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Hilfe bei Heilung im Intimbereich


Nostaria

Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Guten Morgen an alle.

Ich bin neu hier, bin 24 Jahr und dazu gekommen, weil bei mir nun leider Schuppenflechte im Intimbereich festgestellt wurde. Also vorne so wie hinten. Und ich weiß mittlerweile auch nicht mehr so richtig weiter. Es belastet einen ja schon sehr.

Ich habe es jetzt seit über einem halben Jahr.. Leider gab es einen Termin auch erst sehr spät, so dass es immer schlimmer würde. Man kennt ja die Termine Vergaben.

Aber ich hatte dann bei dem Termin auch eine Kortisonsalbe und eine Biopsie bekommen.

Der Juckreiz und das Nässen ist jetzt zum Glück ersteinmal überstanden und man kann nachts wieder liegen bleiben ohne immer aufstehen zu müssen.

Nun ist meine Frage, besteht eine Chance darauf, dass die Haut wieder ganz verheilt? Zumindest für eine gewisse Zeit?

(Das dass jetzt nicht mehr weg gehen wird und immer wieder schübe kommen, dass weiß ich.)

Ich bin zurzeit quasie in der Phase, dass glaube ich die letzte Hautschicht sich bilden möchte. Aber die stellt sich leider etwas schwer an.

Was für Cremes haben euch so geholfen um die Pflege und Heilung zu erlangen? Und auch ob überhaupt eincremen oder eher trocken halten?

Meine jetztige Hautärztin hat mir da leider nichts hilfreiches gesagt. Ich Versuche aber auch jetzt zu einem Spezialisten zu wechseln.

Meine Hoffnung ist nur, dass es nochmal etwas wird und auch nochmal normal ausschaut.

Ich bin jetzt schon auf Antworten gespannt und bedanke mich in vorraus.

Mit lieben Grüßen 

bearbeitet von Nostaria

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

hallo Nostaria -

schön - dass du dieses informative Forum gefunden hast - ich möchte anmerken - man kann hier auch Lachen und sich mal ablenken mit Kochrezepten - schönen Bildern usw.usw. - einfach mal schauen im Forum -

 GrBaer185 hat einen wichtigen Link eingestellt - lies dich durch -

meine Freundin hatte auch diese Probleme im Intimbereich und sie war beim Gynäkologen - vielleicht wäre das auch eine Option für dich - es können auch Pilze sein im Intimbereich - und da ist ein Facharzt wichtig -

nur mal so als Anregung gedacht - meiner Freundin wurde geholfen und sie war nach ca. acht Wochen erscheinungsfrei im Intimbereich -

nette Grüsse sendet - Bibi -

  • Danke 1
Geschrieben

Hallo Bibi, 

Beim Gynäkologen war ich tatsächlich als erstes und zwischendurch auch ein paar Mal. Pilze wurden zum Glück immer ausgeschlossen und da unten ist in dem Aspekt alles in Ordnung. Tatsächlich hatte ich auch eine Proktoskopie aufgrund des nässens und wund sein.

Durch die Biopsie kam tatsächlich die Psoriasis inversa heraus.

Den geteilten Beitrag habe ich mir auch durchgelesen. Jedoch bleiben da leider bei mir ein paar offene fragen.

Ich bedanke mich aber für deine Antwort.

Mit lieben Grüßen Nostaria 

Geschrieben

Hallo @Nostaria,

  Am 21.2.2024 um 06:27 schrieb Nostaria:

leider Schuppenflechte im Intimbereich festgestellt wurde. Also vorne so wie hinten. Und ich weiß mittlerweile auch nicht mehr so richtig weiter. Es belastet einen ja schon sehr.

Ich habe es jetzt seit über einem halben Jahr. Leider gab es einen Termin auch erst sehr spät, so dass es immer schlimmer wurde. Man kennt ja die Termine Vergaben.

Aber ich hatte dann bei dem Termin auch eine Kortisonsalbe und eine Biopsie bekommen.

Der Juckreiz und das Nässen ist jetzt zum Glück ersteinmal überstanden und man kann nachts wieder liegen bleiben ohne immer aufstehen zu müssen.

Nun ist meine Frage, besteht eine Chance darauf, dass die Haut wieder ganz verheilt? Zumindest für eine gewisse Zeit?

Mehr davon...  

das ist ganz schlimm, man weiß nicht wie man stehen oder liegen soll und beim Sitzen ist es ganz unerträglich.

Mit meinem Pso-Problem vor etwa 25J im Intimbereich war ich nach 1-2 Tagen nach dem ersten Auftreten bei meiner Gynäkologin, die sich dann sofort telefonisch mit meiner Dermatologin kurzgeschlossen hatte und beide hatten für mich gemeinsam eine Lösung erarbeitet.

