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Alkohol, was ist erlaubt?


Gast fingo

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Geschrieben

Hallo,

ich möchte nochmal das spezielle Thema Alkohol aufgreifen und provoziered folgende Thesen zur Diskusion stellen:

1.) 1-2 Glas guter (im Eichenfass ausgebauter) Rotwein sind eher nützlich als schädlich, da die guten Wirkungen, besonders auf Herz und Kreislauf wesentlich wichtiger sind als die Nebenwirkungen auf die Schuppenflechte.

2.) Wer auf Alkohol nicht verzichten will ist mit Apfelwein gut beraten. Am bessten selbst mächen, dann ist er ohne Schwefel, Zucker und so weiter und dürfte in diesem Fall wesentlich besser sein alsCola ,andere Limonaden, Kunstgetränke usw. die ja als schädlich gelten.

Um rege Antwort wird gebeten

fingo

Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Geschrieben

Hallo Fingo,

schön das du erholt aus dem Urlaub zurück bist und wieder deine Beiträge abgibst.

Ich teile deine Meinung, das selbstgemachter Apfelwein und auch Bier, mäßig getrunken relativ harmlos ist. Es fehlen zumindest die weiteren Giftstoffe. Aber wenn du der Meinung bist, das Übersäuerung die Schuppenflechte fördert, muß man natürlich feststellen, das Apfelwein ziemlich sauer ist.

Wein wird ja von vielen Leuten als Auslöser der Schuppenflechte genannt. Es leuchtet ja eigendlich auch ein, das Schwefel nicht gesund sein kann. Aber gerade die Eichefässer geben noch Gerbsäure zum Wein hinzu. Wein enthält neben Fruchtsäuren sowieso schon Gerbsäure, die aus den Blättern u. Stielen mit ausgepresst wird. Ich halte die Gerbsäure auch für ungesund.

Alternativ werden ja auch manchmal Fruchtweine ohne Konservierungsstoffe angeboten, die dann weniger schädlich sind.

Ich kann mir schon vorstellen, das starke Säuren, neben den Konservierungsstoffen in vielen Lebensmitteln das Darmmilieu und auch vielleicht direkt die Darmhaut schädigen.

Diese Schädigung würde ja dann den Wundheilungsprozeß(Schuppenflechte) in der Darmhaut auslösen, wie das waschen der Kopfhaut die Kopfschuppen mit auslöst. Eine gestörte Nahrungsaufnahme und Ausbreiten der "Entzündung" könnten die Folge sein.

viele Grüsse

Paul

Gast Gast - Matthias
Geschrieben

Ich konnte bei mir keine zeitnahen Wirkungen von Nahrungsmitteln auf meine Psoriasis feststellen; mit einer Ausnahme - Rotwein. Am Tag nachdem ich Rotwein getrunken habe, und da langt ein Glas, ist insbesondere meine Pso-Arthrithis deutlich schlechter. Am Alkohol scheint es nicht zu liegen, mit Bier passiert dies nicht, Weisswein hat zumindest eine wesentlich geringere Wirkung.

Noch ein Hinweis: Nein ich trinke NICHT regelmäßig.

Geschrieben

Hallo Matthias,

natürlich ist Wein ein Auslöser für Psoriasis.

Ich konnte bei mir zumindest eine stärkere Schuppenbildung feststellen.

Wenn der ganze Körper mit Schuppenflechte bedeckt ist, oder man Medikamente nimmt, ist es schwer eine Veränderung der Symptome bei einer bestimmten Nahrung festzustellen.

Ich würde dir doch vorschlagen, dich mal 2 Wochen mit einer sicheren Nahrung zu ernähren u. dabei auf Medikamente zu verzichten. Wenn du dann das verschwinden der Symptome spürst wirst du sicher länger aushalten. Nach dem Ausheilen wirst du es sofort merken, wenn du wieder etwas schlechtes ißt o. trinkst. Sichere Nahrung ist z.B. der Gemeinsame Nenner der Vorschläge von Dr. Pagano u. Dr. Schäfer. Sicher zu vermeiden sind die von beiden genannten Auslöser.:

Gewürze, Genußgifte, einige natürliche Gifte in "normalen" Nahrungsmitteln.

In einigen Tagen werde ich beginnen in meiner Hompage konkrete Nahrungsvorschläge zu machen.

