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Positiver Erfolg mit Ahit Therapie


cecilia

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Geschrieben

Hallo Leute,

seit über 20 Jahren leide ich unter Psoriasis. In all den Jahren hatte ich viele Hochs und Tiefs wie fast jeder von euch. In diesem Forum bin ich seit 2008. Unter Fumaderm war ich ein paar Jahre fast erscheinungsfrei bis die Wirkung Ende 2015 aufhörte und ich den heftigsten Schub meines Lebens bekommen habe. Ich konnte zusehen wie es jeden Tag schlimmer u schlimmer wurde. Die einzelnen Herde sich immer weiter ausbreiteten und neue Stellen dazu kamen. Mein Hautarzt verschrieb mir wieder Cortison Cremes die a) in der Handhabung nix brachten weil die Konsistenz der Creme für so große Stellen einfach ungeeignet waren und b) nicht gewirkt haben. Ich saß bald jede Woche im Wartezimmer um mir ein neues Rezept zu holen oder um mitzuteilen, dass es eher schlimmer als besser wurde. Im Februar 2016 war mein Körper außer Gesicht, Hände und Füße fast nahezu komplett befallen. Wie ich mich gefühlt habe, muss ich wohl nicht sagen. Bei einem weiteren Arztbesuch wurde mir geraten in die Hautklinik zu gehen was zu der Zeit beruflich jedoch nicht möglich war. Die andere Variante war MTX verschrieben zu bekommen. Ich habe mich gegen MTX entschieden weil mein Partner und ich einen Kinderwunsch haben und meine biologische Uhr tickt. Ich wusste also nicht mehr was ich machen sollte. Um überhaupt arbeiten gehen zu können, machte ich fast täglich ein Salzbad um die Haut abzuschuppen. Dass die Haut überhaupt so viele Schuppen ‚produzieren‘ kann, kannte ich bisher nicht. Bei jedem Umziehen, bei jeder Bewegung hinterließ ich meine Spuren. Das war so belastend! Mein Partner ist nicht betroffen und war regelrecht geschockt über das Ausmaß und noch mehr über den zunehmenden Körperbefall. Natürlich litt auch unsere Partnerschaft darunter. Ich will jetzt aber nicht abschweifen. Ihr wisst es selbst wie man sich unter diesen Umständen fühlt.

Mein Partner fragte mich ob ich nicht mal zu Herrn Dr. Kief nach Ludwigshafen gehen möchte. Sein Bruder, der als Kind unter Neurodermitis litt war in den 90ern bei Herrn Dr. Kief und ist seitdem beschwerdefrei. Ich hatte natürlich allein schon über dieses Forum viel darüber gehört und gelesen aber war äußerst skeptisch. Den Ansatz, auf den sich die Therapie beruft, fand ich zwar sehr interessant und klang für mich logisch aber die negativen Berichte und vorallem in der Kombination des Selbstbezahlens, schreckten mich jedoch sehr ab. So viel Geld bezahlen und am Ende hilft es nicht - nein Danke! Da gäbe es weitaus bessere Ausgaben, die ich mit so viel Geld tätigen könnte. Doch was ist wichtiger als die eigene Gesundheit? Ich grübelte und recherchierte Stundenlang. Sprach mit dem Bruder meines Partners, der zwar auch heute noch skeptisch ist, ob es wirklich auf die Ahit-Therapie zurückzuführen ist, dass er auch heute noch beschwerdefrei ist aber mir auch dazu geraten hat es zu riskieren. 

Dann kam der Tag X an dem ich morgens aufwachte, mir alles weh tat weil die Schuppenschicht so dick und trocken  war, dass die Haut beim Anziehen riss und ich psychisch so daneben war, dass ich nicht arbeiten gehen konnte. Ich heulte den ganzen Tag, steigerte mich in diesen Zustand komplett hinein und war regelrecht am Ende. Als mein Partner von der Arbeit kam und mich in diesem Zustand vorfand, und ich ihm auch noch sagte, dass ich so nicht weiterleben will und ihn fragte wie es denn je besser werden soll, entschied er sehr konsequent, dass wir die Ahit Therapie machen werden. Und wenn es nur dazu gut ist um zu wissen, dass alles versucht wurde bevor ich zu weiteren Chemiekeulen greifen muss, bevor ich ein Problem mit der Arbeit bekomme wenn ich länger ausfalle aufgrund eines Klinikaufenthalts etc. .

