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Geschrieben

Hallo ihr Lieben,

 

ich heiße Ebru und bin 27 Jahre alt.

 

Seit meinem 8. Lebensjahr leide ich an einer mal mehr mal weniger starken Schuppenflechte auf dem Kopf. Wirklich begonnen hat sie, als ich aus der Türkei nach Deutschland immigriert bin. Anfangs wurde die Flechte auf die Umstellung des Körpers auf die neue Klimazone zurückgeführt, aber mittlerweile weiß ich, dass dem nicht so ist. 

Später sagte mein Hautarzt mir, dass es eine vererbte Krankheit sei und ich mehr oder weniger den Rest meines Lebens damit klar kommen müsse.

 

Bis zu meinem 18. Lebensjahr habe ich mich durchgehend von meiner Hautärztin behandeln lassen, was ich aus heutiger Sicht sehr bereue. Viele cortisonhaltige Salben, Alkohollösungen und diverse andere Medizin hab ich mir jahrelang auf die Kopfhaut massiert und stundenlang einwirken lassen. Ich hatte die typisch südländische Haarstruktur, sprich dichtes dunkles Haar und Locken. Im Laufe der Jahre sind mir immer mehr Haare ausgefallen und mittlerweile habe ich sehr sehr dünnes Haar mit vielen kahlen Stellen. 

 

Ich bin seit fast 10 Jahre nicht mehr in einer regelmäßigen Behandlung gewesen, da ich leider immer wieder das Gefühl habe, von den Ärzten nicht ernst genommen zu werden. Ich habe in der Stadt, in der ich momentan studiere, 5 verschiede Ärzte aufgesucht, da ich mal auf eine alternative Methode der Behandlung gehofft habe. Aber keiner dieser Ärzte hat sich weder die Zeit noch die Mühe gemacht auf meine Bedürfnisse oder Wünsche einzugehen.

 

Ich habe mich infolgedessen auf die eigene Erfahrung gestützt und mehr oder weniger mit Ölen, Kieselerde und co. das Problem zu bewältigen versucht. Leider schlägt nichts wirklich dauerhaft an, da die Schuppen in regelmäßigen Abständen wiederkommen und die neu nachwachsenden Haare erneut abbrechen. Die Ärzte konnten mir zwar bestätigen, dass die Haarwurzeln intakt sind, aber durch die Schuppen die neuen Haare immer wieder abbrechen und ich erst eine medizinische Behandlung machen müsse, um mein Haar voluminöser zu bekommen. Ich weigere mich jedoch mit Schulmedizin zu arbeiten.

 

Mittlerweile habe ich mich mit den Schuppen mehr oder weniger abgefunden und sehe darüber hinweg, dass sie an machen Tagen sehr offensichtlich zu sehen sind und einige Menschen angewidert ihre Blicke abwenden. Was mich jedoch stört, ist die kahle Stelle am Hinterkopf, die ungefähr die Größe einer 1€ Münze hat. Ich trage meine Haare immer hochgesteckt in einem Dutt oder einem Pferdeschwanz. Leider kann ich sie kaum offen tragen.

 

Daher wollte ich mal anfragen, ob Leidesgenossen anwesend sind, die mir vllt durch eigene Erfahrungen Tipps geben könnten. Leider hat man in seinem Umfeld auch nie wirklich jemanden, mit dem man darüber reden kann. 

 

Ich wäre über Tipps sehr dankbar und wünsche noch einen schönen Abend. 

 

 

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hi Ebru,

erst mal ein herzliches willkommen von meiner Seite ;)

Das finde ich ja ein Unding mit den Ärzten.... inwiefern findest du dich denn nicht ernst genommen bzw. was sagen denn die Ärzte?

Haben Sie keine Ideen, was du noch machen kannst? Hast du die Pso noch an anderen Stellen am Körper oder nur auf dem Kopf?

Hast du mal im Internet nach Bewertungen von guten Dermatologen in deiner nähe gesucht?

Wünsche dir auf jeden fall viel Erfolg, dass du einer vernünftigen Arzt findest.

 

Liebe Grüße

Geschrieben

Hallo Ebru

Auch von mir ein Willkommen im Forum.

Lies dich hier erst mal durch. Es gibt vieles über die Alternativ Medizin zu lesen.

Vielleicht ist ja etwas für dich dabei. 

Ich selber hat nicht so soviel Pech mit den Ärzten. Probiere aber dazu auch hin und

wieder andere Sachen dazu aus. 

Was bei mir die PSO etwas Lindert sind Sachen mit Ringelblume und Olive.

Gruss Donna

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo, 

 

danke erstmal für die Antworten.

