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Einfluss von Muskelkater?


ssx32

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Geschrieben

Hallo zusammen,

ich habe schon mein Leben lang pso vulgaris. Es kommt und geht. Bisher kann ich nicht wirklich Trigger identifizieren, höchstens kleinere Faktoren, die vielleicht zu einer geringfügigen Veränderung beitragen.

Ich würde gerne mehr Sport und Kraftsport machen, was notwendigerweise mit viel Muskelkater einhergeht. Nicht zur Gewichtsabnahme, in der Hinsicht ist alles ok. Gefährliches Halbwissen voraus: Ich habe gelesen, dass Muskelkater im Wesentlichen auch eine Entzündung ist und immer wieder hört man, dass Entzündungsprozesse im Körper allgemein schlecht für die Pso sind. Ob da irgendwas dran ist, kann ich nicht sagen, und wollte euch daher fragen, wie eure Erfahrungen dahingehend sind. 🙂 Meinen Arzt werde ich dazu auch mal befragen, aber da ist der nächste Termin noch einen Monat hin...

Danke!

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Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Liebe/r ssx32, 

ja, physiologisch ist es so, dass bei einem Muskelkater kleine Risse im Muskel durch Überanstrengung (recken, ziehen, zusammenziehen) entstehen und daraus resultierend die Schmerzen. In der Phase der Überanstrengung bis zur Heilung entstehen auch Entzündungsprozesse, da dies zur Ausheilung für gewöhnlich dazu gehört.

Da ich selber Enthesitis-assoziierte Arthritis habe - und davor Psoriasis Vulgaris -, kann ich es aus meiner vergangenen Perspektive so erzählen, dass ich vor vielen Jahren gerne mehrere Ballsportarten ausgeübt habe, diese jedoch Stück für Stück aufgeben musste, da ich immer stärkeren Muskelkater (Ganzkörperschmerzen am Schluss) bekam und dieser Zustand dann in einen chronischen überging, was dann als entzündete Enthesitiden diagnostiziert wurde. 

Teilweise ist/bleibt die Schuppenflechte für mich ein Mysterium. Warum/wieso/aus welchen Gründen Dinge sich im so entwickeln/verselbstständigen, wie sie es eben tun. Daher schwinge ich mich nur noch aufs Fahrrad, schwimme gerne, mache ausgedehnte Spaziergänge und wenn es gut läuft, kann ich mal 3-5 km leicht joggen. 

Daher wünsche ich dir auch weiterhin frohes Sporteln, in der Hoffnung, dass sich dein Körper nach dem Sport immer aufs Neue regenerieren möge :)

Georg 

Geschrieben

hallo ssx32 und Georg_Bodensee -

ich kann auch nicht mehr so wie vor Jahren - ich meine - Bewegung ist gut und schadet nicht - wir machen Vor- und nachmittags Spaziergänge und fahren mit dem Rad los - zu Hause habe ich einen Stepper um mich bei schlechtem Wetter zu fordern - weil - ich habe es in den Gelenken - und wer rastet - der rostet -

Kraftsport muss nicht sein - es gibt viele Übungen die einen nicht überfordern aber trotzdem der Beweglichkeit helfen -

wichtig sind die Arme und Beine - es gibt so simple Übungen die trotzdem einem den Schweiss auf die Stirn treiben - mein Stepper qualmt im Winter oft weil er so gefordert wird - 😁 - ich gebe nicht auf - und wenn es mal nicht geht dann zwinge ich mich zu nichts -

jeder muss sein Ding machen und dir - ssx32 wünsche ich viel Efolg in allem -

nette Grüsse sendet - Bibi -

 

Geschrieben
Am 4.5.2024 um 06:45 schrieb ssx32:

Ich würde gerne mehr Sport und Kraftsport machen, was notwendigerweise mit viel Muskelkater einhergeht.

Am 4.5.2024 um 06:45 schrieb ssx32:

Muskelkater im Wesentlichen auch eine Entzündung ist und immer wieder hört man, dass Entzündungsprozesse im Körper allgemein schlecht für die Pso sind.

Hallo @ssx32, interessante Überlegungen zu Muskelkater und Entzündung.

