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psychotherapie sinvoll?


doria

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Geschrieben

Hallo alle zusammen!

ich hab mich hier gerade angemeldet um mich auszutauschen. ich bin jetzt 30 jahre alt und habe seit ca.10 jahren psoriasis.

ich merke halt das sich auch psychisch wahnsinnig viel tud bei dieser krankheit.

wie ih sicher wisst kann das alles schon sehr belastend sein...ich hab mich zu einer verhaltenstherapie und einer analytisch tiefenpsychologischen therapie angemeldet und beginne in kürze damit!

hat jemand erfahungen mit theapien,hat es geholfen besser klazukommen so im alltag meine ich?

alles liebe

doria :)

  • 4 Wochen später...

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo Doria,

ja, mit Psychotherapie kenne ich mich leider aus. Ich habe vor vielen Jahren und dann auch über einige Jahre Therapie in Anspruch genommen. Damals hatte ich noch keine Schuppi. Therapie kann helfen und hilft auch in den aller meisten Fällen. Allerdings gibt eine Therapie Denkanstöße und leitet Dich in die richtige Richtung. Veränderungen im Altag und im zwischenmenschlichen Bereich musst Du slebst durchführen.

Ich werde nun auch wieder nach vielen Jahren eine Therapie machen, da ich, seitdem ich die

PSA und PSO habe, unheimlich empfindlich geworden bin. Zudem kommen dauerhafte Schmerzen, die nur bei einzelnen Menschen verstanden werden. Die Mehrheit allerdings ist emphatisch etwas unterentwickelt. Das muss ich lernen zu verstehen.

Dir viel Glück bei der Therapie.

Gruß

catwoman

Geschrieben

Hallo,

ich kann mir gut vorstellen dass eine Gesprächstherapie viel bringt wenn man dazu bereit ist. Altes aufzuarbeiten und Neues zulassen können....

Allerdings muss ich Catwoman etwas widersprechen dass die Mehrheit emphatisch sei. Es ist schwer jemandem seine Schmerzen, Gefühle und Juckereien verständlich zu machen der es selber nicht hat.

Ich kann es z.B. nicht nachvollziehen wenn meine Kollegin während der Arbeit beim ersten Sonnenstrahl die Jalousien schliesst weil sie unter Migräne leidet. Das kann ich nicht nachvollziehen da ich nie Migräne hatte. Natürlich akzeptiere ich das. Aber, warum sollte es ihr anders gehen wenn ich von Juckerei und Schmerzen in den Zehen aufgrund der PSA erzähle?

Ich empfinde das nicht als Empathie.

Viele Grüsse

Saltkrokan.

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Bei psychischen Problemen ist eine Therapie immer sinnvoll, vorausgesetzt man findet eine(n) Therapeutin(ein), mit dem man sich wirklich austauschen kann, zu dem man absolutes Vertrauen hat.

Ich hatte selbst vor 20 Jahren einen großflächigen Psoriasisbefall, ausgelöst durch den Sterbeprozess meiner Oma, also eindeutig psychisch.

Ich habe mich ca 10 Jahre damit herumgeschlagen, mit allen möglichen Therapieformen.

Dann habe ich irgendwann beschlossen, dass ich ab sofort keine Psoriasis mehr habe. Ich habe aufgehört mich einzucremen, Handschuhe zu tragen, mich nicht so oft zu Duschen, keine

UV Bestrahlungen mehr wahrgenommen, ich habe sie einfach ignoriert.

Gleichzeitig begann ich eine Therapie zur Angst-und Stressbewältigung, die dann letztlich fast zwei Jahre dauerte.

Das klingt für viele Psoriatiker sicherlich unglaubhaft, aber bei mir, ausgelöst durch psychischen Stress, war die Erkrankung nach einem halben Jahr weg. Ich habe mein Leben umgestellt, fast alle mich stressenden Faktoren abgestellt (es ist schon erstaunlich, was da alles möglich ist), meine Einstellung zu mir selbst revidiert und gefestigt und.. Siehe da, meine Psoriasis verschwand bis aus einen kleinen Herd am Unterleib. Den habe ich mittlerweile aber auch schon im Griff.

Das ist nun schon lange her und ich bin bis vor ein paar Monaten absolut beschwerdefrei geblieben.

