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Liebe?


Masreya

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Geschrieben

Die ärzte sagten uns zwar in einzelgesprächen, dass sowas nie halten kann, weil wir psychisch kaputte menschen sind

Sag niemals : NIE

Wo man geht und steht: sieht ,hört und liest man von psychisch kaputten Menschen.

Wenn es danach ginge wäre die LIEBE längst ausgestorben.

Mal gut das sie noch lebt :daumenhoch:

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben (bearbeitet)

Also ich muss auch sagen, dass es geht.

Ich bin mit meinem Freund zusammen gekommen, als ich kerngesund war.

Nach 1 1/2 Jahren Beziehung bekam ich Morbus Crohn, was mich psychisch auch kaputt gemacht hat.

Vor einem Jahr kam die Psoriasis Pustulosa dazu.. und siehe da, mein Freund und ich hatten vor 2 Wochen unser 6-Jähriges.

Er hat alles mit mir durchgestanden obwohl er mich als gesunde junge Frau kennenlernte und er liebt mich, trotz meiner Krankheiten und meiner oftmals hässlichen Haut. Oft frage ich mich zwar, wieso er sich mit seinen 23 Jahren mit mir rumschlägt und das alles mit macht, da ich auch nicht gerade einfach bin (Depressionen, Borderline, sehr sehr starke Stimmungsschwankungen) aber ich bin sehr sehr froh, dass ich ihn habe!

Gebt die Hoffnung nicht auf. Für jeden Topf gibt es da draußen den passenden Deckel! :)

bearbeitet von taschi92
  • 1 Monat später...
Geschrieben

Also so ganz abwegig finde ich das gar nicht, was savant schreibt:

Eine Frau mit Pso wird es immer leichter haben, einen Mann abzubekommen als ein pso-kranker Mann eine Frau. Das liegt halt wirklich daran, wie Mann und Frau bei der Partnersuche gepolt sind und auch an den traditionellen Geschlechterrollen, die trotz Emanzipation der Frau weiterhin fortbestehen.

Männer gehen bei der Partnerwahl nunmal in erster Linie danach, welche Frau für sie rein äußerlich attraktiv ist. Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass diese Frauen wie Models aussehen müssen. Meist reicht ein kleiner optischer Reiz wie die Augen, das Lächeln, die Frisur oder die Figur, um sein Blut zum Kochen zu bringen. Darüber wird ein Mann einen Makel wie die Pso schnell ausblenden. Ganz abgesehen davon liegt die Initiative bei der Partnerwahl ja auch im 21. Jahrhundert immer noch beim ihm (habe ich bisher jedenfalls immer so erlebt!). Eine Frau, die trotz Pso von einem Mann unworben wird, kann sich also ziemlich sicher sein, dass ihn ihr Makel nicht stört. Letztlich macht ein Makel eine Frau für ihn ja auch noch liebenswerter, da es sie schwach und zerbrechlich erscheinen lässt und seinen Beschützerinstinkt weckt. Denn vor makellosen Frauen haben die meisten Männer ja doch eher Angst (geht mir übrigens genauso!)

Ganz anders der pso-kranke Mann. Er ist durch seinen Makel ebenso verunsichert wie die pso-kranke Frau, hat aber nicht das Glück, sich vom anderen Geschlecht aussuchen lassen zu können. Im Gegenteil, es wird bei der Partnersuche von ihm bei der gleiche aktive Part erwartet wie vom gesunden Mann. Seine Unsicherheit geben ihm aber kaum die Möglichkeit, diese Erwartung zu erfüllen. Und wenn er es doch irgendwann schafft, eine Frau anzusprechen, merkt sie ihm seine Befangenheit sofort an. Und damit qualifiziert er sich als Partner selbst, da es gerade Charaktereigenschaften wie Offenheit und Selbstsicherheit sind, die sich Frau bei einem Mann wünscht. Schließlich will auch die Frau im 21. Jahrhundert einen mental starken Beschützer, der für sie da ist, und kein von Selbstzweifeln geplagtes Häufchen Elend, bei dem sie selbst ständig Aufbauarbeit leisten muss. Oder die Frau interpretiert das zögerliche Verhalten des Mannes falsch, indem sie annimmt, es ist ihm nicht ernst mit ihr.

