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Was ist an Cortison so schlimm?


LadyArmadia

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Geschrieben

Seit ca. einem jahr nehme ich Cortison für die Kopfhaut und die anderen betroffenen Stellen. Ich höre immer von allen: "Kortison?Nein danke!" Es ist bis jetzt das beste Mittel was auch wirklich geholfen hat, abgeshen davon, dass es nicht unagenhem riecht wie z.b bei den Teersalben und die Handhabung ist einfach einfach. Bin ich vielleicht zu blauäugig? Vielleicht kann mir mal jemand sagen, was an Cortison als äußerliche Anwendung so schlimm ist?

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo Lady,

ja, Cortison (hatte) früher einen schlimmen Ruf. Es ist aber ein hochwirksames und wichtiges Medikament, auf das man oft nicht verzichten kann.

Wie bei allen Medikamenten muß man wohl den Nutzen - Schadenfaktor bedenken.

Ich glaube (ich !!), daß die moderen Cortisoncremes viel von ihrem Schrecken verloren haben. Wenn Cortison nicht innerlich genommen wird (Osteopoprose), sondern "nur" äußerlich, ist die Anwendung " in Maßen" sicherlich gut vertretbar. Vorsicht nach meiner Erfahrung nur im Gesicht und an anderen "empfindlichen" Regionen....

Nun wirst Du viel nachlesen können über Langzeitschäden, aber auch über die verschiedenen Klassen der Intensität. Hier mußt Du dich mit dem verantwortungsbewußten dermatologen nochmal kritisch unterhalten. Aber ist das Lager gespalten. Manche setzen auch das Cortison ein bißchen furchtlos ein...

Meine Meinung: Benutzen nach Notwendigkeit, so wenig, wie möglich. Aber auch so viel, wie nötig.

Ich wünsche Dir ein gutes Maß an Kritik dem Medikament gegenüber, aber auch eine Portion Mut, nicht alles zu glauben, was an negativen Dingen berichtet wird. Du wirst Dich richtig entscheiden.

Alles Gute von der Ostsee:

Hardy

Geschrieben

Hallo ihr zwei beiden :) ,

habe die Erfahrung gemacht, dass Corticate einen guten Erfolg erzielen.

Jedoch habe ich mich mal mit meinem Cousinchen unterhalten (sie möchte mal ein zukünftiger Weiß-Kittel werden). Sie meint, dass man Corticate generell nicht all zu lange anwenden sollte. Weil wohl, auch nur auf die Haut aufgetragen, die "Schadstoffe" in den Körper gelangen.

Hab zwar schon lange keine solche Creme in der Hand gehalten, aber steht da nicht auch was mit Schädigung irgendwelcher innerer Organe (und das Frauen wären und nach der Behandlung nicht schwanger sein sollten - hatte mein Hautarzt damals auch zu mir gesagt!) auf dem Beipackzettel?. :confused:

Ich denke, man sollte die schwere seines Befalls mit den Nebenwirkungen abgleichen bzw. es nicht all zu lange verwenden...

Liebe Grüß

blackaudicat

Geschrieben
Hallo ihr zwei beiden :) ' date='

habe die Erfahrung gemacht, dass Corticate einen guten Erfolg erzielen.

Jedoch habe ich mich mal mit meinem Cousinchen unterhalten (sie möchte mal ein zukünftiger Weiß-Kittel werden). Sie meint, dass man Corticate generell nicht all zu lange anwenden sollte. Weil wohl, auch nur auf die Haut aufgetragen, die "Schadstoffe" in den Körper gelangen.

Hab zwar schon lange keine solche Creme in der Hand gehalten, aber steht da nicht auch was mit Schädigung irgendwelcher innerer Organe (und das Frauen wären und nach der Behandlung nicht schwanger sein sollten - hatte mein Hautarzt damals auch zu mir gesagt!) auf dem Beipackzettel?. :confused:

Ich denke, man sollte die schwere seines Befalls mit den Nebenwirkungen abgleichen bzw. es nicht all zu lange verwenden...

Liebe Grüß

blackaudicat[/quote']

Hi,

leider gibt es bei der Salbe keinen Beipackzettel, da sie gemischt wird. Ich weiß lediglich, dass mein Hautarzt mich ziemlich regelmäßig sehen will, weil es eben Cortison ist. Welche Schäden bei einer inneren Anwendung hervorgerufen werden ist mir bekannt, aber bei einer äußeren eben nicht. Vielleicht sollte ich einfach mal meinen Hautarzt befragen, der muss es eigentlich wissen.

