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Ist die Haut wirklich das Spiegelbild der Seele?


Trauriges-Kind

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Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo ihr lieben,

Ist mir jetzt echt unangenehm, aber so geht es mir in letzter Zeit! Bin mir nicht wirklich sicher ob es nicht alles zusammen hängt? Weis nicht ob es einen oder auch den anderen auch so geht und ob es einer von Euch kennt diesen Zustand. Ich habe heute schon den ganzen Tag schmerzen und weiß nicht wie es eigentlich weiter gehen soll. Es treibt mich echt in den Wahnsinn, ich weiß auch nicht wie ich das beschreiben soll, aber ich fühle mich einfach nicht wohl in meiner Haut. Ich habe den Eindruck das es immer schlimmer wird, ich verlier bald meinen verstand. Ich versuch daran zu glauben das es wieder besser wird, aber im Moment wird alles immer schlimmer..

Ich hoffe das jemand meinen beitrag liest und mich vielleicht ein bisschen verstehen kann auch wenn alles durcheinander ist..kann gerade keinen klaren gedanken fassen um meine situation ausführlich zu beschreiben.

* Sorry das ich hier jetzt gerade alles durcheinander schreibe aber bin im moment voll verwirrt in meinem inneren!

Schönen Abend wünsche ich Euch

Trauriges-Kind

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Hallo,

mein Hautarzt hat eine Notfallspechstunde,  morgens 8 Uhr hin Termin wird dann bis 11 Uhr vergeben.

Viellleicht verschiedene Hautärzte anrufen ,ob jemand so etwas anbietet.

Man kann auch direkt bei der Krankenkasse anrufen, sie haben mehr Möglichkeiten schnellere Termine

zu erreichen.

Klaus....

Hallo Fischi,

Meine Hautärztin hat auch eine auch eine Notfall Sprechstunde ! Immer Montag und Dienstag! Und danke dir für die Info. Lg. Trauriges Kind

  • 5 Wochen später...
Geschrieben

Hallo Trauriges-Kind,

 

ich denke schon, dass unsere Haut (genauso wie die Augen!) ein Spiegelbild unserer Seele ist.

 

Ich z.B. bin ich eher schwierigen Verhältnissen aufgewachsen: Eltern haben oft gestritten, weil sie in ihrer Lebenseinstellung grundverschieden waren; ich selbst bin mit Schläge erzogen worden, obwohl ich nie auch nur im Enferntesten irgendwas Schlimmes gemacht habe; und nach der Scheidung ging der Rosenkrieg munter weiter. In der Zeit habe ich dann auch die Schuppenflechte bekommen - leider aber genausoviel Unverständnis dafür.

 

Seit ich mein eigenes Ding mache, weil ich es mir finanziell endlich leisten kann, und mich also nicht mehr mit Leuten umgeben muss, die mich nicht und die ich nicht verstehe, geht es mir aber schon deutlich besser. Mein Selbstvertrauen ist zwar immer noch sehr schwach, aber zumindest vorhanden. Momentan breitet sich die Pso zwar wieder ein bisschen aus, das liegt aber daran, dass ich ein bisschen viel Stress wegen meiner Abschlussprüfung habe. Davor ist man im Leben halt nie so wirklich gefeit. Aber wenn ich das alles Ende des Jahres hinter mir habe, wird es sicher wieder besser werden.

 

"Wenn's mal nicht so läuft, einfach zu lächeln!" Wird helfen, wirst Du sehen :)

 

Immerhin hast Du doch eine Familie, die Dich (hoffentlich) unterstützt. Das ist schonmal viel wert.  Auch wenn sie natürlich nie so wirklich verstehen können wird, wie Du Dich manchmal fühlst. Das ist halt das Kreuz, das wir Psoriatiker im Leben tragen müssen! Aber andere von uns sind ganz alleine, bekommen von niemandem Trost und müssen alles mit sich selbst ausmachen. Und vielleicht gehen sie irgendwann an der Krankheit kaputt :unsure:

 

Also, lass den Kopf nicht hängen. Ich glaube fest daran, dass alles im Leben zu irgendwas seinen Sinn hat. ^_^