Sicher sind z.B. Haferflocken roh und als Brei/Suppe, Vollkornbrot mit Natursauerteig gebacken, Käse ohne Zusatzmittel - Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker.Viele Grüsse

Paul

  • 3 Wochen später...
Gast Gast - Eberhard
Geschrieben

Hallo Fingo,

ch war wegen meiner PSO beim Hautarzt. Als ich ihn gefragt habe, ob ich bei der Ernährung etwas beachten soll, hat er nur gesagt, ich solle mich ausgewogen ernähren.Muß ich jetzt auf Wein verzichten? Ehrlich gesagt fällt es mir schwer.

Vielen Dank im Voraus

Eberhard

Geschrieben

Hallo,

Jeder Arzt wird Dir den Verzicht auf Alkohol empfehlen.

Aber auch ich möchte darauf nicht ganz verzichten, und ich denke daß der Alkoholkonsum auch nur zu vielen anderen schlechten Gewohnheiten gehört die in ihrer Summe unsere Krankheit begünstigen. Schwerpunkte zu setzen ohne sein Leben zu sehr einzuschränken obliegt jedem selbst; aber Ernährung ist und bleibt der Schlüssel zum Erfolg die Krankheit zu beherrschen.

Viele Grüße

fingo

  • 2 Monate später...
Geschrieben

Beim Thema Wein habe ich ein paar Fragen. Ihr sprecht von Schwefel und Gerbsaeuren. Es gibt ja auch ungeschwefelten Wein habt Ihr damit schon mal Erfahrung gemacht. Grundsaetzlich haben trockene Weine weniger Schwefel und Diabetiker Weine sogar weniger als 40mg / l Da stelle ich mir die Frage wie das mit anderen Lebensmitteln ist welche zwecks Konservierung auch geschwefelt werden und wesentlich mehr Schwefel enthalten. Dann die Sache mit den Gerbstoffen. Rotwein hat grundsaetzlich mehr Gerbstoffe als Weissweine deshalb auch die Empfehlung Rotwein zu trinken bei erhoehten Blutfettwerten. Warum allerdings Barrique empfohlen wird ist mir ein Raetsel da gerade im Barique Gerbstoffe aus dem Eichenholz ausgelaugt wird. Wenn Ihr mich fragt dann hat es weder mit dem Schwefel noch mit den Gerbstoffen zu tun sondern mit dem Alkohol an sich. Oder probiert doch mal was hochprozentiges und schaut wie es sich auf die Psoriasis auswirkt. Grunsaetzlich vertrage ich leichte Weissweine besser als Rotweine. Auch ist mir aufgefallen das ich junge Weine besser vertrage als Weine die schon mehrere Jahre gelagert wurden.

Gruss'

Thiemo

Geschrieben

Hallo Paul, ich wäre vorsichtig mit der Aussage, dass Wein ein Auslöser für Psoriasis ist. Meine Pso hat mit 4 Jahren angefangen und da hab ich bestimmt noch keinen Alkohol getrunken. Mein Sohn hat mit 12 Jahren seine Pso bekommen auch ohne Alkohol. Ich trinke heute gerne Mal 1-2 Gläser Rotwein am Abend und hab bis jetzt noch keine Verschlimmerung der Pso oder der Pso-Arth. feststellen können. Ich glaube, dass es für die Pso KEINE sogenannten Auslöser gibt. Ich glaube, dass für jeden was anderes gilt. Und das muss jeder für sich herausfinden.

Gruß Bärbel

Geschrieben

Hallo Bärbel,

es gibt sehr viele Erfahrungsberichte, die besonders Rotwein als Auslöser nennen. Wenn Kinder ohne Alkoholgenuß auch PSO bekommen, ist das doch ein Argument, nach weiteren Auslösern(z.B. Karotten/Spinat/Tomaten) u.a. Wirkungszusammenhängen zu suchen, es ist kein Argument gegen Alkohol als Auslöser.

Ich war froh z.B. auch hier Anregungen u. Literaturvorschläge zu bekommen, sonst würde ich wahrscheinlich noch heute nach Methoden gegen meine Psoriasis Probleme suchen.

