrieben

Hallo alle miteinander, ich bin neu hier und auf der Suche nach Antworten, da ich etwas verunsichert bin.

Ich bin 48 Jahre alt, habe Adipositas und eine dezente Psoriasis an beiden Ellenbogen. Im Oktober 22 fing mein linkes Handgelenk stark an zu schmerzen, die Ärzte konnten nichts finden. Im MRT im Januar 23 sah man Tendinitiden im 2, 3 und 4 Strecksehnenfach. Außerdem bekam ich Schmerzen in den Sehnenansätzen von beiden Schultern, das Schlafen auf der Seite würde sehr unangenehm. Im März 23 wurde eine diagnostische Gelenkspiegelung gemacht, dort wurde dann eine Arthrose Grad 3-4 und eine SL Band Ruptur gefunden. Im Mai 23 wurden dann die schmerzweiterleitenden Nerven gekappt, leider ohne wirklichen Erfolg. Die Tendinitiden und Schmerzen waren weiterhin vorhanden.  Zwischenzeitlich habe ich mir Ende Februar 23 den Bizeps Femoris komplett abgerissen 😕 und bin seitdem sehr schlecht zu Fuß.

Im Oktober 23 bin ich auf Reha gefahren, dort hat ich dann auch erhöhte Entzündungswerte (CRP und Blutsenkung).

Im Februar 24 bin ich erneut zur Reha (BG), die Entzündungswerte weiterhin erhöht. Außerdem schmerzten beide Schultern weiterhin, es kam noch die linke Hüfte dazu.

Im März 24 bin ich dann zu einer Orthopädin, mittlerweile hatte ich auch Schmerzen im rechten Ellenbogen und der rechten Hüfte. Ich bekam Massagen und Wärme für Oberschenkel re ( Bizeps Femoris Abriss) und Ellenbogen. Ein MRT der Hüfte zeigte ein Cam Impigment re. Im Mai 24 bin ich dann 5 Tage zur rheumatologischen Diagnostik im KH gewesen, hier zeigten sich weiterhin erhöhte Entzündungswerte, ein Erguss in der rechten Schulter sowie nun auch Tendinitiden im 2 3 und 4 Strecksehnenfach im rechten Handgelenk ( nun also in Beiden). Es wurde auch eine Szintigraphie gemacht, die war bis auf einen kleinen Punkt in der Lendenwirbelsäule unauffällig auf Entzündungszeichen ( aber fast überall Arthrose). Ich wurde ohne Diagnose entlassen. Im September 24 bin ich wieder zur Orthopädin, meine Finger waren etwas angeschwollen, die Fingergelenke waren Druckempfindlich, besonders die Daumengrundgelenke. Dort habe ich auf beiden Seiten auch eine "Flüssigkeitsblase". Die Orthopädin überwies mich erneut in die Rheumaklinik. Dort wurde wieder Blut abgenommen , immer noch erhöhte Entzündungswerte. Nun bekam ich die Diagnose Fibromyialgie, da ganz viele Sehnenansätze schmerzhaft sind und die Szintigraphie negativ. Die erhöhten Entzündungswerte kommen vom Übergewicht, die Ergüsse ( auch in der rechten Hüfte wie bei Bursitis) kommen von Überbelastung und Verschleiß. 

Für mich passt das nicht. Ich habe keine Muskelschmerzen, wirklich nur an den Sehnenansätzen, keine chronische Müdigkeit, keine Magen-Darm Problematik etc. die für Fibromyialgie so typisch sind. Außerdem macht die Fibromyialgie keine Strukturveränderungen, die ja bei mir vorhanden sind.

Für mich passt das alles sehr gut auf die Psoriasis Arthritis. Ich weiß, ihr seid keine Ärzte, möchte aber aufgrund der Vielzahl der Erfahrungen hier einfach mal eine unverbindliche Einschätzung haben.

Medizinisch bleibe ich weiter am Ball.