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Ich glaube auch, daß Körper, Geist und Seele unsere Krankheit beeinflussen. Jetzt zur schönen Sommerzeit kann ich nicht in die Sonne, meine Haut Arme, Beine und Kopf sind Katastrophe, Salben helfen nicht, Medis gehen nicht, der Klinikaufenthalt dauert noch, familiäre Sorgen. Da gibts Momente, wo die Seele danieder liegt. Es ist ein blöder Kreislauf: Haut wird durch Psyche schlechter, dadurch Psyche nicht gut usw. Ein Teufelskreis. Aber es ist keine Depri, kleinste Verbesserungen an der Krankheit lassen auch das Allgemeinbefinden wieder steigern. Hoffen wir auf Verbesserungen! Und machen uns kleine Freuden im Alltagskampf gegen die blöden Unbillen des Lebens.

Geschrieben

Kenne ich alles nur zu gut, Waldfee.

Nicht aufgeben, so schwer es auch fällt. Die Hoffnung, dass es irgendwann besser wird, wird Dir immer bleiben.

Geschrieben

Danke @Waldfee und @Matze für Eure offene Worte,

War jetzt einige Zeit nicht online ! War jetzt einige Zeit in der Klinik mein Hautbefund sieht schon echt Super aus

Geschrieben

Ich kann leicht Ratschläge geben, wenns mich selbst mit voller Breitseite erwischt, dann siehts doch noch ein wenig anders aus Eigentlich bin ich ein verhältnismäßig starker Typ, der viele Unbillen des Lebens schon gemeistert hat. Aber jetzt liege ich mit Fieber, einer Erytrodermie der ganzen Haut ( hatte das Vergnügen bisher 3mal ) im Bett. Der Hautarzt ist total überfordert, weiß er nix weiter weiß außer Einweisung in die Uni-Klinik oder daheim Kortison schmieren. Habe dankend abgelehnt, weil meine Haut durch Kortisoncremes und versehentlicher Sonneneinstrahlung sich so verschlechtert hat, hatte auch schon mal null Erfolg in der Uniklinik. Jetzt mache ich aller 2 Srunden Ganzkörperumschläge mit schwarzen und grünen Tee ( in Leutenberg gelernt ) , Fieberzäpchen und Teersalbe auf die Haut. Bin aber verunsichert mit der Salbe, ob das gut ist bei dieser großen Entzündung, fehlt halt das Vertrauen zum Doc. Bei einem anderen anderen Hautarzt bin ich schon seit 2 Monaten für Termin 10.7. angemeldet. Warum berichte ich das alles? Weil ich ein Macher bin und eine besondere Erfahrung mit meiner Haut und mit Kliniken gelernt habe. Die Seele ist auch durch besondere Umstände am Boden, aber so leicht laß ich mich nicht unterkriegen.

Geschrieben

Waldfee wünsche dir gute Besserrung

Lg. Trauriges Kind

Geschrieben

War jetzt einige Zeit in der Klinik mein Hautbefund sieht schon echt Super aus noch zwei Wochen Bestrahlung und dann bin ich erstmal durch mit meiner Haut. Psychisch geht es nicht so gut ich habe das Gefühl das mir der Boden unter den Füßen weg reißt. Immer wieder jeden Tag ein neuer Kampf mit mir selber.

 

Hallo Trauriges Kind,

 

dass es mit Deiner Haut allmählich besser wird, ist doch ein schöner Erfolg. Von daher lass Dich nicht runterziehen, so schwer es auch ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit unserer Einstellung unseren Krankheitsverlauf beeinflussen können. Deshalb sollten wir uns über jede noch so kleine Verbesserung freuen.

 

Seid ich mir nicht mehr sooo sehr einen Kopf über alle möglichen (belanglosen) Dinge mache und allmählich lerne, alles so zu nehmen wie es kommt, hat sich meine Pso schon deutlich zurückgebildet. Vor allem rege ich mich nicht mehr wie früher ständig über etwas auf, was ich sowieso nicht ändern kann.