1. Ich durfte nach der Toilette kein Toipap mehr verwenden, stattdessen sollte ich mich (übereck auf der Wanne sitzend) mit der Handbrause reinigen und zuletzt mit 1 Liter einer 0,1%igen Tannolact-Wasser-Lösung aus einem Becher übergiessen (also kein Sitzbad!) und etwa 2x pro Tag die Kortisoncreme (welche, weiß ich nicht mehr) verwenden.

2. In meiner Mittagspause war ich für meine Therapie in dieser Zeit mal eben schnell nach Hause gefahren; das hatte gut geklappt!

3. Die Wassserreinigung (ohne Tannolact) im Intimbereich hatte ich ab da dauerhaft beibehalten und abgetrocknet, besser nur abgetupft wurde/wird mit Einmal-Tüchern oder "Tempos".

4. Als Vorlage durfte ich nur reine Baumwollwatte verwenden, die sollte es noch in der Apotheke von der Fa. Hartmann geben oder auch Stofftaschentücher oder Tempos - je nachdem womit ich mich gerade wohler gefühlt hatte.

5. Es sollte noch auf eine lockere Kleidung, Hose und Unterhose aus weicher Baumwolle geachtet werden. Nichts darf reiben.

Nach 2 Wochen war dann bei mir der "Spuk" vorrüber und ist bis jetzt nie wieder (so heftig) aufgetreten. 

Vorbeugend hatte ich ab da nur noch reine Baumwollwatte, Zellstofftücher, weiche baumwollne Wäsche benutzt und... sollte ich mal im Intimbereich ein "komisches" Gefühl verspürt haben, hatte ich sofort die 0,1%ige Tannolact-Lösung 1-2-malig verwendet; das hatte geholfen! Die Pso blieb dort fern.

Bei einem Trockenheitsgefühl hatte ich meine Körperlotion mit Hamamelis dort verwendet, die ich auch in allen anderen Körperfalten vertrage.

- Was hält Deine Ärztin von einer Zink(oxid)-Creme? Sie reduziert bei mir auch Entzündungen - ABER im Intimbereich hatte ich sie noch nie verwendet!

Wie es jetzt bei Dir nach einem halben Jahr weitergehen wird, kann ich Dir nicht vorhersagen. Ich nehme an, dass diese "ältere" Pso bei Dir dann länger zur Abheilung brauchen wird - habe Geduld.

Dir kann ich nur eine baldige Besserung wünschen, denn diese Lokalisation ist einfach nicht fair!

LG Burg

  • Like 1
Geschrieben

Vielen Dank @Burg, für deine ausführliche Antwort.

Es bereitet mir doch etwas Hoffnung auch einmal zu hören das es gut weggegangen ist und fern bleibt.

Ich habe mich tatsächlich durch viele sitzbäder probiert. Gegen das Nässen und den offenen Stellen am After helfen mir tatsächlich kamillenbäder sehr gut. 

Die Ärztin hatte leider noch nichts von eine Zinkcreme erwähnt. Jedoch habe ich eine für mich ausprobiert gehabt. Die haben aber leider vor und Nachteile. Aber tatsächlich tuhe ich sie gerne drauf wenn kleine stellen der Meinung sind zu nässen.

Leider meinte die Ärztin auch, dass ich es sehr ausgeprägt untenrum habe, aber ich hoffe weiter auf Besserung.

Sehr problematisch ist tatsächlich auch die intimbehaarung. Dadurch, dass die Haut immer dünner wurde schmerzten die Haare immer mehr was noch mehr dazu führte das es unerträglich wurde. Aber das habe ich zum Glück auch ersteinmal überstanden.

LG Nostaria

Geschrieben

Hallo @GrBaer185,

vielen Dank für das zeigen der Beiträge. 

Es ist doch sehr hilfreich die Erfahrung zu lesen und auch selber einmal ausprobieren zu können.

LG Nostaria 

Geschrieben
  Am 22.2.2024 um 08:17 schrieb Nostaria:

Es bereitet mir doch etwas Hoffnung auch einmal zu hören, dass es gut weggegangen ist und fern bleibt.

Ich habe mich tatsächlich durch viele Sitzbäder probiert. Gegen das Nässen und den offenen Stellen am After helfen mir tatsächlich Kamillenbäder sehr gut. 

Mehr davon...  

Hallo @Nostaria,

wenn die Haut z.B. am Damm unterhalb des Afters schon (oder auch in anderen Hautfalten) abgeheilt ist, ist sie aber doch noch sehr lange empfindlich!

In der Zeit muss man sehr vorsichtig beim Hinsetzen sein! Die Haut reißt dann sehr schnell mal ein - aua.

Da erinnere ich mich noch an das "auf die Wasserrutsche setzen" mit einem kleinen Kind auf dem Schoß... na, auch das ist irgendwann wieder abgeheilt.

Ich konnte dann mit Penaten gegen das Einreißen vorbeugen.

