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mtx plus cortisonsalbe?


Lebenskünstler

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Geschrieben

Ihr Lieben,

ich bin neu hier und habe gleich mal eine Frage. Seit nunmehr sechs Wochen spritze ich MTX 7,5, Diagnose artritische Psoriasis. Leider habe ich bis heute noch keine positive Wirkung des MTX, Nebenwirkungen dagegen reichlich (Kopfschmerzen, Müdigkeit etc) . Meine Frage an euch: Wie lange hat es bis zum Wirkungseintritt gedauert? Kann es sein, dass die Dosis zu niedrig angesetzt ist? Benutzt ihr zusätzlich zum MTX cortisonhaltige Cremes?

Herzliche Grüße

 

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hi, 

ich spritze seit Juli, erst 15mg - ca. 6 Wochen kämpfte ich mit Übel- und Müdigkeit. Gegen die Übelkeit half mir immer ein Glas kalte Milch. Danach wurde es besser, nur die Gelenke schmerzten nach wie vor. Daher wurde auf 20mg erhöht - da schossen die Leberwerte aber in die Höhe, also eine 3wöchige Pause und wieder mit 15mg weiter gemacht. Übelkeit ist zwar weg, aber die Müdigkeit ist nach wie vor da. Und...seltsamerweise kostet es mich immer mehr Überwindung zu spritzen, obwohl ich damit normalerweise keine Probleme habe. Die Gelenke sind vom MTX wenig bis gar nicht beeindruckt. Schmerzen hab ich immer noch, seit 3 Wochen steigern sie sich wieder. Cortisonhaltige Creme benutze ich nach Möglichkeit nicht.

VG

Geschrieben

Hi Para

Bei mir ist es leider auch so, dass die Gelenke sich nicht verändert haben, die Haut aber auch nicht. Nach wie vor habe ich jede Menge knallrot schuppende, entzündete Stellen. Zur Erleichterung würde ich Cortisonsalbe benutzen, bin aber unsicher, ob dann die negativen Nebenwirkungen noch verstärkt werden. 

Geschrieben

Hi Lebenskünstler,

mir wurde gesagt, dass ich dem MTX 4-6 Monate Zeit geben sollte, die Wirksamkeit zu entfalten. Diese hab ich ja nun sogar schon überschritten ;) . 

Meine Haut hat schon vom MTX profitiert (hat aber gedauert). Die Hände (Psoriasis Pustulosa) waren erscheinungsfrei (die Nägel leider nicht), die Füße waren akzeptabel. Ein PSO-Ausbruch an den Beinen, war wahrscheinlich (lt. Dermatologe) nur halb so schlimm, wie ohne MTX.

Anfang April hab ich einen Termin bei meiner Rheumatologin. Mal sehen, was sie dazu sagt.

VG

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Hallo Lebenskünstler!

Ich habe damals die MTX-Therapie mit einer Dosis von 15mg gestartet und später auf 20mg erhöht. Diagnose war eine beginnende PsA jedoch vorallem stand die sehr behindernde Psoariasis an Händen und Füßen im Vordergrund.

Eine Wirkung konnte ich damals erst nach 6 - 8 Wochen feststellen. Ich würde mal schätzen, dass die volle Wirkung erst nach 12 Wochen zum Tragen kam.

Was Nebenwirkungen angeht war ich eher positiv überrascht. Hatte mit schlimmen gerechnet, die aber alle ausgeblieben sind. Keine Übelkeit, kein Haarausfall, Müdigkeit wurde eher weniger. Generell geht es mir mit MTX besser als ohne.

Anfang des Jahres hatte ich von MTX zu Leflunomid gewechselt. Jedoch war die Wirkung nicht gut und die Nebenwirkungen stärker. Nach 6 Wochen dann wieder zurück zu 20mg MTX. Hat wieder 4 Wochen gedauert bevor ich eine Wirkung feststellen konnte.

Betamethason und Daivonex habe ich die letzten beiden Jahre praktisch ständig gecremt, gesprüht oder sonst wie auf die Haut gebracht. Meine Hautärztin hält es in meinem Fall für unproblematisch. Sie sieht da keine Gefahr für Schäden.

7,5mg klingt für mich nach einer geringen Dosis. Mein Arzt hatte keine Bedenken mit 15mg zu beginnen. Kommt allerdings immer auf den Patienten an.

Bekommst du eigentlich Folsäure? Laut meinem Arzt lassen sich die Nebenwirkungen durch die Folsäure immer ganz gut vermeiden.

Liebe Grüße!

Geschrieben

Bei mir hat MTX im Prinzip sehr gut geholfen. Die Wirkung hat langsam so ungefähr nach 5-6 Wochen angefangen. Haut und Gelenke waren ab da super und sind es während der Behandlung auch geblieben. Allerdings hatte ich zunehmend Probleme wie Müdigkeit, schon fast Erschöpfung zu nennen und massive Übelkeit für 3-4 Tag nach der Spritze - trotz Folsäure. 

Die Übelkeit wurde so schlimm, dass ich schon fast brechen musste wenn ich nur irgendwo das gleiche Gelb wie die MTX Flüssigkeit gesehen habe und das hier

Am 3/21/2018 um 13:08 schrieb Para:

...Und...seltsamerweise kostet es mich immer mehr Überwindung zu spritzen, obwohl ich damit normalerweise keine Probleme habe. ..

kenne ich auch. Das berichten übrigens viele Leute die MTX gespritzt haben. Da ich im Prinzip mit der Wirkung sehr zufrieden war denke ich nicht, dass das psychisch ist. Seit ich Enbrel spritze habe ich damit auch keinerlei Probleme mehr. 