 

Versuch das doch auch mal. Mit Deiner Pso hast Du doch auch immer eine gute Erklärung, wenn Du Dich mal zurückziehen musst. Hab ich bei uns im Verein auch getan, wo ich jetzt nur noch Sachen mache, die ich auch wirklich selber machen will. Und an der Arbeit genauso. Da braucht mir keiner mehr zu kommen mit etwas, zu dem ich laut Arbeitsvertrag nicht verpflichtet bin. Sogar im Familienleben klappt das ... manchmal.

 

Insofern ist unsere Krankheit vielleicht gar nicht unbedingt eine Strafe, sondern ein Warnsignal, dass wir mehr auf uns selber achtgeben müssen und uns nicht ständig von anderen Leuten irgendetwas aufhalsen lassen.

Geschrieben

Der Hautarzt ist total überfordert, weiß er nix weiter weiß außer Einweisung in die Uni-Klinik oder daheim Kortison schmieren. Habe dankend abgelehnt, weil meine Haut durch Kortisoncremes und versehentlicher Sonneneinstrahlung sich so verschlechtert hat, hatte auch schon mal null Erfolg in der Uniklinik.

 

Das kenne ich nur zu gut:

 

Bin selber 6 Jahre lange bei einem Hautarzt gewesen, der mir zwar sympathisch war und der sich auch nach Kräften bemüht hatte, der aber von Pso scheinbar nicht wirklich Ahnung hatte. Daher habe ich ihn schließlich gewechselt.

Beim zweiten war ich dann allerdings nur knapp ein halbes Jahr, weil ich mit ihm persönlich gar nicht klarkam und mich auch nicht gut bei ihm aufgehoben gefühlt habe. In dieser Zeit wurde die Pso dann auch deutlich schlimmer als in den 6 Jahren davor.

 

Seit ich allerdings in der Hautklinik bei einer jungen Ärztin in Behandlung bin, von der ich mich verstanden fühle, hat sich meine Pso schon deutlich gebessert.

Hätte ich das doch gleich getan. Das hätte mir sieben schmerzvolle Jahre erspart.

 

Alles Gute für Euch beide

 

 

 

In der Hautklinik traf ich dann auf eine nette junge Ärztin, von der ich mich auf Anhieb verstanden

Geschrieben

Hallo Matze und Trauriges Kind, erstmal vielen Dank für Eure Antworten. Ein guter Hautarzt ist das A und O, die verantwortlich Dir auch helfen wollen, und nicht z.B heute einer zu mir sagt: ach das ist nur eine Dermatitis. Es ist aber leider keine sondern eine ausgewachsene Erytrodermie, die es in sich hat. Normalerweise gehört man in eine Hautklinik, zu Hause ist die Behandlung viel zu aufwändig.es ist alles momentan sehr verszwickt, was die Haut dementsprechend reagiert. Also kann man mit Meditation und chinesischem Chigong ein wenig ruhiger werden. Oder eine wunderbare Steinerkassette anhören. Ich rufe morgen früh die Chefärztin Dr.Herold in Leutenberg an, benötige Tipps und Hilfe für meine Hautgeschichte, die ich zu Hause durchführen werde und dabei meinen Mann auch helfen kann. Werde auch die KK ansprechen,ob es von dort Hilfen in meiner Abwesenheit gibt .Mit einem unguten Gefühl in eine Klinik zu gehen, das darfs nicht sein . Lege meine glühendheiße Haut jetzt in mein kühles Bett und versuche, zu schlafen, denn in der Vergangenheit war mein Schlafverhalten eine Katastrophe. So wünsch ich Euch Beiden eine angenehme und wohltuende Nachtruhe.

Geschrieben

Hallo Trauriges Kind,

 

dass es mit Deiner Haut allmählich besser wird, ist doch ein schöner Erfolg. Von daher lass Dich nicht runterziehen, so schwer es auch ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit unserer Einstellung unseren Krankheitsverlauf beeinflussen können. Deshalb sollten wir uns über jede noch so kleine Verbesserung freuen.