Nun, nach 15 Jahren Beschwerdefreiheit, habe ich einige neue Herde auf dem Kopf, wieder ausgelöst durch ein nicht rechtzeitig behandeltes, psychisches Problem. Daraufhin habe ich gleich wieder meine ehemalige Therapeutin angerufen, mir Gespraechstermine besorgt und.. Mittlerweile sind diese Herde wieder um die Hälfte reduziert.

Ich kann natürlich nicht für die Allgemeinheit sprechen, wie auch, aber mir hat eine veränderte Grundeinstellung zu mir selbst und zu meinem Leben wirklich geholfen, dass mein Körper nicht meint, er müsse mich immer durch Hautkrankheiten daran erinnern, dass etwas nicht rund läuft. Und wenn er sich dann mal wieder meldet, weiß ich, dass ich aktiv handeln muss, z.B. Durch klärende Gespräche und deren Umsetzung mit meiner Therapeutin.

Ich hoffe, ich mache hiermit auch anderen Betroffenen Mut, mal nicht auf die übliche Art mit der Krankheit umzugehen, sondern mal einen anderen Weg zu gehen. Falls die Psoriasis psychische Ursachen hatte, dann ist es aber bestimmt eine sehr gute Alternative.

Geschrieben

..... das kannst nur allein "Du" beantworten. Wenn Du Dich dazu entschlossen hast und mit dem Psychologen gut klar kommst, bringt es Dich bestimmt weiter, wozu auch immer.

Gruß anjalara

Geschrieben

Das gilt bestimmt nicht für jeden, aber zumindest wenn die Seele leidet und gleichzeitig eine Psoriasis besteht, ist es ein guter Weg auch die Seele zu unterstützen. Das wird ja schon dadurch deutlich, dass viele es erlebt haben, dass unter Stress der erste Schub kam oder später neue Schübe begannen.

Sicher ist in der Psychotherapie die Methodik nicht gleichgültig. Da aber ein wesentlicher Teil der Psychotherapie der Austausch zwischen zwei Menschen ist, also die Beziehung zwischen beiden, kann die genau so wichtig sein, wie die Methodik.

Die Verhaltenstherapie enthält viele pragmatische Elemente und ist stärker unmittelbar handlungsorientiert. Tiefenpsychologische und psychoanalytische Verfahren beinhalten mehr Reflexion und Kontemplation. Das Handeln und Ausprobieren ist dann oftmals der zweite oder dritte Schritt. Es kann gut sein das zu betreiben, was einem mehr liegt, es kann aber auch ein wesentlicher Schritt sein einmal genau das Gegenteil von dem zu erproben, was man im Alltag zu tun pflegt.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir, Doria, auf diesem Wege viel Erfolg bei einer Therapeutin / einem Therapeuten, die / der Dir gut tut. Viele Grüße von Kuno

Geschrieben

Hallo Doria,

Die beste Psychotherapie bei Psoriasis besteht meiner Ansicht nach darin, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Ich hatte vor kurzem in Hersbruck zum ersten mal die Gelegenheit dazu und es ist einfach nur faszinierend wie unterschiedlich die Menschen mit ihrem Befund umgehen. Man kann wirklich viel für sich mitnehmen.

Eines muss klar sein.... Der Psychologe wird dir niemals sagen, was du richtig oder falsch machst. Er wird die in der Regel auch nicht sagen, was du tun sollst. Man nähert sich dem Ziel der Behandlung in der Regel äußerst unterschwellig. Darum ist es wichtig das ganze Programm mitzumachen und vor allem durchzuhalten. Du wirst merken, dass es unheimlich gut tut, wenn man mal jemanden hat, der einem wirklich zuhört. Alles andere entwickelt sich mit der Zeit, obwohl ein bahnbrechender Erfolg auch nicht obligatorisch ist.

Sei auf jedenfall offen und denke daran, dass der Erfolg einer solchen Therapie maßgeblich von dir selbst abhängt.

Man sollte sich ungewohnten Ansichten und Ideen gegenüber nie von vornherein verschließen. Immerhin ist es meistens unsere eingefahrene Spur, die uns davon abhält eine andere Richtung einzuschlagen.

Ich wünsche dir alles gute und bleib stark! Die Erkenntnis, dass es dir nicht gut geht und der Wille etwas dagegen zu unternehmen, sind gute Startvoraussetzungen um den Weg der vor dir liegt erfolgreich zu meistern.

