Zum Inhalt

Schwerbehinderung Antrag/Widerspruch


MrX

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo Kollegen und Kolleginnen,

ich habe Mitte Dezember 2010 einen Antrag auf Schwerbehinderung beim Versorgungsamt gestellt. Eingereicht habe ich zusätzlich Bilder und einen zweiseitigen Bericht über mein Leben mit der Schuppenflechte, in Bezug auf meine berufliche Tätigkeit und mein Privatleben. Genau nach vier Wochen habe ich den Festellungsbescheid erhalten mit einem Gdb von 50. Der Ausweis wird ersteinmal bis Januar 2014 ausgestellt, dann Nachprüfung. Heute habe ich mit meinem Ärzten gesprochen, nachgefragt hat das Versorgungsamt nur bei meinem Hausarzt, nicht bei meinem Hautarzt oder der Klinik, wo ich meine Remicadetherapie erhalte. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Nur die Befristung stört mich ein wenig, Schuppenflechte ist ja nunmal nicht heilbar. Wie sieht es mit einem Widerspruch aus, habt Ihr damit schon Erfahrungen gemacht?

Schöne Grüße und hoffentlich viele Beiträge

MrX

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

Anmelden oder Registrieren


Geschrieben

Hallo, Du könntest es natürlich versuchen. Praktische Erfahrung habe ich nicht mit dieser Situation. Der kaum zu entkräftende Einwand gegen den Widerspruch könnte sein, dass Psoriasis in Schüben verläuft. Es sind durch aus auch zwischenzeitliche Besserungen möglich. Helfen könnte jemand, der Erfahrungen mit Gutachten auf diesem Gebiet hat oder ein Anwalt, der im Sozialrecht erfahren und engagiert ist (kostet dann natürlich Geld!).

Grüße von Kuno

Geschrieben

Hallo,

eine weitere Möglichkeit wäre, mal beim Sovd - Sozialverband Deutschland - nach zu fragen, ob die schon mal solche Fälle hatten.

Der Sovd hat sehr viel mit dem Versorgungsamt zu tun. Das erste Gespräch ist kostenlos und dann musst du Mitglied werden.

Hier in BS kostet die Mirgliedschaft 7,50 Euro im Monat.

Wichtig ist, wenn du Widerspruch einlegen möchtest, dann bestimmte Widerspruchfristen ein zu halten !!!!!

Gruß Tom

Selbsthilfe-Hauterkrankungen
Geschrieben

Hallo Kollegen und Kolleginnen,

ich habe Mitte Dezember 2010 einen Antrag auf Schwerbehinderung beim Versorgungsamt gestellt. Eingereicht habe ich zusätzlich Bilder und einen zweiseitigen Bericht über mein Leben mit der Schuppenflechte, in Bezug auf meine berufliche Tätigkeit und mein Privatleben. Genau nach vier Wochen habe ich den Festellungsbescheid erhalten mit einem Gdb von 50. Der Ausweis wird ersteinmal bis Januar 2014 ausgestellt, dann Nachprüfung. Heute habe ich mit meinem Ärzten gesprochen, nachgefragt hat das Versorgungsamt nur bei meinem Hausarzt, nicht bei meinem Hautarzt oder der Klinik, wo ich meine Remicadetherapie erhalte. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Nur die Befristung stört mich ein wenig, Schuppenflechte ist ja nunmal nicht heilbar. Wie sieht es mit einem Widerspruch aus, habt Ihr damit schon Erfahrungen gemacht?

Schöne Grüße und hoffentlich viele Beiträge

MrX

Hallo Mrx,

so war meine Erfahrung. Ich hatte nach meiner Wirbelsäulen OP (1996) 60 Grad der Behinderung, für ca 3 Jahre. Dann wurde ich wieder auf 50 % zurück gestuft und verlängert. 50 Grad im Behinderten Ausweis zu haben ist schon sehr gut und auch wichtig. Ich habe dann nach 2 Jahren einen Verschlechterungsantrag gestellt und bin wieder auf 60 % bis 2012.

Solltest Du einen Verschlechterungsantrag stellen, ist es wichtig deine behandelten Ärzte vorher zu informieren, bzw. auch alle Behandelten Ärzte mit in den Antrag schreiben. Nur nicht unbedingt eine Klinik nennen, denn die entlassen nur Gesunde.

Wichtig ist, dass du den richtigen Zeitpunkt erwischt um einen Verschlechterungsantrag zu stellen.

Das Versorgungsamt lässt sich Zeit.

Dir alles Gute!