 

Seid ich mir nicht mehr sooo sehr einen Kopf über alle möglichen (belanglosen) Dinge mache und allmählich lerne, alles so zu nehmen wie es kommt, hat sich meine Pso schon deutlich zurückgebildet. Vor allem rege ich mich nicht mehr wie früher ständig über etwas auf, was ich sowieso nicht ändern kann.

 

Versuch das doch auch mal. Mit Deiner Pso hast Du doch auch immer eine gute Erklärung, wenn Du Dich mal zurückziehen musst. Hab ich bei uns im Verein auch getan, wo ich jetzt nur noch Sachen mache, die ich auch wirklich selber machen will. Und an der Arbeit genauso. Da braucht mir keiner mehr zu kommen mit etwas, zu dem ich laut Arbeitsvertrag nicht verpflichtet bin. Sogar im Familienleben klappt das ... manchmal.

 

Insofern ist unsere Krankheit vielleicht gar nicht unbedingt eine Strafe, sondern ein Warnsignal, dass wir mehr auf uns selber achtgeben müssen und uns nicht ständig von anderen Leuten irgendetwas aufhalsen lassen.

Lieber Matze, für deine Antwort und deine Tipps. Ich ziehe mich zunehmend zurück. Weil ich im Moment es nicht ertrage jemanden um mich zu haben. Ganz liebe Grüsse Trauriges Kind

Geschrieben

Liebe Waldfee,

Ich glaube das ist wirklich eine gute Idee. Ich hoffe die haben noch Tipps für dich. Sei ganz lieb gegrüßt Trauriges-Kind.

Geschrieben

Lieber Matze, für deine Antwort und deine Tipps. Ich ziehe mich zunehmend zurück. Weil ich im Moment es nicht ertrage jemanden um mich zu haben. Ganz liebe Grüsse Trauriges Kind

 

Da ist nicht schlimm. Solche Phasen haben wir alle. Aber die gehen vorüber - so wie alles irgendwann vorübergeht -_-

Wichtig ist nur, dass Du das Deiner Familie auch so sagst, damit sie es verstehen kann und dass Du niemanden in Deiner Verzweiflung einfach von Dir stößt.

 

Denn jemanden zu haben, der einen unterstützt und tröstet, finde ich bei einer Krankheit wie der Pso ungeheuer wichtig.

Wie ich es hier schon einmal hier geschrieben habe: Sicherlich gibt es auch welche unter uns, die niemanden um sich haben, der ihnen beisteht und die außer der Pso auch noch an ihrer Einsamkeit leiden :(

 

Also lass Dich nicht hängen. Das bist Du allein schon den Menschen schuldig, die Dich lieben :)

Geschrieben (bearbeitet)

Danke für deine Worte Matze das habe ich schon oft gehört aber bei mir klappt es auch nur beding und ich versuche jeden Tag auf s neue. Ich glaube unsere Mitmenschen reagieren nicht immer so wie wir es erwarten oder? Meine Familie ist glaube ich mit mir öfters überfordert. Das Problem dabei ist das ich mich selbst von meiner Familie zurück ziehe. Ich lasse kaum noch jemanden ran an mich! Ich weis das es nicht das optimale ist aber für mich ist es der einzige Weg um meine Familie da so gut wie es geht raus zu halten. Ich ertrage es einfach nicht!

Ich wünsche dir alles liebe

Trauriges Kind

bearbeitet von Trauriges-Kind
Geschrieben

Versuch es einfach, Trauriges-Kind. Mit Aufgeben machst Du es Dir zu leicht.

 

Klar wird Deine Familie nie vollkommen verstehen, wass die Pso mit Dir macht. Aber muss sie dass denn wirklich?

Letzten Endes kann ein Mensch den anderen doch nie 100%-ig verstehen, weil er nunmal er selbst und nicht der andere ist.

Die Hauptsache ist doch, dass man füreinander da ist und sich gegenseitig stützt, wenn's mal nicht so läuft. Dann ist doch alles gut. :)

Abgesehen davon haben Deine Leute doch auch ihre eigenen Probleme, bei denen sie Deine Unterstützung genauso brauchen wie Du ihre.