 

Das finde ich ja ein Unding mit den Ärzten.... inwiefern findest du dich denn nicht ernst genommen bzw. was sagen denn die Ärzte?

Haben Sie keine Ideen, was du noch machen kannst? Hast du die Pso noch an anderen Stellen am Körper oder nur auf dem Kopf?

 

Ich habe jedes Mal zu hören bekommen, dass es ja halb so schlimm sei und dass es andere gibt, die schlimmere Stellen hätten. Außerdem solle ich mich nicht wundern, wenn ich mich weigere Schulmedizin anzuwenden. Lauter solche Sachen. Selbstverständlich bin ich mir darüber im Klaren, dass es anderen Menschen vielleicht schlimmer geht, aber irgendwo ist man persönlich doch mit seinem eigenen Leid stärker betroffen. 

 

Die Pso habe ich (glücklicherweise) nur auf der Kopfhaut. Diesen Winter hatte ich zum ersten Mal auch kleine Stellen am Handgelenk, aber da hieß es, dass es Ausschlag wäre, der stressbedingt sei und es ging auch schnell wieder weg. 

 

Ich hatte eine Ärztin, die mir mit einem Lichtkamm versucht hat, weiterzuhelfen. Anfangs hat das auch etwas gebracht, so dass ich kurz davor war, mir ein solches Gerät zu kaufen, aber nach einiger Zeit hat die Wirkung leider nachgelassen. Das habe ich bedauerlicherweise bei fast allen Behandlungen gehabt. Etwas schlägt an und verliert nach einer längeren Anwendung ihre Wirkung. 

 

@Donna

Bei mir bringt Olive leider gar nichts mehr. Was ich jedoch seit längerem nutze, sind Shampoos mit Arganöl. Dadurch wird meine Kopfhaut geschmeidiger und die Schuppen lösen sich. Leider hängen sie dann im Haar fest. 

Hast du eine Methode dafür sie "rauszukämmen"? Ich versuche sie vorsichtig zu entfernen, reiße mir aber dann sehr viele Haare mit aus, was ich ja grundsätzlich vermeiden möchte. Deshalb bin ich mittlerweile so weit, dass ich sie einfach so lasse und warte, bis sie von alleine abfallen. :(

 

LG ebru

bearbeitet von ebru
Geschrieben

Hallo Ebru 

Leider hab ich auch noch nicht wirklich was gefunden das aus den Haaren rauszubekommen :(

Vielleicht kann uns da jemand anders einen Ratschlag geben.

Gruss Donna

Geschrieben

Hallo, meine Kopfhaut ist nicht so dolle betroffen. Ich kriege nach dem Waschen die Schuppen mit dem Fön raus. Stärkste Stufe, nicht so heiß, und kreuz und quer gefönt.

Geschrieben

Hm, föhnen geht bei mir gar nicht.. Davon trocknet die Kopfhaut nur noch mehr aus und juckt wie blöde. 

 

Ich habe eine zeitlang einen Nissenkamm probiert, aber der sorgt für ein "Auseinanderbrechen" der größeren Schuppen und verteilt sie umso mehr auf der Kopfhaut.. :( 

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo,

 

vielleicht könnte dieses Mittel dir helfen, die Schuppen gut zu lösen: http://www.psoriasis-netz.de/s10-mitmachen/tester-fuer-loyon-gesucht.html

 

Natürlich ist damit das eigentliche Problem nicht beseitigt. Mir hat eine "Problemlösung" sehr geholfen, die bei dir sicherlich nicht zur Anwendung kommen wird, da es für mich als Mann kein Problem ist, meine Haare mit der Maschine extrem kurz zu schneiden. Dadurch war es mir möglich zu erkennen, dass auf meiner Kopfhaut eigentlich nur wenige kleine Pso-Punkte Auslöser einer starken Schuppenkruste waren. Früher, als ich die Haare noch normal lang hatte, konnte ich gar nicht sehen, wo das eigentliche Übel sitzt und somit wurde die ganze Kopfhaut mit Salben, Tinkturen usw. behandelt, denn die Schuppen hatten sich auch entsprechend breit gemacht. Wenn ich heute die Haare auch nur einen Zentimeter lang wachsen lasse, entzündet sich die Kopfhaut wieder, d.h. sie wird rot und schuppig. Diese Entzündung kann ich mit Salben stark reduzieren, wenn ich die Haare extrem kurz schneide. Dann kommen die eigentlichen Verursacher zum Vorschein, die ich dann punktgenau mit Salben behandeln kann. Hat schon mal jemand deine Kopfhaut nach den eigentlichen Verursacher abgesucht d.h. die roten Punkte, von denen aus die Entzündung der Kopfhaut ausgeht? Vermutlich nicht, sondern wie Ärzte so sind, einfach ein Mittel verschrieben und erklärt, "alles schön gleichmäßig auftragen"?! Wenn obiges Mittel "Loyon" gut wirkt und die Kopfhaut zwar entzündet, aber schuppenfrei ist, dann lasse die Kopfhaut mal sehr gründlich nach den eigentlich auslösenden Stellen absuchen. Danach könntest Du die Anwendung von Mitteln entsprechend örtlich begrenzt anwenden und nicht bloß nach der Gieskannenmethode über den ganzen Kopf hinweg.

