"Tübinger Prolog" - der Tag vor dem Enbrel-Start
Da sitz ich also, mit diesem dennoch mulmigen Gefühl, mit dieser schattenhaften, ungreifbaren Angst, zu starten, morgen, mit enbrel, Angst, die der Eine oder Andre ja auch kennt, die Angst vor Nebenwirkungen.
Nach so 33 Jahren Pso und ungezählten Therapien aus dem ganzen medizinischen Mix ist die Luft etwas raus, dennoch das Ziel vor Augen, wenngleich nebulös und mit schwindender Lebensenergie. Wo sind sie nur hin, die euphorischen Momente(, mit denen ich in den 80ern//90ern noch dankbar für jeden noch so greifbaren therapeutischen Strohhalm war, "es könnte ja vielleicht doch dieses Mal helfen")?
Da sitz ich nun, und mit diesem Verlangen, dieses Mal wirds schon klappen, dies Mal werde ich nicht die Nebenwirkungen haben wie bei den drei andren Basistherapeutica. Eine stille Hoffnung in mir (die bekanntlich ja zuletzt stirbt).
Und gleichzeitig dieses unendliche Muffensausen. So etliches, was sich noch mit hinein mischt. Die Uniklinikatmosphäre, Weißkittler (unterkühlt bis arrogant wirkende Assistenz-Ärzte), das Ambiente, die langen Wartezeiten (wo ich eh schon nervös bin)... na, eben ein mulmiges Gefühl. Doch was änderts? Die Salbentiegel leeren sich inzwischen im Wochentakt, es nervt nur noch. "Zugzwang", so nennt man so was wohl.
Jetzt will ichs angehen.
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