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miah

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Geschrieben

Hallo ich habe eine kleine Frage,

ich habe zusätzlich zu meiner Psoriasis ab und zu eine Art Ekzem in den Handflächen, von dem mir meine Ärztin gesagt hat es wäre eine atopische Hautreaktion, wahrscheinlich Dyshidrosis. Nun habe ich mir Bilder von Psoriasis pustulosa palmoplantaris angeschaut und muss sagen, für mich sieht das fst genauso aus wie einige Bilder der Dyshidrosis. Kann man die beiden Erkrankungen irgendwie durch bestimmte Kriterien unterscheiden?

Ich werde bei meinem nächsten Kontrolltermin natürlich auch meine (mittlerweile neue) Ärztin fragen. Habe mich bisher noch nicht weiter erkundigt weil ich diese Symptome nur einmal vor 4-5 Jahren hatte und sie damals, nach einigen Therapieversuchen mit Salben, Cremes, Bestrahlungen und Bädern, spontan von selbst abgeheilt ist.

Seit ca. 2 Woche bekomme ich diese fiesen juckenden Bläschen allerdings wieder und würde nun schon gerne wissen, was es ist.

Zum Krankheitsbild: In den Handflächen, an den Fingern und auch an den Innenseiten den Handgelenke bilden sich stark juckende, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die nach einiger Zeit aufplatzen oder austrocknen und danach in dicken Platten verhornen. Diese Hornschicht bekommt irgendwann Risse, die anfangs schmerzen und dann nach und nach abschuppen.

Liebe Grüße

Sandra

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo Miah,

hier mal ein link zu Dyshidrosis

http://www.gesundheit.de/krankheiten/haut-und-haare/schwitzen/dyshidrose-dyshidrosis

Unterscheiden sollte der Hautarzt es können, so aus der Ferne ist es äußerst schwer. Der Hautarzt tut sich dann mit der Diagnose schwer, wenn die Bläschen bei der Pustulosa nicht lehrbuchmäßig sind, sondern etwas kleiner, wasserklar.

Wird eine Probe entnommen, und die typischen Antikörper für eine PSP-pustulosa gefunden, wird die Sache eindeutig. Denn bei beiden Hauterkrankungen können die Bläschen auch größer werden und sich schlimm entzünden, eine sogenannte Superinfektion sich ausbilden, weil ja die geplatzten Bläschen eine Eintrittspforte für Bakterien darstellen.

wie auch immer: kühlen dieser Bläschen stillt den Juckreiz, platzen die Bläschen, bitte steril abdecken, nützt alles nix.

Baldige besserung wünsch ich dir

Geschrieben

Hallo,

die Unterscheidung ist m. E. sehr schwer. Nach dem Lesen des Links würde ich mir erst recht die Unterscheidung nicht zutrauen. Die Beschreibung der Dyshidrosis orientiert sich m. E. eher an morphologischen Aspekten (=Aussehen), während Psoriaisis und Neurodermitis und Nickelallergie schon bestimmte Krankheiten umfassen. Zur Dyshidrosis passen eher die etwas größeren Bläschen, aber auch hieraus lässt sich kein hartes Unterscheidungskriterium ableiten.

Ich will mich jetzt gar nicht hinstellen und sagen, dass alles das selbe ist. Ist es natürlich nicht, aber letztlich bleibt die Unterscheidung sehr unscharf. Oder wird das für Euch aus den Beschreibungen wirklich klar? Das würde mich sehr interessieren.

Herzliche Abendgrüße von Kuno

Geschrieben

Hallo,

die Unterscheidung ist m. E. sehr schwer. Nach dem Lesen des Links würde ich mir erst recht die Unterscheidung nicht zutrauen. Die Beschreibung der Dyshidrosis orientiert sich m. E. eher an morphologischen Aspekten (=Aussehen), während Psoriaisis und Neurodermitis und Nickelallergie schon bestimmte Krankheiten umfassen. Zur Dyshidrosis passen eher die etwas größeren Bläschen, aber auch hieraus lässt sich kein hartes Unterscheidungskriterium ableiten.

Ich will mich jetzt gar nicht hinstellen und sagen, dass alles das selbe ist. Ist es natürlich nicht, aber letztlich bleibt die Unterscheidung sehr unscharf. Oder wird das für Euch aus den Beschreibungen wirklich klar? Das würde mich sehr interessieren.

Herzliche Abendgrüße von Kuno

ich werde verrückt, die Dinger hatte ich schon vor Pso. Kamen und gingen im Sommer wieder. Mal mehr und weniger häufig.Aber nicht so stark, daß es eine Belastung für mich war. Hatte gerade vor Wochen wieder einige weggekratzt, (da sie ja jucken, bzw. das Wasser rausgedrükt) und dachte so bei mir, das verändert sich wie zur Psori.

darübergecremt und vergessen. Nachdem ich nun diese Beiträge gelesen habe, werde ich mich künftig davor hüten, die Dinger auszudrücken.