 

Außerdem würde ich an deiner Stelle mal einen Heilpraktiker aufsuchen. Dazu im Internet mal recherchieren, welche Heilpraktiker sich bisher mit Pso befasst haben, ggf. mal mit deiner Krankenversicherung reden, ob sie die Kosten übernehmen und evtl. auch Infos zu guten Heilpraktikern haben. Ferner wäre es evtl. sinnvoll, sich auch mit der eigenen Psyche zu befassen. Die Pso kann auch von der eigenen Psyche ausgelöst werden, wenn man z.B. Stress hat. Hatte mal eine Frau kennengelernt, deren Vater mit ca. 50 J. erstmalig Pso bekommen hatte und zwar sehr stark. Auslöser war die Trennung und letztlich Scheidung der Tochter vom Ehemann in Verbindung mit dem Wegzug mit den zwei Kindern aus einem kleinen Dorf in Sachsen nach Köln. Das hatte den Mann umgehauen, denn die ganze Familie war seit Generationen in dem kleinen Dorf in Sachsen. Du hattest geschrieben, daß die Pso bei dir ausbrach, als Du von der Türkei nach Deutschland kamst. Es kann sein, muß aber nicht, daß das der Auslöser war. Vielleicht kann dir ein Psychologe da weiterhelfen.

 

Viel Erfolg!      

 

Nachtrag: 

http://www.psoriasis-netz.de/community/topic/21835-loyon-im-test/#entry346913

 

http://www.psoriasis-netz.de/community/forum/23-alternative-methoden/

 

http://www.psoriasis-gespraeche.de/blog/welche-rolle-spielt-die-psyche-bei-psoriasis/

 

http://www.psoriasis-netz.de/category/themen/psyche

 

http://www.psoriasis-schulz-uwe.de/Die_Psyche_juckt/die_psyche_juckt.html

bearbeitet von tigerewi
  • + 1
Geschrieben (bearbeitet)

danke @tigerewi für die ausführlichen tipps ;)

 

und vielen Dank für die Links.. Bin gerade dabei mir einiges anzulesen.

 

Das mit der Psyche hat mich auch eine zeitlang beschäftigt, aber ich fühle mich wohl hier und würde mich eher als Deutsche bezeichnen und sehe mich mit der Türkei lediglich durch meine Verwandten und den Urlaub im Sommer verbunden. ;) Daher wage ich zu behaupten, dass es nicht daran liegt :)

bearbeitet von ebru
Geschrieben

Hallo Ebru,

sehr interessiert habe ich Deine Leidensgeschichte gelesen.

Ich habe die Schuppenflechte auf der Kopfhaut und auch nur dort, schon seit meinem 10. Lebensjahr.

Mittlerweile bin ich 54 Jahre alt und die Pso hat meine gesamte Kopfhaut eingenommen und zusätzlich seit ca. einem Jahr mit starkem Jucken. Auch ich hatte diverse Besuche bei  Hautärzten und musste leider die gleichen Erfahrungen sammeln wie Du.

Es wurden immer nur diverse Medikamente verschrieben, die ich auf die Kopfhaut bzw. auf die betroffenen Stellen träufeln sollte. Wenn man den Göttern in Weiß sagte, dass die Medikation nicht wirkt und das es eher noch schlimmer würde und es mit  noch stärkerem Juckreiz auf dem Kopf einhergeht, wurde nur darauf verwiesen ich hätte die Behandlung nicht lange genug durchgeführt.

Hätte ich keine Sauna, wären bei mir die Schuppungen Zentimeterdick.

Nur mit der Saune verflüssigen sich die Schuppen und ich bin wenige Tage schuppenfrei.

Was mich zum derzeitigen Zeitpunkt am stärksten stört, ist der einsetzende Haarverlust, der auch wie es scheint direkt etwas mit der Pso zu tun hat.

Ich würde mich daher sehr freuen, wenn Du eine Lösung für Dein Problem gefunden hast und es mir mitteilen würdest.

Vielen Dank schon mal im Voraus.  

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