Gruß

Margitta

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Leute,

besten Dank für eure Beiträge. Ich denke, dass ich keinen Widerspruch einlegen werde. Zu gegebener Zeit werde ich eine Verlängerung beantragen oder wenn es sein muss, einen Veschlimmerungsantrag. Auf jeden Fall lohnt sich so ein Antrag, vor allem wenn man berufstätig ist. Gibt einem eventuell doch die Sicherheit, den Job zu behalten. Gerade wenn man die 40 überschritten hat. Und so wie in meinem Fall, kann man nicht genau sagen, wohin mich die Schuppenflechte noch bringen wird. Sie hat sich doch stetig über die Jahre verschlimmert, von Schüben kann ich auch nicht sprechen, da sie ein ständiger treuer Begleiter ist und immer mehr Besitz von mir ergreift. Die Remicadetherapie schlägt zwar im Moment sehr gut an, aber mal schauen wie lange.

Für mich wäre es auf jeden Fall sehr schlimm, wenn ich nicht mehr arbeiten könnte. Ich mag meinen Job und will ihn auch bis zum Schluss ausüben. Also, positiv denken und weitermachen!Und: Die Krankheit hat nicht mich im Griff, sondern ich sie.

MrX

bearbeitet von MrX
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo MrX,

ich kenne mich damit zwar auch nicht genau aus, weil ich erst dieses Jahr einen Antrag stellen will, aber in meinem Bekanntenkreis sind viele mit GdB. Alle sagen ausnahmslos, dass das Versorgungsamt anfangs abschmettert oder nur sehr gering einstuft.

Und die damit darauf spekulieren, das sich die Leute damit zufrieden geben. Meine Bekannten haben alles gesagt, das man ordentlich Sitzfleisch braucht, wenn man es erreichen will, dass die einen höher einstufen.

Und bisher war es bei all meinen Bekannten so, dass Sie mehr bekommen haben je öfter Sie den Bescheiden widersprochen haben. Einer hat es sogar geschafft von 40% anfänglich auf bis zu über 80% hochgestuft zu werden.

Also ist nur die Frage, hast du so viel Sitzfleisch und willst du mehr erreichen. Ich denke ein Widerspruch lohnt sich immer. Und ich kann dir nur empfehlen in den VDK zu gehen, der ist ähnlich wie der SOvD, aber im gesamten viel größer. Hab schon erlebt, dass wenn man nur damit droht den VDK einzusetzen, manche schon Ihr Ziel erreicht haben. Denn viele Sachbearbeiter mögen die unbequeme Arbeit nicht die das mit sich bringt nicht wenn der eingeschaltet wird. LOOOOOL

Liebe Grüße und viel Erfolg

Andrea 

bearbeitet von cyberlion
Geschrieben

Hallo!

Ich verstehe den ganzen Wirbel nicht, ich hab seit einigen Jahren einen GdB von 70 v.H., nach Ablauf von vier Jahren lasse ich meinen Ausweis in der Bürgerberatung/Stadt, Versorgungsamt gibt es in Bielefeld nicht mehr, die Aufgaben wurden von der Stadt übernommen, um weitere vier Jahre verlängern (dafür gibt es oben auf dem Ausweiß freie Felder) und das ohne irgendeine erneute Gesundheitsprüfung! Die ganze Angelegenheit der Verlängerung dauert fünf Minuten.

Über Vor- und Nachteile eines Ausweises lässt sich natürlich streiten, dass sollte jeder für sich selber entscheiden, ich bin manchmal auch am überlegen, ob ich das Ding nicht einfach verbrenne .

Aber das kann ja in anderen Bundesländern anders sein, so firm bin ich darin nicht.

in dem Sinne

LG

Birilig

Geschrieben

Hallo,

mit einem GDB von 50 nur für die Psoriasis bist Du gut bedient worden. Um eine Verlängerung im Jahre 2014 brauchst Du dir keine Sorgen machen, da die Psoriasis als chronische Erkrankung eingestuft ist. So kurz nach der Bewilligung würde ich keinen Widerspruch bzw. einen Antrag auf Verschlechterung einreichen, da man auch durch ein Widerspruchverfahren im GDB harabgestuft werden kann. Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist das dein erster Antrag auf die Anerkennung als Schwerbehinderter. Bei der Verlängerung des Antrages 2014 solltest Du darauf achten, dass Du einen Verlängerung für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren bekommst, dann hast Du die Möglichkeit den Ausweis anschließend unbegrenzt ausstellen zu lassen. Noch ein Tipp: Setze dich mit deiner KK in Verbinddung, damit du die Anerkennung als chronisch Kranker bekommst und so nur noch 1 % Zuzahlung leisten musst.

