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Lantarel verordnet bekommen


Rusty

Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo, 

ich leide seit über 30 Jahren an Psoriasis, am ganzen Körper. Hatte nun 15 Jahre lang Fumaderm und es eigentlich recht gut vertragen, bis letztens die Blutwerte so abgesackt waren, dass ich sofort abbrechen musste. 

Nach einer nun 10 wöchigen Pause und einem dementsprechenden Schub, soll ich nun auf Lanteral in Tablettenform umsteigen. 

Wenn ich mir allerdings die Packungsbeilage durchlese, wird mir Himmelangst und ich überlege ernsthaft, ob ich mich gegen diese Therapie entscheide. 

Was mich auch irritiert, da steht, es wird eine 2,5-5 mg Dosis als Testdosis empfohlen, ich soll allerdings gleich mit 7,5 mg anfangen. 

Habt ihr auch gleich mit den 7,5 mg angefangen und wie schlimm wird das wirklich mit den Nebenwirkungen? 

Kann mir jemand die Angst nehmen? 

bearbeitet von Rusty

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Der Wirkstoff in Lantarel ist Methotrexat oder kurz MTX. Der wird bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis schon lange eingesetzt, insofern haben Ärzte damit auch schon einige Erfahrung. 

7,5 mg ist noch eine relativ geringe Dosis.

Die Nebenwirkungen fallen sehr unterschiedlich aus. Mancher merkt nach einer Zeit der Eingewöhnung kaum was, andere müssen sich dafür das Wochenende freihalten, weil sie mindestens einen Tag mit den Nebenwirkungen kämpfen. Bei mir persönlich war Schwindel das größte Problem, und die Wirkung war nicht so toll. Aber das sieht bei jedem anders aus, vielleicht schreiben ja noch andere MTX-Erfahrene etwas dazu.

Hast du denn Folsäuretabletten dazu verschrieben bekommen?

Geschrieben

Folsäure hab ich auch bekommen, ja. Soll sie einen Tag nach dem Lanteral nehmen. 

 

Geschrieben

Bei den Nebenwirkungen heißt es KANN NICHT MUSS.

Wie schon Claudia schreibt war es bei mir auch so, dass ich anfangs Probleme hatte, die dann nachließen. Nur war dies nicht von Dauer. Irgendwann kamen die Nebenwirkungen wieder und noch einige dazu, so dass ich nachdem auch noch Wundheilungsstörungen dazu kamen, abgesetzt wurde. Allerdings hatte ich die 15mg Spritze.

Gruß Anne

Geschrieben

Die von Deinem Arzt vorgeschlagene Anfangsdosierung mit 7,5mg ist schon recht niedrig. Viele steigen mit höheren Dosierungen sein. Meine Rheumatologin nennt dies Homöopathische Dosis. Ich habe aber darauf bestanden, auch erst mit 7,5 mg zu beginnen, da ich vor 10 Jahren mit MTX bereits schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Jeden Monat wurde die Dosierung dann gesteigert und bin nun bei 20mg als Dauerdosierung. 

Ich finde, dass Vorgehen Deines Arztes aber gut und zeugt von Vorsicht. Ich kenne Fälle, da kam es selbst bei 7,5 mg zu Unverträglichkeiten. Je nachdem wie sensibel der Körper darauf reagiert. 

Wenn es nicht zu lebensbedrohlichen Zuständen kommt (eher selten) ist es wichtig, nicht sofort das Handtuch werfen. Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel sind so die häufigsten Nebenwirkungen. 

Bei manchen verschwinden diese Nebenwirkungen nach 4-12 Wochen. Bei anderen werden sie erträglicher. Und manche müssen die Therapie abbrechen. Es ist wichtig, sich darauf einzulassen und gerade am Anfang gut überlegt zu handeln. Die meisten nehmen/spritzen MTX am Wochenende. Insbesondere wenn sie Berufstätig sind. Evtl. ist es hilfreich, dieses Medikament vor dem schlafen gehen zu nehmen. 

Wenn es bei Dir zu Nebenwirkungen kommen sollte, kannst Du Deinen Arzt auch fragen, ob Du mehr als 5 mg Folsäure nehmen darfst. Ich hätte bis 15mg Folsäure nehmen dürfen. 

 

Keine Angst! Nur Mut!!! 

 

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