Hols der Teufel

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Geschrieben (bearbeitet)

hallo, Sandra!

meine Vorscheiber haben es ziemlich klar ausgedrückt - es ist völlig egal, wie man es benennt. Meine Hautärztin wer der Meinung, es sei pustulosa (ohne große bläschen); der Arzt in der Hautklinik sagte, es sei ein chronisches Ekzem - dyshidro ... irgendetwas. Für mich ist es egal. die Symptome sind die gleichen, die Behandlung ist die gleiche, die Ursache ist mehr oder weniger auch die gleiche. Es ist so oder so Sch. Daher ist die Unterscheidung auch so schwierig. Also mach dir darüber keinen Kopf.

Liebe Grüße

Beate

bearbeitet von Knut
Geschrieben

Hallo, ob es Psoriasis oder Neurodermitis ist, ist schon ein sehr großer Unterschied, auch wenn die Behandlungen zum Teil scheinbar gleich sind. Mir ist kein spezifischer Test auf Psoriasis bekannt. Es gibt wohl einige Tests im Hinblick auf Autoantikörper. M. W. sind die aber nicht so ohne weiteres interpretierbar, dass dabei eine sichere Diagnose einer Psoriasis herauskäme.

Auch in der Medizin wird nur mit Wasser gekocht. Verständlicherweise werden von Ärzten manchmal Dinge erwartet, die sie aber auch nicht leisten können. Übrigens finde ich es gut, wenn Ärzte das einräumen anstatt so zu tun, als wüssten sie alles.

Grüße von Kuno

Geschrieben

Hallo,

in der Hautklinik haben die Ärzte bei Neurodermitis von Papeln gesprochen, bei Psoriasis von Pusteln. Die konnten das unterscheiden. Vielleicht hilft das weiter.

Mir wurden Proben aus den Bläschen entnommen, um festzustellen, ob sie sterilen Eiter enthalten, was auf Pustulosa hinweist. Wenn ich das noch in Erinnerung habe, hat der Arzt etwas über leukozytengefüllte Pusteln gemurmelt.

Lieben Gruß

Geschrieben

Hallo Barbara, das ist in der Tat richtungweisend. Aber m. W. gibt es auch da wieder Ausnahmen, die das schwerer mit der Unterscheidung machen.

Als ich mit meinen Pusteln beim Hautarzt - und nicht nur bei einem - war, hat der seine Ohren auf Durchzug gestellt, und gemeint, nun sei ich wohl gegen meine Hautpilze allergisch. Was bekam ich: Salbe gegen Fußpilz.

Was will ich damit ausdrücken: In der Theorie ist die Unterscheidung leichter, in der Praxis gelingt sie oft viel schwerer. Auch Dermatologen scheinen da nicht immer ganz sattelfest zu sein. Wie oft habe ich hier im Netz schon gelesen: Der eine Dermatologe meine Neurodermitis, der andere Psoriasis. Oder gar: ich habe Psoriasis und Neurodermitis.

Grüße von Kuno

Geschrieben

Hallo, Kuno,

stimmt, so leicht ist es für die Dermatologen nicht. Ich war oft genug in der Klinik und in der so genannten Expertenrunde zur "Fleischbeschau". Da diskutieren dann eine Vielzahl von Ärztinnen und Ärzte über die Diagnose und weitere Therapien. Bei mir sind sie noch nicht mal sicher, ob zusätzlich noch ein Ekzem dazu gekommen ist. Und das nach zwei Biopsien. Es war auch eher ein Tipp, das beim nächsten Arztbesuch mal anzusprechen.

Die nette Mitpatientin mit Neuro hat übrigens nicht dieselben Medikamente bekommen. Das fing schon beim Fußbad an. Sie Kaliumpermanganat, ich Eosin. Darum wäre es schon wichtig, eine genauere Diagnose zu haben.

Lieben Gruß

Geschrieben

Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank erstmal für die zahlreichen und ausführlichen Antworten. Es ist echt schön zu sehen, dass es Menschen mit ähnlichen oder auch den gleichen Problemen gibt, die dann auch noch versuchen zu helfen. Habe ich so wie in diesem Forum echt noch nicht erlebt.

Auf jeden Fall muss ich Beate (und auch anderen) zustimmen, dass es eigentlich egal ist ob das Kind sich nun Pso pustulosa, Neurodermitis oder Dyshidrosis schimpft, im Endeffekt ist es alles diesselbe Sch***. Trotzdem mach ich mir irgendwie Gedanken drum, weil ich einfach gerne weiß, was ich hab. Naja bin mal gespannt, was die Ärzte in der Uni dazu sagen und ob sie Proben entnehemen. Wenns bis dahin nicht zufälligerweise wieder weg ist. ;).