Persönlich habe ich in fortgeschrittenem Alter vor rund einem Jahr intensiver mit Kraftsport/Muskeltraining begonnen (zuvor war ich "nur" ausdauerorientiert, Radfahren, Nordic Walken und Wandern, ganz früher, als es die PSA in den Zehen noch zu ließ, Dauerlaufen). Begonnen hat das Krafttraining eigentlich niederschwellig bereits vor rund fünf Jahren mit KGG (Krankengym. am Gerät) nach einem plötzlichen, stechenden Schmerz im linken Knie beim Aufstehen von einem Stuhl (Diagnose Plikasyndrom bei sonst nach MRT gesundem Knie).
Nach einer Coronazeit-Pause (selbst bisher nie positiv getestet bei fünfmaliger Impfung) mache ich seit rund einem Jahr wieder KGG (nun gibt es im Physiotherapie-Studio zusätzlich auch einen MILON-Kraftzirkel mit acht Geräten) und hatte zuvor/parallel auch Übungseinheiten mit Kurzhanteln nach YouTube-Videos von und mit Gabi Fastner sowie "7 Minuten Bauchmuskeltraining für Anfänger" von Planetopia, ebenfalls auf YouTube, gemacht.
Mir ist das Training überwiegend gut bekommen und ich habe auch Muskelzuwachs erzielt. Das Training hat sich auch positiv auf das linke Knie ausgewirkt, keine Beschwerden mehr beim bergab gehen.
Die Stärke des Muskelkaters hängt u.a. auch mit der Steigerung der Intensität zusammen. Der Muskelkater war für mich kein Problem und hatte meinem Empfinden nach keine negativen Auswirkungen auf Haut und PSA. Aufpassen und sensibel muss ich allerdings für die Belastung meiner Sehnen und Bänder sein. Von den "Butterfly-Übungen" mit Gerät bei der KGG vor fünf Jahren bekam ich links einen "Tennisellenbogen" (bin Rechtshänder und das ist die einzige für mich erkennbare Ursache) der lange zum wieder verschwinden brauchte. Auch hatte ich zwei oder drei Mal Probleme an Fingersehnen ("Schnappfinger"), die ich auf verstärkte Hand- und Fingerbelastung beim Training zurückführe (verschwanden wieder nach Kortikoidinjektionen in die betreffenden Bereiche).
Daher meine Empfehlung, nur langsam die Belastung (Gewicht und Zahl der Wiederholungen) steigern, starken Muskelkater vermeiden. Sehnen und Bänder adaptieren sich viel, viel langsamer an die Belastungsreize als Muskeln.
PSA ist eine rheumatische Erkrankung, die Rheumaliga empfiehlt Bewegung und schreibt zum Muskelkater:

Muskelkater (rheuma-liga.de)

und gibt Empfehlungen zur Bewegung auch zuhause:

Angebote für Zuhause (rheuma-liga.de)

Viel Spaß und Erfolg beim Training! 

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Geschrieben

Danke für eure Rückmeldungen. :)

Dass es keinen "Aufschrei" der Gattung "machs bloß nicht, das hat die Pso gar nicht gerne" gab, werte ich erstmal als gutes Zeichen. :) Ich denke, ich werde es mal probieren. Und es dabei langsam angehen.

  • Like 1
Geschrieben
Am 4.5.2024 um 06:45 schrieb ssx32:

Ich habe gelesen, dass Muskelkater im Wesentlichen auch eine Entzündung ist und immer wieder hört man, dass Entzündungsprozesse im Körper allgemein schlecht für die Pso sind. Ob da irgendwas dran ist, kann ich nicht sagen, und wollte euch daher fragen, wie eure Erfahrungen dahingehend sind.

Hallo @ssx32,

bei mir wirken sich Entzündungen im Körper (z.B. gereizter Magen oder Zahnentzündungen) kaum auf meine Pso aus. - Allerdings habe ich den Eindruck, dass je mehr Pso-Entzündungen da sind, um so mehr Pso kommt noch dazu -> Pso-Schub.

Trotz Gymnastik und Sport, habe ich nur sehr selten mal Muskelkater, so dass ich da auch keinen Zusammenhang zur Pso erkennen könnte.

Bei meinen Pilates-Übungen habe ich gelernt, nach sehr starken Muskelanspannungen, diese direkt im Anschluss daran, auch wieder zu entspannen... entweder wende ich eine mentale Muskel-Entspannung (PME) an oder ich löse die Spannung durch Klopfen der entsprechenden Körperbereiche oder ich mache beides.

Eine besondere Entspannungsmethode direkt nach den Anstrengungen ist für mich die, wenn mir eine besonders kreative Geschichte (eine, die zu Gedankenspielen einläd) vorgelesen wird. 

Auch wenn ich meine Pilatesübungen zusammen mit einer Entspannungs-Musik durchführe, bleibt ein Muskelkater danach aus.