LG

Katrin

Geschrieben (bearbeitet)
Hallo Lady' date='

ja, Cortison (hatte) früher einen schlimmen Ruf. Es ist aber ein hochwirksames und wichtiges Medikament, auf das man oft nicht verzichten kann.

Wie bei allen Medikamenten muß man wohl den Nutzen - Schadenfaktor bedenken.

Ich glaube (ich !!), daß die moderen Cortisoncremes viel von ihrem Schrecken verloren haben. Wenn Cortison nicht innerlich genommen wird (Osteopoprose), sondern "nur" äußerlich, ist die Anwendung " in Maßen" sicherlich gut vertretbar. Vorsicht nach meiner Erfahrung nur im Gesicht und an anderen "empfindlichen" Regionen....

Nun wirst Du viel nachlesen können über Langzeitschäden, aber auch über die verschiedenen Klassen der Intensität. Hier mußt Du dich mit dem verantwortungsbewußten dermatologen nochmal kritisch unterhalten. Aber ist das Lager gespalten. Manche setzen auch das Cortison ein bißchen furchtlos ein...

Meine Meinung: Benutzen nach Notwendigkeit, so wenig, wie möglich. Aber auch so viel, wie nötig.

Ich wünsche Dir ein gutes Maß an Kritik dem Medikament gegenüber, aber auch eine Portion Mut, nicht alles zu glauben, was an negativen Dingen berichtet wird. Du wirst Dich richtig entscheiden.

Alles Gute von der Ostsee:

Hardy[/quote']

Hallo,

danke für den Rat, ich glaube es ist die beste Lösung meinen Hautarzt beim nächsten Besuch zu befragen.

LG an die Ostsee aus dem regnerischen Ruhrpott

Katrin

bearbeitet von Claudia
Kosmetische Anpassungen :)
  • 1 Jahr später...
Geschrieben

Hallo,

Das Cortison hilft bei allen Medikamenten am schnellsten und besten bei Psoriasis!

Nur........

Ist es leider so das es bei Kortison ein "Flashback" effekt gibt, das heisst das nach dem man die benutzung von Kortison eingestellt hat es alles wieder rauskommt und sogar in vielen fällen schlimmer wird! was vielleicht auch damit zu tun hat das das kortison ein Körpereigener stoff ist der in der nebenniere Produziert wird, und der Körper stellt die eigene Produktion ab, denn es wird ja kortison dem körper zugefügt!

Und klar wird durch häufiges Kortison benutzen die haut dünner, aber das kann man ja vertreten wenn es wirklich hilft!

Das das größte problem ist das es erstmal kurzfristig hilft, es aber auch schnell wieder rauskommt!!!

gruß,markus

Geschrieben

Ich bin froh, dass es Cortison gibt.

Aber ich gehe auch vorsichtig damit um, denn bisher hat uns jeder Arzt gewarnt, weil Tom noch so klein ist und man nicht weiß, wie sein Körper das verarbeitet.

Für Notfälle (in jeder medizinischer Anwendung) ein Segen, aber nicht als Dauerbehandlung.

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Ich benutze seit über 12 Jahren Cortisonhaltige Cremes. Alternativen brachten wenig bis gar keinen Erfolg. Cortison dagegen hilft mir sehr gut. Nutze für die einzelen Körperpartien unterschiedlich konzentrierte Medikamente. Im Gesicht 0,0005% Salben, am Körper und an den Ellenbogen 0,5 bis 1,0% Cortisone. Auf dem Kopf nutze ich Schaum- bzw. Pumpspray- flüssigpräparate 0,5% & 1,0%.

Habe sogar den Eindruck, das die Medikamente die Haut geschmeidiger und weniger faltenreich erscheinen lassen *eitel*. :D

Natürlich kommt die PSO wieder nach 2-3 Wochen ohne Behandlung. Jedoch merke ich, dass ich, wenn ich die Hauptherde im Griff habe, keine Streuungen am Körper kommen. Vernachlässige ich meine Haut, bilden sich die Hauptherde und auch an sonst unüblichen Stellen PSO Stellen.