Aber, Pusteblümchen, dass Männer sich grundsätzlich weniger Gedanken um ihr Äußeres machen als Frauen, sehe ich nicht so. Sicher ist mein Beitrag hier auch stark von Klischees geprägt, die möglicherweis gar nicht stimmen (ich lasse mich da gerne belehren!). Aber wenn es so wäre, wie Du schreibst, dann hätten wir Pso-Männer ja sicher nicht die gleichen Probleme wie ihr Pso-Frauen mit der Partnersuche. Ich finde auch nicht, dass es überhaupt geschlechtsspezifisch ist, wie jemand mit seiner Pso umgeht. Das liegt wohl ganz allein am Charakter. Und der ist nunmal vor allem von der eigenen Umwelt geprägt, die man aber genauso wenig beeinflussen kann wie die Pso selbst.

Mit der Liebe ist es halt schon bei gesunden Menschen hochkompliziert. Wenn einer dann auch noch krank ist, wird das Ganze noch schwieriger.

Trotzdem schönen Gruß an alle hier.

Geschrieben

Aber, Pusteblümchen, dass Männer sich grundsätzlich weniger Gedanken um ihr Äußeres machen als Frauen, sehe ich nicht so.

So ,habe ich es ja auch nicht geschrieben.Sondern so:

Zumindestens machen sie sich viel weniger Gedanken um ihren Körper und haben vielleicht auch weniger Angst vor Ablehnung.

und eben auch so gemeint wie savant schon schrieb:Männer sind da einfacher gestrickt .

Ein Mann geht an jedem Spiegel vorbei.

Eine Frau bleibt vor jedem Spiegel stehen .

Nun ist auch dieses nicht "Grundsätzlich" so gemeint ,sondern eher mit einer Prise Humor und einem ;)

Geschrieben

...würde glatt behaupten, ich lasse mich nicht aussuchen...ich suchen, wenn denn, selber und dann sind Intelligenz und Witz mir absolut wichtiger, als die Optik...weiß doch selber, was die PSO ab und an aus einem machen kann!

Nix da....liebe Männer...mit Selbstmitleid...nur wer losgeht kommt ans Ziel...ab und an hinfallen gehört dazu, naund aufstehen und weiter gehen!

Geschrieben

... Die ärzte sagten uns zwar in einzelgesprächen, dass sowas nie halten kann, weil wir psychisch kaputte menschen sind ( ich war ja nur wegen den kummer um krankheit und liebe dort!) ...

Was sind denn das für Ärzte, die einem Menschen sagen, dass sie psychisch kaputt sind? Ich fass es nicht!

Geschrieben

Ich habe vor einer Woche einen Mann kennengelernt...

In der ersten Phase beichtet man sich ja immer irgendwelche Schwächen, um sich kennenzulernen.

Meine erste Beichte war, dass ich seit 21 Jahren Vegetarierin bin und dass daran wohl nichts mehr zu ändern ist. Das fand er gewöhnungsbedürftig.

Vor der zweiten Beichte, nämlich meiner Pso, hatte ich schon etwas Muffensausen... Ich glaube, meine erste Schwäche findet er schlimmer :)

Tja, wir sind jetzt ein Paar...

Geschrieben

Ich habe vor einer Woche einen Mann kennengelernt...

In der ersten Phase beichtet man sich ja immer irgendwelche Schwächen, um sich kennenzulernen.

Meine erste Beichte war, dass ich seit 21 Jahren Vegetarierin bin und dass daran wohl nichts mehr zu ändern ist. Das fand er gewöhnungsbedürftig.

Vor der zweiten Beichte, nämlich meiner Pso, hatte ich schon etwas Muffensausen... Ich glaube, meine erste Schwäche findet er schlimmer smile.png

Tja, wir sind jetzt ein Paar...