Viele Grüße

Paul Lindner

  • 1 Monat später...
Geschrieben

also das rotwein ein Auslöser von pso ist halt ich für ausgesprochenen schwachsinn. mir gehts nach 1-2 gläsern rotwein hervorragend, speziell wenn ich mich dabei entspanne und meine umgebung geniese und relaxe. freunde, die psyche ist das wichtigste, wenns dir gut dabei geht, gehts auch deiner haut gut.

ich muss schon feststellen das in den ganzen foren die ich in letzter zeit besuche sehr viel pseudowissenschaftlich herumdiskutiert wird. iß das worauf dein körper lust hat, auch wenns einmal chips sind, hör in dich hinein, du kennst dich am besten und aus.

Geschrieben

wenn ich ein wenig rotwein trinke, explodiert die pso geradezu,

wenn ich viel bier trinke, passiert fast nix.

fazit: nicht alle menschen sind gleich...

philipp

Geschrieben

Ich kann zum Thema Alkohol nur sagen; daß ich während meiner Armeezeit in der damaligen NVA wochenlang auf jeglichen Alkoholkonsum verzichtet habe (verzichten mußte) und im Gegensatz dazu im darauffolgenden Studium alles mitgenommen habe, was es als Anlaß zum Saufen gab, aber meine gute alte PSO sich weder von dem einem noch dem anderen beeinflussen ließ.

Geschrieben

Was soll das?? Rotwein ,ja oder doch lieber Bier????

Um alles aus dem Wege zu gehen den Alk weglassen,dann ist man mit Sicherheit auf der sicheren Seite.

Ob Rotwein,Bier oder Bier,der Alkohol machts nicht die Sorte worin er verpackt ist!

Gruß

Riekje

Geschrieben

dem kann ich mich net anschliessen, vergorene traubengetränke gelten wegen ihres schwefelgehalts als auslöser.

philipp

  • 2 Monate später...
Geschrieben

Hallo Ihr Säufer,

also, wie uns die bisherige Wissenschaft lehrt ist ein gewisses Maß alkoholischer Getränke für den Menschen durchaus gesund.

Sei es nun Wein oder Bier. Wobei beim Wein ein, im Eichenfass ausgebauter Rotwein mit Sicherheit an der Spitze steht.

Auch Schnäpse können durchaus positive Auswirkungen haben. Dies gilt aber sicherlich nur für sehr begrenzte Mengen. (Ausnahme ist die Englische Queen Momm).

Für mich sind 2-3 Gläser Gläser franz. Rotwein oder an anderen Tagen selbst-gemachter Apfelwein ( ohne Zucker, Hefe,Chemie usw.) jedenfals absolute Medizin.

Prost

fingo

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

hallo ihr alle zusammen.

Ich habe hier mal ein bisschen herumgelesen, und denke, dass es im Bezug auf Alkohol nur eine Wahrheit gibt:

Er bietet keinen Genuss und keine Hilfe.

Und "gesund" ist ja wohl das letzte das man einer Droge nachsagen kann.

Geschrieben

>Er bietet keinen Genuss und keine Hilfe.

Über "keine Hilfe" könnte man ja noch streiten aber warum - um Himmels Willen - denn bitte keinen Genuß?

YMMV

Frank

Geschrieben

hallo Frank.

Nun ich denke, dass ein Trinker nicht trinkt weil es Ihm Genuss bereitet, sondern weil es Ihm schlecht geht wenn er nicht trinken darf.

Ich glaube das alle beim ersten Glas Alkohol dachten: "Muss ich dieses eklige Zeug bis an mein Lebensende trinken?"

Man gibt dann trotzdem an, aus Genuss zu trinken um nicht blöd dazustehen. Eine Zeit später glaubt man dann auch wirklich es zu geniessen.

Eine Illusion, da bin ich sicher.

Was soll denn so Genussvoll sein? Der schale Geschmack? Das Gefühl das einem die Sinne raubt?

Geschrieben

Konnte nicht zu Ende schreiben.

Nein, ich bin mir sicher dass es sich hier wie bei allen anderen Drogen um eine Illusion handelt. Um das Vorgaukeln von Hilfe und Genuss.

Sollte Alkohol glücklich machen, müssten die Leute, die Alkoholker genannt werden, glückliche Menschen sein. Sind Sie das? Nein, wenn Sie die Droge nicht zur verfügung haben, geht es Ihnen Elend. Wenn Sie sie haben, wünschten sie sich sie müssten sie nicht nehmen. Das ist die Natur einer Drogenabhängigkeit.