Entschuldigung für den ellenlangen Text 😉

 

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo Sammlerin, 

Der Name gefällt mir. 

Für mich klingt das auch nicht nach fibromyalgie, gar nicht. Für mich ist das nach wie vor sowas wie ein Platzhalter. Wie du selbst sagst, fibro bringt keine Entzündungen uns Ergüsse mit sich. Und auch keine sichtbaren Gelenksveränderungen. 

Was nimmst du denn gegen die Schmerzen? Auch hier ganz klar: herkömmliche Schmerzmittel helfen nicht bei Fibromyalgie. Hast du schon mal eine Kortinsontherapie gemacht? Die wirkt bei mir immer wie ein Wundermittel. Und auch hier: bei fibromyalgie schlägt das gar nicht an. Zu mir meinte damals nach meinem ersten kortisonstoß, als ich sagte, dass es mir nun sehr viel besser ginge, dass Kortison ja auch die Stimmung hebe. Und schickte mich auch mit Fibromyalgie wieder nach Hause. Also lass dich nicht unterkriegen. Manche Ärzte sind da noch sehr unwissend. 

Ich habe allerdings jedes Mal mit Kortison ein paar Kilo zugelegt. Beim letzten Stoß diesen Sommer sind mir auch mein Zucker und der Blutdruck mega in die Höhe geschossen, aber ich kann wieder laufen 😂 Trotz diesen Nebenwirkungen würde ich dir den Versuch zumindest einmal raten. Sprich mit dem Arzt deines vertrauens, Orthopäde oder Hausarzt, die können das verschreiben. 

Du hast eine diagnostizierte Psoriasis? Dann versteh ich hier das Problem nicht. Was sagt denn dein Hautarzt hierzu? Vielleicht hilft er dir weiter bei der Diagnostik. Bleib am Ball!

Viele Grüße 

Geschrieben

Hallo Peacock,

danke für deine Antwort. Ja, Sammlerin.passt zu mir,.habe das Gefühl, manchmal alles anzusammeln 😉.

Die Psoriasis habe ich , glaube ich, schon über 15 Jahre. Hat mich nie groß belastet, da sehr dezent. Habe an beiden Ellenbogen eine vielleicht 50 Cent große Stelle die juckt und schuppt. Wenn ich doll gestresst bin und mein Immunsystem ordentlich am arbeiten, dann wird es auch ein bisschen mehr. Dann mache ich ein bisschen Salbe drauf und gut. Meistens ist sie jedoch kaum sichtbar.

Für die Rheumatologen in der Rheumaklinik ist die Sache nicht so klar. Die Szintigraphie zeigt keine akute Entzündung, daher keine Rheumatisch entzündliche Erkrankung und gut.

Als ich anmerkte,.das die Diagnose Fibromyialgie für mich nicht passt, fühlten sie sich gleich auf den Schlips getreten.

Ich habe jetzt am 11 Dezember einen Termin bei einem Internisten, der auch Rheumatologe ist. Gleichzeitig leitet er die multimordale Schmerztherapie. Dort werde ich in das Programm aufgenommen, bekomme Physiotherapie, Entspannung etc. Der Oberarzt nimmt mich persönlich unter seine Fittiche. Rheumatologische Diagnostik darf er nicht machen, aber weiterführende Untersuchungen im Rahmen der Schmerztherapie. Ich bin mal gespannt. Ich hoffe, ich bekomme endlich mal eine zielführende Diagnose und Behandlung. Wäre auch wichtig für mich, mal was Schriftliches zu haben, da ich mich derzeit im Widerspruchsverfahren für die Erwerbsminderungsrente befinde.