Also große Bläschen habe ich bisher nicht gehabt, nur ganz kleine. Und die Flüssigkeiten war immer ganz klar. Das spräche ja dann eher für die Pustulosa...hm naja alles nur Spekulationen.

Meine Mutter hat übrigens genau die gleichen Symptome nur dass sie bei Ihr ausschließlich im Sommer auftreten und bei mir wars bisher immer im Winter.

Liebe Grüße

Sandra

Geschrieben

Die nette Mitpatientin mit Neuro hat übrigens nicht dieselben Medikamente bekommen. Das fing schon beim Fußbad an. Sie Kaliumpermanganat, ich Eosin. Darum wäre es schon wichtig, eine genauere Diagnose zu haben.

Lieben Gruß

Ich glaube, Kaliumpermanganat ist eher eine Verlegenheitsempfehlung. Durch den Sauerstoff den es frei gibt desinfiziert es und hat eine schöne Farbe.

Evtl. besser als Alkoholdesinfektion aber vielleicht habe ich Glück ein paar Bakterien zu killen.

Allerdings hilft es ich glaube bei Wundsein im Analbereich durch Sitzbäder und wenn die Haut leicht entzündet ist.

Da war sich der Arzt nicht im klaren was er diagnostzieren soll .Aber schaden tut es keinenfalls. Ich habe lange Zeit damit gegurgelt, weil es billig ist.

Geschrieben

Kaliumpermanganat könnte bei bakteriellen Infektionen helfen, wie Bruno schon geschrieben hat. Es ist nicht gerade sehr spezifisch. Während meiner Reha habe ich damit meine z. T. aufgerissenen Füße gebadet und die Klinikshandtücher "versaut".

Es ist aber auch ein "Teufelszeug". Es macht braune Flecke auf Stoffen usw., die schwer wieder zu beseitigen sind. Außerdem kann man damit sogar Sprengstoff basteln. Wenn man Kaliumpermanganat mit Salzsäure mischt, entsteht Chlorgas. Vorsicht! Das ist stark giftig und reizend. Wenn man Kaliumpermanganat und Schwefelsäure mischt, entstehen rötliche Wolken. Was da genau passiert, habe ich bisher nicht heraus bekommen, obwohl ich in verschiedenen Chemielexika nachgeschlagen habe. Bitte nicht ausprobieren. Wir haben das früher ausschließlich im Freien ausprobiert und sehr viel Abstand gehalten, um nichts einzuatmen.

Grüße von Kuno

Geschrieben (bearbeitet)

Kaliumpermanganat könnte bei bakteriellen Infektionen helfen, wie Bruno schon geschrieben hat. Es ist nicht gerade sehr spezifisch. Während meiner Reha habe ich damit meine z. T. aufgerissenen Füße gebadet und die Klinikshandtücher "versaut".

Es ist aber auch ein "Teufelszeug". Es macht braune Flecke auf Stoffen usw., die schwer wieder zu beseitigen sind. Außerdem kann man damit sogar Sprengstoff basteln. Wenn man Kaliumpermanganat mit Salzsäure mischt, entsteht Chlorgas. Vorsicht! Das ist stark giftig und reizend. Wenn man Kaliumpermanganat und Schwefelsäure mischt, entstehen rötliche Wolken. Was da genau passiert, habe ich bisher nicht heraus bekommen, obwohl ich in verschiedenen Chemielexika nachgeschlagen habe. Bitte nicht ausprobieren. Wir haben das früher ausschließlich im Freien ausprobiert und sehr viel Abstand gehalten, um nichts einzuatmen.

Grüße von Kuno

Wo sind die Chemiker?

KMNO4 + H2SO4= ??? wie war das mit den Salzen? Ich hatte 1962 ausgelernt

Kuno bitte keine Anleitung zum Bombenbau 1roker.gif

bearbeitet von bruno1234
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn man Kaliumpermanganat und Schwefelsäure mischt, entstehen rötliche Wolken. Was da genau passiert, habe ich bisher nicht heraus bekommen, obwohl ich in verschiedenen Chemielexika nachgeschlagen habe.

Grüße von Kuno

Kuno, ich war fündig, google bringts (hoffentlich)

Reaktionen mit Kaliumpermanganat - Anorganische Chemie

Bei der Reaktion von Kaliumpermanganat mit konz. Schwefelsäure entsteht Mangan(VII)-oxid (Mn2O7).

gruß

bruno

bearbeitet von bruno1234
Geschrieben

Ich habe das auch! <_<

Mein Hautarzt meinte das wäre eine "allergische Reaktion" auf meinen eigenen Schweiß. :D

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