Geschrieben

hallo, Lebenskünstler -

meine Freundin spritzt MTX 15 mg einmal wöchentlich - nach der Spritze nimmt sie am nächsten Morgen Folsäure -

sie hat keinerlei Schwierigkeiten mit Übelkeit und sie ist fast erscheinungsfrei -

kurzfristig hat sie Cortisoncreme verschrieben bekommen, weil sie Schwierigkeiten mit der Haut an ihren Zehen hatte - es kann zu den MTX-Spritzen keinen Einfluss haben, denn egal was man sich auf die Haut schmiert, es ist trotzdem 'oberflächlich' und nicht zu vergleichen mit zu spritzenden Medikamenten -

das ist nun auch überstanden, denn die Wirkung des MTX kann etliche Wochen dauern -

schaue doch mal im Forum nach - unter Inneres - dort kannst du ganz viel lesen über MTX -

ich kann nicht aus eigener Erfahrung berichten, da ich das Mittel nie verordnet bekommen habe - hoffe aber, dass ich ein klein wenig helfen konnte -

nette Grüsse sendet - Bibi -

Geschrieben

@Sia , das nennt man Spritzenmüdigkeit . Das hatte ich immer mal wieder . Mir hat  das MTX  fast 10 Jahre lang  recht gut geholfen . Den Gelenken ging es gut , die Haut  war allerdings nie ganz Erscheinungsfrei .  Das mit der Spritzenmüdigkeit hatte ich bisher bei allem was ich Spritzen mußte , beim MTX jedoch häufiger mal , dann bin ich zur Hausärztin oder zur Nachbarin und die haben mich dann eben  eine Weile gespritzt . Ich muß noch dazu schreiben , habe alle anderen Spritzen oder Pen´s  nach max. 2 Jahren wechseln müßen , das die Medis die Wirkung verloren  haben . Der zeit bei Cosentyx  sieht es nicht anders aus . Im Sommer  hab ich es 2 Jahre ..... und im Augenblick habe ich einen Hautschub nach dem anderen .

 

So das auch ich immer wieder zu Cortisonsalben greifen muß . Wie Bibi schon schrieb, das eine Mittel ist äußerlich und das andere innerlich . Dann kann man miteinander kombinieren .

 

 

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Fussballfan:

Spritzenmüdigkeit

Den Begriff hab ich noch nie gehört. Und woher meinst du soll die kommen? 

Geschrieben

Sia , das sagte man mir in der Arztpraxis , ist gerade bei MTx  recht häufig so . das man nach einer gewiisen Zeit nicht mehr selber zustechen mag .

Geschrieben

Danke für eure Antworten. Ich werde dann also noch weiterhin Geduld haben müssen, nach nunmehr 10 Wochen habe ich nämlich immer noch kein Erfolgserlebnis. Mein Sprunggelenk ist nach wie vor entzündet, die Haut schuppt fleissig und die MTX-Nebenwirkungen sind darum besonders schwer zu ertragen. Die Psyche sagt natürlich, ich spritze vollkommen überflüssiges Gift in meinen Körper  :(

 

Geschrieben

Hallo Lebenskünstler!

Hat man dir denn auch eine andere Perspektive aufgezeigt. Wenn du bereits bei 7,5 mg so unter den Nebenwirkungen leidest und nach 10 Wochen noch keine Verbesserung erkennbar ist, müsste doch ein Wechsel der Therapie angesagt sein.

Geschrieben

Hi miteinander,

ich versuche, bei einem anderen Arzt einen Termin zu bekommen, um eine zweite Meinung einzuholen. Mittlerweile bin ich sehr verzagt und vermute, dass die Diagnose Psoriasis-Arthritis vielleicht gar nicht zutrifft.

Habt ihr Erfahrungen mit damit? Wie tritt man einem neuen Arzt gegenüber, ohne den behandelnden "in die Pfanne zu hauen"? Ich würde alle Unterlagen mitnehmen wollen und nicht behaupten, noch keine Diagnose erhalten zu haben. Welche Strategie ist hier angezeigt, am besten mit offenen Karten spielen oder?

Kann es Probleme mit der Krankenkasse geben, wenn ich einen Arzt mit der selben Spezialisierung aufsuche?

Viele Grüße

 

 

 

Geschrieben

Hallo Lebenskünstler,

nenn den Grund, warum Du bei dem Arzt bist, dass Du eine Zweitmeinung brauchst. Verschiedene Ärzte haben eine unterschiedliche Herangehensweise an Krankheiten. Erzähl ihm, dass Dir MTX nicht hilft, dass Du unter den Nebenwirkungen leidest und etwas anderes probieren möchtest. Falls Du keine Chance siehst, den alten Arzt davon zu überzeugen, dass Du umsteigen willst auf eine andere Behandlungsmethode oder es schon angesprochen hast, kannst Du ja auch das anbringen.

Schwierigkeiten mit der Krankenkasse in solchen Fällen habe ich nie bekommen.

Ich drück Dir die Daumen.

Viele Grüße

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Hallo ich bin neu hier im Forum.  Spritze seid Ende März MTX und Cortisontabletten,  noch keine Besserung in beiden Kniegelenken. Laufen fällt mir sehr schwer. Jetzt kommen auch noch Schmerzen an der Wirbelsäule und Brustmuskel dazu?? ob das in Zusammenhang steht weiß ich nicht. Mein Rheumatologe und der Orthopäde sagen mein Miniskus rechtes Knie muss operiert werden. Habe bedenken, hat jemand Erfahrung von euch? Meine Haut toll aus im Moment kein einziger Plage. liebe Grüsse 

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