Geschrieben

Inzwischen gehört Fibromyalgie nicht mehr zum rheumatschen Formenkreis, ist nur ein Syndrom. Es handelt sich ja oft um unspezifische Schmerzzustände. Ich will das Leiden derjenigen nicht schmälern, mir hat man das auch mal angedichtet, meist liegt eine rheumatische Erkrankung aber gleichzeitig vor. So wie bei mir. Eine Medikation von Fibromyalgie ist oft schwierg und anders als wie bei einer PsA. Diese kann durchaus 15 Jahre zwar Beschwerden verursachen, aber auf Szinti oder Rötgenaufnahmen noch nicht sichtbar zu sein. 

Eine adäquate Schmerzbehandung ist daher sicher eine gute Sache. 

Lg. Lupinchen

Geschrieben
Am 13.11.2024 um 19:37 schrieb Sammlerin48:

Hallo alle miteinander, ich bin neu hier und auf der Suche nach Antworten, da ich etwas verunsichert bin.

Ich bin 48 Jahre alt, habe Adipositas und eine dezente Psoriasis an beiden Ellenbogen. Im Oktober 22 fing mein linkes Handgelenk stark an zu schmerzen, die Ärzte konnten nichts finden. Im MRT im Januar 23 sah man Tendinitiden im 2, 3 und 4 Strecksehnenfach. Außerdem bekam ich Schmerzen in den Sehnenansätzen von beiden Schultern, das Schlafen auf der Seite würde sehr unangenehm. Im März 23 wurde eine diagnostische Gelenkspiegelung gemacht, dort wurde dann eine Arthrose Grad 3-4 und eine SL Band Ruptur gefunden. Im Mai 23 wurden dann die schmerzweiterleitenden Nerven gekappt, leider ohne wirklichen Erfolg. Die Tendinitiden und Schmerzen waren weiterhin vorhanden.  Zwischenzeitlich habe ich mir Ende Februar 23 den Bizeps Femoris komplett abgerissen 😕 und bin seitdem sehr schlecht zu Fuß.

Im Oktober 23 bin ich auf Reha gefahren, dort hat ich dann auch erhöhte Entzündungswerte (CRP und Blutsenkung).

Im Februar 24 bin ich erneut zur Reha (BG), die Entzündungswerte weiterhin erhöht. Außerdem schmerzten beide Schultern weiterhin, es kam noch die linke Hüfte dazu.

Im März 24 bin ich dann zu einer Orthopädin, mittlerweile hatte ich auch Schmerzen im rechten Ellenbogen und der rechten Hüfte. Ich bekam Massagen und Wärme für Oberschenkel re ( Bizeps Femoris Abriss) und Ellenbogen. Ein MRT der Hüfte zeigte ein Cam Impigment re. Im Mai 24 bin ich dann 5 Tage zur rheumatologischen Diagnostik im KH gewesen, hier zeigten sich weiterhin erhöhte Entzündungswerte, ein Erguss in der rechten Schulter sowie nun auch Tendinitiden im 2 3 und 4 Strecksehnenfach im rechten Handgelenk ( nun also in Beiden). Es wurde auch eine Szintigraphie gemacht, die war bis auf einen kleinen Punkt in der Lendenwirbelsäule unauffällig auf Entzündungszeichen ( aber fast überall Arthrose). Ich wurde ohne Diagnose entlassen. Im September 24 bin ich wieder zur Orthopädin, meine Finger waren etwas angeschwollen, die Fingergelenke waren Druckempfindlich, besonders die Daumengrundgelenke. Dort habe ich auf beiden Seiten auch eine "Flüssigkeitsblase". Die Orthopädin überwies mich erneut in die Rheumaklinik. Dort wurde wieder Blut abgenommen , immer noch erhöhte Entzündungswerte. Nun bekam ich die Diagnose Fibromyialgie, da ganz viele Sehnenansätze schmerzhaft sind und die Szintigraphie negativ. Die erhöhten Entzündungswerte kommen vom Übergewicht, die Ergüsse ( auch in der rechten Hüfte wie bei Bursitis) kommen von Überbelastung und Verschleiß. 