Ich machte also einen Termin, war 2 Wochen später in der Sprechstunde und muss sagen, dass ich mich  in all den Jahren noch nie so gut verstanden und aufgehoben gefühlt habe wie in dieser Praxis. Wir machten Bilder für den Vorher-Nachher Vergleich (ich lade sie auf meinem Profil hoch) und besprachen die weiteren Schritte. Etwa 6 Wochen später ging es los. Die Zeit bis dahin war die Hölle weil es natürlich noch schlimmer wurde. Es war Frühling, es war warm. Ich konnte nichts Kurzes anziehen, ich schwitzte, es juckte, es war unerträglich. Ich fieberte dem Start nur so entgegen gekoppelt mit der Angst wenn es nicht wirkt. 

Nun aber zum Wichtigsten. Es hat gewirkt! Ich habe Ende Mai gestartet und Ende August war ich nahezu erscheinungsfrei. Ich kann es noch immer nicht in Worte fassen, was wirklich in mir vorgeht. Wenn ich die Vorher-Nachher Bilder ansehe, kommen mir immer noch die Tränen. Ich habe mein Lebensgefühl wieder. Und selbst wenn die Psoriasis wieder ausbrechen sollte, wofür ich bete, dass es nicht passiert, bin ich so dankbar für jeden beschwerdefreien Tag, Woche, Monat. Für mich war dieser Schritt jeden Cent wert, und ich hoffe und versuche von meiner Seite aus dazu beitragen, dass die Krankenkassen die Kosten für diese Therapieform eeendlich übernehmen werden. Ich will nicht wissen wieviel Geld in den vielen Jahren schon in Cremes, Therapien und Tabletten für mich verballert wurde - im Gegensatz dazu sind die Kosten für die Ahit- Therapie nichts! 

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich weiß das viele unter euch sehr skeptisch gegenüber der Ahit-Therapie sind. Und auch mit Recht. Es gibt viele schwarze Schafe, die mit dem Leidensdruck der Betroffenen Geld verdienen wollen. Aber ich kann absolut nichts Negatives über diese Therapieform sagen. Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen und es ging mir von Woche zu Woche besser. Mir tut es unendlich leid, dass die Therapie bei manchen nicht angeschlagen hat. 

In diesem Sinne erstmal liebe Grüße 

Cecilia

 

 

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb cecilia:

Unter Fumaderm war ich ein paar Jahre fast erscheinungsfrei bis die Wirkung Ende 2015 aufhörte

Ende 2016

vor einer Stunde schrieb cecilia:

Im Februar 2016 war mein Körper außer Gesicht, Hände und Füße fast nahezu komplett befallen.

Februar 2017

 

Da hat sich ein Fehler eingeschlichen - wir haben ja schon 2018, sorry!

  • 8 Monate später...
Geschrieben

Hallo Cecilia,

seit deinem Post ist ja schon einige Zeit vergangen. Bist du immer noch erscheinungsfrei? Würdest du uns sagen, wieviel du insgesamt für die Therapie bezahlt hast? Wie oft musstest du zu dem Arzt fahren?

Ich freue mich auf deine Antwort.

Viele Grüße 

Marion

Geschrieben

Hallo Marion,

das war wohl irgendwie Gedankenübertragung denn ich habe mich gerade eingeloggt um erneut zu berichten und sehe deine gestern gestellten Fragen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo ich anfangen soll. Vielleicht vorerst mit der Beantwortung deiner Fragen. Ende August 2017 war ich nahezu erscheinungsfrei. Ende Septemer komplett. Die nächsten 6 Monate war alles gut und es waren für mich die schönsten Monate seit langem weil ich einfach null eingeschränkt war. Ich habe mich wieder als ganz normaler Mensch gefühlt. 

Kosten lagen bei etwa 3000€.

