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Erst Enbrel... nun Heilpraktiker


Jeny

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo,

ich habe nun fast 1 Jahr Enbrel (2x wöchentlich, dann wieder 1x wöchentlich 50mg) hinter mir!

Die Pso war nie ganz weg... teilweise aber sehr gut abgeheilt!

In den letzten 3 Monaten hat sich aber gar nix mehr getan... Stillstand sozusagen!

Und die in der Klinik wollten das ich mit Enbrel weitermache und auch viel viel Cremen soll mit lauter Kortison-Scheiss!

Ha ha, sehr witzig; ich kann nicht mehr als eincremen! Öfters als morgens und abends gehts halt leider auch nich... muss ja auch irgendwann mal arbeiten; und da kann ich mich schlecht ausziehen und komplett mit diesen Fett-Salben einschmieren!

Naja, und mir war´s einfach zuviel stress 1x im Monat zum Blut nehmen und 3 Stunden warten (hab jedes mal Urlaub nehmen müssen, weil ich ja nie wusste wie lang ich diesmal die Wand im Wartezimmer anglotzen darf) immer nach Ulm zu fahren; mit dem Ergebnis das irgend eine "neu ausgelernte Ärztin" mir Ratschläge über´s richtige Eincremen geben will! ICH HAB PSORIASIS, ich weiss wie wichtig eincremen ist!

Naja, und auf meine Aussage das ich nun eingentlich kein Enbrel mehr will da ich langsam auch mal an Kinder denke hat sie dann nur geantwortet das ich jetzt erst mal meine Haut ins "Reine" bringen sollte!

Superschwachsinn!

Hab mich dann dazu entschieden das Enbrel abzusetzen und nun bin ich momentan bei ner Heilpraktikerin!

Hab nun eine Entgiftungstherapie mit Derivatio-Tabletten hinter mir und eine Darmaufbaukur mit Utilin H5.

Eigenblut hab ich auch schon 2x bekommen! Und kolloidales Silber muss ich mir jedes mal nachm Duschen/Baden auf den Körper sprühen!

Jetzt nehme ich Sulfur C5 Globuli (mehrmals am Tag so 5 Stück)und ich nehme ich alle 3 Tage eine Psorinoheel Ampulle in Wasser gelöst!

Kortison darf ich mir gar keins mehr an den Körper schmieren...

Hab mir noch von Schüssler die Nr. 6 als Creme zugelegt; zudem mach ich immer wieder Umschläge mit Schwarzem Tee! Ach, und Omega 3 Kapseln, immer 1 am Tag!

Ich verzichte auf Schweinefleisch und versuch mich so gesund wie möglich (viel Gemüse, viel trinken, kein Alk) zu ernähren!

Ins Solarium geh ich nun auch wieder regelmässig!

Bisher noch keine Verbesserung... durch das absetzen des Enbrels hab ich ne ordentliche verschlimmerung gespürt! Hab nun den ganzen Hals voller Pso Herde (der Hals war bisher noch nie betroffen; naja, bis halt auf kleine Mini stellen!) Ja, und unter dem rechten Auge hab ich auch ne stelle!

Das mit dem Hals ist echt beschissen! Tut wahnsinnig weh! Das spannt so arg!

Aber zumindest ist ja momentan ein Schal kein NoGo :-) So kann ichs wenigstens a bissi verdecken!

Ich werde weiter berichten was sich so ergibt... mach das ja erst seit 4 Wochen... und bevor sich wirklich was tut wird bestimmt noch etwas Zeit vergehen!

Ich werde die Woche nochmal zu ihr gehen und fragen was ich mit meinem Hals sonst noch machen kann... sind nämlich manchmal ganz schöne Schmerzen weil alles so spannt!

LG

Jeny

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo,

ich habe nun fast 1 Jahr Enbrel (2x wöchentlich, dann wieder 1x wöchentlich 50mg) hinter mir!

Die Pso war nie ganz weg... teilweise aber sehr gut abgeheilt!

In den letzten 3 Monaten hat sich aber gar nix mehr getan... Stillstand sozusagen!

Und die in der Klinik wollten das ich mit Enbrel weitermache und auch viel viel Cremen soll mit lauter Kortison-Scheiss!

*************

Hab mich dann dazu entschieden das Enbrel abzusetzen und nun bin ich momentan bei ner Heilpraktikerin!

anz schöne Schmerzen weil alles so spannt!

LG

Jeny

Jeny,

also wenn Du schon mit Enbrel nicht zurecht gekommen bist, was erwartest Du denn von einem Heilpraktiker.?

Dein Immunsystem ist angegriffen und wird durch Homöopathie noch mehr belastet. Meines Erachtens das verkehrteste was Du tun kannst.

Schlucke meinetwegen Derivatio weiter, ich weiß nicht ob Darmsanierung in dem Zustand sinnvoll ist aber lasse ansonsten die Finger davon. Spare Dein Geld und versuche mit einem Hautarzt eine Lösung zu finden.

