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Der Stand bei PSO


bar2010

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Hallo,

ich kann mich da dem Marko nur anschließen. Weißt Du, es gibt auch sehr viele Menschen mit ganz viel Einfluß und entsprechendem Geld. Wenn das eine Frage dessen wäre, dann wäre eine Lösung schon längst parat. Außerdem gibt es eine Menge Medi's, die wirklich helfen. Sicherlich kann man echt verzweifeln. Wenn ich nackt vor dem Spiegel stehe und mir meine Haut anschaue, dann könnte ich heulen. Vom Scheitel bis zur Sohle habe ich alles voll. Niergends noch eine Handbreite an Fläche, wo ich sagen kann: Hier siehts gut aus. Zudem feiert meine Pso auch noch Party. Ein Schub reiht sich dem nächsten an. Ich nehme seit ein paar Wochen Fumaderm. Mal sehen ob es hilft. Bis jetzt noch nicht. Geduld ist gefragt und nicht Frau Merkel. Aber was nützt das jammern und klagen. Ich weiß ja nicht, wie schlimm es bei Dir ist, aber schau Dich mal hier um. Du findest so ziemlich alle Möglichkeiten gegen unserer Hauterkranken incl. Erfahrungsberichte. Die Politik und die Ärzte können nicht die Schuld an unserem Gendefekt sein. Außerdem mag ich mir gar nicht erst vorstellen, wie teuer die Forschung nur auf diesem Sektor bislang gewesen ist. Vor 20 Jahren -da hatte ich auch schon Schuppenflechte- da war die Medizien noch längst nicht so weit wie heute.

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf der Suche nach geeigneter Hilfe, die es überall gibt. :-)

Catwoman

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Ja, das hier ist eine wirklich intressante Diskussion. Ich habe mich schon soo oft gefragt, warum es noch keine wirkliche Loesung fuer unser aller Problem gibt. Man hat vielleicht die oder jene Creme entdeckt, die dem ein oder anderen kurzfristige Hilfe leisten kann. Aber wirklich herausgefunden, WARUM wir nun Pso haben, hat doch keiner. Ich denke man sollte viel mehr die Ursache erforschen. Wuessten wir die Ursache, dann waere eine Loesung in reichbarer Naehe. Ja, klar, Gendefekt. Aber warum haben's manche an den Ellenbogen, andre ueberall, welche nur am Kopf. Warum kriegen die einen Psa, und warum hilft das Praeparat XY nur bei 20% der Betroffenen?

Meiner Meinung nach muesste es eine klare Loesung geben (die wir eben noch nicht kennen), die fuer alle Heilung schafft. Es ist ein uraltes Problem, deswegen glaub ich auch nicht unbedingt, dass nun Lebensmittelkonzerne Schuld sind, es gab die Pso ja schon vor Namendarfmanjakeinenennen. Auch Insektizside und Co traten erst spaeter auf.

Meiner Meinung nach gibt es in unserem Koerper noch etwas, das wir noch nicht kennen, trotz der ganzen medizinischen Forschung (die oft von der falschen Seite her durchgefuehrt wird, naemlich nicht von den Erkrankten selbst). In unserem Gehirn gehen sooo viele Dinge vor sich, da wissen wir vielleicht 0,2% von. Von weiteren 0,3% haben wir eine blasse Ahnung. Aber was die andren 99,5% betrifft, tappen wir voellig im dunkeln.

Vielleicht gibt es einen chemischen Zusammenhang zwischen Sich-Wohl-Fuehlen (auch fuer unsere Gefuehle ist ja unser Gehirn verantwortlich) und der Haut. Ich frag mich immer, woher nun die neuen Stellen wissen, wo genau sie herausschauen sollen. Was hat der Nachbarshund Bello mit meinem linken Unterarm zu tun? Koennt ich schwoeren, dass es da schlimmer geworden ist, seit der mich gebissen hat. (Das ist nur ein Beispiel, aber viele von uns koennen doch ein bestimmtes Erlebnis mit einem neuen Fleck in Verbindung bringen)

Vielleicht ist dieser chemische Zusammenhang, der sich durch Botenstoffe und weissderkuckuckwasesdanichtallesgibt in die Haut vordraengelt gar kein allzugrosses medizinisches Geheimnis, aber wir sitzen bei E, sehen F vor uns, von G allerdings haben wir noch nicht mal die leiseste Vorahnung.

Ich hab aufgehoert Salben zu schmieren und Weissdergeierwaszutunwasichabsoluthaesslichfandundesdanndochnichthalf, da ist meine Pso nicht schlimm genug.