Ich war zum Besprechungstermine dort, dann zur „Behandlung“ (sprich Blut und Urinabnahme,) dann um das Medikament abzuholen (man kann es aber auch liefern lassen) und ein letztes Mal um den positiven Erfolg vorzuzeigen und fotografisch zu dokumentieren. 

Nun kommen wir zur Gegenwart. 

Ich habe Ende März festgestellt, dass ich an 2-3 Stellen wieder kleine rote Flecken bekomme. Daraufhin bin ich voller Panik erneut zum Arzt und es wurde mir gesagt, dass das Medikament scheinbar nicht ausreichend angeschlagen hat. Ich war mit der Therapie fertig, hatte bis zur Feststellung der Flecken etwa 3 Wochen keine Medikamente mehr genommen. Wir entschieden, aus dem bei der Behandlung separiert eingefrorenem Serum, noch einmal Tropfen herzustellen zu lassen. Kosten 450€. Bis die Tropfen fertig waren und ich beginnen konnte sie zu nehmen, vergingen etwa 4 Wochen. In dieser Zeit verschlimmerte sich meine Haut. Ich nahm die Tropfen nun in der Hoffnung einen Stillstand und Rückgang zu erzielen. Nix. Es wurde immer schlimmer. Wieder machte ich einen Termin beim Arzt. Meine Frustration war komplett. Mir wurde geraten die Therapie erneut zu machen da es beim ersten Mal ja prima geklappt hat und es vielleicht nur noch mehr Medikamention benötigt. Was soll ich sagen, ich habe eingewilligt. Das ganze Prozedere von Vorn. Natürlich erneute Kosten. Um der Frage vorzubeugen: Nein, ich habe nicht zu viel Geld. Ich bin schlichtweg verzweifelt. Mein Freund und ich haben diesen Kinderwunsch doch wenn die Pso so schlimm am ganzen Körper besteht, möchte ich einfach nicht schwanger sein. Im Nachhinein hätten wir nach der ersten Erscheinungsfreiheit direkt loslegen müssen. Doch wer ahnt denn auch, dass das direkt nach Beenden der Therapie wieder los geht? :((

Aktuell sieht es so aus:

Bis die neue Therapie begonnen werden konnte war es Ende Juli. Bis dahin war mein Körper zu 80% wieder befallen. Nun haben wir Oktober und es geht mir schlechter denn je. Vorallem psychisch. Ja, an manchen Stellen ist es schon zurück gegangen, dafür an anderen Stellen dazugekommen. Ich habe das Gefühl, dass sich die Pso einmal über meinen ganzen Körper schiebt. Von oben nach unten, links nach rechts. Dieses Mal ist auch mein Gesicht befallen, Hals und an den Händen fängt es auch an. Ich bin gerade etwas ratlos. Klar, manche Stellen die komplett zu waren, wie zb Rücken und Bauch, sind wieder frei aber wie gesagt, andere Stellen kommen dazu. 

Mein Fazit:

Ich hoffe es schlägt bei mir nochmal an, und ich hoffe dass es dann länger hält. Dennoch habe ich für mich entschieden diese Therapie im Fall eines erneuten Ausbruches nach Erscheinungsfreiheit nicht noch ein weiteres Mal zu machen. Die psychische Belastung ist zu groß. Über die Kosten will ich gar nicht sprechen. Dennoch scheint es ja irgendwie zu wirken, auch wenn es beim zweiten Mal nun bedeutend länger geht. 

Das nun vorerst von mir.

Viele Grüße 

Cecilia

Geschrieben

Hallo cecilia, tut mir wirklich leid, dass deine Pso so heftig ist. Warum suchst du dir denn nicht mal einen guten Hautarzt - oder, wenn es so schlimm ist wie du es beschreibst, was hält dich davon ab dich in eine Akutklinik überweisen zu lassen? Inzwischen gibt es auch für Leute mit Kinderwunsch einige Möglichkeiten. Auf jeden Fall bekommst du dann eine Therapie, die ihre Wirkung in entsprechenden Studien wirklich gezeigt hat. 