 

Ein guter Bekannter hat mir neulich einen Spruch mitgegeben, der ziemlich gut zu unserer Situation passt und der mir seitdem immer wieder Mut macht, die Zuversicht im harten Leben nie zu verlieren:

 

"Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist."  ^_^ 

Geschrieben

Mein Hals ist momentan nicht dreckig, dafür knallrot, meine ganze Haut ist knallrot. Deswegen war ich trotzdem gestern draußen unter Menschen, ich mußte. Die Psyche ( Sorge um Mann ) hat wahrscheinlich die Erythrodermie verursacht, ich kann mir momentan keinen anderen Grund vorstellen. Dafür geht's ab Dienstab ab in die Akutklinik. Die Sorge bleibt. Matze, ich finde es gut, wie Du Trauriges Kind helfen willst, aber schwierig ist es trotzdem .

Geschrieben

Matze, ich finde es gut, wie Du Trauriges Kind helfen willst, aber schwierig ist es trotzdem .

 

Weiß ich doch, Waldfee, wie schwierig es ist. Für mich snd die Tage oft auch ein Kampf. :(

Dazu fällt mir übrigens noch ein Spruch ein: "Das Leben ist eines der härtesten."

 

Wahrscheinlich machen wir es uns aber auch selber ein bisschen schwerer als es tatsächlich ist, da wir uns zu sehr mit anderen vergleichen. Ist bei mir jedenfalls so! Und natürlich immer nur mit welchen, denen es besser geht, die also keine Pso haben. Das aber ist eine Sackgasse, in der wir nur verlieren können. Zumal Pso ja gerade einmal 2 von 82 Mio Menschen in Dtld. betrifft und damit keine Volkskrankheit ist. <_<

 

Besser für uns ist es daher wohl, dass wir uns (auch vor anderen) einfach eingestehen, wenn es mal nicht so gut läuft. Dann hilft der Glaube daran, dass irgendwann auch wieder bessere Zeiten kommen und dass auch andere ihr Säcklein im Leben tragen müssen oder noch tragen werden. Ich bin der Überzeugung, dass sich im Laufe eines Lebens alles Gute und Schlechte miteinander ausgleicht. Das mag schrecklich naiv sein, hilft mir persönlich aber, mit meiner Situation klarzukommen. :)

 

Abgesehen davon: Schlimmer geht's immer! :daumenhoch:

 

Alles Beste weiterhin

Geschrieben

Pusteblümchen schreibt im Beitrag #5

 

"Ist die Haut wirklich das Spiegelbild der Seele ?

 

Nein. Die Augen sind es. 

 

Die Haut ist unser Schutzmantel und ein Entgiftungsorgan. Durchaus möglich ist es jedoch das sie unbewusste, unsichtbare Probleme ins Licht rückt."

 

meine Antwort:

Dies sehe ich auch so.

Siehe hierzu:

 

http://www.enveda.de/magazin/gesunde-lebensgestaltung/kosmetik-und-koerperpflege/die-haut-ein-entgiftungsorgan.html

 

lest vor allem auch  - ziemlich am Ende - "Kapilliasierung"

 

LG

Richard-Paul

Geschrieben

Mein Hals ist momentan nicht dreckig, dafür knallrot, meine ganze Haut ist knallrot. Deswegen war ich trotzdem gestern draußen unter Menschen, ich mußte. Die Psyche ( Sorge um Mann ) hat wahrscheinlich die Erythrodermie verursacht, ich kann mir momentan keinen anderen Grund vorstellen. Dafür geht's ab Dienstab ab in die Akutklinik. Die Sorge bleibt. Matze, ich finde es gut, wie Du Trauriges Kind helfen willst, aber schwierig ist es trotzdem .

Habe die Pics gesehen- ist heftig- Ich hatte es bisher einmal- aber bei weitem nicht so schlimm.

