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MTX und völlig unvorbereitet


Schnuckel2804

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo ihr Lieben!

Ich bin 24 und leide seit ich 7 Jahre bin an der Psoriasis vulgaris (mal schlechter,mal besser, mal ganz schlecht, aber nie weg )

Da meine Psoriasis in den letzten Tagen schlimmer geworden ist und ich sehr wunde Stellen hatte, bin ich dann heute mal nach längerer Zeit mal wieder zum Hautarzt. Da ich umgezogen bin, musste ich nun auch mal einen neuen Hautarzt aufsuchen. Und ich muss sagen die scheint mich richtig ins kalte Wasser geworfen zu haben, was mir aber jetzt erst bewusst wird.

Sie hat mich gefragt ob ich schon einmal MTX genommen habe, als ich verneinte meinte sie nur: Gut, dann probieren wir das mal.

Dann hat sie mir das Rezept ausgedruckt, plus Folsäure und eine Salbe, die ich benutzen soll.

Dann hat sie noch gefragt wann meine letzte Blutuntersuchung war. Als ich sagte dass das schon länger her sei, meinte sie, dass ich dann in nächster Zeit irgendwann mal morgens vorbeikommen soll für eine Blutabnahme.

Ansonsten hat sie mich nciht auf die Tabletten vorbereitet. Dann kam ich nach Hause mit dem neuen Medikament, habe mich hingesetzt und angefangen zu lesen. Dann wurde mir etwas anders, denn die Ärztin hat mich nicht in geringster Weise vorbereitet.

Ich hatte, bis ich nach Hause kam, keine Ahnung davon, was das für ein Medikament ist.Nichts wurde mir erzählt von Achtung bei Schwangerschaft, oder regelmäßigen Blutkontrollen, oder kein Alkohol oder Sonneneinstrahlung etc. Ich habe mir nichts böses dabei gedacht, aber was ich so auch hier im Forum lese, lässt mich zweifeln, ob ich MTX einfach mal so, ohne richtige Aufklärung vom Arzt, nehmen sollte.

Jetzt fühle ich mich total unvorbereitet und weiß nciht so recht was ich tun soll.

Was haltet ihr davon?

Gruß Eva

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben (bearbeitet)

Hey Eva,

es ist natürlich nicht so schön, wenn du so ins kalte Wasser geworfen wirst. Auf der anderen Seite ist das Lesen vom Beipackzettel nie eine große Freude und selbst bei den "einfachsten" Medis ist der Beipackzettel eine Katastrophe.

Wenn du Fragen dazu hast, dann stell sie hier oder geh doch noch mal zu der Ärztin und besprich es mit ihr, sag ihr was du für Ängste hast und frag, wie die Blutkontrollen ablaufen sollen.

Ich musste anfänglich aller 6 Wochen zur Blutabnahme, da meine Werte immer bestens sind inzwischen nur noch vierteljährlich. dafür habe ich so einige andere Nebenwirkungen. Scheinen aber in den Augen meiner Ärztin alle noch im hinnehmbaren Bereich. :wacko:

Einfach dort noch mal Anrufen und um einen Termin bitten.

Alles Gute dir.

LG Supermom

bearbeitet von Supermom
Geschrieben (bearbeitet)

Bevor ich MTX nehmen würde, würde ich ersteinmal alles ausschöpfen was sonst zur Verfügung steht, zumindest würde ich ersteinmal, wenn es gerade so schlimm ist, akut in eine Hautklinik gehen, oder gleich zur Reha fahren, oder auch anschließend. Eine amb. Balneo Phototherapie wäre ggf. ja auch möglich. Über Fumarsäuretabl., gerade in Deinem Alter, hat sie wohl garnicht gesprochen? Das wäre doch auch eine gute Möglichkeit. Ich habe MTX auch schon gespritzt, würde es aber nie wieder tun. Hat aber persönliche Gründe. Meine Haut war supergut, nur für die Gelenke...eher mäßig.