LG Burg

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Liebe Mitleidende, mir ging es genauso wie Dir. Nach 2 Jahren Aerzteodyssee , Gyn, Proktoloktogen etc hatte ich den richtigen Hautarzt gefunden und der hat sofort die Diagnose Psoriasis gestellt. Sein Rat kein rotes Fleisch und kein Alkohol, zum Abheilen Sonne auf den Po, leichte Baumwollkleidung oder 10 min Sonnenstudio ohne Gesichtslampen ein paarmal ( hat er nicht wirklich empfohlen aber „kann man mal machen“, war seine Aussage) und die Entzündung war weg. Inzwischen bin ich seit 13 Jahren Vegetarier und mir geht’s supergut damit. Auf fetten Käse, scharfes Essen ( z. B. Indisch) oder mal ein Glas Wein, will ich nicht ganz verzichten, dann hilft mir Advantan 0,1 einmal cremen und ich habe noch Curatoderm Salbe, wenn die Haut sich trocken anfühlt. Weisses Fleisch Huhn und Pute geht wohl. Der Arzt ein Original Bayer hat mal zu meinem Sohn (erblich) gesagt: „Als schweinebratenliebender Säufer hat mein ein Problem mit  Schuppenflechte, als Veganer Ausdauersportler nicht“. Alles eine Frage des Lebenstils. Gute Besserung

Geschrieben
  Am 16.3.2024 um 13:23 schrieb Feuervogel:

„Als schweinebratenliebender Säufer hat mein ein Problem mit  Schuppenflechte, als Veganer Ausdauersportler nicht“. Alles eine Frage des Lebenstils.

Mehr davon...  

Das ist nicht total falsch, aber eine sehr stark verallgemeinernde und vielen von Psoriasis Betroffenen eigene "Schuld" an der Erkrankung unterstellende und damit Unrecht tuende und verletzende Behauptung.
Auch schlanke, nicht rauchende und keinen Alkohol trinkende Ausdauersportler zählen zu unseren Leidensgenossen.

PS: Auch (normalgewichtige) Kinder können bereits an Psoriasis erkranken...

  • Like 4
Geschrieben

@GrBaer185 ich habe hier in kleinster Weise die Aussage des Arztes auf das  Körpergewicht bezogen, mein Sohn und ich sind normalgewichtig. Psoriasis ist erblich und daher sind auch schon Kinder betroffen.
Es geht schlicht und einfach darum darzustellen, entzündungsfördende Nahrungsmittel wie rotes Fleisch und Alkohol zu vermeiden (https://natuerlich.thieme.de/therapieverfahren/ernaehrung/detail/antientzuendliches-essen-40 mit Quellen). Und das Leben ist viel schöner, wenn es nicht juckt und nässt. 

  • Danke 1
Geschrieben
  Am 18.3.2024 um 06:47 schrieb Feuervogel:

Es geht schlicht und einfach darum darzustellen, entzündungsfördende Nahrungsmittel wie rotes Fleisch und Alkohol zu vermeiden

Mehr davon...  

... und einen normalen BMI zu haben und sich möglichst viel zu bewegen. Da stimme ich dir völlig zu.
Diese Punkte sind sicherlich hilfreich um besser mit einer bestehenden Psoriasis zurecht zu kommen und können eine Verschlimmerung oder einen Schub der Psoriasis unter Umständen vermeiden.
Aber auch als schlanker, keinen Alkohol trinkender, sportlicher Veganer kann man ein Problem mit Psoriasis oder PSA haben - vielleicht geringer als bei einer ungesünderen Lebensweise.
Ich habe mich an folgendem Arztzitat gestoßen, dass praktisch bedeuten würden, jeder Psoriatiker ist an seinen Problemen selber Schuld, er muss nur seinen Lebensstil ändern:

  Am 16.3.2024 um 13:23 schrieb Feuervogel:

"...als Veganer Ausdauersportler nicht“.

Mehr davon...  

PS: Ich wiege 77 kg (früher noch weniger) bei 185 cm Größe, habe nie geraucht, trinke seit Jahren überhaupt keinen Alkohol, versuche mich viel zu bewegen, als meine PSA es noch zu ließ, bin ich regelmäßig dauergelaufen, esse keine Wurst oder rotes Fleisch und habe doch seit bald 50 Jahren mit Psoriasis zu tun und nur UVB-Bestrahlung, Fumarate und jetzt ein Biologikum brachten Linderung.
So, nun will ich aber zusehen, dass ich in die Physiotherapie-Praxis zu meinem Kraftzirkel komme...

  • Like 1
Geschrieben

Hallo GrBaer185,

wichtig ist doch für Dich die Beruhigung, zumindestens gewichtsmäßig/ernährungsmäßig alles richtig gemacht zu haben, der PSA Paroli zu bieten. Finde ich richtig gut. LG Waldfee

  • + 1
  • Danke 1

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