Die Meinung vom "richtigen Mass" ist falsch. Es gibt bei einer Droge kein "Mass". Es gibt nur ein "immer mehr". In JEDEM Fall. Ich bin überzeugt, dass nicht der "Konsument" entscheidet wie viel er nimmt, sondern seine Lebensumstände (Finanzielle Situation, welche Arbeit, welche Freunde, welche Familie und sehr viele mehr).

Es gehört auch zum Wesen der Droge, das man eine Immunität entwickelt, und somit immer mehr braucht um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Nun so sehe ich es. Es ist doch schöner einen Moment mit allen intakten Sinnen zu geniessen.

Mit Gruss Tester

Geschrieben

Hallo Tester,

habe den Alkohol Thread verfolgt und muß Dir widersprechen.

Ein gutes Glas Wein zum Essen stellt mit Sicherheit keine Suchtbefriedigung dar. Außerdem ist der Umkehrschluss, daß alle Alkoholiker glückliche Menschen sein müssten, falsch.

Ich geniesse Alkohol in geringen Mengen (meistens jedenfalls) und unterliege keiner Abhängigkeit. Ich habe auch kein Gefühl der Entlastung beim Trinken, so wie es in einer Abhängigkeit der Fall wäre. Glücklicherweise wirkt sich Alkohol nicht auf meine Pso aus (Habe ich ausführlich getestet)

Gruß Frank

Geschrieben

Hallo Tester,

Vorweg: ich will hier gar nicht dem Alkohol das Wort reden, wer nicht trinkt ist sicher nicht schlecht beraten und Alkohol ist gesundheitlich und sozial ein Riesenproblem. Weiß ich alles....ABER... trotzdem sollte man nicht mit falschen Argumenten kommen. Das macht eine Meinung eher unglaubwürdig.

---

Man muß hier scharf trennen. Wenn du von einem Trinker sprichst, dann wirfst du zwei Dinge in einen Korb, die ich gerne auseinander gehalten hätte. "Trinker", "Alkoholiker", "Alkoholabhängiger" auf der einen Seite und "Genuß-Trinker" auf der anderen.

Für dich ist das eins, für mich nicht. Daß es fließende Übergänge gibt sei zugestanden aber wenn das von dir postulierte "Es gibt nur ein "immer mehr". In JEDEM Fall." stimmen würde, dann wäre der größte Teil der Erwachsenen, geschweige denn der über 40-jährigen Europas reif für die "Trinkerheilanstalt". Ganz so schlimm ist es glücklicherweise doch nicht.

>Nun ich denke, dass ein Trinker nicht trinkt weil es Ihm

>Genuss bereitet, sondern weil es Ihm schlecht geht wenn er

>nicht trinken darf.

Das ist bei einem Alkoholkranken, also wirklich Abhängigen der Fall, darüber müssen wir nicht diskutieren. Dadurch, daß deine Grunddefinition schon falsch, bestenfalls subjektiv ist, wird deine Gesamt-Aussage aber fragwürdig.

>Ich glaube das alle beim ersten Glas Alkohol

>dachten: "Muss ich dieses eklige Zeug bis an mein

>Lebensende trinken?"

Immerhin relativierst du deine Aussage mit ich "glaube" - es ist also nicht mehr als eine Vermutung.

>Man gibt dann trotzdem an, aus Genuss zu trinken um nicht

>blöd dazustehen. Eine Zeit später glaubt man dann auch

>wirklich es zu geniessen.

Auch hier: mag sein, daß es in einigen Fällen (in deinem?) so ist. Dazu eine Verallgemeinerung abzuleiten ist allerdings fragwürdig.

>Eine Illusion, da bin ich sicher.

Geht doch nichts über eine feste Überzeugung ;-)

>Was soll denn so Genussvoll sein? Der schale Geschmack?

Kann schon schal werden, wenn man das Bierchen zu lange stehen läßt...

Im Ernst, das ist doch reiner Quatsch. (Weißt du überhaupt, wovon du sprichst? Ich dachte du bist nicht von Alkoholgenuß "betroffen"...oder du bist ein "Ehemaliger" und damit besonders missionarisch?).

Natürlich schmecken den meisten Menschen alkoholische Getränke - das abzustreiten ist der abstruse Teil deiner Behauptungen.

>Das Gefühl das einem die Sinne raubt?