Also wenn Du Dich jetzt schon unwohl dabei fühlst, musst Du mit Deiner Ärztin noch einmal reden, Du bist der Pat. und hast das Recht mitzuentscheiden.

Viel Glück

Lupinchen

bearbeitet von Lupinchen
Geschrieben

MTX macht dich mittelfristig "kaputt", ich spreche nicht aus eigener Erfahrung, ein Bekannter nimmt das jetzt seit einem Jahr (40 Jahre alt, Psoriasis athritis in den fußwurzelmittelfußgelenken).

So wie es aussieht ist er spätestens nächstes Jahr Frühpensionist.

Die Nebenwirkungen sind immens: Übelkeit, Müdigkeit, anhaltender metallischer Geschmack im Mund.

Es ist ein Trauerspiel für die gesamte Heilkunde, daß eine Hauterkrankung wie die Psoriasis nicht heilbar ist bzw. so derartig schlecht therapierbar ist.

lg alex

Geschrieben

MTX macht dich mittelfristig "kaputt", ich spreche nicht aus eigener Erfahrung, ein Bekannter nimmt das jetzt seit einem Jahr (40 Jahre alt, Psoriasis athritis in den fußwurzelmittelfußgelenken).

So wie es aussieht ist er spätestens nächstes Jahr Frühpensionist.

Die Nebenwirkungen sind immens: Übelkeit, Müdigkeit, anhaltender metallischer Geschmack im Mund.

Es ist ein Trauerspiel für die gesamte Heilkunde, daß eine Hauterkrankung wie die Psoriasis nicht heilbar ist bzw. so derartig schlecht therapierbar ist.

lg alex

Psoriasis ist nicht "nur" eine Hauterkrankung und MTX wird - wie alle wirksamen Medikamente - offensichtlich von einigen besser von anderen schlechter vertragen. Dass die Pso bisher nur schwer therapiebar ist, das ist in der Tat unerfreulich.

Geschrieben

Hey ho,

ich bin in ner ähnlichen Situtaion. Habe allerdings mehrere Voruntersuchungen machen müssen, aber konkret dass es um MTX ging habe ich durch meine Überweisung zum Lungendoktor erfahren. Konnte mich daher etwas einlesen um mich vorzubereiten (u.a. mit einem Abschließenden Saufgelager xD)

Fazit:

Gestern mit MTX in 20mg Dosierung angefangen. Heute etwas matschig gewesen aber nichts wo ich mir groß sorgen drüber machen würde. Den Beipackzettel zu lesen ist zwar beängstigend aber wichtig. Ohne den hätte ich zum Beispiel nicht gewusst dass MTX + Ibuprufen = Nicht gut ist...

Meine Empfehlung:

Wenn Du dir unsicher bist, mach nochmal einen Termin mit deiner Ärztin und besprich das ganze nochmal mit ihr. Außerdem sollte meines erachtens nach ein vernünftiger Gesundheitscheck vorher gemacht werden um bösen Überraschungen aus dem Weg zu gehen.

MTX ist und bleibt nen Medikament welches nunmal reinhauen kann aber nicht muss. Es hat aber seinen Grund warum es Verschreibungspflichtig ist.

LG

Fero

Geschrieben

Hi Schnukel,

ich seh die ganzen Sache mit der MTX Behandlung eher skeptisch, wenn du nicht zuvor mit Fumaderm behandelt wurdest. Punkt 1) du hast keine PSA, die eine MTX gabe rechtfertigt. Punkt 2) Fumaderm kannst du über einen langen Zeitraum nehmen, wenn es dein Körper zulässt. Der preisliche unterschied zu Fumaderm und MTX ist recht heftig.......... Hier nochmal alles ausführlicher erklärt http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-001l_S3_Psoriasis_vulgaris_Therapie_01.pdf.

lg bushman

Geschrieben

du hast keine PSA, die eine MTX gabe rechtfertigt

.