Denn deine Schlussfolge

vor 1 Stunde schrieb cecilia:

Dennoch scheint es ja irgendwie zu wirken

konnte unter kontrollierten Bedingungen nicht bestätigt werden. Gerade die Psoriasis ist eine Erkrankung die erstens in Schüben auftreten, also auch länger Zeit spontan abheilen kann und zweitens sehr viele unterschiedliche Trigger hat. Fällt einer weg kann auch das zu einer Verbesserung beitragen. Und dann muss man auch noch an den sog. Placebo-Effekt denken. Weil man denkt, hofft, glaubt etwas müsste wirken tut es das auch für eine Weile, quasi mit einem immenser Kraftakt des Körpers. Diesen Effekt haben auch normale Medikamente. Aber bei denen konnte eben noch eine Wirkung über diesen Effekt hinaus gezeigt werden.  

Von dieser Behandlung hat wirklich am Ende nur eine Seite Vorteile: die Firma und der Arzt die diese Tropfen "herstellen" und verkaufen.:(

Geschrieben

Hallo Sia,

danke für deine Worte. Auf den Gedanken des positiven Erfolgs eventuell durch Placebo-Effekt kam ich noch gar nicht. 

Über den Schritt in eine Akutklinik zu gehen habe ich auch schon nachgedacht und das wäre sozusagen dann mein Plan B. Ich versuche jetzt noch 4 Wochen „durchzuhalten“ und wenn sich bis dahin nichts überzeugendes tut, wäre das mein Weg.

Mein letzter Hautarzt bei dem ich war, wollte mir MTX verschreiben mit den Worten, wenn das nicht wirkt oder ich zu krasse Nebenwirkungen bekommen sollte, würde ich Cosentyx bekommen. Das kam für mich damals eben aufgrund des Kinderwunsches nicht in Frage. Abgesehen davon, dass nach einer Besserung und Absetzung des Medikamentes ja die „Ausschleichung“ aus dem Körper einige Monate dauern würde. Im Nachhinein wäre es aber zeitlich gesehen auf das gleiche rausgekommen. Ach es ist einfach total verworren und nervig. Mein Hautarzt wusste von meinem Kinderwunsch und hatte keinen besseren Lösungsvorschlag als MTX oder dann Cosentyx.

Grüße Cecilia

Geschrieben

Hallo Cecilia,

tut mir sehtrleid, dass der Therapieerfolg ( ich kenne AHIT nicht) nicht von Dauer war.

Ich würde versuchen, einen Termin in einer Akutklinik zu bekommen, damit du schnell Linderung bekommst und dann mit der Babyproduktion starten kannst :)

Du bist Jahrgang 76 und da tickt die biologische Uhr schon sehr laut :blink: warte nicht so lange. In der Schwangerschaft war bei mir die Pso komplett verschwunden. Hat wohl mit den Hormonen zu tun. Über diesen positiven Effekt haben schon viele Frauen berichtet.

Hast du denn schon Kinder ?

Ich kann das gut verstehen, dass du mit Hammermedikamenten wie MTX oder Cosentyx nicht vor einer Schwangerschaft beginnen möchtest. Da kannst du nach der Geburt noch immer mit starten...

Alles Gute für dich und berichte weiter :daumenhoch:

Lg Penelope

Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb sia:

Von dieser Behandlung hat wirklich am Ende nur eine Seite Vorteile: die Firma und der Arzt die diese Tropfen "herstellen" und verkaufen.:(

Das sehe ich auch so wie sia.

Aber die Zukunft der Medizin wird wohl mit  AHIT  zu tun haben (für jeden wird das entsprechende Medikament "hergestellt"). Wer sich hiermit beschäftigt, sollte sich auch über  Histamin  informieren. Beides leicht zu finden im Internet.

LG  Richard-Paul

  • Like 1
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Richard-Paul:

Aber die Zukunft der Medizin wird wohl mit  AHIT  zu tun haben

Mit personalisierter Medizin – ja. Mit AHIT – nein. Was dann aber natürlich nur meine Prognose ist.

Geschrieben

Personalisierte Medizin wurde bisher in der Krebsmedizin angewendet.

  • + 1
  • 1 Monat später...

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