Wenn Du Sorge um Deinen Mann hast- hat er eine Pflegestufe? Dann kannst Du problemlos eine Ersatzpflege  ( auch Kurzzeitpflege im Heim) besorgen- wird alles bezahlt von der Pflegekasse. Falls es rein darum geht, dass er meint , alleine nicht klar zu kommen... Damit musst Du leben-

denke an Dich.

 

Wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg in Leuchtenberg.

 

Und ich bin voll der Meinung von Matze- dass " sich alles Gute und Schlechte miteinander ausgleicht"

 

Liebe Grüsse

Siggi

Geschrieben (bearbeitet)

 

....warum der stete Vergleich mit anderen und es tröstend finden, dass andere es schlimmer getroffen haben?

 

Boah eh...die Armen!

 

Ich trage mein Packerl, weils halt so ist, wie es ist..was ich zum Guten ändern kann, dass tu ich und ansonsten freue ich mich über alles was geht...

...den Gedanken, was wäre wenn ich den Schrumms nicht an der Backe hätte...ganz ehrlich, den lasse ich gar nicht erst aufkommen.... :daumenhoch:

 

...aber ich empfinde es als wohltuend zu wissen, ich bin nicht allein damit...

 

...und wenn ich kann, so trage ich hier auch gern den Kummer ein Stück Lebensweg mit...und manchmal entwickeln sich daraus Freundschaften ... die eine Pso lang halten ;):) ...so gut wie lebenslang! :D

bearbeitet von Supermom
Geschrieben

...aber ich empfinde es als wohltuend zu wissen, ich bin nicht allein damit...

 

 

Das habe ich mit meinem Kommentar gemeint: Zu wissen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine auf der Welt ist :)

  • 10 Monate später...
Geschrieben

ich bin etwas ratlos...

ich habe gar keine Seele, aber auch schon sehr lange eine Psoriasis... :unsure:

 

Diese Krankheit ist ziemlich sicher eine mit vielen Ursachen. Wer keine genetische Anlage dazu hat wird auch bei schwierigen Familienverhältnissen keine Schuppenflechte bekommen. Und wahrscheinlich können manchmal auch 'psychische' Ursachen eine Anlage 'triggern', verschlechtern oder auch verbessern. Ebenso wie Ernährungsumstellungen, andere Krankheiten, bestimmte Medis, Umweltfaktoren, ... und wer weiß, vielleicht auch ein schlechtes Fernsehprogramm.

 

Aber egal wie schlimm die Pso ist - wichtig ist sich klar zu machen, dass man NICHT seine Krankheit ist und dass man keine 'Schuld' daran hat.

Und die Behauptung, dass irgendwas 'der Spiegel der Seele' wäre legt die Verantwortung dann auf den Erkrankten. Manchmal sind das andere und im schlimmsten Fall der Erkrankte selbst.

Dann kommt zu der Misere der Krankheit auch noch ein schlechtes Gewissen, dass man sein 'Seele' nicht gut genug gepflegt hätte.

Daher ist es imo 'gesünder' sich von solchen Vorstellungen zu befreien. Man hat eine oft mehr als unangenehme, in der Regel chronische Krankheit, das ist schlimm genug, da muss man sich nicht auch noch um irgendwelche Seelen sorgen. :blink:

  • + 3
Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ich denke, jeder hat da einen eigenen Ansatz. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo bei einem Mix aus allem. Die Psyche spielt aber in jedem Fall eine wichtige Rolle und sollte nicht außer Acht gelassen werden. Ebenso ist Stress ein Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist.

 

Ob die Haut nun der Spiegel der Seele ist, weiß ich nicht. Was meiner Meinung nach aber nicht schadet ist, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Das hat mir persönlich sehr geholfen. Bei einem Psychologen war ich vor 10 Jahren auch schon einmal, aber das hat mir gar nicht gefallen. Danach habe ich beschlossen, das Ding selbst in die Hand zu nehmen. Jeder von uns durchlebte oder durchlebt gute und schlechte Zeiten und jeder geht mit den Situationen anders um. Für die meisten von uns war die Diagnose "Psoriasis", also eine bis dato nicht heilbare, chronische Krankheit, ein Schock. Diesen Schock muss man erst einmal überwinden und lernen die Krankheit zu akzeptieren. Sie ist in gewisser Weise ein Teil von uns, macht uns aber nicht aus und vor allem nicht zu einem schlechteren Menschen.