Heinz

Geschrieben

Hallo,

ich hab nur 30 % bekommen ca. vor 6 Jahren. Im Okt.2010 habe ich einen Verschlimmerungsantrag gestellt. Der wurde abgewiesen. Dem habe ich dann fristgerecht widersprochen und habe mir Hilfe ? beim VDK geholt. Kurz vorm Jahreswechsel erhielt ich einen Brief vom VDK, daß man der Ansicht ist, das ich im Moment mit 30 % richtig eingestuft wäre, oder ich mache diverse Untersuchungen noch einmal und bitte um ausführlichere Arztberichte. Jetzt wurde dann wieder um Aufschub gebeten, weil ich natürlich nicht gleich von Arzt zu Arzt laufen kann, die Termine gehen bis Ende März. Bin mal gespannt, was dabei herauskommt.

Erstmal habe ich mir nen Antrag von der Arbeitsagentur geholt wegen Gleichstellung.Meine Abteilung soll verlegt werden 130 km einf. Fahrt

Für 1 Jahr bin ich durch den Betriebsrat geschützt, aber was ist dann? Mit dann 57 kann ich mir schon vorstellen wo ich lande!

Noch kämpfen wir, bin nicht alleine betroffen :angry:!!!

Ich lasse mich nicht unterkriegen!!!!! Marion

Geschrieben

Hallo,

ich hatte meinen ersten Antrag auf Schwerbehinderung, wegen der Psoriasis, 1999 gestellt. Sofort einen GdB 50 bekommen, aber mit Zeitlicher Begrenzung. Es kammen immer kurz bevor es auslief ein Fragebogen zur Nachprüfung des Versorungsamt. Die Laufzeiten waren immer unterschiedlich lang. Bei der dritten Nachprüfung war ich unter Raptiva Therapie. Dadurch hatte ich natürlich keine Hauterscheinungen, die ja die eigentliche Behinderung sind. Deshalb wurde ich auf einen GdB 30 zurück gestuft. Als Raptiva verboten wurde, habe ich sofort wieder einen Veränderungsantrag gestellt und im ersten Anlauf 40% bekommen. Dann in Widerspruch gegangen und 50% bekommen. Diesesmal habe ich den Ausweis auf unbegrenzte Zeit bekommen.

Gruß Manfred

Geschrieben

Obwohl mich Bechterew und PSA seit Jahren arg einschränken, bekam ich beim Erstantrag 1999 gesagt, daß der Gutachter des Versorgungsamtes nur Abnutzung bestätigt, dafür gäbe es kein GdB. ich widersprach - Ablehnung erfolgte. ich klagte, bekam nach 3 Jahren Recht. Erst mal ein GdB von 30, der dann auf 40 erhöht wurde, wegen der sichtbaren Einschränkung der Hände. Von wegen Abnutzung.

Ich reichte 2006 Verschlimmerung ein. Das Versorgungsamt zog den Rehabericht bei, in dem stand, ich hätt nur eingebildet aua. Das war die Reha, gegen die ich klagte, Ergebnis steht noch aus. Immerhin wurden dort einige Bandscheibenvorfälle der HWS übersehen, die Zöliakie ignoriert und einiges anderes. Im Rehabericht stand dann, ich würde mir alles nur einbilden. Also Klage bei der Schlichtungsstelle der Ärztekammer eingereicht. Der Rehabefund führte dazu, daß die 40 GdB aberkannt werden sollten, es kam nicht dazu, weil ich sofort Widerspruch einlegte, und ankündigte, ich würde gegen einen derartigen Beschluss Klage einreichen. Dieses "Theater dauerte 3 Jahre. Der GdB wurde aber dann nicht erhöht, trotz daß mehrere Gutachter meine Einschränkungen haarklein beschrieben, und auch der Rehabefund von 2010 Dauereinschränkungen attestierte. Widerspruch wurde abgelehnt, also Klage eingereicht, bin jetzt im 2. Verfahren.

Meiner Meinung nach arbeitet jedes Versorungsamt anders. Auch die dortigen Gutachter beurteilen unterschiedlich. Gleiche Einschränkungen werden Bundesland unterschiedlich beurteilt. Ohne Klage ist hier kein Recht zu bekommen.