...wie SCHÖN! Wünsch Euch alles Gute :)

Geschrieben

Glaub mir, Pusteblümchen, ich mach mir seit der Pso sehr viele Gedanken um meinen Körper und habe ziemlich große Angst, von einer Frau wegen meiner Krankheit abgelent zu werden.

Und an jedem Spiegel gehe auch ich nicht vorbei. :)

Vielleicht ist aber gerade das das Hauptproblem von uns Pso-Männern. Dass wir uns wegen unserer Krankheit viel zu sehr Gedanken um unser Äußeres machen, weil wir meinen (jedenfalls meine ich das), dass ein ansonsten tadelloses Äußeres eine Frau vielleicht doch über unseren Makel hinwegtrösten könnte.

Aber Du siehst, ich habe dewegen schon Komplexe. Wahrscheinlich werde ich deshalb auch nie eine Beziehung auf die Kette bekommen. :(

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Masreya- ich hab seit 10 Jahren starke PSO , PSA und Morbus Crobn! Ich heirate in ein paar Monaten und habe eine kleine Tochter ;) Ich hatte nie ein Problem damit, nette Männer kennezulernen und Beziehungen zu führen,weil ich wusste- ich habe ein paar Fragen zu beantworten,aber wer einen wirklich will, der stört sich daran nicht. Allerdings ist es ganz egal ob PSO oder nicht- mit dieser Einstellung ist es schwierig, denn auf Druck suchen hat noch nie funktioniert. Steh zu dir , du bist doch ein Mensch mit vielen Facetten, PSO ist nur eine davon und es wird Menschen geben, die entdecken,dass du mehr zu bieten hast. Aber mach dir nicht so einen Stress,sonst stehst du dir selbst im Weg :)

Alles Liebe

Geschrieben

Oh, mir wäre nicht eingefallen, "Vegetarier sein" als Schwäche zu sehen ;) Aber schön, was Du berichtest, Köln :):daumenhoch:

Geschrieben

Oh, mir wäre nicht eingefallen, "Vegetarier sein" als Schwäche zu sehen ;) Aber schön, was Du berichtest, Köln :):daumenhoch:

Man beichtet sich natürlich nur Schwächen, die nicht ganz so schlimm und vielleicht sogar liebenswert sind und das Gegenüber nicht gleich in die Flucht schlagen. Die realen Defizite bemerkt der/die andere noch zeitig genug und ganz von selbst. Leider. :mellow: ABER: Nobody is perfect ...

Geschrieben

Die realen Defizite bemerkt der/die andere noch zeitig genug und ganz von selbst.

Ob und wie ein Defizit überhaupt als solches erkannt wird, liegt im Auge des Betrachters. So kann jemand, der z.B. einem Partner mit der Zeit langweilig und interessenlos erscheint, für einen Anderen einen Ruhepol darstellen.

Meines Erachtens sind Defizite, so wie du sie meinst, sehr subjektiv. Bis auf ein paar allgemeingültige Ausnahmen.

Geschrieben

Ob und wie ein Defizit überhaupt als solches erkannt wird, liegt im Auge des Betrachters. So kann jemand, der z.B. einem Partner mit der Zeit langweilig und interessenlos erscheint, für einen Anderen einen Ruhepol darstellen.

Meines Erachtens sind Defizite, so wie du sie meinst, sehr subjektiv. Bis auf ein paar allgemeingültige Ausnahmen.

Das ist eine sehr schöne Art, die Dinge zu sehen. Ich hatte dabei auch weniger an die "Defizite" des Anderen gedacht, als an meine eigenen. Aber vermutlich sollte man sich nicht zu sehr auf seine eigenen Schwächen konzentrieren (aus einem fragwürdigen Optimierungsstreben heraus). Dadurch betont man sie nur und stellt sie erst recht ins Rampenlicht.

Geschrieben

Aber vermutlich sollte man sich nicht zu sehr auf seine eigenen Schwächen konzentrieren (aus einem fragwürdigen Optimierungsstreben heraus). Dadurch betont man sie nur und stellt sie erst recht ins Rampenlicht.

