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DaisyII

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In Zusammenarbeit mit anderen professionellen Helfern können Menschen mit psychischen Erkrankungen die Fähigkeit entwickeln, ein Gleichgewicht zwischen Krankheitsbewältigung und den Alltagsanforderungen sowie den Herausforderungen der sozialen Umgebung herzustellen. Darüber hinaus erlangen sie ein Gefühl dafür, wie sie professionelle und andere Unterstützungsangebote sinnvoll nutzen. Ziel ist es, die Betroffenen auf dem Weg der Umsetzung eigener Ziele zu unterstützen und gemeinsam Wege zu eigenen Problemlösungen zu bahnen.

Quelle - auszugsweise

Text von Ulrike Siepelmeyer-Müller (Dortmund)

@ Liebes Forum

Es war ein langer Weg.. 

Wer meine Beiträge etc. hier im Forum kennt, weiß wie lange ich schon mit diversen chronischen Krankheiten herumdoktere. Es ist mega anstrengend, wenn man über Jahre stets an sich arbeiten, an Medikamente, Schlafhygiene, Ernährung, Körperpflege etc. denken  muss -  kurz gesagt für seelische und körperliche Ausgeglichenheit und das optimale Ergebnis aller Bemühungen sorgt und immer wieder mit gesundheitlichen Rückschlägen lebt. 

Ich bin so ein Multitalent: Immer mehrere Bälle in der Luft, stets am Brände löschen, organisieren, reparieren.. Bis mich obendrein Covid in 2022 zur Vollbremsung zwang. Das hat mich fertig gemacht. Psyche angeknackst.. Erschöpfung mental und körperlich..

Therapieplätze mit Wartezeit bis 15 Monate oder länger. 🙄 

Nachdem ich Stand heute 18+ Monate nicht arbeitsfähig bin und von einem Facharzt zum nächsten geschickt wurde, hatte eine Therapeutin den entscheidenden Hinweis für mich. Sie schlug vor eine Psychosoziale Ergotherapie zu beginnen.

Ich wußte nicht, was da möglich ist, bin neugierig und offen zur Therapie gegangen. Nachdem ich jetzt 5 von 10 Sitzungen genutzt habe, sehe ich erste Erfolge. 

Entsprechende Verordnung erfolgt zum Beispiel über Hausarzt. Es sind jeweils zehn Termin - Verlängerung möglich.

Informationen findest du hier:

https://www.psychiatrie.de/behandlung/ergotherapie.html#SnippetTab

bearbeitet von DaisyII
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Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb DaisyII:

Nachdem ich Stand heute 18+ Monate nicht arbeitsfähig bin und von einem Facharzt zum nächsten geschickt wurde, hatte eine Therapeutin den entscheidenden Hinweis für mich. Sie schlug vor eine Psychosoziale Ergotherapie zu beginnen.

Ich wußte nicht, was da möglich ist, bin neugierig und offen zur Therapie gegangen. Nachdem ich jetzt 5 von 10 Sitzungen genutzt habe, sehe ich erste Erfolge. 

Entsprechende Verordnung erfolgt zum Beispiel über Hausarzt. Es sind jeweils zehn Termin - Verlängerung möglich.

Hallo @DaisyII,

es freut mich, dass Dir die psychosoziale Ergotherapie hilft!!!

Als ich vor 30J erstmals in einer ergotherapeutischen Praxis war, hatte ich überhaupt keine Vorstellung davon, wie dort gearbeitet wird.

Ich ließ mir erklären, welche Maßnahmen man anwendet, es fiel mir aber schwer damit einen Zusammenhang zu einem möglichen Erfolg zu erkennen, deshalb hatte ich erst mal auf die Expertise dieser Fachleute dort vertraut.

In unserem Fall wurde ein aus seinem Spasmus heraustrainierter Patient behandelt, um nach der Grobmotorik nun auch noch seine Feinmotorik zu verbessern und ihm Selbstvertrauen in seine eigenen Fähigkeiten zu vermitteln. Es wurde gemalt, gebastelt und der Patient immer wieder dazu ermutigt auch schwierige gestalterische Vorhaben umzusetzen und damit feine Bewegungsabläufe einzutrainieren.