Erst nach 2-3 Wochen behandel ich nach. Ich denke auch, das die Cortisone in den letzten Jahren besser wurden und nicht mehr mit den "Knallkörpern der 1970er Jahre" vergleichbar sind.

Daher auch meine Empfehlung, so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ich bin froh, das es diese Medikamente gibt.

Was wäre meine/unsere Alternative: Keine Cortisone und aussehen wie ein Blumenkohl, nein danke *lach*

Steffen

  • 10 Monate später...
Geschrieben

Hallo

Michwürde das mit der Haut mal genauer intersieren warum wird sie dünner.

Es wird immer erzählt aber keiner kann mir sagen wie und warum .Genauso

ob die Haut nach längerer Zeit ohne Cortison wieder dicker wird

Geschrieben (bearbeitet)
Seit ca. einem jahr nehme ich Cortison für die Kopfhaut und die anderen betroffenen Stellen. Ich höre immer von allen: "Kortison?Nein danke!" Es ist bis jetzt das beste Mittel was auch wirklich geholfen hat, abgeshen davon, dass es nicht unagenhem riecht wie z.b bei den Teersalben und die Handhabung ist einfach einfach. Bin ich vielleicht zu blauäugig? Vielleicht kann mir mal jemand sagen, was an Cortison als äußerliche Anwendung so schlimm ist?

Die neue Generation hat nicht mehr soviele Nebenwirkungen wie früher, aber auch hier gilt kurze Zeit hochdosiert und nicht als Dauermedikation. Wobei die Kopfhaut da eine Ausnahme bildet, denn dort verträgt die Haut es länger und besser. Es gibt auch Lösungen mit Kortison die wohl sehr gut auf der Kopfhaut wirken. Es gibt aber auch Formen der PSO wo der Arzt dann entscheidet ob auch eine längere Medikation OK ist. Lies einfach mal im Web oder hier im Forum was dort steht. Noch heute ist Kortison auch segensreich oder lebensrettend, z.B. bei allergischen Reaktionen/Schocks. Ich war früher auch ein absoluter Gegner, habe aber meine Einstellung korrigiert, auch weil es mir schon sehr geholfen hat, auch bei der PSA. Wichtigi ist bei der Anwendung, dass man sich langsam ausschleicht sonst kann es zu einem sogenannten Reebound-Effekt kommen. Soll heißen es kommt schlimmer wieder als vorher.

Lg Anjalara

bearbeitet von anjalara
Geschrieben
Hallo

Michwürde das mit der Haut mal genauer intersieren warum wird sie dünner.

Es wird immer erzählt aber keiner kann mir sagen wie und warum .Genauso

ob die Haut nach längerer Zeit ohne Cortison wieder dicker wird

Das so genannte "Dünnwerden" trat früher häufig auf bei zu langer Gabe von Kortison und kann auch heute noch vorkommen. Die Haut ist dann dauerhaft geschädigt, es entstehen die sogenannten Schwangerschaftsstreifen. Hab ich schon häufig beobachten können in der Reha.

Lg Anjalara

Geschrieben
Das so genannte "Dünnwerden" trat früher häufig auf bei zu langer Gabe von Kortison und kann auch heute noch vorkommen. Die Haut ist dann dauerhaft geschädigt, es entstehen die sogenannten Schwangerschaftsstreifen. Hab ich schon häufig beobachten können in der Reha.

Lg Anjalara

Also ich habe vor allem an den Ellenbogen dünne Haut vom Cortison schmieren gehabt, es war schon mal so dünn das man bis auf die Knochen gucken konnte , seitdem schmiere ich an meinen Ellenbogen keine Salbe/Creme mehr die Cortison enthält.

Man kann auch nun nicht mehr bis auf die Knochen schauen , woher das kommt weiß ich nicht , scheinbar wird die Haut wirklich wieder dicker, wenn man keine Cortisonsalben/ Cremes mehr benutzt.

Allerdings habe ich keine Schwangerschaftsstreifen an meinen Ellenbogen, und das habe ich auch noch nie gehört.

LG

Fussballfan

Geschrieben

Es gibt ja auch Cortison in unterschiedlichen Wirkstoffklassen,sprich mit unterschiedlich stark oder weniger stark dosiertem Cortison, an meinen Ellbogen schmiere ich beispielsweise eine Kortisonsalbe aus der Wirkstoffklasse II, auf meinen Kopf eine der Wirkstoffklasse IV.