Für mich passt das nicht. Ich habe keine Muskelschmerzen, wirklich nur an den Sehnenansätzen, keine chronische Müdigkeit, keine Magen-Darm Problematik etc. die für Fibromyialgie so typisch sind. Außerdem macht die Fibromyialgie keine Strukturveränderungen, die ja bei mir vorhanden sind.

Für mich passt das alles sehr gut auf die Psoriasis Arthritis. Ich weiß, ihr seid keine Ärzte, möchte aber aufgrund der Vielzahl der Erfahrungen hier einfach mal eine unverbindliche Einschätzung haben.

Medizinisch bleibe ich weiter am Ball.

Entschuldigung für den ellenlangen Text 😉

 

Hallotschi Sammlerin

Fibromyalgie und PSA sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wie schon erwähnt wurde, verursacht Fibromyalgie keine degenerativen Veränderungen ect. Für mich passt das zur PSA,da du ja auch PSO hast . Lass dich nicht abspeisen. Wie auch schon geschrieben wurde,ist so früh oft noch nichts auf Röntgen ect. ersichtlich. Es gibt auch seronegatives Rheuma.

Alles Gute 🍀

Liebe Grüße Jasmin 

Geschrieben

hallo@Sammlerin48

hast Dir einen schönen und passenden Namen ausgesucht 🙂

Ich habe jetzt nicht die Antworten komplett durchgelesen, dennoch kann ich Dir nur raten, grase die Rheumatologen solange ab, bis Dich jemand ernst nimmt. Bei einer Psoriasis auf der Haut spitzt ein guter und gut geschulter Rheumatologe sofort die Ohren und fängt auch nach den vorgegebenen Leitlinien sofort mit einer Therapie an, weil es wichtig ist, die Entzündungen zu stoppen. Das habe ich selbst so erfahren, nachdem der erste Rheum. auch alles auf Fibromyalgie schob. Den Befund habe ich dann zu meinem jetztigen Rheumatologen mitgenommen. Der hat die Hände  über dem Kopf zusammengeschlagen und sofort mit MTX begonnen.

Sicherlich kann eine Fibromyalgie oder chronische Schmerzsverarbeitungsstörung (primär oder sekundär) sich dazu gesellen. Das wird bei Dauerschmerzen sicherlich kein Einzelfall sein, aber eine Fibro macht keine Entzündung!

vielleicht findest Du hier im Portal oder auch in anderen Rheuma Portals Ärzte, die Dich ernst nehmen. Das wünsche ich Dir sehr.

Es gibt auch Kliniken, die sich auf Psori und PsA spezialisiert haben, leider ist der HLA-B27 oft nicht vorhanden.

alles alles Gute und viel Glück

bin gespannt, weiter von Dir zu lesen

Geschrieben

Hallo Sammlerin!

Mein Arzt sagte mal zu mir: Man kann auch Läuse und Flöhe haben. Hier meine Geschichte zum Thema Sehnen/Nerven/Gelenke/Kniepunktat etc. Ich hatte vor zwei Jahren eine Entzündung mit Flüssigkeit im rechten Ellenbogen, starke Schmerzen am Steißbein, einen steifen Nacken, das rechte Knie... Nach CT (im Ultraschall war nichts zu sehen) war die Diagnose: Rupturen des Innenbandes und ein gerissener Meniskus mit reichlich Flüssigkeit drin, also mehrfach Punktat. Da mir das alles etwas spanisch vorkam, bei meiner Psoriasis Guttata, habe ich von mir aus eine Untersuchung des Punktats nach Borrelien gefordert und machen lassen. Volltreffer, das Punktat war voller Borrelien. Und was die chronische Borreliose macht weiß man ja. Es wird einfach übersehen bei den Ärzten, die kommen da nicht drauf, haben keine Zeit, Borreliose ist mittlerweile eine echte Epidemie geworden. Ein Test kostet nicht die Welt. Alles Gute!

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