Zum Abschluss wurde dem Patienten noch geraten, einem sportlichen Verein beizutreten. Er wurde ein guter Schwimmer und Schütze. Wir waren und sind zufrieden.

In der ergotherapeutischen Praxis lagen Prospekte aus, die auch eine Arbeit mit älteren Menschen angeboten hatte, damit sich diese noch lange selbstständig versorgen können würden.

Deshalb sehe ich die Ergotherapie als sehr nützlich an und freue mich, dass sie hier Erwähnung findet.

LG Burg

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Hallo Burg,

es ist allseits bekannt, daß Ergotherapie nach Schlaganfällen eingesetzt wird. 
Ich selbst bekam Ergotherapie wegen meiner Insomnie verordnet. Die Psychologin wollte mir damit helfen, hat aber nix gebracht. LG Waldfee

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vor 41 Minuten schrieb Waldfee:

Hallo Burg,

es ist allseits bekannt, daß Ergotherapie nach Schlaganfällen eingesetzt wird. 
Ich selbst bekam Ergotherapie wegen meiner Insomnie verordnet. Die Psychologin wollte mir damit helfen, hat aber nix gebracht. LG Waldfee

Nach Schlaganfallpatienten ist Bopard aber noch besser. wie Ergo. Den Unterschied konnte ich gut zwischen Onkel (mit Hirnblutung) und Mutter ( ohne) feststellen.

Gruss Anne

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Liebe @all,

danke für eure Beiträge ☺️

Mir geht es hauptsächlich um die Alltagsbewältigung, denn die macht mir noch immer Probleme. Es läuft nichts wirklich rund. Da ich allein lebe, fehlt mir auch eine helfende Hand und ein Gedankenaustausch mit einem Partner. Muss mich allein am Schopfe nehmen.. 

Zitat

Psyche angeknackst.. Erschöpfung mental und körperlich..

Ich bin jetzt kurz vor der Rente - vermutlich EM Rente - und ich bin, abhängig von der jeweiligen Tagesform, nicht voll belastbar. Ich frage mich, wo ich stehe, wohin ich will und was ich kann. Das betrifft auch die Entwicklung neuer Wege und den adäquaten Umgang mit alters- oder/und gesundheitsbedingten Störungen bzw. Defiziten ohne zu verzweifeln und den Kopf hängen zu lassen. 

Meinen Start in das Rentnerleben habe ich mir etwas anders vorgestellt.. Ich muss mich quasi neu erfinden, umdenken. Dabei kann ich professionelle psychozoziale Unterstützung gut gebrauchen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier ein umfassendes Angebot besteht, der den Menschen und seine Lebens-Umwelt zusammenbringt.  

Andere Therapieformen haben sicher ihre Berechtigung und meiner Erfahrung nach immer einen bestimmten Fokus. Es sind Einzelbausteine wie Ernährung, Bewegung, Psyche - diverse Formen - etc.

 

 

bearbeitet von DaisyII
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vor 8 Stunden schrieb Waldfee:

Ergotherapie wegen meiner Insomnie verordnet. Die Psychologin wollte mir damit helfen, hat aber nix gebracht.

Hallo @Waldfee,

besteht die Insomnie bei Dir noch?

Hier eine Übersicht aus der ApothekenUmschau, 31.8. 2023,

AU=Irmela Manus, Andrea Blank-Koppenleitner

Häufige Schlafstörung: Insomnie

https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/haeufige-schlafstoerung-insomnie-1002491.html

Vor vielen Jahren hatte ich mal über 6 Wochen eine Schlafstörung und Depression, die ich ohne Schlafmittel (Medi) auflösen konnte. Es könnte eine Nebenwirkung eines Medikaments gewesen sein oder/und das Absetzen von der Pille (und die Pso war auch noch neu bei mir).

