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Ich bin neu hier, und nöchte euch eine Wahre Geschichte erzählen.


Sarah72

Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Ihr, ich würde mich gerne erst mal vorstellen.

Ich heiße Sarah bin 27 und komme aus dem mittleren Niedersachsen und habe seit 6 Jahren Psoriasis pustulosa.

Da ich nun seit 6 Jahren diese Krankheit habe, konnte ich mich nicht durchringen so ein Forum aufzusuchen. Da ich es sehr wahrscheinlich einfach verdrängen wollte.

2005 lebte ich noch in Flensburg und hatte auf einmal braune Punkte auf den Handinnenflächen, da dachte ich mir nichts dabei. Bis ich Ende 2006 nach Niedersachsen zu meinem jetzigen Freund zog, die braunen Punkte entwickelten sich zu eitrigen Blasen, die sich dann auch auf den Fußsohlen ausbreiteten. Ich ging dann zum Hautarzt und er sagte mir das es pso ist. Er machte wöchentlich eine Puva Bestrahlung und ich bekam eine Kortison und eine Fett Salbe mit.

Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass es alles nichts gebracht hatte und war am Boden zerstört, wer würde mich denn jetzt noch in ein Arbeitsverhältnis aufnehmen? Ich hatte damals noch mit 2 anderen Sachen zu kämpfen des einem mit meinem Ex und des anderen mit meinen Eltern zu denen ich keinen Kontakt hatte weil wir zerstritten waren. Ich bin nach Niedersachsen gezogen um ein neues Leben zu beginnen und dann kommt so was, es hat mich sehr tief runter gezogen, sodass ich schon den Gedanken hatte dem alles ein Ende zu machen.

Wieso ich!? Warum jetzt!? Waren immer meine Fragen. Ich hab auf stur gestellt und wollte mein Beruf weiter gehen als Beiköchin, nach ein paar Stunden in der Küche fingen meine Füße an zu schmerzen und meine Hände wurden schlimmer 3 cm lange Risse in den Händen die anfingen zu bluten, das gleiche auch bei den Füßen. Nach 3 Tagen konnte ich nicht mehr, ich musste nur noch Pausen machen weil mir die Hände und Füße so weh taten und musste schließlich dort aufhören. Ich verfiel wieder in eine tiefe psychische Phase, und hab mich komplett hängen lassen. Ich habe versucht ein neuen Job zu finden aber hier auf dem Dorf wo ich lebe gibt es nicht al soviel Auswahl

und wo ich mich beworben habe, fragten mich alle zuerst ob diese Krankheit anstecken sei und wie ich damit arbeiten will, und sagten mir das es ihnen leid tue, aber sie Angst haben das ich zu oft deswegen krankgeschrieben werden würde. Tja, das war es mit der Jobsuche und verkrümelte mich jedes mal nach einer absage in eine ecke und weinte.

Dann bin ich zum Hausarzt und er hat mich ins Krankenhaus eingewiesen und dort wurde dann eine Dauerbehandlung gemacht. Wieder eine Salbe für die puva Behandlung und danach wurden mir die Füße mit Kortison eingecremt und mit Frischhaltefolie umwickelt. Das gleiche mit den Händen da bekam ich Plastik Handschuhe damit ich ordentlich schwitze, das alles hat auch nichts gebracht und war natürlich auch wieder total enttäuscht.

Kurz danach habe ich einen Antrag für eine Kur gestellt und bekam auch gleich von der Rentenversicherung eine Zusage, 2 Wochen später war ich auf Kur in der Nordsee Reha-Klinikum St. Peter-Ording. Erst für 3 Wochen dann wurde auf 4 Wochen erweitert, ich muss sagen es hat meinen Händen und Füßen wenig gebrach, aber meiner Seele tat es sehr gut dort war man unter gleich gesinnten zwar nicht die selbe Krankheit aber auch Schuppenflechte und konnte auch mal mit jemandem reden. Die 4 Wochen gingen schnell vorbei und als ich wieder zuhause war holte mich alles wieder ein.