MfG

Geschrieben

hallo, Doria -

ich hoffe, dass du deinen Weg gefunden hast, da du so lange nichts mehr geschrieben hast -

berichte doch mal, ich meine, dass wäre für uns alle interessant -

nette Grüsse sendet - Bibi -

Geschrieben

hm...vielleicht hilft auch schon autogenes Training. Irgendwo hier im Forum habe ich auch von den 5 Tibetern gehört...ich wäre unsicher ob Psychotherapie viel bringt...kann aber natürlich durchaus sein. Will da nun nichts ablehnen.

Wichtig ist in jedem fall ein offenes, verständnisvolles soziales Umfeld. Das hilft ungemein!

Geschrieben

Ob Psoriasis ein Grund ist für Psychotherapie, kann ich nicht bestätigen. Eher das Umfeld bräuchte eine Therapie.

Es hibt nun mal Leute, die sich ekeln vor Alles, was nicht Werbungsgemäß schön ist.

Wenn Jeder, der abweicht von der Werbung Hilfe Psychotherapie braucht, dann ist 99% der Deutschen ein potentieller Kunde für Psychotherapie.

Geschrieben

Also ich brauch da besser einen gescheiten Hautarzt anstatt eines Psychologen.

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Mal ´ne Frage - wenn hier grad schon von Psychotherapie gesprochen wird - oder sollte ich dafür leiber ein neues Thema aufmachen?

Ich habe seit ich 15min mit Psoriasis zu kämpfen und habe es auch immer als Kampf empfunden. Jetzt hat mir eine Freundin, die unter Schmerzen leidet, von Meditation erzählt, die sie in Ihrer Psychotherapie gezeigt bekommen hat und mir diesen Link geschickt:

http://www.psychologe.de/ratgeber/gesundheit-ernaehrung/achtsamkeitsmeditation-lindert-schmerzen/18

Jetzt habe ich mich gefragt, ob das vielleicht auch bei Psoriasis helfen kann, um die Symptome zu lindern.

Hat da jemand von Euch Erfahrungen mit gemacht? Wenn das wirklich hilft, dann lasse ich mir einen Termin bei dem Psychologen meiner Freundin geben!

  • 2 Monate später...
Geschrieben

Hallo Doria, hallo Eckse,

Doria, ich hoffe, Du hast eine gute Therapeutin oder einen Therapeuten gefunden! Ich habe vor ein paar Jahren eine Verhaltenstherapie gemacht, nicht wegen meiner Pso, aber die ist ja immer dabei... ;) Mir hat die Therapie richtig gut getan, ich bin sehr gerne hingegangen und habe langsam mein "eigentliches Ich" wieder ausgegraben. Und Eckse, in dieser Therapie habe ich auch diese Achtsamkeits-Methode gemacht bzw. bekommen. Es ist eine Art, Stress zu bewältigen, wie autogenes Training z.B. auch. Meine Therapeutin hat es mit mir ausprobiert und mir dann eine CD gegeben, weil ich es als sehr angenehm empfunden habe. Die CD gab es auch bei der Techniker Krankenkasse, vielleicht einfach mal bei Deiner Krankenkasse nachfragen, was die so an Material für Entspannungsübungen haben. Oder bei der TK ;) Und wie bei all diesen Übungen und Meditationen gilt: man muss es wirklich regelmäßig machen, dann hat man am Meisten davon.

Ich wünsche Euch allen gute Besserung und viel Erfolg, mit welcher Therapie/Methode auch immer!

Ach ja - ein befreundeter Psychologe hat mir mal erzählt, dass man im Schnitt 3 Therapeuten aufsucht, bevor man den Richtigen für sich gefunden hat. Also nicht entmutigen lassen, und wenn man sich in der Therapie nicht wohlfühlt, auch den Therapeuten wechseln. Schließlich ist die Therapie für DICH, für niemanden sonst.

Alles Gute wünscht

Kringelblümchen

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

@doria:

Du hast Dich zu zwei Therapien angemeldet, die recht unterschiedlich vorgehen.

Darf ich fragen, wie Du versichert bist. Denn eine gesetzl. KK wird m.W.n. nicht zwei Therapien gleichzeitig genehmigen.

Ob eine Psychotherapie hilft, muss jeder selber entscheiden.

Sie kann sicher helfen, damit klar zu kommen. Ob sie heilen helfen kann? Vielleicht wenn sie psychisch bedingt ist.

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Nur was DU selber schaffst....nur was du alleine zu ende bringen kannst....nur die fehler die du begehst....nur daraus wirst du wachsen....

....vorsicht ist geboten...bei psychotherapie....

jules

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