Über diese 6 Wochen hatte ich beruflich tagsüber trotzdem körperliche Arbeit verrichtet. Die ersten 4 Wochen hatte ich Ruhe bewahrt, in der Hoffnung der Schlaf würde sich von alleine wieder einstellen und hatte jede Nacht im Bett gelegen und nur darauf geachtet, dass die Augen nicht immer wieder sich öffneten (weil sie sonst tagsüber rot und gereizt waren). Ob ich in diesem Ruhezustand eventuell doch mal für 10 Minuten eingenickt war, wäre möglich gewesen. 

Nach diesen 4 Wochen war mir eingefallen, dass ich als Jugendliche während meiner Ausbildungszeit eine "Imagination"* für ein schnelles Einschlafen benutzt hatte und hatte mir dann diese Imagination wieder zuhilfe genommen. Mit dieser Hilfe hatte es dann doch noch 2 Wochen gedauert, bis ich wieder richtig schlafen konnte und sich dann auch die damit verbundene Depression wieder (nach etwa 6 Monaten) auflöste.

*= Meine Imagination war: Ich stellte mir vor, ich säße auf einer kleinen Wolke am Himmel und schaukelte auf ihr federleicht hin und her und auch kopfüber - kopfunter. Als Jugendliche war ich dann nach spätestens 2 Minuten eingeschlafen und auch später wieder nach den 2 Wochen Wiedereinübungszeit.

Hier sollte sich jeder ein für sich selbst geeignetes Bild ausdenken/ausmalen. Etwas was man gerne macht, wobei man sich wohl fühlt und was einen entspannt.

Jahrzehnte später wurde mein Schlaf mal durch regelmäßiges Aufwecken gestört, daraus entwickelte sich prompt eine Depression, die sich auch wieder (nach etwa 6 Monaten) auflöste, nachdem ich die Schlafstörung eliminiert hatte.

Heute ist meine sicherste Einschlafhilfe - ein Buch - . Kaum fange ich an zu lesen, fallen die Augen schon zu.

LG Burg

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb DaisyII:

Mir geht es hauptsächlich um die Alltagsbewältigung, denn die macht mir noch immer Probleme. Es läuft nichts wirklich rund. Da ich allein lebe, fehlt mir auch eine helfende Hand und ein Gedankenaustausch mit einem Partner. Muss mich allein am Schopfe nehmen.

Hallo @DaisyII,

nach den letzten politisch schwierigen Jahren geht es mir (unabhängig von der Pso) auch so. Kaum etwas bekomme ich noch "gebacken".

Und "selbst am Schopfe nehmen", da habe ich die Pippi Langstrumpf vor Augen, wie sie sich an ihren Zöpfen zoppelnd wieder zur Ordnung ruft (sich selbst erziehend, so ganz ohne Mutter, Vater und Lehrerin).

Meine neue helfende Hand ist jetzt da. Früher war ich im Ehrenamt (Caritas, Diakonie, AWO) für alte Frauen in ihren Haushalten aktiv. Und noch wichtiger als eine Lampe abzustauben oder einen Blumenkasten neu anzulegen war den Älteren das Gespräch oder auch nur das Gefühl, dass da noch ein menschliches Lebewesen in der Nähe ist! Einen Gedanken fassen, ihn auszusprechen und daran zu wachsen, das ist das, was wir Menschen brauchen, sonst verkümmern wir.

vor 8 Stunden schrieb DaisyII:

Meinen Start in das Rentnerleben habe ich mir etwas anders vorgestellt.. Ich muss mich quasi neu erfinden, umdenken. Dabei kann ich professionelle psychozoziale Unterstützung gut gebrauchen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier ein umfassendes Angebot besteht, der den Menschen und seine Lebens-Umwelt zusammenbringt

Mit einem GUTEN Ergotherapeuten zur Seite sollte das gut gelingen und wir spüren, ob wir uns mit seiner Hilfe weiterentwickeln oder nicht. Wir hatten auch erst mit dem Zweiten Therapeuten das Glück einer Besserung/Veränderung gehabt.

LG Burg

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