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Ketogene Ernährung


User12345

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Geschrieben

Hallo zusammen,

ich ernähre mich seit einiger Zeit ketogen, dadurch hat sich meine Schuppenflechte um ca. 95% verbessert (ohne Medikamente).

 

Konkret bedeutet dies:

  • keine Getreideprodukte (wirklich 0 Gramm)
  • kein Zucker oder auch Produkte, die Zucker enthalten (z.B. Honig, gekauftes Salatdressing...usw)
  • kein Obst
  • keine stark verarbeiteten Lebensmittel, also bsp. keine Wurst, Fertiggerichte und ähnliches
  • keine Kartoffeln, Reis, Linsen, Bohnen, Mais

 

Stattdessen esse ich:

  • viel Fett in Form von hochwertigem Olivenöl
  • viel Gemüse
  • viel Nüsse (oft esse ich Nüsse auch als Hauptmahlzeit)
  • moderate Mengen an Fleisch
  • moderate Mengen an Käse und Sahne/Creme Fraiche
  • geringe Mengen an Eiern, Butter, Milch

 

Weiterhin esse ich, wie erwähnt, keine stark verarbeiteten Lebensmittel, d.h. koche (fast) immer selbst.

Mensa/Kantine/Schnellimbisse und dergleichen sind strikt tabu. Insgesamt achte ich sehr darauf, meine

tägliche Kohlenhydratzufuhr so minimal wie möglich zu halten. Achja, und keine Cheatdays!

 

Nach ca. 3 Monaten hat sich mein Hautbild immens verbessert

 

Wenn ihr also verzweifelt seid und euch die Schuppenflechte echt arg zusetzt, dann probiert mal die ketogene

Ernährung. Kostet euch nicht viel, außer vielleicht ein bisschen Willenskraft. Hätte ich das früher gewusst,

dann hätte ich meine Ernährung viel früher umgestellt. Viel Erfolg euch allen.

 

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo User12345,

willkommen hier und toll, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst! Die "Ketogene Ernährung" oder auch "Low-Carb-Diät" wurde hier schon öfter diskutiert.

Zucker (und damit auch Kohlenhydrate) etwas zu mindern, keine oder nur selten Fertigprodukte und viel Gemüse sind ausgezeichnete Ernährungsempfehlungen.  Leider waren das auch schon die positiven Aspekte deiner Ernährung.

Im Körper gibt es drei sog. "Makro-Nährstoff-Wege" die allerdings alle drei miteinander zusammenhängen. Die drei Makronährstoffe sind Kohlenhydrate (z.B. Nudeln, Kartoffeln), Fett (z.B. Käse, öl) und Proteine (Ei, Fisch oder Fleisch). Diese Stoffe werden im Verlauf der Verdauung in ihre Grundbausteine abgebaut. Die Glykolyse spaltet die Kohlenhydrate auf, die Beta-Oxidation widmet sich den Fetten und beim Proteinstoffwechsel werden die Eiweiße in Aminosäuren geteilt.

Der schnellste Abbau ist der der Kohlenhydrate - das "Endprodukt" ist hier Glukose (Traubenzucker). Glukose ist wichtig für anstrengende Muskelarbeit und das Gehirn, arbeiten wir körperlich nicht mehr so viel werden Energiereserven in Form von Fett angelegt. Nimmt man keine Kohlenhydrate (also Zucker) mehr zu sich wird dieser Kreislauf unterbrochen und die Fettreserven und Energiequellen müssen herhalten. Wobei das Gehirn etwa 140 Gramm Traubenzucker pro Tag verbraucht auf Dauer kann das durch eine Ketogene Diät nicht gedeckt werden.

Nur eine Weile kann das durch fett- und proteinreiche Lebensmittel geschehen. Das Fett wird in die unterschiedlichen Fettsäuren zerlegt, verbraucht oder in den Fettzellen gelagert. Proteine können nicht langfristig gespeichert werden.

Eine Schlüsselrolle spielt das sog. "Acetyl-CoA" - es verbindet auch die drei Stoffwechselwege, denn es kann von jedem produziert werden. Dieses "Coenzym" ist als Bindungspartner wichtig, es erhöht die Geschwindigkeit von chemischen Vorgängen. Ohne dieses Enzym wurden viele Abläufe nicht stattfinden können. Da es so wichtig ist war es im Verlauf der Menschheitsgeschichte sinnvoll, dass es nicht nur einen Produktionsweg gab, damit auch bei Hungerzeiten, wenn vielleicht nur sehr einseitige Nahrung vorhanden war doch noch genug Energie zur Verfügung stand.  Deswegen funktionierst du weiter, auch wenn du kaum noch Kohlenhydrate zu dir nimmst.

Der Körper kann Glucose teilweise selber herstellen. Er löst das gespeicherte Fett auf, es entsteht Glyzerin, das wird um und wieder umgebaut bis es sich in den Kreislauf der Glykolyse einklinken kann. 

Wer längere Zeit so lebt bringt seinen Körper dazu auf einen sog. "Hungerstoffwechsel" zu schalten. Es werden Ketonkörper produziert die als Energielieferant - als Ersatz für die Glykose für das Zentrale Nervensystem dienen. Weil zuviel Fett (Energiereich) aufgenommen wird produziert der Körper zu viel  Acetyl-CoA. Das kann nicht in den grossen Mengen verstoffwechselt werden. Es sammelt sich in der Leber an. Dem wiederum versucht der Körper mit der Produktion von Ketonkörpern entgegen zu wirken. Jeder der so isst wie du befindet sich nach ein paar Tagen in der sog. "Ketogenese".

Eine solche Diät langfristig ohne ärztliche Begleitung ist ein Va banque-Spiel. 

Bei einer Überblicksstudie wurde deutlich, dass alles kurzfristigen positiven Effekte einer Low-Carb-Ernährung nach ca. 1/2 Jahr von den negativen deutlich eingeholt werden. Was nutzt es, vielleicht seine Pso (zeitweise) zu verbessern, aber mit Konzentrationsschwäche  und Organschäden zu bezahlen. Daher wird Keton-Diät-Willigen empfohlen sich zumindest nur nur kurz ketogen zu ernähren - ca. 20 Tage. Darauf folgend 20 Tage zur Stabilisierung mit nur wenig Kohlenhydrate, aber nicht mehr in der Ketogenese Anschließend 4 Monate dann eine mediterrane Diät der dann wieder 20 Tage Low-Carb-Diät folgen usw. Dies sollte aber am besten unter Begleitung eines Arztes erfolgen. 

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