Der Heilpraktiker kann in Deinem Zustand bzw. bei dieser Krankheit (trotz daß sie chronisch ist) nichts ausrichten. Nicht bei diesem Schweregrad und wenn sie so manifest ist. :(

gruß bruno

Geschrieben

Liebe Jeny!

Hiermit begrüße ich Dich im Psoriasisnetzwerk. Es ist schön, dass Du hier jetzt bei uns bist. Du hast die Möglichkeit, Dir viele Informationen zusammen zu suchen. Selbst für jemanden mit "langer Krankheitserfahrung" gibt es immer noch die eine oder andere Neuigkeit. Du hast auch viele Möglichkeiten Dich auszutauschen.

Deine Ungeduld bei nur geringem Erfolg bis hin zum Stillstand oder gar Rückschritt kann ich gut verstehen. Leider fordern chronische Erkrankungen wie die unsere oft sehr viel Geduld. Oft bleibt es schwer verständlich, wenn selbst die scheinbar beste oder zumindest sehr gute Therapie nicht das bringt, was sie eigentlich bringen sollte.

Es steht mir nicht an, Dir irgend etwas zu sagen, was Du hättest tun sollen, trotzdem finde ich es schade, dass Du die Behandlung abgebrochen hast. Und nun kommt noch mehr meine ganz persönliche Meinung: Ich kann es verstehen, wenn Menschen zu Heilpraktikern gehen, die sich viel mehr Zeit lassen und die sich viel mehr persönlich um ihre Patienten bemühen, als dies Ärzte tun. Dennoch habe ich den Einwand: Die Psoriasis ist eine recht komplexe Erkrankung, deren Behandlung ein großes Wissen und Erfahrung benötigt. Die ganzen Theorien von Entschlackung sind aus dem vorigen und früheren Jahrhunderten.

Niemand definiert, was er unter diesen "Schlacken" denn eigentlich versteht. Es gibt nur etwas hilflose Erklärungen, die bei genauerem Hinsehen mit den Kriterien der Wissenschaft nicht aufrecht erhalten werden können.

Für kein homöopathisches Medikament konnte jemals ein wissenschaftlich fundierter Wirksamkeitsbeweis erbracht werden. In der modernen Pharmakologie gibt es nicht ein stichhaltiges theoretisches Modell, das mit dem heutigen Wissen über die Wirkung von Medikamenten vereinbar ist.

Nach dem heutigen Wissensstand ist die Psoriasis eine Autoimmmunerkrankung. Es besteht eine genetische Veranlagung, die oft in bestimmten Belastungssituationen zum Ausbruch kommt: Also z. B. nach Infekten mit Bakterien oder Viren. Oder aber nach Stresssituationen.

Ich verstehe schon sehr gut, dass Du die Nase voll hast von all den Medikamenten, die nicht nur Wirkungen haben sondern leider auch ganz und gar unerwünschte Nebenwirkungen. Das ist aber leider ein Stück Realität, dass wirksame Behandlungen auch noch Wirkungen haben, die gar nicht gewünscht sind. Das ärgert und löst um so mehr Zweifel aus, wenn dennoch die Behandlung stagniert.

Selbstverständlich respektiere ich Deine Entscheidung. Ich habe hier nur einmal meine Meinung dazu dargestellt. Längst nicht alle hier im Netz sind meiner Meinung. Aber es geht ja hier durhaus darum sich über Standpunkte und Meinungen auszutauschen.

Das hindert mich auch nicht daran Dir alles Gute zu wünschen. Es treten ja manchmal auch Linderungen ein, ohne dass irgend ein Behandler etwas dazu tut. Gerade bei der Psoriasis ist das durch aus möglich.

Herzliche Grüße von Kuno

Geschrieben

Hi Kuno, Hi Bruno :-)

Ich weiss was ihr meint, und ich verstehe auch eure Meinung zu meinem Schritt... allerdings habt ihr glaube ich nicht meinen "tatsächlichen" Sinneswandel zur Homöopathie hin gesehen; bzw. hab ich mich glaub etwas bescheiden dazu ausgedrückt...

Ich bin vom Enbrel weg weil es ja bei mir nicht wirklich helfen hat können; und nach 1 Jahr Biologicals hab ich ehrlich gesagt größere Fortschritte erwartet!

Nun habe ich damit aufgehört weil ich erst 26 bin; letztes Jahr geheiratet habe; und nun schon langsam mal an Nachwuchs denke-> mit Enbrel im Körper-> nicht die beste Entscheidung!

Drum hab ich mich davon abgewandt... ich möchte auf jeden Fall noch Kinder... und da aber über diese Biologics noch keine Langzeitstudien vorliegen und mir keiner sagen kann ob ich nach Jahrelanger Einnahme dieser Medis auch gesunde Kinder zur Welt bringen kann; bin ich zur Überzeugung gekommen es nun nochmal auf diesem Weg zu versuchen!

Ich erwarte keine Heilung (dazu hab ich die Krankheit schon zu lange) aber Linderung durch verträglichere und vorallem keine Erbgutschädigenden Mittel (lass es nun Homöopathische Dinge oder Naturheilmittel sein) ist ja durchaus möglich!