Wichtig ist, daß alles bei der Antragstellung angegeben werden soll, und sei die Erkrankung noch so unscheinbar. Ob ewig kalte Füße und Hände, Taubheit dieser, Probleme beim Treppe steigen und so weiter. Bei allen Ablehnungen unbedingt Widerspruch einlegen und sich nicht scheuen, auch mal beim Sozialgericht zu klagen, oder im 2. Verfahren beim Landessozialgericht.

Geschrieben

Guten Morgen Fuchs,

man da habe ich dann ja wohl Glück gehabt. Mein Ausweis ist gestern mit der Post gekommen, ohne Widerspruch jetzt noch um 10 Monate verlängert, also bis Oktober 2014. Das Versorgungsamt erkundigte sich in meinem Fall nur bei meinem Hausarzt, nicht bei meinem Rheumatologen, Hautarzt und auch nicht bei der Tagesklinik, wo ich die Remicadetherapie erhalte. Daran erkennt man schon die unterschiedliche Vorgehensweise. Ich habe für mich entschieden, nach vielen Tipps hier aus dem Forum, aber auch nach den Gesprächen mit meinem Ärzten, trotz der Befristung keinen Widerspruch einzulegen. Theoretisch müssten die Krankheiten nach Akteneinsicht gleich bewertet werden, siehe dazu auch die aktuelle GdB- Tabelle. Wenn eine Krankheit diagostiziert wurde und die Einschränkungen das Leben teilweise massiv bestimmen, müsste jeder gleich behandelt werden. Na ja, aber wo ist das schon so!Ich denke, dass meine ausführliche und persönliche Stellungnahme mit entscheidend war. Weiterhin die Bilder meiner sämtlichen befallenen Körperstellen. Ich habe mich selbst erschrocken, wie die Schuppenflechte auf Bilder wirkt.

Ich wünsche Dir viel Glück und bleib am Ball!

Geschrieben

Hallo Mr.X

einen GdB von 50 würde ich auch erst mal akzeptieren, da nach einer Befristung meist ohne viel Tam Tam der Ausweis auf Dauer erteilt wird, der GdB dann erhöht oder erst mal in die Verlängerungsrunde geht . Die Hürde von 50 GdB muß aber erst mal erreicht sein.

Obwohl ich manchmal keine Kraft mehr habe, weiter zu kämpfen, weil ich die Kraft gegen die PSA benötige, kämpfe ich dann doch weiter. In diesem Sinne: Ich gebe nicht auf, denn dann habe ich verloren.

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Wie von euch anderen bereits beschrieben ist es z.T. auch ein wenig Glückssache ob und wie viele % man erhält. Wenn man sich überfordert fühlt, und mit der Situation nicht zurecht kommt etc. kann man gegebenen Falls psychische Probleme kriegen. Dafür ist dann aber nicht der Haus-oder Hautarzt zuständig, sondern ein anderer Arzt. Inwieweit solche Aspekte Arbeitstechnisch gehandhabt werden kann ich euch nicht sagen. Im moment spritze ich Biological, war von Amtes wegen aber bez. der PSO immer 100% einsatzfähig. Ihr fühlt mit mit, wenn ich euch sage, dass dies doch absolute Willkür ist.

Geschrieben

Im moment spritze ich Biological, war von Amtes wegen aber bez. der PSO immer 100% einsatzfähig. Ihr fühlt mit mit, wenn ich euch sage, dass dies doch absolute Willkür ist.

Hallo

Wieso ist das absolute Willkür?

Es ist doch schön, wenn man trotz Pso zu 100% Arbeitsfähig ist, oder nicht.

Also ich bin es auch, und bin glücklich darüber. Habe vor Jahren mal 30 Gdb bekommen, die ich auch heute noch habe.

Geschrieben

Es ist doch schön, wenn man trotz Pso zu 100% Arbeitsfähig ist, oder nicht.

Also ich bin es auch, und bin glücklich darüber. Habe vor Jahren mal 30 Gdb bekommen, die ich auch heute noch habe.

Ja natührlich will ich nimanden zur Untätigkeit drängen. Es scheint du hast Reserven. Jedoch kommt das Umgekehrte wohl auch vor, und dies geht dann eher so richtung negative Sache. Insovern Willkür. Und Andreas, du bist jetzt mein Vorbild und mein insgheimer Hero. Willkür muss ja nicht negativ sein.

Geschrieben

Und Andreas, du bist jetzt mein Vorbild und mein insgheimer Hero. Willkür muss ja nicht negativ sein.

Wie soll ich das den jetzt verstehen?

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtig:

Diese Seite verwendet einige wenige Cookies, die zur Verwendung und zum Betrieb notwendig sind. Auf Werbetracker verzichten wir bewusst.