 

Das Umfeld, in dem man aufwächst oder lebt, ist meiner Meinung nach ebenfalls sehr wichtig. Hat man die "falschen" Freunde, die sich aufgrund der Psoriasis von einem abwenden, dann ist das sehr schmerzhaft. Aber dann waren es auch keine wirklichen Freunde ;) Mit der Familie sieht das ähnlich aus, nur kann man sich diese nicht aussuchen.

 

Ich habe mir nicht durchgelesen, was hier in diesem Thema alles geschrieben wurde, aber einige Beiträge habe ich überflogen. Es wurde die Frage gestellt: Woher nehmt ihr die Kraft?

 

Bei mir ist es relativ einfach: Ich liebe das Leben! Ich lebe gerne und ich möchte mein Leben so gut es geht genießen. Wer weiß, was am Ende mit einem passiert. Wenn man Pech hat, steht da das Nichts (doofe Vorstellung). Mit dieser Thematik habe ich mich z.B. schon auseinandergesetzt, konnte mich aber noch nicht damit anfreunden. Ich habe für mich aber beschlossen, mein Leben zu leben wie ich es möchte. Daher mein Appell an alle von euch:

 

Fragt euch, was ihr im Leben machen möchtet? Schreibt es ruhig auf! Wohin wollt ihr mal reisen? Welche Sportart wollt ihr mal ausüben? Welche Events wollt ihr besuchen? Welches Instrument wollt ihr spielen können? Und und und ...

 

Die Welt ist so groß und bietet so viel. Lasst euch nicht von einer blöden Krankheit wie Psoriasis das Leben zur Hölle machen, auch wenn es manchmal nicht einfach ist. Ich persönlich sah zum Teil so schlimm aus, dass ich ca. 90% meines Oberkörpers mit Psoriasis voll war. Zudem die doofe Pso-Arthritis und zu allem Überfluss auch noch Schwimmen in der Schule. Na herzlichen Dank. Aber ich habe diese Gelegenheit als Chance betrachtet, mich meiner Krankheit zu stellen. Es war nicht leicht und nach einiger Zeit konnte ich sogar drüber lachen. Ich werde nie vergessen, wie ich mir mit meinem T-Shirt Luft zuwedelte im Klassenzimmer und meine Klassenlehrerin einen kurzen Blick auf meinen mit Pso übersähten Oberkörper erhaschen durfte. Ganz geschockt fragte sie "Oh Gott, was hast du denn da?" und ich (ich mochte die Dame eh nicht) meinte nur "Das muss so!" und bin nicht näher drauf eingegangen :D

 

Psoriasis verlangt von uns, dass wir uns mit der Krankheit und uns selbst auseinandersetzen. Jeder einzelne von uns muss schauen, was ihm gut tut - auch was Medikamente und Behandlung angeht. Ich habe lange suchen und probieren müssen, bis ich endlich Humira und nun Stelara verabreicht bekomme. Da habe ich großes Glück! Außerdem mache ich wieder regelmäßig Sport u.a. Kampfkunst, bei dem viel Körperkontakt besteht - kein Thema. Ich gehe wieder regelmäßig laufen, weil die Arthritis zum Glück verschwunden ist. Ich nehme an Laufevents teil, bin da zwar bisher eher im hinteren Mittelfeld aber so what. Es macht mir Spaß und es macht Freude. Die Psoriasis steht mir nicht länger im Weg.

 

An den Strand gehen oder ins Schwimmbad gehe ich zwar nach wie vor nicht soooo gerne, aber das war vor der Psoriasis auch schon so. Ich war lieber im Wald und bin geklettert :D

 

Versucht einen Weg zu finden aus diesem negativen Strudel herauszukommen. Es ist nicht einfach, aber es ist auch nicht unmöglich. Denkt daran, dass ihr im Zweifel nur einmal lebt. Macht was draus :)

 

Euer Mike

  • + 4

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