Ich bin kein Regividerm-Anhänger, der an Märchen glaubt; mit dem richtigen Biological wäre mir sicher geholfen... aber nicht wenn ich dadurch meine (evtl.) ungeborenen Kinder schädige!

Das ist es nicht wert!

Klar hätte ich gerne eine gesunde, schöne Haut; aber momentan dreht sich mein Leben um die "momentan" wichtigeren Sachen!

Wenn ich 35 oder so bin; oder wenn ich keine weiteren Kinder mehr möchte/kriege, dann sieht das ja wieder anders aus mit den "harten" Medikamenten!

Ich hab meinem Körper nun soviel MIST zugeführt, und bin letztendlich immer nur im Kreis gelaufen! Nun ist es an der Zeit das sich alles mal ein bisschen erholen kann und mein Körper endlich mal wieder frei von Kortisonen und anderem Zeugs ist!

Darum versuche ich es nun mit Homöopathie!

Ich weiss nicht ob ihr mich jetzt vielleicht besser verstehen könnt... meinen Sinneswandel :-)

Ihr könnt euch bestimmt vorstellen das ich SEHR OFT mit der Kortison Creme im Schränkchen liebäugel... weil ich weiss das ich damit zumindest die kleinen "sichtbaren" Stellen für ne Zeitlang verschwinden lassen kann... aber auf Dauer ist das halt auch keine Lösung!

Wer weiss, vielleicht schlägt die Homöopathie auch einfach gut an; oder auch das gequatsche mit der Heilpraktikerin (die Seele wird ja da auch gestreichelt *g*)

Mein Hals wird glaub auch langsam wieder... hab ja jetzt gestern ne Weile Schwarzen Tee draufgepappt; und mit Bepanthen Wund und Heilsalbe eingeschmiert... jetzt kann ich zumindest wieder den Kopf hin und her bewegen ohne das mir die Haut aufplatz... ist ja auch schon ein kleiner Erfolg!

LG

Jenny

Geschrieben

Jeny,

ich verstehe das und wünsche Dir viel Erfolg. Leichtsinnig soll man ja auch nicht mit Biologics sein, da hast Du recht. :) :)

Geschrieben

ich drueck dir die daumen, bitte halt uns auf dem laufenden.

viel glueck!!

Geschrieben

Danke das is lieb von dir!

Werde auf jeden Fall berichten ;-)

Hals ist schon sehr viel besser geworden... kann ja aber natürlich auch an der Bepanthen creme liegen die ich regelmäßig draufschmier

Lg

Geschrieben

Liebe Jeny!

Deine Argumente verstehe ich voll und ganz. Die Nebenwirkungen von Enbrel finde ich auch sehr gravierend, so dass ich gar nicht wüsste, ob ich es überhaupt nehmen würde. Bei Kinderwunsch kommt Enbrel ja schon gar nicht in Frage.

Als Leser einer sehr kritischen Zeitung zum Thema Medikamente weiß ich ziemlich genau, was das Medikament noch alles machen kann, was man sich überhaupt nicht wünscht. Und keineswegs ist die positive Wirkung so, wie sie in Werbeaussagen formuliert wird.

Zum Glück kommt bei meinen dann doch eher bescheidenen Hautveränderungen Enbrel gar nicht in Frage.

Und ich wünsche Dir wirklich, dass Du so jetzt gut zurecht kommst. Ein bisschen Sorgen habe ich mir allerdings gemacht, weil Du geschrieben hast, dass Du alles ganz plötzlich abgesetzt hast. Zumindest bei Kortikoiden ist das nicht ohne Risiko, aber bei Enbrel gibt es m. W. zwar Verschlechterungen aber kein Rebound.

Also: es ist auf jeden Fall schön, wenn es Dir mit den leichten Mittel jetzt auch schon gut geht.

Herzliche Grüße von Kuno

Geschrieben

Hi Kuno,

ja das ganz plötzlich war bestimmt nicht die beste/klügste Entscheidung... hätt ich evtl. langsam ausschleichen sollen... Naja, scho rum :-)

Ich schau jetzt halt mal wie´s weitergeht mit der Heilpraktikerin... hab mir nun noch die Rubisan Salbe geholt; soll ja auch toll sein für die Haut!

Ich muss bloss aufpassen das ich jetzt nicht alles "überpflege"; kann auch unschön enden!

LG

  • 2 Monate später...
Geschrieben

Hallo Jeny,

wie gehts Dir mittlerweile?

@Kuno:

"Die ganzen Theorien von Entschlackung sind aus dem vorigen und früheren Jahrhunderten.

Niemand definiert, was er unter diesen "Schlacken" denn eigentlich versteht. Es gibt nur etwas hilflose Erklärungen, die bei genauerem Hinsehen mit den Kriterien der Wissenschaft nicht aufrecht erhalten werden können."

Man muss nur die richtige Lektüre kennen. Ich empfehle Dir Michael Worlitschek (Allgemeinmediziner) "Praxis des Säure-Basen-Haushaltes. Grundlagen und Theorie".

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