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Ernährung bei Psoriasis Pustulosa


Sibel

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Geschrieben

Hallo, ich bin neu in diesem Forum. Habe eine Psoriasis pustulosa seit ca. 20 Jahren. Bis auf 2 große Schübe, die mit Kortison behandelt wurden,, lässt micch die Erkrankung eigentlich in Ruhe. Habe ab und zu ein bis zwei Pusteln an den Händen. Aktuell habe ich wieder eine größere Stelle an der rechten Fußsohle.  Hat jemand von Euch Erfahrung mit einer Ernährungsumstellung bei Psoriasis pustulosa? 
 Vielen lieben Dank schon mal im Voraus.

LG

  • 4 Wochen später...

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Liebe Sibel

Bei mir brach dieselbe Autoimmunerkrankung (psoriasis pustulosa palmoplantaris) vor etwa 3 Jahren aus. Auch ich habe das Martyrium mit kortisonhaltigen Medikamenten hinter mir. Meine damalige Dermatologin wollte von einem eventuellen Zusammenhang zwischen dieser Erkrankung und Ernährung nichts hören. Natürlich habe auch ich daraufhin das Internet durchforstet. Was bei mir Angst auslöste war die Tatsache, dass unsere Erkrankung auch die inneren Organe befallen und diese somit funktionsunfähig machen kann. Die neuste Therapie vor 3 Jahren waren Biologika, welche allerdings in ihrer Wirkung mit Chemotherapie verglichen wurden. Panik machte sich breit bis ....bis ich dieses Forum entdeckte und einen unscheinbaren Beitrag las.  

Und zwar schrieb eine junge Frau, dass ihre Schwester sich vegan ernähren und seit ihrer Ernährungsumstellung symptomenfrei leben würde. (Leider habe ich den Link nicht kopiert, aber vielleicht kannst Du ihn noch finden...)

Da ich am Rande der Verzweiflung war, wie (fast?) jede/-er hier, dachte ich mir 'warum nicht?' und entschied mich alles radikal zu ändern. Von einem Tag auf den anderen lebte ich nicht nur vegan, sondern mied auch gewisse Lebensmittel wie Nachtschattengewächse, Zitrusfrüchte, Gluten. Des Weiteren hörte ich Kaffee zu trinken & mit dem Rauchen auf.

In den regelmässigen Konsultationen mit meiner Apothekerin haben wir einige Konzepte entworfen und wieder verworfen, wenn diese nicht funktionierten. Ich spreche hier von Vitaminen, Spurenelementen, etc. zum einnehmen. Alles auf natürlicher Basis. Am Schluss nahm ich regelmässig Zink und Nachtkerzenöl-Kapseln ein. Meine Apothekerin wies mich darauf hin, dass unsere Erkrankung dem Körper sehr viel Zink entziehen würde, adäquat fiele die Dosis höher aus als bei Menschen ohne diese Erkrankung (jeden Tag nahm ich 5-7 Tabletten Zink und 4-6 Kapseln vom Nachtkerzenöl).

Ausserdem ging und gehe ich regelmässig ins Solarium. (Diese Erkenntnis ist nicht neu, dass UVA die Abheilung der Wunden & das Bilden des Vitamins D3 unterstützt - wie die PUVA - Therapie jedoch ohne Chemie.)   

Binnen 2 Wochen waren meine Hände & Füsse pustelnfrei. Nach etwa 2 Monaten wuchsen meine Fingernägel ganz normal nach. Nach etwa 1,5 Jahren konnte ich wieder alle Gemüse- und Obstsorten essen und konnte sogar die Zink & Nachtkerzenöl Dosis stark reduzieren. Seit etwa 9 Monaten nehme ich diese beiden Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr ein, nur wenn ich Stressphasen habe.    

Seit etwa 7 Monaten treibe ich wieder Sport, vor 2,5 Monaten entschied ich mich zusätzlich auf Zucker zu verzichten (bis auf Fruktose - esse frisches Obst und bleibe dabei). Ich betreibe sog. 'clean eating' in veganer Form. 

Am Anfang war auch für mich die Umstellung immens gross, vor allem musste ich mir Wissen über vegane Ernährung aneignen. Heute ist mein Lebensstil für mich absolut automatisch wie das Zähne Putzen. 

Das einzige worauf ich reagiere mit einigen wenigen Pusteln ist negativer Stress. Diese Phasen kann ich sehr gut mit Sport & Entspannungstechniken & etwas Zink bewältigen.

Meine rigorose Konsequenz hat sich gelohnt oder besser gesagt hat MICH belohnt. 

An dieser Stelle würde ich alle, die mit lesen, inständig bitten, auf negative Kommentare und Relativierungen jeglicher Art zu verzichten. Dies ist mein Statement und meine eigenen Erfahrungen. Wie man lesen kann, weder vermarkte noch verkaufe ich irgendwelche dubiosen Produkte, welche Heilung versprechen würden. 

Ich selbst war und bin nach wie vor sehr froh um diese Homepage! Vielen herzlichen Dank an alle, die sich um diese Webseite kümmern - ihr schafft Grossartiges!

Mit den besten Grüssen und Wünschen an alle :)

Gyne 

        

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  • Danke 2
Geschrieben

Danke, aber vegane Ernährung halte ich persönlich nicht für gesund. Aber einigen mag es helfen, weil Sie sich sonst sehr ungesund von verarbeiteten Lebensmitteln und Fast food ernähren. LG

  • 2 Monate später...
Geschrieben

Ernährung ist IMMER eine sehr individuelle Sache und Entscheidung, in dieser Hinsicht gebe ich Dir absolut recht. 
Allerdings ass ich bereits vor meiner Ernährungsumstellung ziemlich gesund (kein fast Food), bloss ernährte ich mich zu dem damaligen Zeitpunkt omnivor. 
Ich arbeite im medizinischen Bereich (an einer grossen Klinik). Aus Erfahrung, welche auf diversen klinischen Studien beruht, weiss ich, welchen Einfluss Ernährung auf das Wohlbefinden & die Gesundheit hat. Auch deshalb entschied ich mich vegan zu leben, und zwar ausschliesslich und ohne Kompromisse. Es ist nicht jedermanns Sache, denn es erfordert u.a. viel Disziplin.

Ich wünsche Dir persönlich und allen unseren Leidensgenossen einen eigenen Weg zu finden, der euch ebenfalls symptomenfrei leben und das Leben (wieder?) geniessen lässt. 
 

Beste Grüsse

Gyne 

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