Na gut - hier kommen wir in einen gefährlichen Bereich. Sicher, diese Wirkung spielt beim Genuß alkoholhaltiger Getränke in gewissem Maß immer mit. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Wohl dem, der weiß, wann er aufhören muß. Wenn es nur noch darum geht - dann haben wir es mit einen Abhängigen zu tun.

>Sollte Alkohol glücklich machen, müssten die Leute, die

>Alkoholker genannt werden, glückliche Menschen sein.

Ich habe noch nie jemanden behaupten hören, daß Alkohol "glücklich" macht. Ein guter Wein spricht aber Geschmacks- und Geruchssinn an und ist für viele Menschen eben ein besonderer Genuß. Für dich nicht, für mich schon.

>Sind

>Sie das? Nein, wenn Sie die Droge nicht zur verfügung

>haben, geht es Ihnen Elend. Wenn Sie sie haben, wünschten

>sie sich sie müssten sie nicht nehmen. Das ist die Natur

>einer Drogenabhängigkeit.

S.o. - trifft für *Abhängige* sicherlich zu.

>Die Meinung vom "richtigen Mass" ist falsch. Es gibt bei

>einer Droge kein "Mass". Es gibt nur ein "immer mehr". In

>JEDEM Fall. Ich bin überzeugt, dass nicht der "Konsument"

>entscheidet wie viel er nimmt, sondern seine

>Lebensumstände (Finanzielle Situation, welche Arbeit,

>welche Freunde, welche Familie und sehr viele mehr).

Da stimme ich dir nur teilweise zu. Der Schritt zur Alkohol-Krankheit wird m.E. nur zum Teil durch die genannten Punkte bestimmt. Bestimmend für das "Kippen" in die Abhängigkeit scheinen vor allem auch physiologische Voraussetzungen zu sein. Soziales Umfeld etc. spielen auch eine Rolle aber es ist glaube ich nicht weg zu diskutieren, daß Alkoholabhängigkeit durch *alle* Gesellschaftschichten anzutreffen ist und damit die von dir genannten Faktoren nur zum Teil zutreffen.

>Es gehört auch zum Wesen der Droge, das man eine Immunität

>entwickelt, und somit immer mehr braucht um die gewünschte

>Wirkung zu erzielen.

Jetzt sprichst du wieder nur von Abhängigen. Gelegenheitstrinker müssen ihre Dosis nicht steigern. Wenn du von Wirkung sprichst, geht es dir hier wieder *nur* um die berauschende Wirkung, wir sprechen nicht mehr vom Genußerlebnis.

>Nun so sehe ich es. Es ist doch schöner einen Moment mit

>allen intakten Sinnen zu geniessen.

Das treffen wir uns wieder, dagegen gibt es nichts zu sagen.

...obwohl ein alter Rioja in netter Runde - auch nicht schlecht ;-)

Gruß

Frank

Geschrieben

hallo Frank.

Hallo Frank. Danke für Deine Antwort, ich habe Deinen Beitrag mit Spannung gelesen.

Hmm, was soll ich sagen. Ich möchte vor allem darauf eingehen, was Du zu meiner Meinung bezüglich der Lebensumstände geschrieben hast. Ja, klar soziales Umfeld ist nur ein Umstand, ich schrieb aber es seien noch sehr viele mehr.

Die physiologischen Voraussetzungen: Ich vermute, Du meinst damit die Theorie von der Veranlagung zur Sucht (Fehler in der DNS). Ich bin überzeugt, dass so etwas nicht existiert. Damit wird unterstellt, das Problem liege nicht bei der Droge, sondern bei dem Abhängigen selbst.

Nun ist es aber doch so, dass ein Abhängiger erst süchtig ist, nachdem er Alkohol trank und nicht vorher. Wäre das Problem ein Erbdefekt, müsste er doch von Geburt an nach Alkohol gieren, oder?

Des weiteren glaube ich nicht an einen körperlichen Entzug bei Alkohol. Ob ich den Zustand des "Delirium Tremens" nicht kenne? Doch aber ich glaube das dieser von den Vergiftungserscheinungen des Alkohols herrührt und nicht von seinem Entzug. Trinker wenden diese (in diesem Fall, diese welche Du als Abhängige bezeichnest) an um eine Ausrede für Ihr nächstes Glas zu haben. Was aber nicht heisst, Sie erlebten Ihre Gefühle nicht wirklich als Horror eines Alkoholentzuges.