2 Jahre hat es gedauert bis ich vom Arbeitsamt zum Bewerbungs-Center (Schulung) musste und dort eine Frau traf die auch aus der Gegend kam, wo ich her komme und mich dann jeden Morgen mit nahm. Nach einiger Zeit hat sich eine Freundschaft entwickelte, mit ihr zusammen musste ich nicht mehr immer an die Krankheit denken und meine psychischen Phasen wurden deutlich weniger. Auch die Flechte wurde besser. Eines Tages kam sie zu mir und sagte es gibt eine

Schulung zur Altenpflegehilfe mit dem Schwerpunkt für Demenzerkrankter. Und wir haben beide diese Schulung gemacht und da ist mir klar geworden das ich genau diesen Beruf machen könnte, Alte Menschen betreuen. und hatte die Schulung mit einem Praktika im Pflegeheim beendet. Und wollte mich auch gleich als Betreuungskraft bewerben, aber ich habe leider nichts gefunden. Es wurden immer nur Kräfte für die Pflege gesucht und bewarb mich halt in einer ambulanten pflege, dort merkte ich das mir die Pflege viel mehr liegt als die Betreuung.

Ich war überglücklich, endlich Arbeit zu haben und das wirkte sich natürlich auch auf die Psyche aus, die Flechte war an den Händen teilweise komplett weg, auch an den Füßen wurde es ein wenig besser. Dann der Schock nach 4 Monaten wurde ich gekündigt und durch eine Examinierte ersetzt, jetzt hab ich mich neu Beworben, aber in Hamburg. Nach 2 min nach dem ich die Bewerbung per email versendet hatte kam der Anruf von genau dem Pflegeheim, und hatte 3 Tage später das Bewerbungsgespräch. Den Tag darauf den Probetag und ein Tag später riefen die an und möchten mich einstellen. Nun warte ich bis ich den Vertrag unterschreiben kann. Seit ich meine Freundin hab und die Schulung gemacht habe, geht es mir viel besser.Mein Freund ist die ganze Zeit bei mir geblieben durch Höhen und tiefen mit mir gegangen, hatte geduldig gewartet bis ich soweit bin. Auch der eintritt in meinem Chor hat mir sehr geholfen und Mut gemacht.

Nun bedanke ich mich viel Mals fürs zuhören, vielleicht habt ihr ja ähnliche Erfahrungen gemacht und würde mich über eure Geschichte oder Gedanken freuen.

Liebe Grüße

Sarah

bearbeitet von Sarah72

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben (bearbeitet)

Noch etwas möchte ich hinzufügen,

Vor kurzem habe ich erfahren das ich kurz vor diabetes, und gicht bin, deswegen möchte ich euch noch etwas auf dem Weg geben.

Einen Garantieschein für das Glücklich sein gibt es nicht, aber euch sollen alle guten Wünsche begleiten,Es soll euch gelingen, jeden Tag den richtigen Kurs einzustellen, für den Weg des Lebens, Verliert nie den Mut, immer einen feinen Schimmer Hoffnung zu sehen. .Es gibt immer jemanden, der euch die Hand reicht, Ihr müsst nur mal hoch schauen.Denn es geht immer weiter den Ihr werdet es immer schaffen.

Lg Sarah

bearbeitet von Sarah72
Geschrieben

Hallo Sarah,

erstmal Willkommen bei uns im Forum, du wirst bestimmt noch einige hilfreiche Themen sowie Tipps finden, im zweifelsfall einfach mal die Suchfunktion nutzen.

Dann muss ich noch sagen, das dein Bericht wirklich klasse ist thumbsup.png

Leider kann ich dir nicht gerade viel über die Pso Pustolosa erzählen, ich Persönlich habe "nur" die normale Pso lach

Liebe grüße

Björn

Geschrieben

Hallo Sarah,

als ich vor 2 Jahren mit meinem Kurzen auf einem Bauerhof an der Nordseeküste Urlaub machte, hat es mich genauso an den Füßen erwischt, wie dich.

Ein Horrorurlaub und nach den 14 Tagen konnte ich auch noch nicht wieder arbeiten. Bekam von meiner Hautärztin zusätzlich noch Antibiotika, weil sich die offenen Stellen immer wieder entzündeten und dies wieder einen Schub auslöste.

Was diesen miesen Schub überhaupt auslöste, war beruflicher Streß und keinen Partner an meiner Seite, der mir zumindestens mal zuhörte.

Das dein Partner deinen schweren Weg zusammen mit dir gegangen ist, ist unglaublich wertvoll.

Drück dir die Daumen, das das in HH klappt und du endlich zur Ruhe kommst.

LG - tom

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo,

vielen Dank für die lieben Antworten. Morgen fange ich mein ersten Arbeitstag in HH an, ich bin schon sehr gespannt was der Tag alles mit sich bringt. Mal schaun wie es mit meinem Füßen klappt den ganzen Tag stehen und viel laufen, villeicht habt ihr noch ein paar Tips für mich? wäre echt toll:-)

lg

Sarah

bearbeitet von Sarah72

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