Ich bin der Meinung, dass die Psyche eine enorm grosse Rolle spielt bei der Pso. Ich sag nicht, dass wir alle gaga sind (naja, ich vielleicht schon, aber das ist ne andre Geschichte). ich mein nur, dass es z.B. ungeheuer wichtig ist, wie wir mit der Pso umgehen. Die Pso moechte doch, dass wir uns verstecken. Das gefaellt der, da lacht sie sich ins Faeustchen und gewinnt die erste Runde.

Meiner Meinung nach ist meine Pso verursacht durch unterirdische, nee unterbewusste Aengste/Sorgen/etc.. Aengste, die man im Wachzustand verdraengt, die man einfach vor sich wegschiebt, aber tief in einem drin, sind sie eben doch da. Das sind Aengste, ausgeloest durch dramatische Erlebnisse der Vergangenheit, ebenso wie Aengste vor der Zukunft. Verlustaengste, Ueberlebensaengste, es gibt ne unglaubliche Reihe von Aengsten, manche Menschen haben z.B. Angst vor Zebras.

Viele von uns haben sicher davor Angst ihren Job zu verlieren oder ihren Partner. Manche machen sich Sorgen um's Geld, um die Kinder, um die Oma. Es gibt so viele kleine und grosse Dinge, die uns Sorgen bereiten, die uns aengstigen. Ich z.B. hab Angst davor, dass unser Haus ueberschwemmt wird, Angst vor voelliger Dunkelheit, Angst davor, dass jemand kommt und mich mit einem Gewehr bedroht, Angst davor den Bus zu verpassen, Angst vorm Ertrinken, Angst an einer Fischgraete zu ersticken, etc. Man haeuft unbewusst (wer sich gut kennt, kann einige davon herausfinden, hier wuerde vielleicht Hypnose helfen???) Aengste an, die anfangs vielleicht komplett laecherlich sind, dann aber mit der Zeit zum Problem werden koennen, dass einen staendig begleitet (bewusst oder unbewusst). Manche Aengste sind begruendet, andre wiederum voellig unbegruendet.

Meine Pso wurde besser (ganz ohne Medikamente), als mein Leben einen Punkt erreicht hatte, an dem ich mir keine Sorgen zu machen brauchte. Ich hatte ALLES (was ich in dieser Zeit brauchte) und bekam sogar noch mehr obendrauf. Leider haelt das nicht lange an und auch nur sehr wenige von uns sind je in solch einer Situation. Ich denke, man kann an sich arbeiten. Man kann Gelassenheit lernen. Unser Leben ist nur aeusserst selten frei von Problemen, deswegen ist mein Gegenmittel zu lernen MIT den Problemen zu leben anstatt dagegen. Fuer vieles mag es eine Loesung geben, fuer alles aber nicht. Und diese Probleme muessen wir (erstmal) einfach so in unser Leben integrieren. Wir koennen nicht staendig gegen alles ankaempfen. Wir sind eben doch nur Menschen, keine Uebermenschen.

Die Pso ist fuer mich ein solches Problem. Auch wenn es Menschen gibt, die "geheilt" wurden (ich kenn mindestens 2, die es hatten und seit mehrerern Jahren (Jahrzehnten, der eine sogar) ohne irgendwelche erneuten Anzeichen leben), fuer mich kann es Heilung nur dann geben, wenn mein Inneres bereit ist, MIT der Pso zu leben. Klingt laecherlich, ist aber so. Fuer mich steht auf dem Speisezettel, die Pso zu nehmen, wie sie ist und daraufhinfolgend MICH zu nehmen, wie ich eben nun mal bin MIT Pso.

Psoler fuehlen sich nicht sonderlich wohl in ihrer Haut, da beisst die Maus wohl keinen Faden ab. Aber wenn man die Pso akzeptiert, dann kann man auch sich in seiner Haut wieder in die Augen schauen und muss vorm Spiegel nicht mehr weinen.

Das ist ein langer harter, steiler, steiniger Weg auf dem ich mich befinde. Einfach sicher nicht. Aber meiner Meinung nach doch machbar.

Ein starker Wille muss her. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Alter Spruch, aber trotzdem viel Wahres dran. Jeder auch noch so kleine Erfolg gibt einem mehr Kraft fuer den naechsten Schritt. Und auch wenn es lange dauern mag, am Ende kommt man doch am Ziel an.

Ich hoffe, jeder kann fuer sich einen Weg finden MIT der Pso zu LEBEN.

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