:daumenhoch:

Der Ausdruck "fragwürdiges Optimierungsstreben" gefällt mir. Tatsächlich ist ein Arbeiten an sich selbst, also das Hinterfragen von Misserfolgen, schon OK. Aber wenn dies ausufert in Perfektionismus, vertreibt dies doch potientielle Partner eher. Dieser müsste, um Schritt zu halten, ebenso perfekt sein. Gruselige Vorstellung, finde ich.

Wenn man das Optimierungsstreben nicht ganz so eng sieht, vielleicht mehr im Sinne von: sich nicht gehen lassen, hat man eine entspanntere Basis für die Partnersuche.

Im Bezug auf die Psoriasis gehört für mich eine vernünftige Hautpflege mit dazu.

Übrigens: "Sich nicht gehen lassen" liest sich relativ lapidar, bedeutet aber im Alltag schon eine Menge Aufwand. ;)

Geschrieben

:daumenhoch:

Der Ausdruck "fragwürdiges Optimierungsstreben" gefällt mir. Tatsächlich ist ein Arbeiten an sich selbst, also das Hinterfragen von Misserfolgen, schon OK. Aber wenn dies ausufert in Perfektionismus, vertreibt dies doch potientielle Partner eher.

Es sei denn, er/sie hat ebenso einen an der Ratsche. ;) Aber das wird dann wirklich ungemütlich. Es gibt ja diese neue Bewegung des "Quantified Self", also der ständigen Überwachung der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit/-steigerung und der eigenen Persönlichkeitsoptimierung. Hab ich gerade gestern einen interessanten Artikel dazu gelesen. Ganz kurz war ich versucht, mir auch einen Schritt- und Kalorienzähler + Schlafüberwacher anzuschaffen (ich schieb es mal auf meinen Spieltrieb), aber da alles online aufgezeichnet wird und das ganze am Ende vermutlich in Zwang und Frustration ausartet, hab ich es lieber gelassen. :P

Ich denke mir, dass Pso zu haben, sogar ein Plus bei der Partnersuche bedeuten kann. Es ist offensichtlich, dass man nicht perfekt und dass man verletzlich ist. Der andere ist dadurch mit Sicherheit entspannter (er/sie ist ja auch nicht perfekt bzw. fühlt sich nicht so).

Übrigens: "Sich nicht gehen lassen" liest sich relativ lapidar, bedeutet aber im Alltag schon eine Menge Aufwand. ;)

Definitiv!

  • 6 Monate später...
Reizüberflutung
Geschrieben

Jetzt streitet mal nicht wegen sowas banalem :P

Meine Mutter zB ist auch "erscheinungsfrei". Sie hatte einen starken Schub in ihren frühen 20ern und danach ihr ganzes Leben bis heute (jetzt im Alter von 45) absolut nichts mehr.
Wie hier auch schon angeführt würde. Es is zum großen Teil Kopfsache, der andere Teil ist Pflege. Wenn man in Umständen lebt, die einen zufrieden machen und dazu noch die richtigen Cremes im Schrank hat ist alles im Lot :P

Ich weiß Psoriasis ist nicht heilbar, ich habe vermutlich ähnlich viel darüber gelesen wie alle hier, aber das heißt noch lange nicht, dass man es nicht schaffen kann ein Leben lang beschwerde- und schubfrei zu sein.


Zum Ursprungsthema:
Das gibt es, auch mit Psoriasis. Habe selbst gerade jemanden kennengelernt und bin ein wenig auf Wolke 7 :P Und dass ich gerade einen Akutschub habe ist quasi Nebensache. Klar, aufgrund dessen, dass bei mir "gewisse Regionen" befallen sind gibt es Einschränkungen. zB ist an Sex wohl erstmal nicht zu denken. Aber wir scheinen beide damit klarzukommen und genießen trotzdem beieinander zu sein.
Mit der Liebe ist es wie mit der Schuppenflechte selbst. Man darf nicht zu verbissen sein und braucht Geduld, damit die Dinge ihren eigenen Lauf nehmen können ;)

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