PME/PMR=progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

LG Burg

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb GrBaer185:

plötzlichen, stechenden Schmerz im linken Knie beim Aufstehen von einem Stuhl

Hallo @GrBaer185,

gerade vor 3 Tagen hatte ich die gleiche Symptomatik... und musste noch jemanden abholen... also entspannen, was halt so ging... und ganz langsam (schmerzreduzierend) gehumpelt, sehr vorsichtig dann auch vom Stuhl aufgestanden und lange hingelegen. Danach war es schon viel besser und ich blieb noch im Schonmodus. Seit gestern Abend bin ich wieder schmerzfrei (ganz ohne Mittelchen). - Aber so kenne ich das von mir auch. Ich verhalte mich ähnlich wie früher bei meiner Sehnenscheiden-Entzündung, dann ist der Schmerz am schnellsten wieder weg.

vor 9 Stunden schrieb GrBaer185:

Das Training hat sich auch positiv auf das linke Knie ausgewirkt, keine Beschwerden mehr beim bergab gehen.

Das ist auch meine Erfahrung, bei mal geringen Schmerzen in Hand-, Knie- und Hüftgelenk wirkten sich Gymnastik/Sport förderlich darauf aus; oft waren danach die Gelenke wieder schmerzfrei (nicht immer, aber es wurde auch nicht mehr).

Sehr heftige Schmerzen mal in einem Schultergelenk mit fast keiner Bewegungsmöglichkeit mehr, dauerte sehr lange (5-7 Jahre) bis zur völligen Abheilung. - Mit der anderen Hand hatte ich den Arm dann ganz langsam, im Zeitlupentempo schmerzreduziert, geführt, damit die Schulter nicht ganz versteifen konnte. Zu der Zeit konnte ich in meinem Schwimmbad die Unterwassermassage für meine Schulter nutzen; dort war der Wasserstrahl sehr stark; das Schwimmbad wurde auch von der Dtsch. Rheumaliga genutzt. Aber erst jahrelange gymnastische Übungen verhalfen der Schulter wieder zur gänzlichen Abheilung.

Also bei geringen Schmerzen durfte ich meinen Sport sogar gewinnbringend weiter machen aber bei starken Schmerzen musste ich erst abwarten, bis es besser geworden war.

vor 9 Stunden schrieb GrBaer185:

Auch hatte ich zwei oder drei Mal Probleme an Fingersehnen ("Schnappfinger"), die ich auf verstärkte Hand- und Fingerbelastung beim Training zurückführe (verschwanden wieder nach Kortikoidinjektionen in die betreffenden Bereiche).

Bei meinen 2 Schnappfingern hatte das Kortison nicht gewirkt und ich massierte die verdickten Stellen über 1-2 Jahre bis da nichts mehr schnappte. Aber ich musste ab da auch die auslösenden Arbeiten vermeiden bzw reduzieren. Und bei ersten Schmerzzeichen an den Sehnen, sofort die auslösende Belastung meiden.

Dass die Sehnen nicht mehr so belastet werden können, könnte am Alter liegen. - In der Altenpflege hatte ich das auch erlebt. Die Älteren erzählten von einem stechenden Schmerz beim Blumengießen und sie glaubten, sie seien von einem Insekt gestochen worden. Der Finger zeigte eine Schwellung und einen Bluterguss. Die Gießkanne war schwer und drückte wohl auf die Sehne oder ein Blutgefäß.

Aber auch bei Jüngeren können die Sehnen zu stark belastet werden. Ich war etwa 25J und bei einer Fingersehne war unter der Haut Sehnenflüssigkeit ausgetreten. Die verursachende Bewegung war das Anheben eines schweren Topfes (4kg) mit einer Hand, der einen scharfkantigen Boden hatte. Diese Bewegung musste ich beruflich mehrmals täglich machen, so dass immer wieder neu Sehnenflüssigkeit ausgetreten war, die auf das umliegende Gewebe drückte. Bei einer OP wurde zwar die ausgetretene Sehnenflüssigkeit entfernt, aber es war für mich keine Lösung. Nach meinem Berufwechsel, konnte ich solche Bewegungen vermeiden. Austretende geringfügige Sehnenflüssigkeit durch Arbeiten in Haus und Garten ließen sich dann durch meiden dieser Arbeiten und Selbstmassagen erfolgreich vom Gewebe selbst abbauen.

Ob es hier einen Zusammenhang zwischen Sehnenproblemen und der Pso gibt? LG Burg

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