Man muss auch keine PSA haben, um MTX zu bekommen. Zumindest habe ich es auch damals schon bekommen, ohne PSa zu haben.

Mir ist auch nicht bekannt, das MTX aufgrund einer PSA verschrieben wird.

Geschrieben

Sicherlich sind die Betrachtungswinkel unterschiedlich. Ich bin jenseits des Alters in dem man an Zeugung neuer Erdenbürger denken würde. Ich habe nur Hautbefall.

Nach Fumaderm war/ist für mich MTX das zweite innerliche Medikament. Denke ich an die bei mir auftretenden Nebenwirkungen von Fumaderm, so ist MTX für mich ein Segen. Ein sehr großer Teil des Hautbefalles ist unter diesem Medikament nicht mehr vorhanden. Meine Lebensqualität ist dadurch erheblich gestiegen.

Bei mir trat Anfangs ein Gefühl der Benommenheit und Koordinationsbeeinflußung (ähnlich wie zu viel Alkohol) für 1 bis 2 Tage auf. Das legte sich aber nach der etwa fünften Spritze.

Außerdem scheinen sich vermehrt Haare vom Kopf zu verabschieden. Macht aber Nichts, denn mein Kopfpelz ist außergewöhnlich dick und wachstumswillig. Da kommt es auf einige Haare mehr oder weniger nicht an.

Für mich steht fest, dass ich weiter spritze (12,5 Fertigspritze/Woche), denn es erleichtert ungemein mit so wenig bis keine Schuppe zu leben.

Blutwerte lasse ich derzeit etwas alle 4 Wochen checken. Bis jetzt alles im grünen Bereich.

Geschrieben

Man muss auch keine PSA haben, um MTX zu bekommen. Zumindest habe ich es auch damals schon bekommen, ohne PSa zu haben.

Mir ist auch nicht bekannt, das MTX aufgrund einer PSA verschrieben wird.

....es wird meist verordnet wg. Pso+Psa., allein für die Psa gibt es wohl besseres. Für die Haut wirkt es meist sehr gut.

Gruß Lupinchen

Geschrieben

Hallo Lupinchen

Ich nehme seit vier Wochen MTX ( 15mg) in Spritzen. 2 Mal pro Woche die obligate Folsäure und gut ist. Ich vertrage das Medikament gut, und ich spüre und sehe auch, dass es mir hilft.

Dieses Medikament gibt es seit vielen Jahren. Jede Person geht anders damit um.

Packungsbeilagen und negative Berichte und Erfahrungen versuche ich nicht mehr zu lesen. Ich muss mir selber meine Erfahrungen machen können.

Ich wünsche dir alles gute, und höre auf dich, und lasse dich nicht verunsichern..

Liebe Grüsse

Chrischu

Geschrieben

Hallo ihr Lieben!

Ich bin 24 und leide seit ich 7 Jahre bin an der Psoriasis vulgaris (mal schlechter,mal besser, mal ganz schlecht, aber nie weg )

Da meine Psoriasis in den letzten Tagen schlimmer geworden ist und ich sehr wunde Stellen hatte, bin ich dann heute mal nach längerer Zeit mal wieder zum Hautarzt. Da ich umgezogen bin, musste ich nun auch mal einen neuen Hautarzt aufsuchen. Und ich muss sagen die scheint mich richtig ins kalte Wasser geworfen zu haben, was mir aber jetzt erst bewusst wird.

Sie hat mich gefragt ob ich schon einmal MTX genommen habe, als ich verneinte meinte sie nur: Gut, dann probieren wir das mal.

Dann hat sie mir das Rezept ausgedruckt, plus Folsäure und eine Salbe, die ich benutzen soll.

Dann hat sie noch gefragt wann meine letzte Blutuntersuchung war. Als ich sagte dass das schon länger her sei, meinte sie, dass ich dann in nächster Zeit irgendwann mal morgens vorbeikommen soll für eine Blutabnahme.