Geschrieben

Hallo ihr

Warum das Kortison so "schlimm" ist entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich sammelte eigene und sehr persönliche Erfahrungen, die als Antwort auf eure Aussagen hertippen will.

Es gibt ja auch Cortison in unterschiedlichen Wirkstoffklassen,sprich mit unterschiedlich stark oder weniger stark dosiertem Cortison, an meinen Ellbogen schmiere ich beispielsweise eine Kortisonsalbe aus der Wirkstoffklasse II, auf meinen Kopf eine der Wirkstoffklasse IV.
Genau jene Sache war es die mir mein neuer Dermatologe verraten hat. Unterschiedliche Körperregionen sollen nach seiner Aussage unterschiedlich starke Präparate haben. An meiner unangenehmsten Stelle soll nach seiner Aussage weder Kortison, noch irgendein D3-Zeug hin. Ich glaube es ihm mal, denn gegenüber meinem Wenigwissen ist er der Fachmann.
Also ich habe vor allem an den Ellenbogen dünne Haut vom Cortison schmieren gehabt.........scheinbar wird die Haut wirklich wieder dicker, wenn man keine Cortisonsalben/ Cremes mehr benutzt.....

Die Erfahrung teile ich auch. Ich hatte vor Jahren den Effekt dass die Pelle so dünn war dass beim geringsten Stoss der rote Schweiss aus mir floß. Lange später hat es sich wieder gegeben. Da schmierte ich ja auch nicht mehr Kortison.

Prinzipiell und nur auf eigenen Erfahrungen beruhend ist es für mich ein schnell wirkender Wirkstoff. Ich wende ihn an wenn nichts mehr geht. Ich bin aber (fast immer) nur wenig betroffen und komme klar auch wenn die Pelle mal nicht so sexy aussieht. Lass die Leute gucken. Mir macht es nix. Ich muss mich wohlfühlen und sonst gar nix.

Nen Gruß

Wolfgang

Geschrieben
Also ich habe vor allem an den Ellenbogen dünne Haut vom Cortison schmieren gehabt, es war schon mal so dünn das man bis auf die Knochen gucken konnte , seitdem schmiere ich an meinen Ellenbogen keine Salbe/Creme mehr die Cortison enthält.

Man kann auch nun nicht mehr bis auf die Knochen schauen , woher das kommt weiß ich nicht , scheinbar wird die Haut wirklich wieder dicker, wenn man keine Cortisonsalben/ Cremes mehr benutzt.

Allerdings habe ich keine Schwangerschaftsstreifen an meinen Ellenbogen, und das habe ich auch noch nie gehört.

LG

Fussballfan

...naja auf dem Ellenbogen kommen wohl noch nicht einmal Streifen bei einer echten Schwangerschaft vor . Die Kortisonschäden haben ja nur ihren Namen wg. der Ähnlichkeit. Eine andere schwere Nebenwirkung bewirkt dann eine Pergamenthaut und die ist dann auch ein bleibender Schaden. Natürlich kann sich unser Wunderorgan die Haut auch mal wieder erholen, wenn der Schaden nicht so schlimm war.

Gruß Anja

Geschrieben

Soweit ich informiert bin, macht cortison auf eine gewisse weise "abhängig", was logisch ist. Cortison ist ein Körpereigener Stoff, und wenn du dauerhaft Cortison von aussen zufügst, stellt der Körper seine Produktion komplett ein und dann hast du den Salat, dass die PSO immer stärker kommt. Cortison hemmt ja auch nur die Entzündung, und Unterdrückt die Krankheit. Ich handiere trotzdem auch immer wieder damit, weil es einfach sehr gut hilft und wie schon erwähnt, die heutigen Cortisonmittelchen sind großteils schon sehr niedrig dosiert.

schönen Tag noch

lg

beate:p

  • 8 Monate später...
Geschrieben
Cortison ist ein Körpereigener Stoff,

Ich wusste nicht, dass unsere Körper eigene Cortison produziert.

Gibt es villeicht ein Mittel, der könnte provozieren Produktion von Körpereigener Cortison?

