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Spieglein, Spieglein

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Ich weine.


Momo

1.229 Aufrufe

Ich habe schon einmal erwähnt, dass ich nicht an Gott glaube. Aber warum weine ich dann aus tiefstem Herzen, wenn ich das Folgende lese?

_____________________________________

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:

Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.

Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.

Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:

"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.

Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.

Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:

"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.

Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,

da habe ich dich getragen."

_____________________________________

Vielleicht wünsche ich mir auch, getragen zu werden über die spitzen Steine, die momentan meinen Weg pflastern.

Gerade jetzt. Es ist wirklich schwer.

LISTEN

13 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Panzer

Geschrieben

Man kann den Text auf einen Menschen beziehen, der da ist, wenns drauf an kommt.

Suzane

Geschrieben

Man kann glauben und glauben ,liebe Momo !

Mach dir dein Leben nicht so schwer.

Werde Heute in der Kirche ( bei Niks Konfirmation) an dich denken !!!!

Drück dich

Sanne

Gast kaschek

Geschrieben

vielleicht müssen wir nicht für alles eine Erklärung finden. Lass dich trösten und tragen, Tränen haben eine reinigende Wirkung. Du bist hochsensibel und wenn dieser Text dich berührt, wundert es mich nicht. Ich finde ihn übrigens auch wunderschön.

Woran wir letztendlich glauben, spielt keine Rolle, ist unwichtig - täten wir es nicht, wären wir verloren. Tief in uns ist dieser Glaube, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

Bist ein tolles Mädchen! :)

Suzane

Geschrieben

und süß noch dazu !!!!;););)

irmi

Geschrieben

Ich schließe mich der Feststellung Suzanes an.

wer so innig fühlt wie du hat zumindestens 1 Schutzengel.

L.G. von irmi

Lupinchen

Geschrieben

An was und wen man glaubt ist letztendlich egal, kann auch an sich selber sein. Wichtig ist Hilfe zu bekommen, oder ein offenes Ohr. Dass kann irgendjemand sein, oder ein nahestehender Mensch. Ich als "Ungläubiger" entzünde ich in jeder Kirche die ich- manchmal zufällig oder weil sie so schön ist- eine Kerze für alle meine Lieben die nicht mehr leben. Ich finde mich dann immer komisch, aber ich mache es immer wieder.

Kopf hoch, es geht immer irgendwie.....

Lg. Anjalara

Momo

Geschrieben

Danke. Danke. Danke.

Gast kaschek

Geschrieben

Auch jene,

die behaupten,

an ein Jenseits (sprich Gott) nicht zu glauben,

hoffen stets im Stillen,

sich geirrt zu haben.

(G.Marconi)

:)

Momo

Geschrieben

Das stimmt, kaschek! Genau so ist es.

Panzer

Geschrieben

Marconi ist unvollständig. Bleibt die Gruppe jener, die keine Lust auf die religiöse Glaubensfrage haben. Die Gruppe jener, denen es egal ist, ob es einen Gott gibt oder nicht. Man wird sehen. Oder eben nicht. Für mich die Mutigen, weil sie sich nicht auf was vertrösten, nicht hoffen, sondern offen lassen. Hier und jetzt mit gegenseitigem Respekt leben. Alles Weitere wird man sehen, wenn es soweit ist. Oder eben nicht.

Gast kaschek

Geschrieben

Ich habe in meinem Leben Zeiten erlebt, wo ich nicht mehr "Herr der Lage" war, wo ich auch mit all meiner Willenskraft und meinem Optimismus am Ende war. Wo all meine Möglichkeiten und Fähigkeiten keine Rolle mehr spielten. Gerade in solch schwierigen Zeiten durfte ich erfahren, dass eine Macht eingriff, die völlig ausserhalb meiner Persönlichkeit lag und Dinge geschehen liess, welche die Naturgesetze ausser Kraft zu setzten schien. Die Spuren im Sand sind ja nur bild- und gleichnishaft zu verstehen – ich für meinen Teil denke dankbar an solch Getragensein zurück. :)

Gast Redis

Geschrieben

Hallo Momo,

es spielt keine Rolle an was oder wen du glaubst, oder eben auch nicht.

ich glaube fest daran, dass es Dinge gibt zwischen Himmel und Erde die wir nicht erklären können. Mag sein, dass es ein Schutzengel ist. Mag sein, dass es der liebe Gott ist.

Ich stand oft am Rande des Abgrunds, war in Situationen in denen ich mehr tot als lebendig war. Da war immer auch eine Kraft die mich hier festgehalten hat. Wer weiß ob da nicht doch jemand war der mich getragen hat? Und sei es auch "nur" die liebe meines mannes gewesen...

Dass dich der Text berührt, zeigt mir nur was für eine sensible persönlichkeit du bist. zweifle nicht an dir selber! und bleib so sensibel und offen wie du es jetzt bist.

LG

margret

Gast kaschek

Geschrieben

es sich im Sterben herausstellen sollte, dass ich einer Täuschung unterlegen war, hat mir diese Täuschung zumindest nicht geschadet. :)

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