Ansonsten hat sie mich nciht auf die Tabletten vorbereitet. Dann kam ich nach Hause mit dem neuen Medikament, habe mich hingesetzt und angefangen zu lesen. Dann wurde mir etwas anders, denn die Ärztin hat mich nicht in geringster Weise vorbereitet.

Ich hatte, bis ich nach Hause kam, keine Ahnung davon, was das für ein Medikament ist.Nichts wurde mir erzählt von Achtung bei Schwangerschaft, oder regelmäßigen Blutkontrollen, oder kein Alkohol oder Sonneneinstrahlung etc. Ich habe mir nichts böses dabei gedacht, aber was ich so auch hier im Forum lese, lässt mich zweifeln, ob ich MTX einfach mal so, ohne richtige Aufklärung vom Arzt, nehmen sollte.

Jetzt fühle ich mich total unvorbereitet und weiß nciht so recht was ich tun soll.

Was haltet ihr davon?

Gruß Eva

Hallo Eva,

da ich selber schon von diesem Medikament gehört habe, es mir empfohlen wurde ich es aber bisher noch nicht versucht habe, habe ich mich nach deinem Post nun auch mal etwas schlauer gemacht. Die Nebenwirkungen die auftreten können sind schon sehr heftig

Treten Fieber, Schwierigkeiten beim Atmen, Husten, ein starkes Schwächegefühl und Müdigkeit auf, sollte die Einnahme sofort unterbrochen und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen, so wie Hautausschlag, Blutungen und heftigen Kopfschmerzen ist ebenfalls ein Arzt zu konsultieren. Auch eine gelbe Verfärbung der Haut oder Augen sollte schnell behandelt werden. Die genannten Symptome weisen auf schwere Nebenwirkungen hin und sollten schnell abgeklärt und behandelt werden.

Gelegentlich kann es zur Bildung von bösartigen Lymphomen kommen, welche sich in vereinzelten Fällen wieder zurückbilden können.

Häufig kommt es zu einer Leukopenie, Anämie oder Thrombopenie. Schäden am Knochenmark, mit einer Agranulozytose, Störungen der Blutbildung und ein Abfall aller Blutzellen kommen unter der Behandlung mit Methotrexat gelegentlich vor.

Es sind Infektionen mit dem Herpes Zoster-Virus möglich, welche eine Gürtelrose verursachen. Allergische Reaktionen, bis zum anaphylaktischen Schock, kommen gelegentlich vor. Unter der Therapie mit Methotrexat kann der Blutzuckerspielgel im Plasma ansteigen.

Sehr häufig kommt es zu Geschwüren und Entzündungen in der Mund- und Rachenhöhle. Appetitlosigkeit, Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen kommen ebenfalls sehr häufig vor und treten meist in den ersten zwei Tagen nach der Einnahme auf. Es kann zu Durchfall kommen, welcher sich oft nach 24- 48 Stunden zeigt.

Die Leberwerte ALAT, ASAT, das Bilirubin und die alkalischen Phosphate können ansteigen. Methotrexat kann gelegentlich zu einer Leberverfettung, einer Leberzirrhose und zu einer chronischen Leberfibrose führen.

Es kommt in vielen Fällen zu einer Lungenentzündung und einer Alveolitis. Die Lungenfibrose kommt gelegentlich vor.

Hautreaktionen, wie Rötungen, Ausschlag und Juckreiz sind eine häufige Nebenwirkung. Gelegentlich kommt es zur Quaddelbildung, einer verstärkten Hautpigmentierung, erhöhte Sonnenempfindlichkeit und schweren allergischen Reaktionen.

Weitere unerwünschte Wirkungen, wie Thrombosen, Müdigkeit und Schwindel kommen ebenfalls unter der Behandlung vor.

( Quelle )

Aber man liest auch sehr häufig das man sich davon nicht abschrecken lassen sollte. Einfach selber versuchen nach Absprache mit einem Arzt. Ich denke so werde ich es nun mal machen.

Gruss Birgit

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