Nein, an physiologische Bedingungen glaube ich nicht.

Ich bin mir sicher eine Droge lässt sich nicht kontrollieren.

Ich möchte gerne ein Beispiel zu dieser Meinung bringen:

Die fleischfressende Pflanze: Sie lockt mit Hilfe eines Produktes Fliegen in die Falle. Die Fliege nimmt den Duft auf, landet auf der Pflanze und schlemmt den herrlichen Nektar. Sie wiegt sich in der Sicherheit, wegfligen zu können, bevor sie sich in den Fängen der Pflanze befindet.

Kurz gestagt, sie rutscht langsam hinunter. So langsam, dass sie es nicht merkt. Gleichzeitig wird sie von dem Nektar immer schwerer und ihr verkleben allmähich die Flügel. Wenn sie dann die Gefahr realisiert, ist es bereits zu spät. Sie kommt nicht mehr weg und...

Ich glaube nicht, dass sie die Kontrolle über die Situation irgendwann verlor. Nein, SIE BESASS NIE EINE KONTROLLE. In dem Moment als sie sich entschied, bei dem herrlichen Nektar zu landen und ´von ihm zu schlemmen, war ihr Schicksal besiegelt. Genauso ist es doch bei Drogen. Nur gibt es hier einen Unterschied: es existiert kein Nektar. Die Droge täuscht vor Vorteile zu besitzen doch in Wirklichkeit kann Sie immer nur das Gegenteil von dem was man sich von ihr erhofft.

Bsp.: Raucher denken Nikotin helfe ihnen beim Entspannen, aber es passiert das Gegenteil, sie werden immer nervöser.

bhängigkeit"

Ja sicher , es gibt Trinker, die nie in dieses Stadium der "Abhängigkeit" kommen. Aber dies ist nicht ihr Verdienst. Sie haben ledglich das Glück, dass Ihre Lebensumstände so liegen, um ein Abrutschen zu ver-langsamen. Würden sie lange genug leben, würde es ihnen mit Sicherheit gleich ergehen; Die Natur einer Droge.

Zu der Sache mit dem Geschmack möchte ich auch noch was sagen. Alkohol schmeckt grässlich. Es ist eine natürliche Barriere, dies als grausig zu epfinden, da es ein Gift ist. (Ist doch genial einfach eingerichet: Gift schmeckt grässlich, Nahrung schmeckt gut). Wer nicht glaubt Alkohol Schmecke grässlich, soll doch mal einen Schluck reinen Alkohol trinken. Ich habe gelesen Alkohol habe gar keinen Geschmack, sondern brenne lediglich. Wenn Leute von Drinks schwärmen, schmeckt Ihnen nicht der Alkohol darin, sondern die verwendeten Zusätze wie Früchte. Ja, Bier enthält keine Früchte. Aber alle die ehrlich sind werden bestätigen ihr erstes Bier als schalen Geschmack, eigentlich nicht fein empfunden zu haben. Wein? Bäääh. Ich höre oft: ein guter Wein ergänze sich mit dem Essen. Aber: Alkohol zerstört die Geschmacksnerven, und: Ich habe noch nie jemanden gesehen, der seinen Wein über seine Mahlzeit schüttete. Das ist nur eine weitere Ausrede für den "Genuss" von Alkohol.

Nun weisst Du, ich denke so und lebe damit gut. Ich will hier sicher niemanden zwingen, keinen Alkohol mehr zu trinken. So etwas zu versuchen ist aussichtslos. Aber solange mir niemand eindeutige Beweise für den Existenz eines reelen Genusses liefern kann, werde ich sicher nie mehr Alkohol trinken.

Mit liebem Gruss

Stefan

  • 4 Monate später...
Gast Anton Wagner
Geschrieben

Guten Tag, das mit dem Alkoholl sollten Sie lieber sein. Das schadet der Gesundheit und führt zu Psoriasis.

Anton Wagner

Geschrieben

Hallo zusammen

Trinke seit 8 Wochen keinen Tropfen Alkohol!

Hat bis jetzt keinerlei Auswirkungen auf meine Pso.

Weder negativ noch positiv.

Es geht trotzdem nichts drüber zu einem tollen Essen auch ein gutes Glas

Wein zutrinken.

Tschau

Mike

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