Cortisonhaltige Salben, die ich schon ausprobiert (Elocom, Daivobet)waren vollig sinnlos. Erste Tagen war etwas besser, aber schon nach 5 Tagen hatte ich ein Gewönnungseffekt und Salben wirkten nicht mehr. (Ich habe Pso pustulosa). Also nicht schlimmer und nicht besser.

Innerliche Cortison hat sehr grosse Schaden bei mir eingerichtet.:wein

Geschrieben

Hi.

nehme selbst Cortison-haltige Salben. Allerdings ist der einzige Effekt, dass sie "nur" Entzündungshemmend wirken und das ursächliche Problem auf Dauer leider nur lindert aber nicht löst. Die Schuppen kommen ja nach gewisser Zeit an den behandelten Stellen immer wieder. Bin daher eher ein Fan der Kombi-Präparate - Cortison + Vitamin D. Scheiße an Cortison ist, dass man sich sehr schnell und leicht Hautpilzinfektionen an den betroffenen Stellen einholen kann. Dann heißt es, zuerst den Pilz bekämpfen (dauert bis zu vier Wochen - intensivst) und dann erst wieder die Flechte bekämpfen. Die beste Behandlung meiner Meinung nach wäre sowieso eine Kombination aus Salben, Bestrahlung und eventuell Tabletten wie Fumaderm. Wird leider nicht so von den Ärzten gemacht, da viel zu teuer, aber vielleicht hilfreicher als zum x-ten mal nur Entschuppung mit Salicysäure und anschließender Bestrahlung.

Geschrieben
Ich wusste nicht, dass unsere Körper eigene Cortison produziert.

Gibt es villeicht ein Mittel, der könnte provozieren Produktion von Körpereigener Cortison?

Cortisonhaltige Salben, die ich schon ausprobiert (Elocom, Daivobet)waren vollig sinnlos. Erste Tagen war etwas besser, aber schon nach 5 Tagen hatte ich ein Gewönnungseffekt und Salben wirkten nicht mehr. (Ich habe Pso pustulosa). Also nicht schlimmer und nicht besser.

Innerliche Cortison hat sehr grosse Schaden bei mir eingerichtet.:wein

Das körpereigene Kortison hat noch andere Aufgaben als wir wohl vermuten oder kennen. Man kann die Bildung ein wenig anregen durch morgentliches Duschen unterhalb der Körpertemperatur. Es ist aber kaum mit dem topisch aufgebrachtem Kortison zu vergleichen, ausser das es entzündungshemmend wirkt. Kortison ist als eine Art Feuerwehr anzusehen und kann dann sehr hilfreich sein. An einigen Körperteilen, wie dem Kopf, kann man die Salben und Tinkturen auch länger anwenden und auch bei Langzeittherapien bei schwerem Befall, sind die Nebenwirkungen eher minimal. Natürlich gilt auch hier nur so lange wie nötig und auch immer an den Rebound-Effekt denken. Ansonsten ist eine Kombinationstherapie eher zu empfehlen, die allerdings individuell sein muss. Die neuen Kortisone sind nicht niedriger dosiert, sondern haben nicht mehr soviele Nebenwirkungen. Niedrig dosierte Cremes, die frei beworben und verkauft werden, sind da eher kontraproduktiv. Sie wirken kaum, haben aber dieselben Nebenwirkungen. Kortisone werden in Wirkstoffklassen unterteilt.

Gruß Anjalara

Geschrieben

Habe in den 70ern die schlimmsten Erfahrungen mit Kortison gemacht. Die Nebenwirkungen waren da noch nicht bekannt. Erst 1982 wurde ich in BB aufgeklärt, welche Folgen die dauerhafte Anwendung von Kortison hat. Da war es zu spät, hatte mit schwerster Akne zu tun.

Heute benutze ich Psorcutan-Beta und Xamiol Gel nur in Zusammenhang mit meiner jährlichen UVB-Behandlung im Frühjahr. Sonst nur Psorcutan.

Geschrieben

Gibt es villeicht ein Mittel, der könnte provozieren Produktion von Körpereigener Cortison?

Moin moin,

sehe zu, dass deine Nebennierenrinden etwas zu tun bekommen, stresse dich ein bissel!:(

Habe in den 70ern die schlimmsten Erfahrungen mit Kortison gemacht. Die Nebenwirkungen waren da noch nicht bekannt. Erst 1982 wurde ich in BB aufgeklärt, welche Folgen die dauerhafte Anwendung von Kortison hat.

Da waren sie 74 in der UNI Haut in Münster wohl ein bissel weiter?

Selbst vor 74, in der Provinz, hat mir ein Hautarzt dieses "Wunderzeug" sehr oft mit der Begründung verweigert: "Bübchen, du bist noch sehr jung, gehe etwas vorsichtiger und sparsamer damit um"

Achso, kritische Literatur gabs damals auch schon.:(

Gruß

Siegfried

Geschrieben

Hallo Siegfried!

Ja, nachher ist man immer schlauer. Wenn man das Pech hatte, von einem Dermatologen behandelt zu werden, der Kortison nicht kritisch sah (er war über 70: "Nimm man mein Junge, das schadet nicht."). Selbst sah ich (und auch einige andere Dermatologen hier im Nordwesten) keinen Zusammenhang zwischen der Verschlimmerung der PSO, der schweren Akne und der dauerhaften Anwendung von Kortison. In der Zeit, Ende der 70er, habe ich so einige Nasen von Hautärzten kennengelernt .

Erst ein neuer Hausarzt verbot mir meine Medikamente und schickte mich nach BB.

Kritische Literatur? Damals war ich jung und vertrauensvoll. Mein Misstrauen wurde erst in BB geweckt. Vorher habe ich gar nicht daran gedacht, einem Arzt nicht zu trauen.

Geschrieben

Moin moin Amadis,

Ja, nachher ist man immer schlauer.

Es wäre schlimm, wenn's nicht so wäre.:)

Wenn man das Pech hatte, von einem Dermatologen behandelt zu werden, der Kortison nicht kritisch sah (er war über 70: "Nimm man mein Junge, das schadet nicht.").

Mein damaliger Hautarzt muss wohl auch an die 70 gewesen sein? Einen Flügel hatte er im Krieg verloren. Ich kann mich noch gut an das "Betnesol Crinale" für die Kopfhaut erinnern. Meine Suppenborke wahr wohl 1,5 cm dick. Er verschrieb mir sonne kleine Pulle, ich glaube 15ml? Zweimal die Kopfhaut einreiben, weg war das Zeug. Es half damals wunderbar. Wenn ich Nachschlag haben wollte, kam die Frage: "was machst du damit, schmierst du dir das aufs Butterbrot?"

Vom Hausarzt habe ich es Zentnerweise bekommen.

Auch in der UNI Klinik, da waren immer mal wieder so Spezis (Stations.-Oberärzte), die wollten für 2-3 Tage ne Cignolinbehandlung unterbrechen um mich mit Kortisonen beglücken.

Zum Glück(?) hatte ich die Pfleger auf meiner Seite, einfach das Cignolin runterdosiert, die typische Reizung hörte auf, der Arzt war bei der morgendlichen Visite zufrieden und ich auch.:)

Kritische Literatur?

Ja, Glück im Unglück von jährlichen Wiederholungen der stationären Behandlungen, die Klinikbibliothek.:)

Damals war ich jung

Wenn auch die Gelenke ein wenig knistern, dat sind wa auch heute noch!:)

Mein Misstrauen wurde erst in BB geweckt. Vorher habe ich gar nicht daran gedacht, einem Arzt nicht zu trauen.

Das ist immer ein Kardinalfehler.

Netten Gruß

Siegfried

Geschrieben

Guten Morgen,

meine ganze Kindheit und Jugend hindurch wurde ich mit Kortison und Teer beschmiert. Tja, das waren die 70er. Meine Eltern vertrauten den Ärzten und ich meinen Eltern.

Besonders hartnäckig hatte ich die Pso am Stirnansatz. Nach jahrelangem Cremen mit Kortisonsalben gingen mir hier die Haare aus und ich hatte regelrecht Geheimratsecken. Erst jetzt nach ca. 20 Jahren ohne Kortison wachsen sie langsam nach.

Dies zum Thema langfristige Folgeschäden.

Ihr könnt sicher verstehen, dass ich jedesmal kotzen könnte, wenn ich lese, wie sorglos hier manchmal mit dem Zeug geschmiert wird.

Passt bitte auf Euch auf,

Gina

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